Vollständige Version anzeigen: 0 Motivation in der Schule - Hochbegabung - KidsLive-Forum



Sanny
28.04.2004, 12:59
Halli hallo,

soeben las ich einen Thread "Schulversager" und langsam weiss ich wirklich nicht was ich denken soll.

[I]Auszug:
"Dort wurde ein IQ von 137 festgestellt. In der Schule ist er ein absoluter Schulversager.( 4 Arbeiten im letzten Monat alle 5 ). Ich weiß mir keinen Rat."[/I]

Und zwar ist meine Tochter (8 J., 2. Klasse) das Selbe in Grün.

Die Schule ist ihr völlig nebensächlich, Hausaufgaben erst recht, träumen und Hobbys machen viel mehr Spass. Wenn sie wiedermal einen Eintrag im Hausaufgabenheft von der Lehrerin bekommt, ist es mit einmal verschwunden, so bekomme ich es oft erst zu sehen (mit direkt 5 Einträgen) nachdem die Lehrerin mich anrief. Ist eine aufwendigere HA auf, ist mit einmal das Heft in dem es gelöst werden soll verschwunden. (Ihr Record war 2 Wochen hintereinander keine Hausaufgaben, ziemlich geschickt einzurühren) Das alles so zu organisieren, wie es ablief, ist schon ansich eine kleine Meisterleistung
Da gibts aber noch zich Bsp.

Wundert tut's mich manchmal, wenn man sich mit ihr intensiv hinsetzt und lernt, hat sie mit einmal Spass und will glänzen, was leider nicht lang anhält.
Letztens gab es wieder so eine Situation. Die 9'er Reihe multiplizieren sollte gelernt werden. Damit fing sie, nachdem es ihr Abend um 20 Uhr einfiel an, nach 4 Minuten saßen alle Zahlen kreuz und quer, wohlbemerkt, vorher wusste sie nicht ein Ergebnis.

Und fragte ich sie vorher ab... 80 - 8 = 9 x 8... da bekam ich erst nach 2 Minuten eine Lösung, also 80 - 8 ist auch ein Problem. Für mich völlig unklar... Die Lehrerin (eigentlich schon mit der Schülerzahl (27) ihrer Klasse völlig überfordert) verzweifelt ebenso wie ich.

Das Ganze hat bis dahin übrhaupt nichts mit Hochbegabung zu tun, aber....

Mein Sohn (6) der nun im Sommer endlich in die Schule kommt ist das ganze Gegenteil. Er brachte sich allein das Alphabet bei (durchsuchte und lernte aus den Heften udn Bücher 1. Klasse meiner Tochter ohne dass wir es mitbekamen), schreibt/liest etwas, rechnet schon anständig, gibt sich eigentlich nur mit Stoff vom Ende der 1. Klasse ab und ist fürchterlich interessiert (Urknall, Motorenfunktion, Technik usw.) Er ist nicht getestet, obwohl ich mit ihm bei einer Psychologin bin, wegen sehr auffälligem Verhalten.

Nun stellt sich mir die Frage, sollte ich ihn vielleicht und direkt auch meine Tochter testen lassen? Die Probleme mit beiden (beide aber eben völlig anderer Art) wachsen mir langsam etwas über den Kopf.

Beim Kleinen wurde es zum Glück nun kleinwenig besser, seitdem wir seinen Wissensdurst erkannt haben und ihm anständig Input liefern.

Die Große ist mir ein absolutes Rätsel. Wissensdurstig ist sie auf nichtschulischer Ebene eigentlich auch sehr. (Fischertechnik spielen beide, Wissen macht ah darf nie ausfallen usw. TV-Reportagen saugen sich beide völlig interessiert auf) Als Kleinkind fiel sie auf, weil sie immer viele Dinge gleichzeitig tat. (Lego baun, gleichzeitig alle Gespräche mitbekommen oder auch führen, dabei noch Musik an usw. oft schon damals im Laufstall multitaskingfähig )

Mit der Lehrerin ist kein Reden, der ist alles zuviel.

Meine Tochter leidet übrigens auch darunter, dass Sohnemann solch Spass am Lernen entwickelt und ein kleiner Schlaumeier ist. Gibt sie sich daher vielleicht noch mehr auf?

Ich wär sehr sehr dankbar, wenn mir dazu jemand einen Rat geben könnte.

Viele Grüße
Sanny

PS: Sorry, dass ich etwas wirr und durcheinander und so viel schrieb...
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