mikesgirl
17.07.2004, 17:15
Verträumt verließ ich die Hamburger Docks. Ich hatte gerade ein Linkin Park Konzert hinter mir und war super glücklich. Langsam schlenderte ich richtung Bahnhof. Ich hatte noch Zeit bis mein Zug kam. Es war halb eins und mein Zug würde erst um 2:02 Uhr fahren. Ich hatte gerade mal 100m hinter mir, als mich das Gefühl überkam, dass ich verfolgt würde. Ich drehte mich um und sah eine männliche Gestalt in einen schwarzen Mantel eingehüllt. Natürlich dachte ich mir nets dabei, denn Nachts laufen auf der Reeperbahn immer komische Leute rum. Ich ging weiter. Aber das Gefühl lies mich nicht los. Wieder blickte ich über meine Schulter nach hinten. Der Mann war immer noch hinter mir. Diesmal blickte ich auf seine rechte Hand. Und was ich da sah, lies mich schlucken. Er hielt ein langes Messer in der Hand. Ich bekam Panik und rannte los. Hinter mir hörte ich laute Fusstritte. Ich wusste er würde mich verfolgen. Ich hatte panische Angst und bekam nicht mehr mit wo ich langlief. Inzwischen hatte ich riesige Seitenstiche und konnte nicht mehr. Wieder drehte ich mich um und sah, dass der Mann mir dicht auf den Fersen war. Ca. 100 Meter vor mir sah ich einen schwarzen Bus stehen indem Licht brannte. Ich zwung mich, bis dorthin durchzuhalten, denn ich sah ihn als letzte Hoffnung. Ich schlug mit den Fäusten gegen die Bustür und rief: "Macht die Tür auf, bitte!!!!"..... Es tat sich nichts. Ich guckte wieder nach hinten und sah dass der Mann nun langsam mit erhobenen Messer auf mich zukam. Ich stellte mich mit den Rücken an die Ausenwand des Buses. Ich schrie und hörte nicht auf. Aber der Mann ließ sich nicht beirren dadurch. Er kam immer weiter auf mich zu. Ich guckte wieder zur Bustür in der Hoffnung dass sie sich öffnen würde. Sie tat es aber nicht. Ich schrie weiter. Ich schrie so lange bis ich keine Luft mehr bekam und ich in Ohnmacht viel vor Anstrengung.
Als ich wieder zu mir kam hörte ich, dass jemand auf einer Play Station spielte. Ich zog mir die Decke, mit der ich zugedeckt war, über den Kopf. Denn ich wollte noch weiterschlafen, so ko war ich immer noch.
Mir war es auch scheiß egal, wo ich war. Das einzigste was mich interessierte war, das es schön warm und gemütlich war, wo auch immer ich lag.
Ich hörte wie der Ton der Play Station verstummte. Ich schloß die Augen unter der Decke. Ich hörte, dass jemand auf mich zukam und sich neben mich setzte. Allerdings ließ ich die Augen immer noch geschlossen. Diese Person zog jetzt vorsichtig die Decke weg von meinem Gesicht. Langsam öffnete ich meine Augen.........und guckte in das Gesicht von Mike! Ich starrte ihn an. "Gehts dir ein bischen besser?", fragte er mich. Ich nickte. Dann fragte ich ihn: "Wie komm ich hier her?" Mike lächelte mich an und meinte: "Du hast wie ne Bekloppte gegen die Bustür geschlagen." Jetzt kamen die Erinnerungen zurück. "Jaaa", sagte ich langsam, "aber ihr habt nich aufgemacht." "Doch haben wir. Aber da warst du schon ohnmächtig. Wir konnten dich gerade noch so retten vor so eine komischen Typ mit nem Messer." "Und was is dann passiert?" "Wir ham dich reingetragen und dich hier auf die Coach gelegt, wo du jetzt auch noch liegst." "Danke..." "Kein Problem." Er zwinkerte mir zu.Mike fragte:"Wie heißt du eigentlich?" "Sarah"; antwortete ich. Mein Magen knurrte. Auch Mike hörte es. "Hunger?", fragte er mich. Ich nickte. "Ich hol dir was zu essen. Magst du Brot? Mehr ham wir leider net mehr." "Is okay, danke." Mike stand auf und ging in den vorderen Teil des Buses. Es dauerte nicht lange und Mike kam wieder mit 2 Scheiben Brot die mit Nutella beschmiert waren und einem Glas Orangensaft. Er stellte es auf den Tisch, der neben der Coach stand und setzte sich wieder aufs Sofa. Ich setzte mich hin, bedankte mich noch einmal bei Mike und fing an zu essen. Es tat richtig gut nach fast 24 Stunden wieder etwas zu essen. Jetzt kamen auch die anderen 5 von Linkin Park und setzten sich auf die Coach. Als ich fertig war mit essen guckte ich einen nach den anderen der Reihe nach fragend an. "Was is?", fragte Brad mich. Ich fragte: "Was wird eigentlich jetzt aus mir?" Chester antwortete: "Wenn du willst könn wir dich nach Hause bring. Sind denn deine Eltern da?" "Nein", sagte ich, "die sind im Urlaub." "Ich glaub das is net so gut, wenn du jetzt alleine zu Hause bleibst. Wie lange sind die denn noch im Urlaub?", sagte Rob. "2 Wochen", meinte ich. "Du könntest doch so lange hier bei uns bleiben!?", fragte Mike. Ich zögerte dann sagte ich: "Ich weiß nich....aber nur wenn ihr das wirklich wollt und ich euch net stör!" Alle meinten, dass sie nichts dagegen hätten, also stimmte ich zu. Ich gähnte. Phoenix fragte mich: "Du willst bestimmt noch schlafen, oder?" Ich nickte. Phoenix meinte: "Dann lassen wir dich mal schlafen." Er und der Rest standen auf und gingen nach vorne. Mike deckte mich vorher aber noch zu. Sofort schlief ich wieder ein.
Ich träumte von Mike. Dabei redete ich im Schlaf. Leider war Mike gerade hinten bei mir um zu gucken, ob ich noch schlafe. Ich nuschelte im Schlaf: "Mike....pass auf...der hat´n Messer...Mike geh nich..." Mike konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Als ich wieder aufwachte, ging die Sonne gerade unter. Rob war gerade hinten bei mir. "Gut geschlafen?", fragte er mich. Ich reckte mich und antwortete. "Ja....Wo schlaf ich eigentlich? Hier auf´n Sofa?" "Wir ham noch ein freies Bett. Wir dachten eigentlich, dass du da schläfst!?" "Ja, is okay." Mike kam nach hinten. Als er sah, dass ich wach war, meinte er: "Soll ich dir ma den Rest vom Bus zeigen?" Ich nickte und stand auf.Zusamm ging wir durch den Bus. Er zeigte mir auch mein Bett. Vor mir lag Phoenix, hinter mir Chester und gegenüber von mir Mike. Im vorderen Teil waren die Restlichen, auch Rob mittlerweile. Joe rief: "Wir wolln heut abend essen gehn. Du kommst doch auch mit, oder Sarah?" "Ich weiß nich..", sagte ich, "meine Klamotten stinken so...!" Mike meinte: "Du kannst ne Hose und´n Pullover von mir ham." Ich stimmte etwas zögernd zu. Mike gab mir seine kleinste Baggy, die er hatte, und seinen kleinsten Pulli. Der Pulli ging mir bis zu den Knien und die Baggy musste ich festhalten. Chester gab mir einen Nietengürtel von sich. Ich band ihn um und die Hose hielt. Eigentlich standen mir die Sachen ganz gut. Dann gingen wir los. Unterwegs fiel mir ein, dass ich garkein Geld hatte. Ich blieb stehn und sagte: "Aber ich hab kein Geld." "Wir laden dich ein", sagte Brad. Etwas zögernd stimmte ich zu. Ich hoffte, dass es nicht so ein teures Restaurant war. Es stellte sich raus, das es ein normals Restaurant war. Ich saß neben Mike und Chester. Als wir bestellt hatten, kam ein kleines Mädchen angelaufen und kreischte: "Oh mein Gott!!! LINKIN PARK!!!" Ich fing Phoenix´s Blick auf und er rollte mit den Augen. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Das Mädchen fing an zu reden: "Ich bin ja so ein großer Fan von euch" Und so weiter und so weiter. Sie wollte von jedem ein Autogramm. Angenervt unterschrieben alle auf einer Servierte. Dann entdeckte sie mich. Ich hatte mich hinter Mike versteckt. Sie funkelte mich böse an und sagte: "Wer bist du überhaupt?" Was sollte ich sagen wer ich war? Mike sagte: "Sie is meine Schwester." Ich guckte Mike an, denn er hatte mich unterm Tisch ins Bein gekniffen. Ich kapierte und sagte: "Ja, stimmt." Sie fing wieder von neuen an zu reden. Ich stand auf und ging auf das Mädchen zu. Ich beugte mich zu ihr runter und sagte mit zuckersüßer Stimme: "Wie wärs, wenn du die 6 jetzt mal in Ruhe lässt? Die wolln doch auch nur in Ruhe etwas essen." Sie funkelte mich wieder böse an. Dann rief zum Glück eine Frau: "Anastacia, kommst du? wir wollen los!" Sie lief weg ohne noch ein Wort zu sagen. Ich setzte mich wieder zwischen Mike und Chester."Danke", sagte Brad. "Kein Problem. Irgendwie muss ich mich doch bedanken", sagte ich. "So welche Fans hasse ich ja!", stöhnte Joe. Ich fragte: "Sind viele Fans so die ihr trefft?" Brad antwortete: "Ein paar. Aber viele sind auch so zu uns wie du." Ich nickte. Da ich Mike sehr mochte, setzte ich mich unauffällig weiter zu ihn. Ganz zufällig stieß mein Knie gegen Mike´s Bein. "Sorry!", nuschelte ich. "Nich schlimm", sagte er. Dann kam das Essen. Es schmeckte wirklich supi. Nach dem essen redeten wir noch einige Zeit. Mike legte dabei seine Hand auf mein Oberschenkel. Ich legte meine Hand auf seine. Seine Hand war schön warm. Inzwischen war es schon halb elf und Joe fragte: "Wolln wir mal langsam los? Ich bin voll müde." Brad bezahlte die Rechnung und wir gingen hinaus. Mittlerweile war es schon dunkel. Die Erinnerungen von letzter Nacht kamen wieder. Ich bekam panische Angst und klammerte mich den ganzen Weg bis zum Bus an Mike´s Arm fest. Allerdings drückte ich ein bischen zu fest, denn Mike meinte: "Könntest du vielleicht ein ganz bischen weniger drücken?" Ich öffnetet meine Hand ein klein wenig. Erst als wir im Bus standen, ließ ich Mike´s Arm ganz los. Rob gähnte und sagte: "Ich glaub, wir sollten ins Bett gehn. Es is schon spät." Alle waren einverstanden. Als Joe, der als letztes ins Bett ging, das Licht ausmachte überkam mich wieder die Angst im dunklen. Ich wälzte mich stundenlang hin und her und konnte net einschlafen.Irgendwann schlief ich dann doch ein. Und das war ein Fehler.In meinem Traum erlebte ich alles noch einmal. Doch diesmal war es noch schlimmer. Die Bustür öffnete sich nicht....
Mike kam gerade wieder vom Klo. Er wollte gerade wieder sich ins Bett legen, als er bemerkte, dass ich im Schlaf murmelte. Er ging zu mir rüber um zu gucken ob alles in Ordnung wäre. Ich wälzte mich hin und her und mein Gesicht war nass vom Schweiß. Mike überlegte kurz, dann packte er mich an meinen Schultern und rüttelte mich wach. Dabei sagte er: "Sarah, aufwachen! Ey, wach auf!" Als ich die Augen öffnete, schloß ich Mike in die Arme, so froh war ich jemanden zu sehen. Auch er nahm mich in den Arm. Tränen liefen mir die Wangen hinunter und ich schluchzte: "Mike, ich hab so ne Angst." Er sagte leise: "Es is alles gut. Komm wir gehn nach hinten." Ich ließ ihn los und stand auf. Zusamm ging wir nach hinten. Mike gab mir ein Glas mit Wasser. Immer noch liefen mir Tränen übers Gesicht. Mike wischte sie mir weg. Es war still, sehr still. Ich zitterte vor Angst. Mike überlegte fieberhaft, was er sagen sollte. Nach einigen Minuten stellte ich das Glas auf den Tisch und starrte mit einen leeren Blick auf den Fernseher, der mir gegenüber stand. "Gehts wieder ein bischen?", fragte Mike vorsichtig und streichelte mir über den Rücken. Ich nickte. "Ich glaub, du kannst bestimmt nicht wieder schlafen heute Nacht, oder?", fragte er mich. Erneut nickte ich. "Wenn du willst kannst du hier schlafen auf dem Sofa", erzählte Mike, "und ich bleib auch hier. Hier is genug Platz." Wieder nickte ich. Mike sagte: "Gut, ich hol die Decken und Kissen." Er stand auf. Es dauerte nich ma 5 Minuten und er kam wieder mit 2 Kissen und 2 Decken beladen. Ich half Mike das Sofa bequem zu machen. Als Mike dann schließlich das Licht ausmachte, kuschelte ich mich an ihn, denn bei ihm fühlte ich mich sicher. Er nahm mich in den Arm und wir schliefen beide ein.
Als ich am nächsten morgen aufwachte, war Mike schon auf. Ich stand auch auf und reckte mich. Dann watschelte ich langsam nach vorne. Da saßen dann auch schon die anderen 6 und frühstückten. Als Phiphi mich sah rief er: "Morgen Sarah. Komm, setzt dich und ess was." "Morgen", nuschelte ich verschlafen. Ich setzte mich zwischen Mike und Rob. Beim Fühstücken sagte Joe zu mir: "In was für Klamotten willst du eigentlich die 2 Wochen rumlaufen? Du kannst doch nich die ganze Zeit in den gleichen Sachen rumlaufen." Ich zuckte mit den Schultern. "Wie wärs wenn wir heute einkaufen gehn?", schlug Brad vor. "Ich weiß nich", nuschelte ich. Alle sechs guckten mich mit ihrem niedlichsten Hundeblick an und schließlich sagte ich: "Na gut." Chester meinte: "Wir sollten vielleicht nicht alle gehn, sonst gibt das wieder ein riesiges Chaos wenn irgendwer uns erkennt. Ich denke 2 von uns reichen.""Ja, glaub ich auch", sagte Rob, "wer soll denn mitkomm?" Ich überlegte kurz, dann sagte ich: "Mike und Phoenix." Die beiden waren sofort einverstanden. Nach dem wir fertig waren, ging ich mich waschen. Als ich im Waschraum stand, fielen mir zum ersten Mal die Rasierklingen auf, die auf einem Regal lagen. Schnell steckte ich mir eine in die Hosentasche.
Da es draußen kalt war bekam ich noch ne Jacke von Mike. Bevor ich, Mike und Phoenix den Bus verließen meinte Rob: "Aber vergesst net, ihr müsst um spätestens 15 Uhr wieder hier sein. Um 16 Uhr haben wir ja noch diesen Termin mit der Bravo." "Das vergessen wir schon net", meinte Phoenix. Dann gingen wir los. Mike fragte mich unterwegs: "Liesst du eigentlich auch die Bravo?" Ich schüttelte mit dem Kopf. "Ich dachte, dass wär die Jugendzeitschrift Nummer eins hier!?", fuhr er fort. Ich sagte: "Die schreim nur Lügen über Künstler. Wenn ihr wüsstet was die schon über eich geschrieben haben..." Ich schüttelte mich. Mike und Phoenix lachten. Mein Blick fiel auch Phiphi´s Schuhe. Ich dachte erst ich hätte mich verguckt. Denn er hatte 2 verschiedene Schuhe an. Das eine ware ein weißer Nike-Schuh, das andere ein schwarzer Puma-Schuh. Ich fragte ihn: "Trägst du immer verschiedene Paar Schuhe?" Mike rief wütend: "Hast du schon wieder 2 verschiedene an?" Er guckte auf Phoenix Füße und sah aus, als würde er ihn im nächsten Moment erwürgen. Phoenix lächelte verschmitzt und sagte: "Ich zieh nachher andere Schuhe an." "Hoff ich auch für dich!", sagte Mike leise. Ich musste grinsen. In der Kölner Innenstadt gab es genug Läden. Als erstes ging ich mit den beiden bei Orsay rein. Es dauerte nicht lange und ich verschwand mit einer Hose und einem T-Shirt inner Kabine. Als ich wieder rauskam meinte Mike: "Das sieht gut aus!" Auch Phoenix war der Meinung. Also gingen wir das beides bezahlen. Als nöchstes ging es zu New Yorker. Auch hier fanden wir was: 2 Hosen, 2 Pullover und ein 1 T-shirt. Zum Schluß ging es noch zu H&M. Hier kauften wir ne Jacke und Unterwäsche. Wir hatten wirklich sehr viel Spaß. Als wirklich allerletztes gingen wir zu Roßmann Schmincke kaufen. Als wir aus Roßmann rauskamen meinte Phoenix: "Guckt ma, da is ein Pizzastand! Lasst uns noch ne Pizza essen!" Phoenix Augen leuchteten wie die eines kleinen Kindes bei Weihnachten. Die Pizza schmeckte wirklich supi. Wir hatten wirklich sehr viel Spaß. Mike und Phoenix waren fast nur am rumblödeln und ich nur am lachen. Inzwischen war es viertel vor drei. Und wir beschloßen zurück zum Bus zugehn.
Die anderen vier waren gerade dabei an neuen Stücken zu arbeiten. Rob rief uns entgegen: "Wars schön?" Ich, Mike und Phoenix nickten. Wir warfen die Taschen erst mal vorne aufn Tisch und gingen zu den andren. Ich guckte ihnen zu wie sie an einem Stück rumbastelten. Chester fragte mich: "Willst du mitkommen zur Redaktion von dieser Bravo?" "Klar wenn ich darf!", antwortete ich. Alle waren sofort einverstanden. Um halb vier machten wir uns fertig. Mike fragte Phoenix: "Hast du jetzt 2 gleiche Schuhe an?" Phiphi meinte: "Ich will keine gleichen Schuhe anziehen!" Das hätte er allerdings net sagen dürfen. Die 5 Parker stürzten sich auf ihn. Rob und Brad hielten jeweils ein Arm fest, Chester und Mike jeweils ein Bein und Joe zog ihm die Schuhe an. Allerdings waren die 5 ein wenig zu hart. Phoenix werte sich so sehr, dass Joe ihm aus Versehen den rechten Fuß umknickte. Als sie von Phiphi schließlich abließen, humpelte er durch den Bus und nuschelte etwas was sich anhörte wie: "Euch zeig ichs noch!" Chester rief ihm hinterher: "Mensch Dave, jetzt zieh net so ne Show ab. So doll kann das net wehtun." Als Antwort bekam er Phoenix Mittelfinger zu sehen. Chester schüttlete den Kopf und sagte zu mir: "Das läuft jedes Mal so ab. Wunder dich net." Ich nickte nur.
Um vier hielt der Bus vor der Bravo-Redaktion. Wir stiegen aus. Mike öffnete mir die Eingangstür und verbeugte sich wie ein Battler. Ich sagte: "Danke, James!" Die anderen mussten lachen. Die Frau, die Chester und Co. interviewen sollte wartete schon. Als die 6 vor ihr standen sagte sie: "Ich habe Sie schon erwartet! Ich bin Frau Schlüpfer..." Als ich den Namen hörte musste ich mir ein Lachen unterdrücken. Mike, der neben mir stand, guckte mich fragend an. Denn "Schlüpfer" war für ihn ein ganz normaler Name. Ich fing Mike´s Blick auf und schüttelte nur mit dem Kopf. Die Frau erzählte weiter: "Wir haben einen Raum für sie hergerichtet. Kommen Sie doch mit." Die sechs setzten sich in Bewegung. Ich hielt mich dicht hinter Mike. Als Frau Schlüpfer mich sah, guckte sie mich missbilligt an und sagte: "Für dich ist leider kein Platz mehr auf dem Sofa, das in dem Raum steht..." Brad unterbrach sie: "Das passt schon. Machen Sie sich ma keine Sorgen." Er legte seine Hände auf meine Schultern und drückte mich weiter. Rob und so setzten sich zuerst hin und es war wirklich kein Platz mehr. Mike meinte: "Komm, du kannst auf meinem Schoß sitzen." Ich zögerte kurz, dann setzte ich mich. Frau Schlüpfer guckte mich wieder böse an und fragte: "Wer bist du überhaupt?" Mike antwortete: "Sie is meine Schwester." Mir war klar dass das kommt, weil er das gestern abend ja schon mal gesagt hatte. Frau Schlüpfer meinte: "Sie sehen sich aber garnicht ähnlich!" Mike kniff mich in die Seite und sagte: "Sie is ja auch nur meine Halbschwester." Ich nickte. Die Frau guckte mich noch einmal an und dann fing sie an mit ihren Fragen. Ich fand es eher langweilig. Ich gähnte hinter vorgehaltener Hand und war kurz davor einzuschlafen. Ich legte meinen Kopf auf Mike´s Schulter und guckte seinen Hals an. Mike bekam eine Gänsehaut von meinem kalten Atem. Vor langerweile pullte ich an meinen Fingern rum. Mike allerdings schien das ein wenig zu nerven, denn er nahm meine Hände und hielt sie fest. Nach ungefähr einer Stunde war Frau Schlüpfer fertig. Wir standen alle auf und sie sagte: "Ich bringe sie jetzt zum Fotoshooting. Du kleine solltest aber nicht mit gehen, denn du sollst ja nicht mit auf die Fotos. Ich kann dir solange die Redaktion zeigen." Ich war einverstanden. Vor der Tür zum Studio verabschiedete ich mich von den 6 Parkern und ging mit Frau Schlüpfer mit. Diese Führung war um einiges Interessanter als das Interview vorhin. Ich und Frau Schlüpfer waren eher fertig als die 6 Jungs, also ließ sie mich ins Fotostudio. Ich machte die Tür auf und Chester bekam sie gegen den Kopf, denn Rob&Co wollten auch gerade gehen. Mit tat das schrecklich leid und ich entschuldigte mich ununterbrochen bei Chaz: "Chester, das tut mir so leid, wirklich..." Er rieb sich den Kopf und sagte: "Is schon in Ordnung. Du kannst ja nicht durch Türen gucken." Ich sagte: "Ich hätte die Tür aba net so aufhauen dürfen, es tut..." "Sarah, es is net deine Schuld ja? Es hätte genauso gut Rob oder so sein könn, der mir die Tür gegen den Kopf haut." "Ja, aber..." "Nichts aber!" "Okay, ich sag schon nichts mehr." Chester grinste mich an. "Lasst uns in den Bus gehen. Wir müssen weiter. Immerhin müssen wir morgen in München sein.", sagte Brad.
Wir gingen in den Bus. Kaum waren wir eingestiegen, fuhr der Fahrer des Tourbuses los. Es war lab sieben und alle hatten Hunger. Rob fragte: "Wer kocht heute Abend?" Phiphi sagte: "Joe nicht. Wenn der kocht bleibt nicht viel für uns übrig." Dafür kassierte er einen Stoß in die Seite von Joe. Phiphi fuhr fort: "Brad? Nee, dann sieht die Küche nachher wieder aus, asl hätte ien Bombe eingeschlagen." Brad nahm´s gelassen. Bevor Phoenix noch mehr sagen konnte meinte Chester: "Wenn du kochst ist alles verwürzt." Ich wollte mir die Diskusion nicht mehr mit anhören, also sagte ich: "Ich koch. Wenn ich darf." Alle guckten mich an. "Okay, wenn du willst", sagte Rob. "Ich helf dir", sagte Mike. Rob, Brad, Chester, Joe und Phoenix gingen nach hinten und ich und Mike blieben vorne inner Küche. "Was wolln wir denn Kochen?", fragte ich Mike. Mike überlegte kurz, dann sagte er: "Wie wärs mit Fisch mit Kartoffeln?" Ich war einverstanden. Während ich die Kartoffeln schällte holte Mike den Fisch aus dem Kühlfach. Das Messer war scharf, ganz schön scharf. Und ich Trottel hatte net aufgepasst und hatte mir schön tief in den Finger geschnitten. Ich setzte mich dicht neben Mike, der die Wunde säuberte und ein Pflaster draufklebte. Als er fertig war sagte ich: "Danke!" "Kein Problem", sagte er und schaute mir in die Augen. Auch ich schaute ihn in die Augen. Unsere Gesichter kamen sich immer näher. Unsere Lippen waren nur noch ein paar Milimeter voneinander entfernt, da hörten wir das jemand den Gang hinauf kam. Schnell standen wir auf und machten weiter das Essen fertig. Ein paar Sekunden später kam Chester und fragte: "Is das Essen gleich fertig?" "Ja gleich, sagte Mike, "du kannst ja schon mal den Tisch aufdecken, Chaz!" Chester nahm Teller, Besteck und Gläser und ging zum Tisch. Mike und ich brachten den Fisch und die Kartoffeln hinterher. Kurze Zeit später saßen wir alle am Tisch und aßen. Es schmeckte wirklich supi. Als alle ferig waren erklärte Rob sich dazu bereit abzuräumen und wir anderen gingen schlafen. Mike fragte mich vorher aber noch: "Meinst du, du kannst heut nacht schlafen?" Ich nickte. Kaum lag ich im Bett, schlief ich auch ein.
Diese Nacht hatte ich kein Alptraum.
Am nächsten Morgen wurde ich von Mike gewegt. "Morgen!", sagte er. "Morgen!", nuschelte ich, "wie spät is es denn?" "Es ist halb zwölf. Wir sind in München. Gleich komm wir an dem Hotel an, wo wir nächste Nacht schlafen und du solltest deine Sachen zusammen suchen die du mitnehmen willst." "Ja okay". Ich schlüpfte aus dem Bett. Im Bus herrschte das reinste Chaos. Alle suchten ihre Sachen zusammen, die überall im Bus verteilt lagen. Auch ich hatte meine Probleme alles zu finden. Als wir endlich alle unsere Sachen in unseren Rucksäcken verstaut hatten guckte Mike aus dem Fenster. Vor dem Hotel standen viele Fans die auf Linkin Park warteten. Mike sagte: "Es is glaub ich net so gut, wenn du da durchgehst. Es wäre besser wenn du durch den Hintereingang gehn würdest und wir uns in der Lobby wieder treffen würden." Ich war einverstanden. Chester&Co stiegen zuerst aus. Als sie dabei waren fleißig Autogramme zu schreiben, schlüpfte ich schnell und unauffällig aus den Bus und rannte zum Hintereingang.
In der Lobby angekommen setzte ich mich auf ein Sofa, das da stand. Es dauerte noch etwas 10 Minuten dann kamen die sechs. Ich gesellte mich wieder zu ihnen. Wir gingen zur Rezeption, wo wir die Zimmerschlüssel bekamen. Im Fahrstuhl meinte Rob: "Wo soll eigentlich Sarah schlafen? Da sind doch garnet genug Betten." "Ich kann auf´m Sofa schlafen", meinte ich. Brad sagte: "Lasst uns die Zimmer erst ma angucken bevor wir entscheiden." Die Fahrstuhltür ging auf und wir gingen den Flur runter bis zu der Suite 75. Joe schloß die Tür auf und wir guckten uns um. Es gab einen großen Raum in dem die Küche und das Wohnzimmer waren. Dann ein Badezimmer mit Whirlpool. Und dann noch 3 Zimmer in denen jeweils ein Doppelbett stand. Mike sagte: "Ich penn mit Rob in einem Zimmer und wir machen uns beide ja net so breit. Du kannst dann bei uns mit penn." Ich war einverstanden. Wir aßen schnell etwas und verstauten unsere Rucksäcke im Schrank. Dann mussten die Jungs in die Olympia-Halle, wo sie heute abend spielen würden, zum Soundcheck. Ich durfte mit, wie sollte es auch anders sein.
Die Halle war riesig. Wenn ich mir vorstellte, dass sie heut abend ausverkauft is, wurde mir mullmig. Ich saß auf´m Bühnenrand während die Jungs ihre Instrumente spielten. Mike kam zu mir und fragte mich: "Hast du schon ma Keyboard gespielt?" Ich schüttelte mit dem Kopf. "Komm, ich zeigs dir!" Wir beide gingen zum Keyboard das mitten auf der Bühne stand. Der Stuhl vor dem Keyboard war groß genug, dass ich und Mike drauf sitzen konnten. Mike nahm mit seiner linken Hand meine linke. Sein rechten Arm legte er um mich und mit der rechten Hand nahm er dann meine rechte Hand. Er führte meine Hände über die Tasten und zeigte mir die Töne für "Numb". Chester, der gerade bei Phoenix stand, sah uns und sagte zu Phiphi: "Guck ma, Mike und Sarah. Ich glaub Mike hat´s son bisschen erwischt." Dabei grinste er. Auch Phoenix grinste und sagte: "Ja, du könntest recht haben." "Lass uns hoffen, das sie auch so viel für ihn empfindet wie er für sie, damit er später net unter Liebeskummer leidet!" "Ja." Nach etwa 5 Minuten konnte ich den Anfang von "Numb". Dann spielte Mike einmal den ganzen Song durch. Danach fuhren wir wieder ins Hotel. Ich simste mit einer Freundin und die Jungs zogen sich um für heute Abend. Meine Freundin übermittelte mir eine schrecklich Nachricht: mein Pony sei letzte Nacht gestorben. Ich konnte nicht weinen, denn alles kam mir wie ein Traum vor....
Es war kurz nach neun und wir saßen im Backstage Bereich. Die Jungs dehnten sich, denn gleich würden sie auf die Bühnen müssen. Die Leute in der Ausverkauften Halle warteten schon. Endlich war es soweit und alle gingen auf ihre Plätze. Ich ging mit Rob, denn von seinem Platz aus konnte ich alles überblicken.Dann ging das Konzert los. Die Menge rockte mit ab. Wenn man es von der Bühne aus sieht, sieht es noch besser aus, als aus´m Publikum. Nach fast 100 Minuten war das Konzert dann zuende.
Mike und Chester lagen auf dem Boden, Brad und Phoenix saßen auf´n Sofa mit hoch gelegten Beinen, Joe war am essen, Rob lehnte an der Wand und ich saß mitten zwischen ihnen im Schneidersitz auf dem Boden. Die Crew kam rein in den Backstageraum und brachte Phoenix Eiswürfel, die er auf sein rechten Fuss legte. Er war umgeknickt und nach der Attacke von Joe gestern nun entgültig dick angeschwoln. Nachdem sich allein ein wenig ausgeruht hatten ging es zurück ins Hotel. Kaum waren wir inner Suite, war das Licht auch schon aus und alle schliefen ein. Alle, außer ich. Ich lag zwischen Mike und Rob. Mike hatte einen Arm um mich gelegt im Schlaf. Die Nacht war warm und ich nahm die Hitze als Grund dafür, dass ich nicht schlafen konnte außerdem war mein Pony noch ein Grund. Vorsichtig schlüpfte ich unter Mike´s Arm raus und schlüpfte aus dem Bett. Leise verließ ich das Zimmer. Ich schlüpfte in meine Schuhe, die vor der Tür standen und verlies die Suite. Mit dem Fahrstuhl fuhr ich nach unten und ging hinaus in den Park. Dort setzte ich mich auf eine Bank und umschlung mit den Armen meine Knie und sang leise "Crawling".
"There´s something inside me that pulls beneath the surface
Consuming/ Confusing
This lack of self-control I fear is never ending
Controlling/ I can´t seem"
Mike wachte auf weil sein Arm nur noch Luft umhüllte. Er setzte sich auf und guckte. Er sah Rob im Bett liegen aber nicht mich. Leise stand Mike auf und verließ ebenfalls das Zimmer. Er sah das meine Schuhe fehlten. Ohne groß zu überlegen zog er sich seine Schuhe an und fuhr ebenfalls mit dem Fahrstuhl nach unten. Er guckte sich in der Lobby um. Als er mich nicht entdeckte überlegte er. "Vielleicht ist sie hinaus gegangen bei der Wärme", dachte Mike. Er durchquerte die Lobby und trat hinaus in die klare warme Nacht. Draußen überlegte er, wo ich hin gegang sein könnte. Er entschied sich für den Park. Leise ging er die Wege ab. Mike erkannte eine Gestalt die auf einer Bank saß. Langsam kam er näher und erkannte mich. Beim Näherkommen hörte Mike dass ich leise "Crawling" sang.
"Discomfort endlessly has pulled itself upon me
Distracting/ Reactign
Against my will I stand beside my own reflection
It´s haunting how I can´t seem"
Er blieb im Schatten eines Ahorns stehn. "Sarah?", fragte er vorsichtig. Ich hörte auf zu singen und blickte zum Ahorn hin. Mike trat hervor. "Mike", sagte ich leise. Mike kam nun auf mich zu und setzte sich neben mich. Ich ließ meine Beine los. "Was machst du hier?", fragte er mich. "Ich konnte nicht schlafen. Und du?" "Ich hab dich gesucht. Du wirkst so nachdenklich. Is alles in Ordnung?" Ich nickte und wendete mein Gesicht von Mike weg, denn Tränen liefen mir übers Gesicht. Mike zog mein Kopf vorsichtig in seinen Blick. Er sah die Tränen. "Ey, was is denn?", fragte Mike mitfühlsam. "Nichts", sagte ich und guckte weg. "Und wieso weinst du dann? Du musst doch was haben. Du bist seit wir vom Soundcheck wieder gekommen sind eh so komsich!" "Meine Freundin hat mir eine SMS geschrieben, dass...dass...dass..." Ich konnte den Satz nicht vollenden. "Was ist passiert?" "Mein Pony...es ist...es ist...gestorben!" Nun liefen mir Tränen wie ien Wasserfall runter. Mike nahm mich in den Arm und versuchte mir die Tränen wegzuwischen. Es war still. Man hörte nur den Wind in den Bäumen rauschen un ab und zu mein schluchtzen. Mike wusste nicht was er sagen oder tun sollte. Er guckte in meine vom Weinen roten Augen. Ich bemerkte dass er mich anguckte und ich guckte ihn auch an. Bevor ich reagieren konnte küsste er mich. Ich wusste nicht, was ich machen sollte, ich genoß es einfach.
Leider verging der Kuss viel zu schnell. Ich guckte Mike mit meinen hellen blaue Augen an. Er sagte: "Ich...ich...liebe dich." Ich wusste nicht wie ich reagieren sollte. Ich sagte: "Ich dich auch." Diesmal küsste ich ihn, was mich verdammt viel überwindung gekostet hatte. Mike gab mir einen langen Zungenkuss. Danach sagte er: "Wir sollten wieder reingehen. Es ist schon halb vier." Wir standen auf und gingen Hand in Hand zurück ins Hotel.
Leise legten wir uns wieder ins Bett zu Rob. Ich schlüpfte mit unter Mike´s Decke und er legte einen Arm um mich. Ich spürte seinen Atem im Nacken.
Am nächsten Morgen wurden wir durch die andren 5 Parker gewegt. Sie akzeptierten sofort was zwischen mir und Mike war. Wir beide waren wirklich total verliebt. Jede Minute die wir konnten hielten wir unsre Hand oder küssten uns.
Leider vergingen die rstlichen Tage viel zu schnell und die Boys mussten mich nach Hause bringen und flogen zurück in die USA. Mike und ich telefonieren oft und schreiben uns seitenlange Emails. Leider sehe ich ihn erst am ersten Weihnachtstag wieder, denn da flieg ich zu ihm nach Los Angeles. Das is noch über ein halbes Jahr, aber vielleicht kommen LP ja noch mal nach Deutschland!? Ich zähle jetzt schon die Tage ab bis ich in die Staaten fliege.
*7 Monate später*
Endlich war esa so weit! Heut is der 25. Dezember! Meine Mutter is zwar net gerade begeistert davon, dass ich alleine nach LA flieg, hat aber doch zu gestimmt. Die ganze Autofahrt über grinste ich wie ein Honigkuchenpferd. Sie begleitete mich noch bis zur Schleuse, wo sie sich dann verabschiedetet. Sie umarmte mich und sagte: "Viel Spaß in AMerika! ABer benehm dich auch ja?" "Klar, Mum!" Sie drückte mir einen Kuss auf die Wange, drehte sich um und ging. Ich guckte ihr noch kurz hinterher, dann ging ich durch die Schleuse ins Flugzeug. Auf meinem Platz angekommen, kramte ich meinen Discman aus meinem Rucksack und hörte Musik. Nein, kein Linkin Park, sondern Die Ärzte. Ich liebe es zu fliegen und freute mich noch mehr. Während des Fluges gab es noch lecker Essen (*schmatz*). Ich war schon halb weggenickt, als das Flugzeug plötzlich nach unten kippte. "Legen sie sich die Rettungsweste an! Wir stürzen ab! Ich wünsche Ihnen allen viel Glück!", sagte der Kapitän durch. Ich bekam Angst und erstarrte. Eine Stewardess erweckte mich aus meiner Starre und drückte mir eine Weste in die Hand. Ich legte sie an und betete, dass ich am Leben bleiben würde. Dann ertönte ein lauter Knall. "Mike, ich werde dich ewig leben!", das waren meine letzten Gedanken bevor mir schwarz vor Augen wurde....
Mikes Pov
Auf diesen Tag hatte ich mich so gefreut! Endlich konnte ich Sarah wieder in die Arme schließen. Gut gelaunt fuhr ich in Richtung Flughafen in Los Angeles. Dabei hörte ich Deftones und summte leise mit. "So ein Mist", sagte ich leise, "jetz auch noch Stau! Na supi!" Ich wurde ungeduldig, denn ich wollte sie nicht warten lassen. Nachher denkt Sarah noch, ich hätte sie vergessen. Endlich löste sich der Stau auf, wurde auch endlich Zeit. Schnell suchte ich mir einen Parkplatz und rannte in die Empfangshalle. Ich schaute mich um, aber ich entdeckte Sarah nirgendswo. Dann wanderte mein Blick auf die Anzeigetafel wo die Flieger draufstanden die landen sollte, abfliegen sollten, gerade gelandet sind und so weiter. Panik überkam mich und ich lass die Tafel noch ein zweites, drittes, viertes und fünftes Mal durch. Ihr Flieger stand nicht drauf. Ich schluckte. Der Flieger wird doch woll nicht...? Nach kurzen Überlegen lief ich zum Informationsschalter. "Entschuldigen Sie, aber was ist mit dem Flieger der aus Hamburg, Deutschland kommt? Ist der schon gelandet oder wird der noch landen?", fragte ich völlig auser Atem. "Sind sie ein Angehöriger einer Person die mit dem Flieger kommen sollte?", fragte die Frau. "Nein..." "Tut mir Leid, dann darf ich Ihnen darüber keine Auskunft geben!" "Mensch, meine Freundin sitzt darin! Jetzt sagen Sie es mir endlich!" Ich schrie schon fast. "Achso, sagen sie das doch gleich. Kommen Sie bitte kur mit!" Ich ging mit der Frau in einen kleinen Raum, wo wir alleine waren. "Es tut mir Leid Ihnen sagen zu müssen, dass der Flieger über dem Atlantik abgestürzt ist." Ich starrte sie an. Meine Augen füllten sich mit Tränen. "Und...und...gibt es überleben?" "Ein paar. Sie wurden ins LA-County Krankenhaus gebracht. Erkundigen Sie sich da!" Ich nickte nur und lief ohne mich zu bedanken raus. Aus dem Auto aus rief ich Brad an, meinen besten Kumpel. "Ey Mike, is Sarah schon da?" "Nein. Brad, es ist was schreckliches passiert..." "Was?" "Ihr Flugzeig is abgestürzt..." "Lebt sie noch?" "Das weiß ich nicht! Alle Überlebenden wurden ins County Krankenhaus gebracht!" "Mike, pass ma auf! Ich fahr jetzt auch ins Krankenhaus und wir treffen uns vorm Haupteingang. Du gehst da nicht alleine rein, ja?!" "Ja. Bis gleich." "Bis gleich und gib die Hoffnung nicht auf!" Ich legte auf. Ein paar Tränen liefen mir über die Wange. Es is alles meine Schuld! Ich hab sie eingeladen! Was soll ich nur machen, wenn sie Tod ist? Nein, daran mag ich garnicht denken. Endlich kam ich an. Vor dem Haupteingang sah ich chon Brad stehn. Schnell lief ich auf ihn zu. Wir redeten nicht lang sondern liefen gleich rein zum Informationsschalter. "Kann ich Ihnen helfen?", fragte eine Krankenschwester. "Ja! Bei ihnen wurden doch Opfer eines Fluzeugsabsturzes eingeliefert, oder?" "Ja, das ist richtig. Sind Sie Angehörige eines Insaßen?" "Ich bin der Freund eines Mädchens und er is mein bester Freund", ich zeigte auf Brad. "Gut, passen Sie auf. Sie gehen jetzt auf Station 7 im 3.Stock. Dort fragen Sie nach Schwester Linda. Sie hat die Namen der Überlebenden." Ich und Brad bedankten uns und fuhren mit dem Fahrstuhl hoch. Unterwegs schwiegen wir. Auf Staion 7 angekommen, fragte Brad eine Schwester nach Schwester Linda. Sie zeigte auf eine mittelgroße schlanke Frau, die gerade versuchte eine junge Frau zu trösten. Vermutlich hat ein bekannter von ihr nicht überlebt, wie es aussieht. "Entschuldigen Sie, ich bin der Freund einer Passagierin des Fliegers." "Wie heißt den Ihre Freundin?" "Sarah Baros." Sie ging die Liste durch. "Jaaaaaaa....ihr Name steht auf der Liste. Allerdings wird sie gerade operiert. Sie können vor dem OP warten, da entlang." Linda zeigte einen Gang hinunter. Vor dem OP-Saal setzten ich und Brad uns hin. Nun hieß es warten, warten, warten. "Mensch Brad, es ist alles meine Schuld das Sarah jetzt dadrin liegt", sagte ich verzweifelt. Brad legte einen Arm um mich. "Es ist nicht deine Schuld..." "Ich hab sie aber eingeladen nach LA zu komm!" "Du konntest ja nicht wissen, dass der Flieger abstürzt!" "Was soll ich nur machen, wenn sie nicht überlebt?!" "Sag sowas nicht! Du darfst die Hoffnung nie aufgeben, Mike! Egal wie schlimm es aussieht. Außerdem wird Sarah kämpfen. Immerhin liebt sie dich ja über alles!" Ein Arzt kam aus dem OP. "Warten Sie! Ich bin der Freund von Sarah! Wie geht es ihr?" Ich sprang auf. "Nun, Mr.??" "Shinoda." "Mr. Shinoda, ich will ehrlich zu ihnen sein. Ich dachte schon, wir würden sie verlieren, aber die kleine hat gekämpft. Allerdings liegt Sarah im Koma. Ob sie je wieder aufwachen wird, ist ungewiss." "Kann ich zu ihr?" "Aber nur einer von ihnen!" "Geh du, Mike!", sagte Brad. Ich nickte. Der Arzt führte mich zu ihr. Brad wartete vor der Tür. Es war ein schrecklicher Anblick wie sie da lag mit den ganzen Schläuchen und Kabeln. Ich setzte mich auf einen Stuhl und nahm ihre Hand. "Ich weiß nicht, ob du mich hörst, aber du darfst mich nicht verlassen! Dein Verlust würde ich nicht verkraften! Bitte wach wieder auf, Sarah!" flüsterte ich leise. Ich hoffte, dass sie ihre Augen öffnen würde oder wenigstens meine Hand drücken würde, als Zeichen das sie mich versteht. Ich saß einfach nur da, streichelte ihre Hand und schaute auf ihre Augen.
Brads Pov
So ein Mist! Mike tut mir so schrecklich Leid! Hoffentlich kommt Sarah wenigstens durch. Wie gerne würde ich auch darein gehn und sie sehn. Aber Mike is ihr Freund, also musste ich ihm ja den Vortritt lassen. Naja....ich werd bestimmt noch ne Gelegenheit bekomm auch zu Sarah zu gehn. Hoffe ich mal! Sie darf einfach nicht sterben! Wenn Mike sie verlieren würde, ich weiß nicht, was er dann machen würde. Ich glaube sogar, er würde sich dann selbst was antun oder vielleicht sogar LP verlassen aus trauer! Bradfort Philipp Delson! Hör auf sowas zu denken! Sie wird durchkomm! Und Mike und Sarah werden dann glücklich und heiraten irgendwann und werden Kinder bekommen....Aber wenn sie wirklich??? Delson!!!! Hör auf so zu denken!
Mikes Pov
Tränen liefen mir wieder übers Gesicht. Ich würde es nicht verkraften sie zu verlieren. Dazu liebe ich Sarah zu sehr. Vielleicht würde ich Sarah nie wieder lächeln sehn, dabei liebe ich doch grade das bei ihr so sehr. Nein, Michael Kenji Shinoda, hör auf so zu denken! Sie wird wieder aufwachen! Ich bin davon fest überzeugt! Der Arzt kam wieder rein und meinte: "Es tut mir Leid, aber sie müssen jetzt leider gehen. Sie können aber morgen wieder kommen!" Ich nickte, küsste Sarah auf die Wange (auf den Mund ging ja nicht, da steckte ein Schlauch drin), ließ ihre Hand los und stand auf. Bevor ich die Tür schloß, drehte ich mich noch mal wieder um und schaute sie an. Brad stand auf und begleitete mich raus. Unterwegs sagte ich: "Es sieht so schrecklich aus, wie sie da liegt mit den ganzen Schläuchen und Kabeln. Und dann immer dieses Piepen von diesem komischen Ding wo man die Herzschläge sieht." "Ich kann es mir vorstelln. Wenn du willst, bring ich dich nach Hause und leiste dir noch Gesellschaft." "Das is nett gemeint Brad, wirklich! Aber ich möchte lieber alleine sein, ja?" "Is in Ordnung. Du rufst mich an, wenn es was neues gibt?!" Ich nickte und verabschiedete mich. Auf der Fahrt nach Hause waren meine Gedanken nur bei Sarah. Ein paar stumme Tränen liefen wieder über meine Wange. Ich schaltete die Deftones aus und schaltete aufs Radio, es lief gerade "Funeral Song" von irgend so einer komischen Band aus Finnland. Ich sang leise mit:
"I died in my dreams
What that supposed to mean
Got lost in the fire
I died in my dreams
Reaching out for your hand
My fatal desire"
Ich machte das Radio aus. Ein <Beerdigungs Lied> wollte ich nicht hören, nicht jetzt wo das mit Sarah passiert ist... Zu Hause wurf ich meinen Schlüssel wütend auf den Tisch. Ich war wütend auf mich selbst, weil ich sie fliegen lassen habe. Aber Brad hat schon recht, ich konnte ja nicht wissen das der Flieger abstürzt. Ich ließ mich auf die Coach fallen und schaute mich im Wohnzimmer um. Mein Blick fiel auf ein Bild von Sarah, das auf einem Regal stand. Ich stand auf, nahm es und setzte mich wieder. Auf dem Foto lächelte sie glücklich und ihre Augen hatten das mir schon gewohnte leuchten. Mit der Hand streifte ich übers Foto. Ich war im Gedanken versunken und erinnerte mich daran, wie wir uns kennen gelernt hatten. Es hat schon lange gedauert, bis wir endlich zusamm waren.... Das Klingeln meines Handys ries mich aus den Gedanken. Auf dem Discplay stand <Sarah´s Mum ruft an>. "Ja?", meldete ich mich. "Mike, was is mit meiner Tochter?" Sie klang völlig verzweifelt. "Sarah liegt im Koma. Die Ärzte wissen nich ob sie wieder aufwachen wird." "Das is schrecklich" "Es tut mir Leid dass ich Sarah eingeladen habe." "Hör auf dir einzureden dass du sie Schuld hast. Ich mache dir keinen Vorwurf und auch kein anderer!" "Kommst du hierher?" "Ich würde so gerne, aber ich muss arbeiten und kann mir nicht mehr Urlaub nehmen. Du sagst mir doch bescheid wenn es was neues gibt, oder?" "Natürlich!" "Danke. Ich muss aufhörn, das Gespräch kostet so viel. Und Mike, kümmere dich bitte um sie, auch wenn sie im Koma liegt!" "Ja klar, ich liebe Sarah!" "Gut. Bye!" "Bye!" Ich ließ mich wieder zurücksinken auf die Coach. Mein Blick fiel auf die Uhr, die anzeigte, dass es 23:38 Uhr war. Ich wollte versuchen zu schlafen. Als ich im Bett lag, dachte ich wieder an Sarah. Eigentlich sollte sie jetzt bei mir liegen. Wie gerne würde ich sie wieder küssen, streicheln...und jetzt? Ich lieg hier alleine, Sarah liegt im Koma und wird wahrscheinlich nie wieder aufwachen. Das ist so gemein. Am liebsten würde ich jetzt schreien! Ich biss ins Kissen um nicht loszuschreien. Irgendwann schlief ich dann in einen unruhigen schlaf. Ich träumte von Sarah. ....Die Ärzte zogen die Stecker raus da es keine Hoffnung mehr für sie gab. Brad und Phoenix mussten mich an den Armen festhalten da ich die Stecker wieder reinstecken wollte. Ich schrie und zapelte, doch sie liesen mich nicht los. Ich stand alleine an ihrem Grab und weinte..... Schweiß gebadet wachte ich auf. Ich musste meine Gedanken erst ordnen. Ich wollte den Traum vergessen. Er durfte nicht wahr werden. Mein Wecker verriet mir, dass es 10:03 Uhr war. Schnell machte ich mich fertig und fuhr ins Krankenhaus, ohne noch vorher zu frühstücken. Im Krankenhaus lief ich gleich wieder in Sarahs Zimmer. Ich setzte mich wieder neben ihr Bett und hielt ihre Hand. Eine Krankenschwester kam rein um die Werte zu überprüfen. Sie schaute mich mitfühlsam an. "Wollen Sie was trinken?", fragte sie mich. Ich schüttelte den Kopf. Sie verlies wieder das Zimmer. Sarah war ganz blass im Gesicht. Irgendwann nickte ich dann ein, denn in Sarahs Nähe fühle ich mich wohler. Ich wurde von Rob aufgeweckt. "Hi!", sagte er und setzte sich neben. "Hi!" "Brad hat mir alles erzählt. Es tut mir Leid!" Ich nickte nur. "Siehts immer noch so schlecht aus?" Erneut nickte ich. Ich schaute auf in Robs Augen. "Rob, ich will Sarah nicht verlieren!" "Ey, sag nicht immer so was! Du musst positiv denken!" "Aber guck sie doch ma an, wie sie aussieht!" "Mike, ich denke du liebst sie!?" "Tu ich ja auch!" "Dann denk...." Rob wurde von einen langen Piepen unterbrochen. Ich schaute erschrocken auf. Sarah hatte keinen Herzschlag mehr. Ärzte stürmten in den Raum. Rob zog mich aus dem Zimmer. Ich schrie ihn an: "MENSCH ROB! LASS MICH LOS! ICH MUSS ZU SARAH!" "Mike, wenn du da jetzt reingehst, stehst du denn Ärzten nur im Weg! Wir setzten uns jetzt hier hin und warten!" Rob drückte mich auf einen Stuhl und setzte sich neben mich. Ich fing an zu weinen. Rob legte ein Arm um mich. "Shhhhhhhh....Sie übersteht das bestimmt. Sarah ist doch eine Kämpfernatur." Ich versteckte mein Gesicht in meinen Händen. Es verging einige Zeit. Als die Ärzte das Zimmer verliesen, standen ich und Rob auf. "Was ist mit Sarah?", fragte ich sofort. "Sie hat es überstanden, liegt aber nachwievor im Koma." "Kann ich wieder zu ihr?". Ein Arzt nickte. Rob verabschiedete sich, denn er wollte noch zu seiner Freundin Susan. Ich setzte mich wieder auf meinen Platz und nahm wieder Sarahs Hand. Ich saß den ganzen Tag neben ihrem Bett und bewegte nur meine Augen und meine Hand. Gegen Abend kamen Joe, Chester, Sam, Brad, Rob und Phoenix vorbei. "Hast du heute eigentlich schon irgendetwas gegessen?", fragte Chaz besorgt. Ich schüttelte mit dem Kopf. Sam schaute sich Sarah ganz genau an. Es war das erste Mal, dass sie Sarah sieht, außer auf Fotos. "Ich mach dir jetzt mal ein Vorschlag! Wir gehen jetzt erstmal was essen zusammen und danach kannst du ja gleich wieder herkommen!?", meinte Sam. "Ich kann sie aber nicht alleine lassen!" "Ich bleib so lange hier. Ich war grad schon mit Susan essen, okay?", schlug Rob vor. Zögernd stimmte ich zu: "Aber du musst mich sofort anrufen wenn es irgendetwas neus gibt!" "Klar!" Ich stand auf und Rob nahm mein Platz ein. Sam und Phoenix legten jeweils ein Arm um mich und führten mich raus. Die anderen folgten.
Robs Pov
Sarah sieht wirklich schlimm aus. Ich kann Mike schon verstehen. Wenn sie meine Freundin wär würde ich auch den ganzen Tag bei ihr sitzen. Mike muss sich wirklich schreckliche Sorgen machen. Ich mache ehrlich gesagt auch schreckliche Sorgen. Und die anderen bestimmt auch alle. Immerhin haben wir Sarah alle ins Herz geschloßen. Ich hoffe mal, dass die anderen Mike wenigstens ein bischen aufmuntern könn. Ich redete leise mit ihr: "Ey Sarah, du musst wieder gesund werden! Mike hängt so sehr an dir! Ich glaub, wenn er dich verlieren würde, würde er sich nie wieder verlieben! Und das wolln wir alle nicht! Erinnere dich nur mal, wie wir dich kennen gelernt haben. Und die 2 Wochen im Tourbus! Bitte, wach wieder auf!" An meinem inneren Auge zogen die ganzen Bilder von der Vergangenheit vorbei...
Mikes Pov
Na super! Wieso bin ich bloß mitgekomm. Jetzt sitz ich hier zwischen Brad und Joe und stochere in meinem Sushi rum. Die anderen sind extra in ein japanisches Restaurant gefahrn weil ich dieses japanische Zeugs so liebe. Normalerweise liebe ich ja dieses Zeug und könnte mich den ganzen Tag davon ernähren, aber jetzt hab ich kein Hunger auf Sushi . Auch nicht auf was anderes. Ich möchte einfach wieder zurück neben Sarah, ihre Hand halten. "Mike, jetzt hör mal auf in deinem Sushi rumzustochern und ess!", meinte Chester. "Ich hab aber kein Hunger." "Dann ess ich das auf!", grinste Joe. Sam rief wütend: "Joseph Hahn! Du rürst nichts von Mikes Essen an. Wir warten so lange, bis er fertig ist!" Joe streckte ihr die Zunge raus. Na supi! Jetz muss ich das auch noch in mich reinstopfen! Nachdem Sam das gesagte hatte, aß ich so schnell ich konnte, damit ich wieder zu Sarah konnte. Sam grinste mich zufrieden an als sie sah dass mein Teller leer war. "Siehste! Hast doch Hunger gehabt!", sagte sie zufrieden. Ich nickte nur. Mir war kotzübel und ich fühlte mich, als würde ich gleich platzen. "Könn wir jetzt wieder gehen?", fragte ich. Phoenix nickte und bezahlte. Danach verabschiedeten wir uns. Joe brachte mich noch wieder zum Krankenhaus. Ich klopfte gar nicht erst an der Zimmertür, denn ich wusste ja dass nur Rob bei Sarah war. Als ich das Zimmer betrat, sah ich dass Rob über Sarahs Hand streichelte. Es machte mich schon etwas eifersüchtig. Immerhin war sie meine Freundin und Rob war ja auch vergeben. Aber ich wusste auch, dass Rob nicht sonderlich glücklich mit Susan ist und am überlegen ist, sich von ihr zu trennen. Auch weiß ich, dass Sarah ihm auf eine gewisse Weise gefällt. Aber sie ist ja meine Freundin. Als Rob mich bemerkte, stand er auf und sagte: "Hast du wenigstens ein wenig gegessen?" Aus seiner Stimme hörte ich Sorge raus. Ich nickte. Wir schwiegen uns an. "Ja....ich geh dann mal wieder...", sagte Rob nach ein paar Minuten. Ich nickte wieder nur. "Bis morgen oder so. Und vergiss nicht, was zu essen!" Dann verlies er das Zimmer. Ich setzte mich wieder auf den Stuhl. Sarah war immer noch genauso blass. Ich beobachtete sie einige Zeit, dann legte ich meinen Kopf auf die Bettkante und schlief ein....
Robs Pov
Hätten sie Mike nicht noch ein bischen länger aufhalten können?! Ich wär so gerne noch etwas länger mit Sarah alleine gewesen. Ich weiß, Susan ist meine Freundin, aber ich steh halt nun mal auch auf Sarah. Aber sie wiederum ist ja Mikes Freundin. Wenn ich mich jetzt von Susan trennen würde, würden Chaz und so fragen wieso und ich kann doch dann nicht sagen <weil ich auf Sarah steh>. Nicht jetzt wo sie im Koma liegt und Mike sich so Sorgen macht. Ich wäre dann nur eine Sorge mehr in seinen Kopf. Aber irgendwann werde ich es ihm erzählen müssen, denke ich. Mein Handy klingelt. <Susan ruft an> blinkt auf. Ich hab keinen Bock jetzt mit ihr zu sprechen und drücke sie weg. Dann mache ich das Handy aus.
Mikes Pov
Am nächsten Morgen wurde ich von dem Oberarzt geweckt, der auf Visite war: "Wollen Sie nicht mal für ein paar Stunden nach Hause gehen? Ihre Freundin ist hier doch in sicheren Händen! Außerdem müssen Sie sich ja auch mal andere Klamotten anziehn, duschen und etwas essen!" Ich zögerte. Soll ich wirklich für ein paar Stunden nach Hause gehn und mich duschen? Aber wenn Sarah in dieser Zeit sterben würde, würde ich mir ewig Vorwürfe machen, weil ich sie alleine gelassen habe. Der Arzt sah mein Gesichtsausdruck und fügte hinzu: "Wir werden Sie sofort anrufen wenn es irgendetwas neues gibt!" "Na gut, aber nur für ein, zwei Stunden!" Dann lief ich schnell raus aus dem Krankenhaus, denn ich wollte mich beeilen. Zu Hause holte ich mir Klamotten aus dem Schrank und sprang schnell unter die Dusche. Ich brauchte eine viertel Stunde bis ich fertig war. Das war für mich eine Rekordzeit. Normalerweise brache ich immer ca. ne halbe Stunde. In der Küche nahm ich mir einen Apfel, der aufm Tisch lag und wollte gerade wieder das Haus verlassen, als mein Handy, dass aufn Wohnzimmertisch lag, piepte. <1 Kurzmitteilung erhalten> stand drauf. Ich öffnete sie. Sie war von Sarahs Mutter: "Hat sich schon irgendetwas getan?" "Nein, leider nich." Schrieb ich schnell zurück. Das Handy machte ich dann aus und ließ es in meine Hosentasche sinken. Auf dem Boden lag mein Block und mein Bleistift. Auf dem Block schrieb ich Songtexte, wenn mir welche einfielen. Nach kurzen Überlegen nahm ich auch ihn mit. Unterwegs im Auto kam ein Lied im Radio, dass ich mochte; Hoobastank "The Reason":
I´m not a perfect person
There are many things I wish I didn´t do
But I could to any you learning
I never meant those things to you
And so I have to say before I go
That I just wanted to know
I found a reason for me
To change who I just to be
A reason to stop over me
And the reason is you
I´m sorry that I hurt you
It´s something I must life with every day..."
Leise summte ich mit. Endlich wieder am Krankenhaus angekommen, rannte ich sofort wieder hoch in Sarahs Zimmer. Sie lag noch genauso da, wie vor knapp 70 Minuten. Ich setzte mich wieder auf meinen Platz und nahm wieder ihre Hand. Ein paar stumme Tränen liefen mir übers Gesicht. Nach einiger Zeit nahm ich meinen Block und fing an zu schreiben. Aber irgendwie gefiel mir das nicht was ich schrieb und ich zerknüllte ein Blatt nach dem anderen. Irgendwann gab ich es dann auf und begann zu malen. Ich malte Sarah wie sie lächelte. Daneben malte ich mich, wie ich auch lächelte. Als ich das fertige Bild betrachtete huschte das erste Mal seit dem Absturz ein Lächeln über meine Lippen. Ich saß wieder den ganzen Tag am Bett und abends schlief ich wieder ein.
Am nächsten Morgen wurde ich von Phoenix beweckt. "Was isn los?", nuschelte ich ver schlafen. Phoenix ließ sich neben mir auf einen Stuhl nieder und drückte mir eine Zeitschrift in die Hand: "Seite 26." Ich schlug Seite 26 auf und blickte auf mehrer Bilder von mir die dort abgedruckt waren. Auf welchen war ich zu sehen wie ich schnell ins Krankenhaus lief oder rauslief. Dann war da auch ein Bild wie ich lustlos in meinem Sushi rumstocherte. Ein Bild wo Rob ein Arm um mich gelegt hatte und ich mein Gesicht in meine Hände gestützt hatte und weinte und eins wie ich mit Brad vorm OP-Sall saß. Ich starrte Phoenix an. "Ließ mal den Text!", sagte er. Als große Überschrift stand: <HAT LINKIN PARKS MC MIKE SHINODA EINE HEIMLICHE FREUNDIN AUS DEUTSCHLAND?> Dann laß ich den Text. <Nach dem Flugzeugabsturz am 25.Dezember wurde der MC auffallend häufig im County-Krankenhaus in LA gesichtet, wo die Überlebenden behandelt werden.Dadurch treten jetzt fiele Fragen bei den Fans auf. Verheimlicht er etwas? Was für Angehörige von ihm saßen im Flieger? War es überhaupt ein Angehöriger oder vielleicht doch seine heimliche Freundin? Jane Smith, Mitarbeiterin am Flughafen (Informationschalter), berichtet: "Mike Shinoda kam am Tag des Absturz völlig verzweifelt zu mir an den Informationsschalter und wollte wissen, wo der Flieger aus Deuschland bleibt. Als ich ihn dann Informationen verweigerte, sagte er zu mir, seine Freundin säße darin." Auf die Aussage der Frau hin fragten wir im Krankenhaus nach. Oberarzt Dr. Will Estrin: "Es ist richtig das Mike Shinoda öfters hier ist. Weiter Informationen darf ich ihnen aber nicht geben." Auf der Straße fingen wir Chester Bennington, Frontman von Linkin Park, ab und sprachen ihn darauf an. Chester meinte dazu nur: "Dazu sag ich nichts!" und ließ uns stehen. Es wurde zwar nicht bestätigt, dass Mike Shinoda heimlich eine Freundin hat, aber auch NICHT verneint. Wir warten auf ein Statement des MC und halten euch wieterhin auf den Laufenden.> Dann laß ich noch den Text unter den Bildern. Unter den Bildern wo ich schnell ins Krankenhaus lief oder verließ stand: <Diese Bilder sind nicht unhäufig. Täglich verlässt Mike S. das Krankenhaus nur für ein-zwie Stunden.> Unter dem Bild im Restaurant: <Lustlos und im Gedanken bei seiner Freundin stochert Mike Shinoda in seinem Essen rum während die 4 anderen Parker und Samantha B., Frau von Chester, versuchten ihn aufzumuntern.Allerdings fehtl Rob B. auf dem Bild. Er war wahrscheinlich im Krankenhaus.> Unter dem Bild mit Rob stand: <Völlig verzweifelt heult Mike sich bei seinen Bandkollegen und Drummer Rob Bourdon aus.> Und unter dem mit Brad: <Brad Delson, Gitarrist, versucht Mike Shinoda Hoffnung zu machen währedn sie auf einen Arzt warten der aus dem OP kommt.> Ich schaute wieder hoch zu Phoenix und sagte: "So ein Mist!" "Was willst du jetzt machen?" "Wie meinst du das?" "Naja, willst du ein Statement abgeben, was der Wahrheit entspricht oder nicht der Wahrheit entspricht oder garnichts dazu sagen?!" "Ich weiß nicht....Was denkst du denn, mit was wäre Sarah einverstanden?" "Du kannst nicht immer auf sie rücksicht nehmen! Du musst jetzt machen was du für richtig hälst!" "Ich weiß es aber nicht!" Verzweifelt schaute ich Phoenix an. Phoenix überlegte kurz dann meinte er: "Am besten wär, du erzählst die Wahrheit. Auch wenn es dir im Moment schwer fällt." "Und wie soll ich das machen? Soll ich zu irgendeinen Reporter laufen und ihn die Story erzähln, oder was?" "Nein, ich dachte er an die MTVNews. Wir könnten einen Termin ausmachen, wann wir zusammen hin fahren..." "Zusammen?" "Meinst du etwa wir lassen dich alleine? Ne, Mike, wir kleben dir an den Füßen!" Ein leichtes Lächeln umspielte meine Lippen und Phoenix grinste mich zufrieden an. "Also, wenn du nichts dagegen hast, geh ich kurz raus und telefonier mit den anderen, ja?" Ich nickte. Phoenix war gerade an der Tür, da sagte ich: "Danke Dave!" Er lächelte mich an und verschwand.
Phoenix Pov
Ich hoffe mal, dass ich Mike keinen falschen Ratschlag gegeben hab. Am besten ist, ich schaue mich erstmal um, dass auch wirklich kein Paparazi in der Nähe ist. Die müssen das nicht so unbedingt mitkriegen. Am besten ruf ich als erstes Chester an. "Tut...tut...tut...tut...ey Phiphi was gibts?", meldete sich Chaz. "Du hast dohc bestimmt auch schon den Artikel über Mike gelesen, oder?" "Ja, der arme Kerl! Dass ihm immer so was passieren muss." "Ich hab mit Mike eben drüber geredet und will jetzt ein Statement abgeben." "Wo den?" "Bei den MTVNews." "Das hät ich auch gemacht." "Und ich dachte, wir sollten ihn begleiten!" "Hast Recht. Wann denn?" "Am besten noch heute. Ich würd sagen, heut Nachmittag." "Okay, treffen wir uns um drei vorm Krankenhaus und dann fahren wir zusammen hin?" "Jo. Sagst du denn anderen bescheid?" "Ja mach ich. Bis nacher! Bye!" "Bye!" Ich lief wieder zurück zu Mike.
Mikes Pov
Ob das richtig ist was ich tue? Was is wenn Sarah sauer is, wenn ich ihr das erzähle wenn sie wieder aufgewacht ist? Oder was soll ich der Presse erzähln wenn sie wirklich sterben sollte? Ich sollte mir nicht so viele Sorgen um die Zukunft machen. Na gut, was mit Sarah in der Zukunft ist schon, aber nicht mit der Presse. Ich hoffe mal, dass die anderen auch alle mitkommen.
Phoenix kommt wieder und setzt sich wieder neben mich. "Die anderen kommen mit! Heute Nachmittag um drei treffen wir uns vor dem Krankenhaus." "Was soll ich denn erzählen?" "Naja, dass das deine Freundin ist die hier im Krankenhaus liegt." Phoenix und ich saßen schweigend nebeneinander. Um zehn vor drei brach Phoenix das schweigen: "Wir sollten los. Ich weiß, du lässt Sarah ungern alleine, aber das dauert bestimmt nicht lange." Phoenix zog mich am Arm hoch und machte sich mit mir auf dem Weg nach unten. Er musste mich schon hinter sich herziehen, denn ich wollte nicht so richtig mit. Unten warteten schon Rob, Chester, Brad und Joe. "Kanns los gehn?", fragte Chaz. Phi nickte und wir gingen zu Joes Auto. Joe hatte einen VW-Bus wo wir alle reinpassten. Unterwegs herrschte schweigen. Nur Brad erzählte kurz: "Ich hab schon bei MTV abgerufen und bescheid gesagte dass du was zu der Sache sagen willst." Ich nickte. Es dauerte nicht lange und wir parkten vor dem Hauptgebäude von MTV. Wir wurden schon vor der Tür erwartet: "Guten Tag! Mein Name ist Mr.Kingston. Ich werde das Statement aufnehmen. Kommen Sie doch bitte mit!" Lustlos schlenderten wir hinter Mr. Kigston hinterher. Ich war den anderen 5 echt dankbar dass sie mitgekommen sind. Besonders erstaunt bin ich das Joe mitgekommen ist, immerhin hasst er Interviews! Wir gingen in so einen Raum, wo wir uns auf ein Sofa setzen mussten. Neben mir saßen Phoenix und Brad. Mr.Kingston drückte mir ein Microfon in die Hand, setzte sich gegenüber von uns und machte die Kamera an. Er fing an: "Mr.Shinoda, was ist an den Gerüchten dran dass Sie eine heimliche Freundin hätten?" Ich antwortete unsicher: "Da is was dran. Ich hab eine Freundin, die jetzt auch im Krankenhaus liegt." "Wie geht es ihr?" Musste der Typ so ne Frage stelln? Ich überlegte kurz und sagte dann: "Sie liegt im Koma. Ob sie wieder aufwachen wird ist ungewiss." Meine Augen füllten sich bei den Worten mit Tränen. Ich blintzelte ein paar Mal, damit sie wieder weggingen. "Das tut mir Leid.Wo haben Sie sie denn kennengelernt?" "Auf unserer letzten Tour in Deutschland." "Das geht also schon über ein halbes Jahr?" "Ja genau." "Ich danke Ihnen für das Interview und wünsche Ihnen und ihrer Freundin alles gute." Dann machte Mr. Kingston die Kamera aus und nahm mir wieder das Microfon ab. "Das wars. Sie können wieder gehen! Ich denke heute Abend wird es gesendet." Wir verabschiedeten uns von Mr. Kingston und wir fuhren wieder zurück. Die Jungs ließen mich wieder am Krankenhaus raus. Ich setzte mich wieder an den für mich mittlerweile üblichen Platz. Ich erzählte Sarah von heute: "Weißt du, die Presse hat das mit dir irgendwie mitbekomm. Ich hab heute ein Statement dazu abgegeben und die Wahrheit erzählt. Ich hoffe, dass ist okay für dich?!" Ich hoffte das Sarah vielleicht meine Hand drücken würde als Zeichen, dass sie mich hören kann und einverstanden ist...
Ich saß die nächsten Tage,Wochen und Monate nur an ihrem Bett, aber es tat sich nichts. Ihr Zustand besserte sich nicht und verschlechterte sich nicht. Rob und die anderen schauten auch ab und zu mal vorbei, arbeiteten sonst an neuen Songs. Ich schrieb welche im Krankenhaus. Auf Tour zu gehn kam für keinen in den Sinn.
*4 Monate später*
Heute kommt Sarahs Mutter nach LA. Ich holte sie vom Flighafen warten. Auf dem Weg zum Flughafen zogen die Erinnerungen an das letztes Mal, als ich Sarah abholen sollte, an meinem inneren Auge vorbei. In der Empfangshalle musste ich nicht lange auf ihre Mutter warten. Sie hat mich zwar bis jetzt nur auf Postern gesehn, erkannte mich aber gleich und kam auf mich zu. "Du musst Mike sein, nicht?", fragte sie. "Ja. Willkomm inner USA! Ich hoffe, Sie haben den Flug einigermaßen genießen können?!" Mittlerweile konnte ich schon wieder lächeln und lächelte sie an. Ich sah, wie ein kleines lächeln ihre Lippen umspielte. "Ja, Danke. Aber du brauchst mich nicht zu sietzen. Ich bin Elke." Ich nickte und gab Elke die Hand. Während wir die Empfangshalle verliesen und auf mein Auto zu gingen, fragte Elke: "Wir fahren doch jetzt gleich isn Krankenhaus, oder?" "Klar." Während der Autofahrt schwiegen wir. Aus den Lautsprechern kam diesmal Metallica. "Hörst du privat etwa auch dieses ganze harte Zeug?", fragte Elke mich. Was war das für ne Frage? Ich bin doch nich in einer Rockband und hör dann zu Hause nur Klassik oder so! "Ja, aber ich hör eigentlich fast alles.... Wir sind da." Elke staunte nicht schlecht, denn das County-Krankenhaus war wirklich riesig und man konnte sich schnell verlaufen. "Das is ja riesig!" Ich nickte. Wir parlten im Parkhaus und machten uns dann auf den Weg. In Sarahs Zimmer stürzte Elke sich gleich zu ihrer Tochter und sagte verzweifelt: "Schatz, was hast du nur schon wieder angestellt? Wach doch wieder auf!" Sie setzte sich auf meinen sonst üblichen Stuhl. Ich zog mir einen anderen Stuhl daneben und setzte mich neben Elke. "Sarah sieht ja wirklich schrecklich aus!", sagte sie leise. Ich nickte nur. Ich hatte jetzt, wo ich sah, wie Sarahs Mutter darunter leidet, wieder ein schlechtes Gewissen bekomm. Am Liebsten wäre ich jetzt rausgerannt. Aber wie würde das aussehn? Ich musste wohl oder übel aushalten....
Elke blieb 2 Wochen, dann musste sie wieder zurück nach Deutschland. Ich brachte sie wieder zum Flughafen. An der Schleuse zu ihrem Flieger verabschiedeten wir uns: "Pass bitte auf meine Tochter auf, Mike!" Ein paar Tränen liefen ihr die Wange hinunter. "Klar! Ich werd jeden Tag bei ihr sein."
Als ich wieder zu mir kam hörte ich, dass jemand auf einer Play Station spielte. Ich zog mir die Decke, mit der ich zugedeckt war, über den Kopf. Denn ich wollte noch weiterschlafen, so ko war ich immer noch.
Mir war es auch scheiß egal, wo ich war. Das einzigste was mich interessierte war, das es schön warm und gemütlich war, wo auch immer ich lag.
Ich hörte wie der Ton der Play Station verstummte. Ich schloß die Augen unter der Decke. Ich hörte, dass jemand auf mich zukam und sich neben mich setzte. Allerdings ließ ich die Augen immer noch geschlossen. Diese Person zog jetzt vorsichtig die Decke weg von meinem Gesicht. Langsam öffnete ich meine Augen.........und guckte in das Gesicht von Mike! Ich starrte ihn an. "Gehts dir ein bischen besser?", fragte er mich. Ich nickte. Dann fragte ich ihn: "Wie komm ich hier her?" Mike lächelte mich an und meinte: "Du hast wie ne Bekloppte gegen die Bustür geschlagen." Jetzt kamen die Erinnerungen zurück. "Jaaa", sagte ich langsam, "aber ihr habt nich aufgemacht." "Doch haben wir. Aber da warst du schon ohnmächtig. Wir konnten dich gerade noch so retten vor so eine komischen Typ mit nem Messer." "Und was is dann passiert?" "Wir ham dich reingetragen und dich hier auf die Coach gelegt, wo du jetzt auch noch liegst." "Danke..." "Kein Problem." Er zwinkerte mir zu.Mike fragte:"Wie heißt du eigentlich?" "Sarah"; antwortete ich. Mein Magen knurrte. Auch Mike hörte es. "Hunger?", fragte er mich. Ich nickte. "Ich hol dir was zu essen. Magst du Brot? Mehr ham wir leider net mehr." "Is okay, danke." Mike stand auf und ging in den vorderen Teil des Buses. Es dauerte nicht lange und Mike kam wieder mit 2 Scheiben Brot die mit Nutella beschmiert waren und einem Glas Orangensaft. Er stellte es auf den Tisch, der neben der Coach stand und setzte sich wieder aufs Sofa. Ich setzte mich hin, bedankte mich noch einmal bei Mike und fing an zu essen. Es tat richtig gut nach fast 24 Stunden wieder etwas zu essen. Jetzt kamen auch die anderen 5 von Linkin Park und setzten sich auf die Coach. Als ich fertig war mit essen guckte ich einen nach den anderen der Reihe nach fragend an. "Was is?", fragte Brad mich. Ich fragte: "Was wird eigentlich jetzt aus mir?" Chester antwortete: "Wenn du willst könn wir dich nach Hause bring. Sind denn deine Eltern da?" "Nein", sagte ich, "die sind im Urlaub." "Ich glaub das is net so gut, wenn du jetzt alleine zu Hause bleibst. Wie lange sind die denn noch im Urlaub?", sagte Rob. "2 Wochen", meinte ich. "Du könntest doch so lange hier bei uns bleiben!?", fragte Mike. Ich zögerte dann sagte ich: "Ich weiß nich....aber nur wenn ihr das wirklich wollt und ich euch net stör!" Alle meinten, dass sie nichts dagegen hätten, also stimmte ich zu. Ich gähnte. Phoenix fragte mich: "Du willst bestimmt noch schlafen, oder?" Ich nickte. Phoenix meinte: "Dann lassen wir dich mal schlafen." Er und der Rest standen auf und gingen nach vorne. Mike deckte mich vorher aber noch zu. Sofort schlief ich wieder ein.
Ich träumte von Mike. Dabei redete ich im Schlaf. Leider war Mike gerade hinten bei mir um zu gucken, ob ich noch schlafe. Ich nuschelte im Schlaf: "Mike....pass auf...der hat´n Messer...Mike geh nich..." Mike konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Als ich wieder aufwachte, ging die Sonne gerade unter. Rob war gerade hinten bei mir. "Gut geschlafen?", fragte er mich. Ich reckte mich und antwortete. "Ja....Wo schlaf ich eigentlich? Hier auf´n Sofa?" "Wir ham noch ein freies Bett. Wir dachten eigentlich, dass du da schläfst!?" "Ja, is okay." Mike kam nach hinten. Als er sah, dass ich wach war, meinte er: "Soll ich dir ma den Rest vom Bus zeigen?" Ich nickte und stand auf.Zusamm ging wir durch den Bus. Er zeigte mir auch mein Bett. Vor mir lag Phoenix, hinter mir Chester und gegenüber von mir Mike. Im vorderen Teil waren die Restlichen, auch Rob mittlerweile. Joe rief: "Wir wolln heut abend essen gehn. Du kommst doch auch mit, oder Sarah?" "Ich weiß nich..", sagte ich, "meine Klamotten stinken so...!" Mike meinte: "Du kannst ne Hose und´n Pullover von mir ham." Ich stimmte etwas zögernd zu. Mike gab mir seine kleinste Baggy, die er hatte, und seinen kleinsten Pulli. Der Pulli ging mir bis zu den Knien und die Baggy musste ich festhalten. Chester gab mir einen Nietengürtel von sich. Ich band ihn um und die Hose hielt. Eigentlich standen mir die Sachen ganz gut. Dann gingen wir los. Unterwegs fiel mir ein, dass ich garkein Geld hatte. Ich blieb stehn und sagte: "Aber ich hab kein Geld." "Wir laden dich ein", sagte Brad. Etwas zögernd stimmte ich zu. Ich hoffte, dass es nicht so ein teures Restaurant war. Es stellte sich raus, das es ein normals Restaurant war. Ich saß neben Mike und Chester. Als wir bestellt hatten, kam ein kleines Mädchen angelaufen und kreischte: "Oh mein Gott!!! LINKIN PARK!!!" Ich fing Phoenix´s Blick auf und er rollte mit den Augen. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Das Mädchen fing an zu reden: "Ich bin ja so ein großer Fan von euch" Und so weiter und so weiter. Sie wollte von jedem ein Autogramm. Angenervt unterschrieben alle auf einer Servierte. Dann entdeckte sie mich. Ich hatte mich hinter Mike versteckt. Sie funkelte mich böse an und sagte: "Wer bist du überhaupt?" Was sollte ich sagen wer ich war? Mike sagte: "Sie is meine Schwester." Ich guckte Mike an, denn er hatte mich unterm Tisch ins Bein gekniffen. Ich kapierte und sagte: "Ja, stimmt." Sie fing wieder von neuen an zu reden. Ich stand auf und ging auf das Mädchen zu. Ich beugte mich zu ihr runter und sagte mit zuckersüßer Stimme: "Wie wärs, wenn du die 6 jetzt mal in Ruhe lässt? Die wolln doch auch nur in Ruhe etwas essen." Sie funkelte mich wieder böse an. Dann rief zum Glück eine Frau: "Anastacia, kommst du? wir wollen los!" Sie lief weg ohne noch ein Wort zu sagen. Ich setzte mich wieder zwischen Mike und Chester."Danke", sagte Brad. "Kein Problem. Irgendwie muss ich mich doch bedanken", sagte ich. "So welche Fans hasse ich ja!", stöhnte Joe. Ich fragte: "Sind viele Fans so die ihr trefft?" Brad antwortete: "Ein paar. Aber viele sind auch so zu uns wie du." Ich nickte. Da ich Mike sehr mochte, setzte ich mich unauffällig weiter zu ihn. Ganz zufällig stieß mein Knie gegen Mike´s Bein. "Sorry!", nuschelte ich. "Nich schlimm", sagte er. Dann kam das Essen. Es schmeckte wirklich supi. Nach dem essen redeten wir noch einige Zeit. Mike legte dabei seine Hand auf mein Oberschenkel. Ich legte meine Hand auf seine. Seine Hand war schön warm. Inzwischen war es schon halb elf und Joe fragte: "Wolln wir mal langsam los? Ich bin voll müde." Brad bezahlte die Rechnung und wir gingen hinaus. Mittlerweile war es schon dunkel. Die Erinnerungen von letzter Nacht kamen wieder. Ich bekam panische Angst und klammerte mich den ganzen Weg bis zum Bus an Mike´s Arm fest. Allerdings drückte ich ein bischen zu fest, denn Mike meinte: "Könntest du vielleicht ein ganz bischen weniger drücken?" Ich öffnetet meine Hand ein klein wenig. Erst als wir im Bus standen, ließ ich Mike´s Arm ganz los. Rob gähnte und sagte: "Ich glaub, wir sollten ins Bett gehn. Es is schon spät." Alle waren einverstanden. Als Joe, der als letztes ins Bett ging, das Licht ausmachte überkam mich wieder die Angst im dunklen. Ich wälzte mich stundenlang hin und her und konnte net einschlafen.Irgendwann schlief ich dann doch ein. Und das war ein Fehler.In meinem Traum erlebte ich alles noch einmal. Doch diesmal war es noch schlimmer. Die Bustür öffnete sich nicht....
Mike kam gerade wieder vom Klo. Er wollte gerade wieder sich ins Bett legen, als er bemerkte, dass ich im Schlaf murmelte. Er ging zu mir rüber um zu gucken ob alles in Ordnung wäre. Ich wälzte mich hin und her und mein Gesicht war nass vom Schweiß. Mike überlegte kurz, dann packte er mich an meinen Schultern und rüttelte mich wach. Dabei sagte er: "Sarah, aufwachen! Ey, wach auf!" Als ich die Augen öffnete, schloß ich Mike in die Arme, so froh war ich jemanden zu sehen. Auch er nahm mich in den Arm. Tränen liefen mir die Wangen hinunter und ich schluchzte: "Mike, ich hab so ne Angst." Er sagte leise: "Es is alles gut. Komm wir gehn nach hinten." Ich ließ ihn los und stand auf. Zusamm ging wir nach hinten. Mike gab mir ein Glas mit Wasser. Immer noch liefen mir Tränen übers Gesicht. Mike wischte sie mir weg. Es war still, sehr still. Ich zitterte vor Angst. Mike überlegte fieberhaft, was er sagen sollte. Nach einigen Minuten stellte ich das Glas auf den Tisch und starrte mit einen leeren Blick auf den Fernseher, der mir gegenüber stand. "Gehts wieder ein bischen?", fragte Mike vorsichtig und streichelte mir über den Rücken. Ich nickte. "Ich glaub, du kannst bestimmt nicht wieder schlafen heute Nacht, oder?", fragte er mich. Erneut nickte ich. "Wenn du willst kannst du hier schlafen auf dem Sofa", erzählte Mike, "und ich bleib auch hier. Hier is genug Platz." Wieder nickte ich. Mike sagte: "Gut, ich hol die Decken und Kissen." Er stand auf. Es dauerte nich ma 5 Minuten und er kam wieder mit 2 Kissen und 2 Decken beladen. Ich half Mike das Sofa bequem zu machen. Als Mike dann schließlich das Licht ausmachte, kuschelte ich mich an ihn, denn bei ihm fühlte ich mich sicher. Er nahm mich in den Arm und wir schliefen beide ein.
Als ich am nächsten morgen aufwachte, war Mike schon auf. Ich stand auch auf und reckte mich. Dann watschelte ich langsam nach vorne. Da saßen dann auch schon die anderen 6 und frühstückten. Als Phiphi mich sah rief er: "Morgen Sarah. Komm, setzt dich und ess was." "Morgen", nuschelte ich verschlafen. Ich setzte mich zwischen Mike und Rob. Beim Fühstücken sagte Joe zu mir: "In was für Klamotten willst du eigentlich die 2 Wochen rumlaufen? Du kannst doch nich die ganze Zeit in den gleichen Sachen rumlaufen." Ich zuckte mit den Schultern. "Wie wärs wenn wir heute einkaufen gehn?", schlug Brad vor. "Ich weiß nich", nuschelte ich. Alle sechs guckten mich mit ihrem niedlichsten Hundeblick an und schließlich sagte ich: "Na gut." Chester meinte: "Wir sollten vielleicht nicht alle gehn, sonst gibt das wieder ein riesiges Chaos wenn irgendwer uns erkennt. Ich denke 2 von uns reichen.""Ja, glaub ich auch", sagte Rob, "wer soll denn mitkomm?" Ich überlegte kurz, dann sagte ich: "Mike und Phoenix." Die beiden waren sofort einverstanden. Nach dem wir fertig waren, ging ich mich waschen. Als ich im Waschraum stand, fielen mir zum ersten Mal die Rasierklingen auf, die auf einem Regal lagen. Schnell steckte ich mir eine in die Hosentasche.
Da es draußen kalt war bekam ich noch ne Jacke von Mike. Bevor ich, Mike und Phoenix den Bus verließen meinte Rob: "Aber vergesst net, ihr müsst um spätestens 15 Uhr wieder hier sein. Um 16 Uhr haben wir ja noch diesen Termin mit der Bravo." "Das vergessen wir schon net", meinte Phoenix. Dann gingen wir los. Mike fragte mich unterwegs: "Liesst du eigentlich auch die Bravo?" Ich schüttelte mit dem Kopf. "Ich dachte, dass wär die Jugendzeitschrift Nummer eins hier!?", fuhr er fort. Ich sagte: "Die schreim nur Lügen über Künstler. Wenn ihr wüsstet was die schon über eich geschrieben haben..." Ich schüttelte mich. Mike und Phoenix lachten. Mein Blick fiel auch Phiphi´s Schuhe. Ich dachte erst ich hätte mich verguckt. Denn er hatte 2 verschiedene Schuhe an. Das eine ware ein weißer Nike-Schuh, das andere ein schwarzer Puma-Schuh. Ich fragte ihn: "Trägst du immer verschiedene Paar Schuhe?" Mike rief wütend: "Hast du schon wieder 2 verschiedene an?" Er guckte auf Phoenix Füße und sah aus, als würde er ihn im nächsten Moment erwürgen. Phoenix lächelte verschmitzt und sagte: "Ich zieh nachher andere Schuhe an." "Hoff ich auch für dich!", sagte Mike leise. Ich musste grinsen. In der Kölner Innenstadt gab es genug Läden. Als erstes ging ich mit den beiden bei Orsay rein. Es dauerte nicht lange und ich verschwand mit einer Hose und einem T-Shirt inner Kabine. Als ich wieder rauskam meinte Mike: "Das sieht gut aus!" Auch Phoenix war der Meinung. Also gingen wir das beides bezahlen. Als nöchstes ging es zu New Yorker. Auch hier fanden wir was: 2 Hosen, 2 Pullover und ein 1 T-shirt. Zum Schluß ging es noch zu H&M. Hier kauften wir ne Jacke und Unterwäsche. Wir hatten wirklich sehr viel Spaß. Als wirklich allerletztes gingen wir zu Roßmann Schmincke kaufen. Als wir aus Roßmann rauskamen meinte Phoenix: "Guckt ma, da is ein Pizzastand! Lasst uns noch ne Pizza essen!" Phoenix Augen leuchteten wie die eines kleinen Kindes bei Weihnachten. Die Pizza schmeckte wirklich supi. Wir hatten wirklich sehr viel Spaß. Mike und Phoenix waren fast nur am rumblödeln und ich nur am lachen. Inzwischen war es viertel vor drei. Und wir beschloßen zurück zum Bus zugehn.
Die anderen vier waren gerade dabei an neuen Stücken zu arbeiten. Rob rief uns entgegen: "Wars schön?" Ich, Mike und Phoenix nickten. Wir warfen die Taschen erst mal vorne aufn Tisch und gingen zu den andren. Ich guckte ihnen zu wie sie an einem Stück rumbastelten. Chester fragte mich: "Willst du mitkommen zur Redaktion von dieser Bravo?" "Klar wenn ich darf!", antwortete ich. Alle waren sofort einverstanden. Um halb vier machten wir uns fertig. Mike fragte Phoenix: "Hast du jetzt 2 gleiche Schuhe an?" Phiphi meinte: "Ich will keine gleichen Schuhe anziehen!" Das hätte er allerdings net sagen dürfen. Die 5 Parker stürzten sich auf ihn. Rob und Brad hielten jeweils ein Arm fest, Chester und Mike jeweils ein Bein und Joe zog ihm die Schuhe an. Allerdings waren die 5 ein wenig zu hart. Phoenix werte sich so sehr, dass Joe ihm aus Versehen den rechten Fuß umknickte. Als sie von Phiphi schließlich abließen, humpelte er durch den Bus und nuschelte etwas was sich anhörte wie: "Euch zeig ichs noch!" Chester rief ihm hinterher: "Mensch Dave, jetzt zieh net so ne Show ab. So doll kann das net wehtun." Als Antwort bekam er Phoenix Mittelfinger zu sehen. Chester schüttlete den Kopf und sagte zu mir: "Das läuft jedes Mal so ab. Wunder dich net." Ich nickte nur.
Um vier hielt der Bus vor der Bravo-Redaktion. Wir stiegen aus. Mike öffnete mir die Eingangstür und verbeugte sich wie ein Battler. Ich sagte: "Danke, James!" Die anderen mussten lachen. Die Frau, die Chester und Co. interviewen sollte wartete schon. Als die 6 vor ihr standen sagte sie: "Ich habe Sie schon erwartet! Ich bin Frau Schlüpfer..." Als ich den Namen hörte musste ich mir ein Lachen unterdrücken. Mike, der neben mir stand, guckte mich fragend an. Denn "Schlüpfer" war für ihn ein ganz normaler Name. Ich fing Mike´s Blick auf und schüttelte nur mit dem Kopf. Die Frau erzählte weiter: "Wir haben einen Raum für sie hergerichtet. Kommen Sie doch mit." Die sechs setzten sich in Bewegung. Ich hielt mich dicht hinter Mike. Als Frau Schlüpfer mich sah, guckte sie mich missbilligt an und sagte: "Für dich ist leider kein Platz mehr auf dem Sofa, das in dem Raum steht..." Brad unterbrach sie: "Das passt schon. Machen Sie sich ma keine Sorgen." Er legte seine Hände auf meine Schultern und drückte mich weiter. Rob und so setzten sich zuerst hin und es war wirklich kein Platz mehr. Mike meinte: "Komm, du kannst auf meinem Schoß sitzen." Ich zögerte kurz, dann setzte ich mich. Frau Schlüpfer guckte mich wieder böse an und fragte: "Wer bist du überhaupt?" Mike antwortete: "Sie is meine Schwester." Mir war klar dass das kommt, weil er das gestern abend ja schon mal gesagt hatte. Frau Schlüpfer meinte: "Sie sehen sich aber garnicht ähnlich!" Mike kniff mich in die Seite und sagte: "Sie is ja auch nur meine Halbschwester." Ich nickte. Die Frau guckte mich noch einmal an und dann fing sie an mit ihren Fragen. Ich fand es eher langweilig. Ich gähnte hinter vorgehaltener Hand und war kurz davor einzuschlafen. Ich legte meinen Kopf auf Mike´s Schulter und guckte seinen Hals an. Mike bekam eine Gänsehaut von meinem kalten Atem. Vor langerweile pullte ich an meinen Fingern rum. Mike allerdings schien das ein wenig zu nerven, denn er nahm meine Hände und hielt sie fest. Nach ungefähr einer Stunde war Frau Schlüpfer fertig. Wir standen alle auf und sie sagte: "Ich bringe sie jetzt zum Fotoshooting. Du kleine solltest aber nicht mit gehen, denn du sollst ja nicht mit auf die Fotos. Ich kann dir solange die Redaktion zeigen." Ich war einverstanden. Vor der Tür zum Studio verabschiedete ich mich von den 6 Parkern und ging mit Frau Schlüpfer mit. Diese Führung war um einiges Interessanter als das Interview vorhin. Ich und Frau Schlüpfer waren eher fertig als die 6 Jungs, also ließ sie mich ins Fotostudio. Ich machte die Tür auf und Chester bekam sie gegen den Kopf, denn Rob&Co wollten auch gerade gehen. Mit tat das schrecklich leid und ich entschuldigte mich ununterbrochen bei Chaz: "Chester, das tut mir so leid, wirklich..." Er rieb sich den Kopf und sagte: "Is schon in Ordnung. Du kannst ja nicht durch Türen gucken." Ich sagte: "Ich hätte die Tür aba net so aufhauen dürfen, es tut..." "Sarah, es is net deine Schuld ja? Es hätte genauso gut Rob oder so sein könn, der mir die Tür gegen den Kopf haut." "Ja, aber..." "Nichts aber!" "Okay, ich sag schon nichts mehr." Chester grinste mich an. "Lasst uns in den Bus gehen. Wir müssen weiter. Immerhin müssen wir morgen in München sein.", sagte Brad.
Wir gingen in den Bus. Kaum waren wir eingestiegen, fuhr der Fahrer des Tourbuses los. Es war lab sieben und alle hatten Hunger. Rob fragte: "Wer kocht heute Abend?" Phiphi sagte: "Joe nicht. Wenn der kocht bleibt nicht viel für uns übrig." Dafür kassierte er einen Stoß in die Seite von Joe. Phiphi fuhr fort: "Brad? Nee, dann sieht die Küche nachher wieder aus, asl hätte ien Bombe eingeschlagen." Brad nahm´s gelassen. Bevor Phoenix noch mehr sagen konnte meinte Chester: "Wenn du kochst ist alles verwürzt." Ich wollte mir die Diskusion nicht mehr mit anhören, also sagte ich: "Ich koch. Wenn ich darf." Alle guckten mich an. "Okay, wenn du willst", sagte Rob. "Ich helf dir", sagte Mike. Rob, Brad, Chester, Joe und Phoenix gingen nach hinten und ich und Mike blieben vorne inner Küche. "Was wolln wir denn Kochen?", fragte ich Mike. Mike überlegte kurz, dann sagte er: "Wie wärs mit Fisch mit Kartoffeln?" Ich war einverstanden. Während ich die Kartoffeln schällte holte Mike den Fisch aus dem Kühlfach. Das Messer war scharf, ganz schön scharf. Und ich Trottel hatte net aufgepasst und hatte mir schön tief in den Finger geschnitten. Ich setzte mich dicht neben Mike, der die Wunde säuberte und ein Pflaster draufklebte. Als er fertig war sagte ich: "Danke!" "Kein Problem", sagte er und schaute mir in die Augen. Auch ich schaute ihn in die Augen. Unsere Gesichter kamen sich immer näher. Unsere Lippen waren nur noch ein paar Milimeter voneinander entfernt, da hörten wir das jemand den Gang hinauf kam. Schnell standen wir auf und machten weiter das Essen fertig. Ein paar Sekunden später kam Chester und fragte: "Is das Essen gleich fertig?" "Ja gleich, sagte Mike, "du kannst ja schon mal den Tisch aufdecken, Chaz!" Chester nahm Teller, Besteck und Gläser und ging zum Tisch. Mike und ich brachten den Fisch und die Kartoffeln hinterher. Kurze Zeit später saßen wir alle am Tisch und aßen. Es schmeckte wirklich supi. Als alle ferig waren erklärte Rob sich dazu bereit abzuräumen und wir anderen gingen schlafen. Mike fragte mich vorher aber noch: "Meinst du, du kannst heut nacht schlafen?" Ich nickte. Kaum lag ich im Bett, schlief ich auch ein.
Diese Nacht hatte ich kein Alptraum.
Am nächsten Morgen wurde ich von Mike gewegt. "Morgen!", sagte er. "Morgen!", nuschelte ich, "wie spät is es denn?" "Es ist halb zwölf. Wir sind in München. Gleich komm wir an dem Hotel an, wo wir nächste Nacht schlafen und du solltest deine Sachen zusammen suchen die du mitnehmen willst." "Ja okay". Ich schlüpfte aus dem Bett. Im Bus herrschte das reinste Chaos. Alle suchten ihre Sachen zusammen, die überall im Bus verteilt lagen. Auch ich hatte meine Probleme alles zu finden. Als wir endlich alle unsere Sachen in unseren Rucksäcken verstaut hatten guckte Mike aus dem Fenster. Vor dem Hotel standen viele Fans die auf Linkin Park warteten. Mike sagte: "Es is glaub ich net so gut, wenn du da durchgehst. Es wäre besser wenn du durch den Hintereingang gehn würdest und wir uns in der Lobby wieder treffen würden." Ich war einverstanden. Chester&Co stiegen zuerst aus. Als sie dabei waren fleißig Autogramme zu schreiben, schlüpfte ich schnell und unauffällig aus den Bus und rannte zum Hintereingang.
In der Lobby angekommen setzte ich mich auf ein Sofa, das da stand. Es dauerte noch etwas 10 Minuten dann kamen die sechs. Ich gesellte mich wieder zu ihnen. Wir gingen zur Rezeption, wo wir die Zimmerschlüssel bekamen. Im Fahrstuhl meinte Rob: "Wo soll eigentlich Sarah schlafen? Da sind doch garnet genug Betten." "Ich kann auf´m Sofa schlafen", meinte ich. Brad sagte: "Lasst uns die Zimmer erst ma angucken bevor wir entscheiden." Die Fahrstuhltür ging auf und wir gingen den Flur runter bis zu der Suite 75. Joe schloß die Tür auf und wir guckten uns um. Es gab einen großen Raum in dem die Küche und das Wohnzimmer waren. Dann ein Badezimmer mit Whirlpool. Und dann noch 3 Zimmer in denen jeweils ein Doppelbett stand. Mike sagte: "Ich penn mit Rob in einem Zimmer und wir machen uns beide ja net so breit. Du kannst dann bei uns mit penn." Ich war einverstanden. Wir aßen schnell etwas und verstauten unsere Rucksäcke im Schrank. Dann mussten die Jungs in die Olympia-Halle, wo sie heute abend spielen würden, zum Soundcheck. Ich durfte mit, wie sollte es auch anders sein.
Die Halle war riesig. Wenn ich mir vorstellte, dass sie heut abend ausverkauft is, wurde mir mullmig. Ich saß auf´m Bühnenrand während die Jungs ihre Instrumente spielten. Mike kam zu mir und fragte mich: "Hast du schon ma Keyboard gespielt?" Ich schüttelte mit dem Kopf. "Komm, ich zeigs dir!" Wir beide gingen zum Keyboard das mitten auf der Bühne stand. Der Stuhl vor dem Keyboard war groß genug, dass ich und Mike drauf sitzen konnten. Mike nahm mit seiner linken Hand meine linke. Sein rechten Arm legte er um mich und mit der rechten Hand nahm er dann meine rechte Hand. Er führte meine Hände über die Tasten und zeigte mir die Töne für "Numb". Chester, der gerade bei Phoenix stand, sah uns und sagte zu Phiphi: "Guck ma, Mike und Sarah. Ich glaub Mike hat´s son bisschen erwischt." Dabei grinste er. Auch Phoenix grinste und sagte: "Ja, du könntest recht haben." "Lass uns hoffen, das sie auch so viel für ihn empfindet wie er für sie, damit er später net unter Liebeskummer leidet!" "Ja." Nach etwa 5 Minuten konnte ich den Anfang von "Numb". Dann spielte Mike einmal den ganzen Song durch. Danach fuhren wir wieder ins Hotel. Ich simste mit einer Freundin und die Jungs zogen sich um für heute Abend. Meine Freundin übermittelte mir eine schrecklich Nachricht: mein Pony sei letzte Nacht gestorben. Ich konnte nicht weinen, denn alles kam mir wie ein Traum vor....
Es war kurz nach neun und wir saßen im Backstage Bereich. Die Jungs dehnten sich, denn gleich würden sie auf die Bühnen müssen. Die Leute in der Ausverkauften Halle warteten schon. Endlich war es soweit und alle gingen auf ihre Plätze. Ich ging mit Rob, denn von seinem Platz aus konnte ich alles überblicken.Dann ging das Konzert los. Die Menge rockte mit ab. Wenn man es von der Bühne aus sieht, sieht es noch besser aus, als aus´m Publikum. Nach fast 100 Minuten war das Konzert dann zuende.
Mike und Chester lagen auf dem Boden, Brad und Phoenix saßen auf´n Sofa mit hoch gelegten Beinen, Joe war am essen, Rob lehnte an der Wand und ich saß mitten zwischen ihnen im Schneidersitz auf dem Boden. Die Crew kam rein in den Backstageraum und brachte Phoenix Eiswürfel, die er auf sein rechten Fuss legte. Er war umgeknickt und nach der Attacke von Joe gestern nun entgültig dick angeschwoln. Nachdem sich allein ein wenig ausgeruht hatten ging es zurück ins Hotel. Kaum waren wir inner Suite, war das Licht auch schon aus und alle schliefen ein. Alle, außer ich. Ich lag zwischen Mike und Rob. Mike hatte einen Arm um mich gelegt im Schlaf. Die Nacht war warm und ich nahm die Hitze als Grund dafür, dass ich nicht schlafen konnte außerdem war mein Pony noch ein Grund. Vorsichtig schlüpfte ich unter Mike´s Arm raus und schlüpfte aus dem Bett. Leise verließ ich das Zimmer. Ich schlüpfte in meine Schuhe, die vor der Tür standen und verlies die Suite. Mit dem Fahrstuhl fuhr ich nach unten und ging hinaus in den Park. Dort setzte ich mich auf eine Bank und umschlung mit den Armen meine Knie und sang leise "Crawling".
"There´s something inside me that pulls beneath the surface
Consuming/ Confusing
This lack of self-control I fear is never ending
Controlling/ I can´t seem"
Mike wachte auf weil sein Arm nur noch Luft umhüllte. Er setzte sich auf und guckte. Er sah Rob im Bett liegen aber nicht mich. Leise stand Mike auf und verließ ebenfalls das Zimmer. Er sah das meine Schuhe fehlten. Ohne groß zu überlegen zog er sich seine Schuhe an und fuhr ebenfalls mit dem Fahrstuhl nach unten. Er guckte sich in der Lobby um. Als er mich nicht entdeckte überlegte er. "Vielleicht ist sie hinaus gegangen bei der Wärme", dachte Mike. Er durchquerte die Lobby und trat hinaus in die klare warme Nacht. Draußen überlegte er, wo ich hin gegang sein könnte. Er entschied sich für den Park. Leise ging er die Wege ab. Mike erkannte eine Gestalt die auf einer Bank saß. Langsam kam er näher und erkannte mich. Beim Näherkommen hörte Mike dass ich leise "Crawling" sang.
"Discomfort endlessly has pulled itself upon me
Distracting/ Reactign
Against my will I stand beside my own reflection
It´s haunting how I can´t seem"
Er blieb im Schatten eines Ahorns stehn. "Sarah?", fragte er vorsichtig. Ich hörte auf zu singen und blickte zum Ahorn hin. Mike trat hervor. "Mike", sagte ich leise. Mike kam nun auf mich zu und setzte sich neben mich. Ich ließ meine Beine los. "Was machst du hier?", fragte er mich. "Ich konnte nicht schlafen. Und du?" "Ich hab dich gesucht. Du wirkst so nachdenklich. Is alles in Ordnung?" Ich nickte und wendete mein Gesicht von Mike weg, denn Tränen liefen mir übers Gesicht. Mike zog mein Kopf vorsichtig in seinen Blick. Er sah die Tränen. "Ey, was is denn?", fragte Mike mitfühlsam. "Nichts", sagte ich und guckte weg. "Und wieso weinst du dann? Du musst doch was haben. Du bist seit wir vom Soundcheck wieder gekommen sind eh so komsich!" "Meine Freundin hat mir eine SMS geschrieben, dass...dass...dass..." Ich konnte den Satz nicht vollenden. "Was ist passiert?" "Mein Pony...es ist...es ist...gestorben!" Nun liefen mir Tränen wie ien Wasserfall runter. Mike nahm mich in den Arm und versuchte mir die Tränen wegzuwischen. Es war still. Man hörte nur den Wind in den Bäumen rauschen un ab und zu mein schluchtzen. Mike wusste nicht was er sagen oder tun sollte. Er guckte in meine vom Weinen roten Augen. Ich bemerkte dass er mich anguckte und ich guckte ihn auch an. Bevor ich reagieren konnte küsste er mich. Ich wusste nicht, was ich machen sollte, ich genoß es einfach.
Leider verging der Kuss viel zu schnell. Ich guckte Mike mit meinen hellen blaue Augen an. Er sagte: "Ich...ich...liebe dich." Ich wusste nicht wie ich reagieren sollte. Ich sagte: "Ich dich auch." Diesmal küsste ich ihn, was mich verdammt viel überwindung gekostet hatte. Mike gab mir einen langen Zungenkuss. Danach sagte er: "Wir sollten wieder reingehen. Es ist schon halb vier." Wir standen auf und gingen Hand in Hand zurück ins Hotel.
Leise legten wir uns wieder ins Bett zu Rob. Ich schlüpfte mit unter Mike´s Decke und er legte einen Arm um mich. Ich spürte seinen Atem im Nacken.
Am nächsten Morgen wurden wir durch die andren 5 Parker gewegt. Sie akzeptierten sofort was zwischen mir und Mike war. Wir beide waren wirklich total verliebt. Jede Minute die wir konnten hielten wir unsre Hand oder küssten uns.
Leider vergingen die rstlichen Tage viel zu schnell und die Boys mussten mich nach Hause bringen und flogen zurück in die USA. Mike und ich telefonieren oft und schreiben uns seitenlange Emails. Leider sehe ich ihn erst am ersten Weihnachtstag wieder, denn da flieg ich zu ihm nach Los Angeles. Das is noch über ein halbes Jahr, aber vielleicht kommen LP ja noch mal nach Deutschland!? Ich zähle jetzt schon die Tage ab bis ich in die Staaten fliege.
*7 Monate später*
Endlich war esa so weit! Heut is der 25. Dezember! Meine Mutter is zwar net gerade begeistert davon, dass ich alleine nach LA flieg, hat aber doch zu gestimmt. Die ganze Autofahrt über grinste ich wie ein Honigkuchenpferd. Sie begleitete mich noch bis zur Schleuse, wo sie sich dann verabschiedetet. Sie umarmte mich und sagte: "Viel Spaß in AMerika! ABer benehm dich auch ja?" "Klar, Mum!" Sie drückte mir einen Kuss auf die Wange, drehte sich um und ging. Ich guckte ihr noch kurz hinterher, dann ging ich durch die Schleuse ins Flugzeug. Auf meinem Platz angekommen, kramte ich meinen Discman aus meinem Rucksack und hörte Musik. Nein, kein Linkin Park, sondern Die Ärzte. Ich liebe es zu fliegen und freute mich noch mehr. Während des Fluges gab es noch lecker Essen (*schmatz*). Ich war schon halb weggenickt, als das Flugzeug plötzlich nach unten kippte. "Legen sie sich die Rettungsweste an! Wir stürzen ab! Ich wünsche Ihnen allen viel Glück!", sagte der Kapitän durch. Ich bekam Angst und erstarrte. Eine Stewardess erweckte mich aus meiner Starre und drückte mir eine Weste in die Hand. Ich legte sie an und betete, dass ich am Leben bleiben würde. Dann ertönte ein lauter Knall. "Mike, ich werde dich ewig leben!", das waren meine letzten Gedanken bevor mir schwarz vor Augen wurde....
Mikes Pov
Auf diesen Tag hatte ich mich so gefreut! Endlich konnte ich Sarah wieder in die Arme schließen. Gut gelaunt fuhr ich in Richtung Flughafen in Los Angeles. Dabei hörte ich Deftones und summte leise mit. "So ein Mist", sagte ich leise, "jetz auch noch Stau! Na supi!" Ich wurde ungeduldig, denn ich wollte sie nicht warten lassen. Nachher denkt Sarah noch, ich hätte sie vergessen. Endlich löste sich der Stau auf, wurde auch endlich Zeit. Schnell suchte ich mir einen Parkplatz und rannte in die Empfangshalle. Ich schaute mich um, aber ich entdeckte Sarah nirgendswo. Dann wanderte mein Blick auf die Anzeigetafel wo die Flieger draufstanden die landen sollte, abfliegen sollten, gerade gelandet sind und so weiter. Panik überkam mich und ich lass die Tafel noch ein zweites, drittes, viertes und fünftes Mal durch. Ihr Flieger stand nicht drauf. Ich schluckte. Der Flieger wird doch woll nicht...? Nach kurzen Überlegen lief ich zum Informationsschalter. "Entschuldigen Sie, aber was ist mit dem Flieger der aus Hamburg, Deutschland kommt? Ist der schon gelandet oder wird der noch landen?", fragte ich völlig auser Atem. "Sind sie ein Angehöriger einer Person die mit dem Flieger kommen sollte?", fragte die Frau. "Nein..." "Tut mir Leid, dann darf ich Ihnen darüber keine Auskunft geben!" "Mensch, meine Freundin sitzt darin! Jetzt sagen Sie es mir endlich!" Ich schrie schon fast. "Achso, sagen sie das doch gleich. Kommen Sie bitte kur mit!" Ich ging mit der Frau in einen kleinen Raum, wo wir alleine waren. "Es tut mir Leid Ihnen sagen zu müssen, dass der Flieger über dem Atlantik abgestürzt ist." Ich starrte sie an. Meine Augen füllten sich mit Tränen. "Und...und...gibt es überleben?" "Ein paar. Sie wurden ins LA-County Krankenhaus gebracht. Erkundigen Sie sich da!" Ich nickte nur und lief ohne mich zu bedanken raus. Aus dem Auto aus rief ich Brad an, meinen besten Kumpel. "Ey Mike, is Sarah schon da?" "Nein. Brad, es ist was schreckliches passiert..." "Was?" "Ihr Flugzeig is abgestürzt..." "Lebt sie noch?" "Das weiß ich nicht! Alle Überlebenden wurden ins County Krankenhaus gebracht!" "Mike, pass ma auf! Ich fahr jetzt auch ins Krankenhaus und wir treffen uns vorm Haupteingang. Du gehst da nicht alleine rein, ja?!" "Ja. Bis gleich." "Bis gleich und gib die Hoffnung nicht auf!" Ich legte auf. Ein paar Tränen liefen mir über die Wange. Es is alles meine Schuld! Ich hab sie eingeladen! Was soll ich nur machen, wenn sie Tod ist? Nein, daran mag ich garnicht denken. Endlich kam ich an. Vor dem Haupteingang sah ich chon Brad stehn. Schnell lief ich auf ihn zu. Wir redeten nicht lang sondern liefen gleich rein zum Informationsschalter. "Kann ich Ihnen helfen?", fragte eine Krankenschwester. "Ja! Bei ihnen wurden doch Opfer eines Fluzeugsabsturzes eingeliefert, oder?" "Ja, das ist richtig. Sind Sie Angehörige eines Insaßen?" "Ich bin der Freund eines Mädchens und er is mein bester Freund", ich zeigte auf Brad. "Gut, passen Sie auf. Sie gehen jetzt auf Station 7 im 3.Stock. Dort fragen Sie nach Schwester Linda. Sie hat die Namen der Überlebenden." Ich und Brad bedankten uns und fuhren mit dem Fahrstuhl hoch. Unterwegs schwiegen wir. Auf Staion 7 angekommen, fragte Brad eine Schwester nach Schwester Linda. Sie zeigte auf eine mittelgroße schlanke Frau, die gerade versuchte eine junge Frau zu trösten. Vermutlich hat ein bekannter von ihr nicht überlebt, wie es aussieht. "Entschuldigen Sie, ich bin der Freund einer Passagierin des Fliegers." "Wie heißt den Ihre Freundin?" "Sarah Baros." Sie ging die Liste durch. "Jaaaaaaa....ihr Name steht auf der Liste. Allerdings wird sie gerade operiert. Sie können vor dem OP warten, da entlang." Linda zeigte einen Gang hinunter. Vor dem OP-Saal setzten ich und Brad uns hin. Nun hieß es warten, warten, warten. "Mensch Brad, es ist alles meine Schuld das Sarah jetzt dadrin liegt", sagte ich verzweifelt. Brad legte einen Arm um mich. "Es ist nicht deine Schuld..." "Ich hab sie aber eingeladen nach LA zu komm!" "Du konntest ja nicht wissen, dass der Flieger abstürzt!" "Was soll ich nur machen, wenn sie nicht überlebt?!" "Sag sowas nicht! Du darfst die Hoffnung nie aufgeben, Mike! Egal wie schlimm es aussieht. Außerdem wird Sarah kämpfen. Immerhin liebt sie dich ja über alles!" Ein Arzt kam aus dem OP. "Warten Sie! Ich bin der Freund von Sarah! Wie geht es ihr?" Ich sprang auf. "Nun, Mr.??" "Shinoda." "Mr. Shinoda, ich will ehrlich zu ihnen sein. Ich dachte schon, wir würden sie verlieren, aber die kleine hat gekämpft. Allerdings liegt Sarah im Koma. Ob sie je wieder aufwachen wird, ist ungewiss." "Kann ich zu ihr?" "Aber nur einer von ihnen!" "Geh du, Mike!", sagte Brad. Ich nickte. Der Arzt führte mich zu ihr. Brad wartete vor der Tür. Es war ein schrecklicher Anblick wie sie da lag mit den ganzen Schläuchen und Kabeln. Ich setzte mich auf einen Stuhl und nahm ihre Hand. "Ich weiß nicht, ob du mich hörst, aber du darfst mich nicht verlassen! Dein Verlust würde ich nicht verkraften! Bitte wach wieder auf, Sarah!" flüsterte ich leise. Ich hoffte, dass sie ihre Augen öffnen würde oder wenigstens meine Hand drücken würde, als Zeichen das sie mich versteht. Ich saß einfach nur da, streichelte ihre Hand und schaute auf ihre Augen.
Brads Pov
So ein Mist! Mike tut mir so schrecklich Leid! Hoffentlich kommt Sarah wenigstens durch. Wie gerne würde ich auch darein gehn und sie sehn. Aber Mike is ihr Freund, also musste ich ihm ja den Vortritt lassen. Naja....ich werd bestimmt noch ne Gelegenheit bekomm auch zu Sarah zu gehn. Hoffe ich mal! Sie darf einfach nicht sterben! Wenn Mike sie verlieren würde, ich weiß nicht, was er dann machen würde. Ich glaube sogar, er würde sich dann selbst was antun oder vielleicht sogar LP verlassen aus trauer! Bradfort Philipp Delson! Hör auf sowas zu denken! Sie wird durchkomm! Und Mike und Sarah werden dann glücklich und heiraten irgendwann und werden Kinder bekommen....Aber wenn sie wirklich??? Delson!!!! Hör auf so zu denken!
Mikes Pov
Tränen liefen mir wieder übers Gesicht. Ich würde es nicht verkraften sie zu verlieren. Dazu liebe ich Sarah zu sehr. Vielleicht würde ich Sarah nie wieder lächeln sehn, dabei liebe ich doch grade das bei ihr so sehr. Nein, Michael Kenji Shinoda, hör auf so zu denken! Sie wird wieder aufwachen! Ich bin davon fest überzeugt! Der Arzt kam wieder rein und meinte: "Es tut mir Leid, aber sie müssen jetzt leider gehen. Sie können aber morgen wieder kommen!" Ich nickte, küsste Sarah auf die Wange (auf den Mund ging ja nicht, da steckte ein Schlauch drin), ließ ihre Hand los und stand auf. Bevor ich die Tür schloß, drehte ich mich noch mal wieder um und schaute sie an. Brad stand auf und begleitete mich raus. Unterwegs sagte ich: "Es sieht so schrecklich aus, wie sie da liegt mit den ganzen Schläuchen und Kabeln. Und dann immer dieses Piepen von diesem komischen Ding wo man die Herzschläge sieht." "Ich kann es mir vorstelln. Wenn du willst, bring ich dich nach Hause und leiste dir noch Gesellschaft." "Das is nett gemeint Brad, wirklich! Aber ich möchte lieber alleine sein, ja?" "Is in Ordnung. Du rufst mich an, wenn es was neues gibt?!" Ich nickte und verabschiedete mich. Auf der Fahrt nach Hause waren meine Gedanken nur bei Sarah. Ein paar stumme Tränen liefen wieder über meine Wange. Ich schaltete die Deftones aus und schaltete aufs Radio, es lief gerade "Funeral Song" von irgend so einer komischen Band aus Finnland. Ich sang leise mit:
"I died in my dreams
What that supposed to mean
Got lost in the fire
I died in my dreams
Reaching out for your hand
My fatal desire"
Ich machte das Radio aus. Ein <Beerdigungs Lied> wollte ich nicht hören, nicht jetzt wo das mit Sarah passiert ist... Zu Hause wurf ich meinen Schlüssel wütend auf den Tisch. Ich war wütend auf mich selbst, weil ich sie fliegen lassen habe. Aber Brad hat schon recht, ich konnte ja nicht wissen das der Flieger abstürzt. Ich ließ mich auf die Coach fallen und schaute mich im Wohnzimmer um. Mein Blick fiel auf ein Bild von Sarah, das auf einem Regal stand. Ich stand auf, nahm es und setzte mich wieder. Auf dem Foto lächelte sie glücklich und ihre Augen hatten das mir schon gewohnte leuchten. Mit der Hand streifte ich übers Foto. Ich war im Gedanken versunken und erinnerte mich daran, wie wir uns kennen gelernt hatten. Es hat schon lange gedauert, bis wir endlich zusamm waren.... Das Klingeln meines Handys ries mich aus den Gedanken. Auf dem Discplay stand <Sarah´s Mum ruft an>. "Ja?", meldete ich mich. "Mike, was is mit meiner Tochter?" Sie klang völlig verzweifelt. "Sarah liegt im Koma. Die Ärzte wissen nich ob sie wieder aufwachen wird." "Das is schrecklich" "Es tut mir Leid dass ich Sarah eingeladen habe." "Hör auf dir einzureden dass du sie Schuld hast. Ich mache dir keinen Vorwurf und auch kein anderer!" "Kommst du hierher?" "Ich würde so gerne, aber ich muss arbeiten und kann mir nicht mehr Urlaub nehmen. Du sagst mir doch bescheid wenn es was neues gibt, oder?" "Natürlich!" "Danke. Ich muss aufhörn, das Gespräch kostet so viel. Und Mike, kümmere dich bitte um sie, auch wenn sie im Koma liegt!" "Ja klar, ich liebe Sarah!" "Gut. Bye!" "Bye!" Ich ließ mich wieder zurücksinken auf die Coach. Mein Blick fiel auf die Uhr, die anzeigte, dass es 23:38 Uhr war. Ich wollte versuchen zu schlafen. Als ich im Bett lag, dachte ich wieder an Sarah. Eigentlich sollte sie jetzt bei mir liegen. Wie gerne würde ich sie wieder küssen, streicheln...und jetzt? Ich lieg hier alleine, Sarah liegt im Koma und wird wahrscheinlich nie wieder aufwachen. Das ist so gemein. Am liebsten würde ich jetzt schreien! Ich biss ins Kissen um nicht loszuschreien. Irgendwann schlief ich dann in einen unruhigen schlaf. Ich träumte von Sarah. ....Die Ärzte zogen die Stecker raus da es keine Hoffnung mehr für sie gab. Brad und Phoenix mussten mich an den Armen festhalten da ich die Stecker wieder reinstecken wollte. Ich schrie und zapelte, doch sie liesen mich nicht los. Ich stand alleine an ihrem Grab und weinte..... Schweiß gebadet wachte ich auf. Ich musste meine Gedanken erst ordnen. Ich wollte den Traum vergessen. Er durfte nicht wahr werden. Mein Wecker verriet mir, dass es 10:03 Uhr war. Schnell machte ich mich fertig und fuhr ins Krankenhaus, ohne noch vorher zu frühstücken. Im Krankenhaus lief ich gleich wieder in Sarahs Zimmer. Ich setzte mich wieder neben ihr Bett und hielt ihre Hand. Eine Krankenschwester kam rein um die Werte zu überprüfen. Sie schaute mich mitfühlsam an. "Wollen Sie was trinken?", fragte sie mich. Ich schüttelte den Kopf. Sie verlies wieder das Zimmer. Sarah war ganz blass im Gesicht. Irgendwann nickte ich dann ein, denn in Sarahs Nähe fühle ich mich wohler. Ich wurde von Rob aufgeweckt. "Hi!", sagte er und setzte sich neben. "Hi!" "Brad hat mir alles erzählt. Es tut mir Leid!" Ich nickte nur. "Siehts immer noch so schlecht aus?" Erneut nickte ich. Ich schaute auf in Robs Augen. "Rob, ich will Sarah nicht verlieren!" "Ey, sag nicht immer so was! Du musst positiv denken!" "Aber guck sie doch ma an, wie sie aussieht!" "Mike, ich denke du liebst sie!?" "Tu ich ja auch!" "Dann denk...." Rob wurde von einen langen Piepen unterbrochen. Ich schaute erschrocken auf. Sarah hatte keinen Herzschlag mehr. Ärzte stürmten in den Raum. Rob zog mich aus dem Zimmer. Ich schrie ihn an: "MENSCH ROB! LASS MICH LOS! ICH MUSS ZU SARAH!" "Mike, wenn du da jetzt reingehst, stehst du denn Ärzten nur im Weg! Wir setzten uns jetzt hier hin und warten!" Rob drückte mich auf einen Stuhl und setzte sich neben mich. Ich fing an zu weinen. Rob legte ein Arm um mich. "Shhhhhhhh....Sie übersteht das bestimmt. Sarah ist doch eine Kämpfernatur." Ich versteckte mein Gesicht in meinen Händen. Es verging einige Zeit. Als die Ärzte das Zimmer verliesen, standen ich und Rob auf. "Was ist mit Sarah?", fragte ich sofort. "Sie hat es überstanden, liegt aber nachwievor im Koma." "Kann ich wieder zu ihr?". Ein Arzt nickte. Rob verabschiedete sich, denn er wollte noch zu seiner Freundin Susan. Ich setzte mich wieder auf meinen Platz und nahm wieder Sarahs Hand. Ich saß den ganzen Tag neben ihrem Bett und bewegte nur meine Augen und meine Hand. Gegen Abend kamen Joe, Chester, Sam, Brad, Rob und Phoenix vorbei. "Hast du heute eigentlich schon irgendetwas gegessen?", fragte Chaz besorgt. Ich schüttelte mit dem Kopf. Sam schaute sich Sarah ganz genau an. Es war das erste Mal, dass sie Sarah sieht, außer auf Fotos. "Ich mach dir jetzt mal ein Vorschlag! Wir gehen jetzt erstmal was essen zusammen und danach kannst du ja gleich wieder herkommen!?", meinte Sam. "Ich kann sie aber nicht alleine lassen!" "Ich bleib so lange hier. Ich war grad schon mit Susan essen, okay?", schlug Rob vor. Zögernd stimmte ich zu: "Aber du musst mich sofort anrufen wenn es irgendetwas neus gibt!" "Klar!" Ich stand auf und Rob nahm mein Platz ein. Sam und Phoenix legten jeweils ein Arm um mich und führten mich raus. Die anderen folgten.
Robs Pov
Sarah sieht wirklich schlimm aus. Ich kann Mike schon verstehen. Wenn sie meine Freundin wär würde ich auch den ganzen Tag bei ihr sitzen. Mike muss sich wirklich schreckliche Sorgen machen. Ich mache ehrlich gesagt auch schreckliche Sorgen. Und die anderen bestimmt auch alle. Immerhin haben wir Sarah alle ins Herz geschloßen. Ich hoffe mal, dass die anderen Mike wenigstens ein bischen aufmuntern könn. Ich redete leise mit ihr: "Ey Sarah, du musst wieder gesund werden! Mike hängt so sehr an dir! Ich glaub, wenn er dich verlieren würde, würde er sich nie wieder verlieben! Und das wolln wir alle nicht! Erinnere dich nur mal, wie wir dich kennen gelernt haben. Und die 2 Wochen im Tourbus! Bitte, wach wieder auf!" An meinem inneren Auge zogen die ganzen Bilder von der Vergangenheit vorbei...
Mikes Pov
Na super! Wieso bin ich bloß mitgekomm. Jetzt sitz ich hier zwischen Brad und Joe und stochere in meinem Sushi rum. Die anderen sind extra in ein japanisches Restaurant gefahrn weil ich dieses japanische Zeugs so liebe. Normalerweise liebe ich ja dieses Zeug und könnte mich den ganzen Tag davon ernähren, aber jetzt hab ich kein Hunger auf Sushi . Auch nicht auf was anderes. Ich möchte einfach wieder zurück neben Sarah, ihre Hand halten. "Mike, jetzt hör mal auf in deinem Sushi rumzustochern und ess!", meinte Chester. "Ich hab aber kein Hunger." "Dann ess ich das auf!", grinste Joe. Sam rief wütend: "Joseph Hahn! Du rürst nichts von Mikes Essen an. Wir warten so lange, bis er fertig ist!" Joe streckte ihr die Zunge raus. Na supi! Jetz muss ich das auch noch in mich reinstopfen! Nachdem Sam das gesagte hatte, aß ich so schnell ich konnte, damit ich wieder zu Sarah konnte. Sam grinste mich zufrieden an als sie sah dass mein Teller leer war. "Siehste! Hast doch Hunger gehabt!", sagte sie zufrieden. Ich nickte nur. Mir war kotzübel und ich fühlte mich, als würde ich gleich platzen. "Könn wir jetzt wieder gehen?", fragte ich. Phoenix nickte und bezahlte. Danach verabschiedeten wir uns. Joe brachte mich noch wieder zum Krankenhaus. Ich klopfte gar nicht erst an der Zimmertür, denn ich wusste ja dass nur Rob bei Sarah war. Als ich das Zimmer betrat, sah ich dass Rob über Sarahs Hand streichelte. Es machte mich schon etwas eifersüchtig. Immerhin war sie meine Freundin und Rob war ja auch vergeben. Aber ich wusste auch, dass Rob nicht sonderlich glücklich mit Susan ist und am überlegen ist, sich von ihr zu trennen. Auch weiß ich, dass Sarah ihm auf eine gewisse Weise gefällt. Aber sie ist ja meine Freundin. Als Rob mich bemerkte, stand er auf und sagte: "Hast du wenigstens ein wenig gegessen?" Aus seiner Stimme hörte ich Sorge raus. Ich nickte. Wir schwiegen uns an. "Ja....ich geh dann mal wieder...", sagte Rob nach ein paar Minuten. Ich nickte wieder nur. "Bis morgen oder so. Und vergiss nicht, was zu essen!" Dann verlies er das Zimmer. Ich setzte mich wieder auf den Stuhl. Sarah war immer noch genauso blass. Ich beobachtete sie einige Zeit, dann legte ich meinen Kopf auf die Bettkante und schlief ein....
Robs Pov
Hätten sie Mike nicht noch ein bischen länger aufhalten können?! Ich wär so gerne noch etwas länger mit Sarah alleine gewesen. Ich weiß, Susan ist meine Freundin, aber ich steh halt nun mal auch auf Sarah. Aber sie wiederum ist ja Mikes Freundin. Wenn ich mich jetzt von Susan trennen würde, würden Chaz und so fragen wieso und ich kann doch dann nicht sagen <weil ich auf Sarah steh>. Nicht jetzt wo sie im Koma liegt und Mike sich so Sorgen macht. Ich wäre dann nur eine Sorge mehr in seinen Kopf. Aber irgendwann werde ich es ihm erzählen müssen, denke ich. Mein Handy klingelt. <Susan ruft an> blinkt auf. Ich hab keinen Bock jetzt mit ihr zu sprechen und drücke sie weg. Dann mache ich das Handy aus.
Mikes Pov
Am nächsten Morgen wurde ich von dem Oberarzt geweckt, der auf Visite war: "Wollen Sie nicht mal für ein paar Stunden nach Hause gehen? Ihre Freundin ist hier doch in sicheren Händen! Außerdem müssen Sie sich ja auch mal andere Klamotten anziehn, duschen und etwas essen!" Ich zögerte. Soll ich wirklich für ein paar Stunden nach Hause gehn und mich duschen? Aber wenn Sarah in dieser Zeit sterben würde, würde ich mir ewig Vorwürfe machen, weil ich sie alleine gelassen habe. Der Arzt sah mein Gesichtsausdruck und fügte hinzu: "Wir werden Sie sofort anrufen wenn es irgendetwas neues gibt!" "Na gut, aber nur für ein, zwei Stunden!" Dann lief ich schnell raus aus dem Krankenhaus, denn ich wollte mich beeilen. Zu Hause holte ich mir Klamotten aus dem Schrank und sprang schnell unter die Dusche. Ich brauchte eine viertel Stunde bis ich fertig war. Das war für mich eine Rekordzeit. Normalerweise brache ich immer ca. ne halbe Stunde. In der Küche nahm ich mir einen Apfel, der aufm Tisch lag und wollte gerade wieder das Haus verlassen, als mein Handy, dass aufn Wohnzimmertisch lag, piepte. <1 Kurzmitteilung erhalten> stand drauf. Ich öffnete sie. Sie war von Sarahs Mutter: "Hat sich schon irgendetwas getan?" "Nein, leider nich." Schrieb ich schnell zurück. Das Handy machte ich dann aus und ließ es in meine Hosentasche sinken. Auf dem Boden lag mein Block und mein Bleistift. Auf dem Block schrieb ich Songtexte, wenn mir welche einfielen. Nach kurzen Überlegen nahm ich auch ihn mit. Unterwegs im Auto kam ein Lied im Radio, dass ich mochte; Hoobastank "The Reason":
I´m not a perfect person
There are many things I wish I didn´t do
But I could to any you learning
I never meant those things to you
And so I have to say before I go
That I just wanted to know
I found a reason for me
To change who I just to be
A reason to stop over me
And the reason is you
I´m sorry that I hurt you
It´s something I must life with every day..."
Leise summte ich mit. Endlich wieder am Krankenhaus angekommen, rannte ich sofort wieder hoch in Sarahs Zimmer. Sie lag noch genauso da, wie vor knapp 70 Minuten. Ich setzte mich wieder auf meinen Platz und nahm wieder ihre Hand. Ein paar stumme Tränen liefen mir übers Gesicht. Nach einiger Zeit nahm ich meinen Block und fing an zu schreiben. Aber irgendwie gefiel mir das nicht was ich schrieb und ich zerknüllte ein Blatt nach dem anderen. Irgendwann gab ich es dann auf und begann zu malen. Ich malte Sarah wie sie lächelte. Daneben malte ich mich, wie ich auch lächelte. Als ich das fertige Bild betrachtete huschte das erste Mal seit dem Absturz ein Lächeln über meine Lippen. Ich saß wieder den ganzen Tag am Bett und abends schlief ich wieder ein.
Am nächsten Morgen wurde ich von Phoenix beweckt. "Was isn los?", nuschelte ich ver schlafen. Phoenix ließ sich neben mir auf einen Stuhl nieder und drückte mir eine Zeitschrift in die Hand: "Seite 26." Ich schlug Seite 26 auf und blickte auf mehrer Bilder von mir die dort abgedruckt waren. Auf welchen war ich zu sehen wie ich schnell ins Krankenhaus lief oder rauslief. Dann war da auch ein Bild wie ich lustlos in meinem Sushi rumstocherte. Ein Bild wo Rob ein Arm um mich gelegt hatte und ich mein Gesicht in meine Hände gestützt hatte und weinte und eins wie ich mit Brad vorm OP-Sall saß. Ich starrte Phoenix an. "Ließ mal den Text!", sagte er. Als große Überschrift stand: <HAT LINKIN PARKS MC MIKE SHINODA EINE HEIMLICHE FREUNDIN AUS DEUTSCHLAND?> Dann laß ich den Text. <Nach dem Flugzeugabsturz am 25.Dezember wurde der MC auffallend häufig im County-Krankenhaus in LA gesichtet, wo die Überlebenden behandelt werden.Dadurch treten jetzt fiele Fragen bei den Fans auf. Verheimlicht er etwas? Was für Angehörige von ihm saßen im Flieger? War es überhaupt ein Angehöriger oder vielleicht doch seine heimliche Freundin? Jane Smith, Mitarbeiterin am Flughafen (Informationschalter), berichtet: "Mike Shinoda kam am Tag des Absturz völlig verzweifelt zu mir an den Informationsschalter und wollte wissen, wo der Flieger aus Deuschland bleibt. Als ich ihn dann Informationen verweigerte, sagte er zu mir, seine Freundin säße darin." Auf die Aussage der Frau hin fragten wir im Krankenhaus nach. Oberarzt Dr. Will Estrin: "Es ist richtig das Mike Shinoda öfters hier ist. Weiter Informationen darf ich ihnen aber nicht geben." Auf der Straße fingen wir Chester Bennington, Frontman von Linkin Park, ab und sprachen ihn darauf an. Chester meinte dazu nur: "Dazu sag ich nichts!" und ließ uns stehen. Es wurde zwar nicht bestätigt, dass Mike Shinoda heimlich eine Freundin hat, aber auch NICHT verneint. Wir warten auf ein Statement des MC und halten euch wieterhin auf den Laufenden.> Dann laß ich noch den Text unter den Bildern. Unter den Bildern wo ich schnell ins Krankenhaus lief oder verließ stand: <Diese Bilder sind nicht unhäufig. Täglich verlässt Mike S. das Krankenhaus nur für ein-zwie Stunden.> Unter dem Bild im Restaurant: <Lustlos und im Gedanken bei seiner Freundin stochert Mike Shinoda in seinem Essen rum während die 4 anderen Parker und Samantha B., Frau von Chester, versuchten ihn aufzumuntern.Allerdings fehtl Rob B. auf dem Bild. Er war wahrscheinlich im Krankenhaus.> Unter dem Bild mit Rob stand: <Völlig verzweifelt heult Mike sich bei seinen Bandkollegen und Drummer Rob Bourdon aus.> Und unter dem mit Brad: <Brad Delson, Gitarrist, versucht Mike Shinoda Hoffnung zu machen währedn sie auf einen Arzt warten der aus dem OP kommt.> Ich schaute wieder hoch zu Phoenix und sagte: "So ein Mist!" "Was willst du jetzt machen?" "Wie meinst du das?" "Naja, willst du ein Statement abgeben, was der Wahrheit entspricht oder nicht der Wahrheit entspricht oder garnichts dazu sagen?!" "Ich weiß nicht....Was denkst du denn, mit was wäre Sarah einverstanden?" "Du kannst nicht immer auf sie rücksicht nehmen! Du musst jetzt machen was du für richtig hälst!" "Ich weiß es aber nicht!" Verzweifelt schaute ich Phoenix an. Phoenix überlegte kurz dann meinte er: "Am besten wär, du erzählst die Wahrheit. Auch wenn es dir im Moment schwer fällt." "Und wie soll ich das machen? Soll ich zu irgendeinen Reporter laufen und ihn die Story erzähln, oder was?" "Nein, ich dachte er an die MTVNews. Wir könnten einen Termin ausmachen, wann wir zusammen hin fahren..." "Zusammen?" "Meinst du etwa wir lassen dich alleine? Ne, Mike, wir kleben dir an den Füßen!" Ein leichtes Lächeln umspielte meine Lippen und Phoenix grinste mich zufrieden an. "Also, wenn du nichts dagegen hast, geh ich kurz raus und telefonier mit den anderen, ja?" Ich nickte. Phoenix war gerade an der Tür, da sagte ich: "Danke Dave!" Er lächelte mich an und verschwand.
Phoenix Pov
Ich hoffe mal, dass ich Mike keinen falschen Ratschlag gegeben hab. Am besten ist, ich schaue mich erstmal um, dass auch wirklich kein Paparazi in der Nähe ist. Die müssen das nicht so unbedingt mitkriegen. Am besten ruf ich als erstes Chester an. "Tut...tut...tut...tut...ey Phiphi was gibts?", meldete sich Chaz. "Du hast dohc bestimmt auch schon den Artikel über Mike gelesen, oder?" "Ja, der arme Kerl! Dass ihm immer so was passieren muss." "Ich hab mit Mike eben drüber geredet und will jetzt ein Statement abgeben." "Wo den?" "Bei den MTVNews." "Das hät ich auch gemacht." "Und ich dachte, wir sollten ihn begleiten!" "Hast Recht. Wann denn?" "Am besten noch heute. Ich würd sagen, heut Nachmittag." "Okay, treffen wir uns um drei vorm Krankenhaus und dann fahren wir zusammen hin?" "Jo. Sagst du denn anderen bescheid?" "Ja mach ich. Bis nacher! Bye!" "Bye!" Ich lief wieder zurück zu Mike.
Mikes Pov
Ob das richtig ist was ich tue? Was is wenn Sarah sauer is, wenn ich ihr das erzähle wenn sie wieder aufgewacht ist? Oder was soll ich der Presse erzähln wenn sie wirklich sterben sollte? Ich sollte mir nicht so viele Sorgen um die Zukunft machen. Na gut, was mit Sarah in der Zukunft ist schon, aber nicht mit der Presse. Ich hoffe mal, dass die anderen auch alle mitkommen.
Phoenix kommt wieder und setzt sich wieder neben mich. "Die anderen kommen mit! Heute Nachmittag um drei treffen wir uns vor dem Krankenhaus." "Was soll ich denn erzählen?" "Naja, dass das deine Freundin ist die hier im Krankenhaus liegt." Phoenix und ich saßen schweigend nebeneinander. Um zehn vor drei brach Phoenix das schweigen: "Wir sollten los. Ich weiß, du lässt Sarah ungern alleine, aber das dauert bestimmt nicht lange." Phoenix zog mich am Arm hoch und machte sich mit mir auf dem Weg nach unten. Er musste mich schon hinter sich herziehen, denn ich wollte nicht so richtig mit. Unten warteten schon Rob, Chester, Brad und Joe. "Kanns los gehn?", fragte Chaz. Phi nickte und wir gingen zu Joes Auto. Joe hatte einen VW-Bus wo wir alle reinpassten. Unterwegs herrschte schweigen. Nur Brad erzählte kurz: "Ich hab schon bei MTV abgerufen und bescheid gesagte dass du was zu der Sache sagen willst." Ich nickte. Es dauerte nicht lange und wir parkten vor dem Hauptgebäude von MTV. Wir wurden schon vor der Tür erwartet: "Guten Tag! Mein Name ist Mr.Kingston. Ich werde das Statement aufnehmen. Kommen Sie doch bitte mit!" Lustlos schlenderten wir hinter Mr. Kigston hinterher. Ich war den anderen 5 echt dankbar dass sie mitgekommen sind. Besonders erstaunt bin ich das Joe mitgekommen ist, immerhin hasst er Interviews! Wir gingen in so einen Raum, wo wir uns auf ein Sofa setzen mussten. Neben mir saßen Phoenix und Brad. Mr.Kingston drückte mir ein Microfon in die Hand, setzte sich gegenüber von uns und machte die Kamera an. Er fing an: "Mr.Shinoda, was ist an den Gerüchten dran dass Sie eine heimliche Freundin hätten?" Ich antwortete unsicher: "Da is was dran. Ich hab eine Freundin, die jetzt auch im Krankenhaus liegt." "Wie geht es ihr?" Musste der Typ so ne Frage stelln? Ich überlegte kurz und sagte dann: "Sie liegt im Koma. Ob sie wieder aufwachen wird ist ungewiss." Meine Augen füllten sich bei den Worten mit Tränen. Ich blintzelte ein paar Mal, damit sie wieder weggingen. "Das tut mir Leid.Wo haben Sie sie denn kennengelernt?" "Auf unserer letzten Tour in Deutschland." "Das geht also schon über ein halbes Jahr?" "Ja genau." "Ich danke Ihnen für das Interview und wünsche Ihnen und ihrer Freundin alles gute." Dann machte Mr. Kingston die Kamera aus und nahm mir wieder das Microfon ab. "Das wars. Sie können wieder gehen! Ich denke heute Abend wird es gesendet." Wir verabschiedeten uns von Mr. Kingston und wir fuhren wieder zurück. Die Jungs ließen mich wieder am Krankenhaus raus. Ich setzte mich wieder an den für mich mittlerweile üblichen Platz. Ich erzählte Sarah von heute: "Weißt du, die Presse hat das mit dir irgendwie mitbekomm. Ich hab heute ein Statement dazu abgegeben und die Wahrheit erzählt. Ich hoffe, dass ist okay für dich?!" Ich hoffte das Sarah vielleicht meine Hand drücken würde als Zeichen, dass sie mich hören kann und einverstanden ist...
Ich saß die nächsten Tage,Wochen und Monate nur an ihrem Bett, aber es tat sich nichts. Ihr Zustand besserte sich nicht und verschlechterte sich nicht. Rob und die anderen schauten auch ab und zu mal vorbei, arbeiteten sonst an neuen Songs. Ich schrieb welche im Krankenhaus. Auf Tour zu gehn kam für keinen in den Sinn.
*4 Monate später*
Heute kommt Sarahs Mutter nach LA. Ich holte sie vom Flighafen warten. Auf dem Weg zum Flughafen zogen die Erinnerungen an das letztes Mal, als ich Sarah abholen sollte, an meinem inneren Auge vorbei. In der Empfangshalle musste ich nicht lange auf ihre Mutter warten. Sie hat mich zwar bis jetzt nur auf Postern gesehn, erkannte mich aber gleich und kam auf mich zu. "Du musst Mike sein, nicht?", fragte sie. "Ja. Willkomm inner USA! Ich hoffe, Sie haben den Flug einigermaßen genießen können?!" Mittlerweile konnte ich schon wieder lächeln und lächelte sie an. Ich sah, wie ein kleines lächeln ihre Lippen umspielte. "Ja, Danke. Aber du brauchst mich nicht zu sietzen. Ich bin Elke." Ich nickte und gab Elke die Hand. Während wir die Empfangshalle verliesen und auf mein Auto zu gingen, fragte Elke: "Wir fahren doch jetzt gleich isn Krankenhaus, oder?" "Klar." Während der Autofahrt schwiegen wir. Aus den Lautsprechern kam diesmal Metallica. "Hörst du privat etwa auch dieses ganze harte Zeug?", fragte Elke mich. Was war das für ne Frage? Ich bin doch nich in einer Rockband und hör dann zu Hause nur Klassik oder so! "Ja, aber ich hör eigentlich fast alles.... Wir sind da." Elke staunte nicht schlecht, denn das County-Krankenhaus war wirklich riesig und man konnte sich schnell verlaufen. "Das is ja riesig!" Ich nickte. Wir parlten im Parkhaus und machten uns dann auf den Weg. In Sarahs Zimmer stürzte Elke sich gleich zu ihrer Tochter und sagte verzweifelt: "Schatz, was hast du nur schon wieder angestellt? Wach doch wieder auf!" Sie setzte sich auf meinen sonst üblichen Stuhl. Ich zog mir einen anderen Stuhl daneben und setzte mich neben Elke. "Sarah sieht ja wirklich schrecklich aus!", sagte sie leise. Ich nickte nur. Ich hatte jetzt, wo ich sah, wie Sarahs Mutter darunter leidet, wieder ein schlechtes Gewissen bekomm. Am Liebsten wäre ich jetzt rausgerannt. Aber wie würde das aussehn? Ich musste wohl oder übel aushalten....
Elke blieb 2 Wochen, dann musste sie wieder zurück nach Deutschland. Ich brachte sie wieder zum Flughafen. An der Schleuse zu ihrem Flieger verabschiedeten wir uns: "Pass bitte auf meine Tochter auf, Mike!" Ein paar Tränen liefen ihr die Wange hinunter. "Klar! Ich werd jeden Tag bei ihr sein."