Beate
16.10.2006, 23:24
Hi,
immer wieder höre ich von Maultier- und Eselbesitzern, teils auch von Pferdebesitzern, daß ihre Tiere ja so "hart im Maul" seien. Dies konnte ich nie nachvollziehen, denn wie soll so ein empfindsames Teil wie ein Equidenmaul plötzlich hart und unempfindlich werden?
Die Tiere haben gelernt, gegen das Gebiß bzw. die Hand zu gehen; sie setzen die Kraft ihres Unterhalses ein, um ihren Willen (die von ihnen gewünschte Richtung oder Geschwindigkeit) durchzusetzen. Daher antwortete ich diesen Reitern immer wieder, daß ihr Tier wohl nicht hart im Maul, sondern eher "hart im Kopf" sei. Denn jeder Impuls, den ein Reiter gibt (Hand, Schenkel, Gewicht, Stimme), muß erst den Umweg über den Kopf des Tieres nehmen, um dann in die Füsse zu gelangen und dort eine Reaktion auszulösen. Und genau da sah ich immer das Problem sitzen - im Kopf, im Willen, in der Eigensinnigkeit, in der Bestimmtheit des Tieres.
Heute nun habe ich in meinem neuen Buch von Craig Cameron "Ride Smart" einen Satz gelesen, der genau in diese Theorie paßt:
[B]Riding is communicating with the horses's mind to control the horse's feet[/B]
Folgerichtig - wenn die Psyche/Seele/Verstand (je nach Übersetzung) des Pferdes nicht in der Lage oder willens ist, diese Kommunikation richtig auszulegen, geht die Kontrolle über die Füsse verloren.
Also liegt das Problem, wenn die Füsse des Pferdes nicht den Signalen des Reiters folgen, nicht im Maul des Pferdes, sondern im Kopf. Und dann helfen logischerweise auch keine schärferen Gebisse, sondern eine Schulung und Motivation der Mitarbeit und des Verständnisses.
Gruß
Beate
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[Editiert durch Beate ein Montag, Oktober 16, 2006 @ 23:47][/size]
immer wieder höre ich von Maultier- und Eselbesitzern, teils auch von Pferdebesitzern, daß ihre Tiere ja so "hart im Maul" seien. Dies konnte ich nie nachvollziehen, denn wie soll so ein empfindsames Teil wie ein Equidenmaul plötzlich hart und unempfindlich werden?
Die Tiere haben gelernt, gegen das Gebiß bzw. die Hand zu gehen; sie setzen die Kraft ihres Unterhalses ein, um ihren Willen (die von ihnen gewünschte Richtung oder Geschwindigkeit) durchzusetzen. Daher antwortete ich diesen Reitern immer wieder, daß ihr Tier wohl nicht hart im Maul, sondern eher "hart im Kopf" sei. Denn jeder Impuls, den ein Reiter gibt (Hand, Schenkel, Gewicht, Stimme), muß erst den Umweg über den Kopf des Tieres nehmen, um dann in die Füsse zu gelangen und dort eine Reaktion auszulösen. Und genau da sah ich immer das Problem sitzen - im Kopf, im Willen, in der Eigensinnigkeit, in der Bestimmtheit des Tieres.
Heute nun habe ich in meinem neuen Buch von Craig Cameron "Ride Smart" einen Satz gelesen, der genau in diese Theorie paßt:
[B]Riding is communicating with the horses's mind to control the horse's feet[/B]
Folgerichtig - wenn die Psyche/Seele/Verstand (je nach Übersetzung) des Pferdes nicht in der Lage oder willens ist, diese Kommunikation richtig auszulegen, geht die Kontrolle über die Füsse verloren.
Also liegt das Problem, wenn die Füsse des Pferdes nicht den Signalen des Reiters folgen, nicht im Maul des Pferdes, sondern im Kopf. Und dann helfen logischerweise auch keine schärferen Gebisse, sondern eine Schulung und Motivation der Mitarbeit und des Verständnisses.
Gruß
Beate
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[Editiert durch Beate ein Montag, Oktober 16, 2006 @ 23:47][/size]