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troja
20.01.2004, 03:01


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Superscharfe Wok-Garnelen
Von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer

Nicht einmal thailändische Hausfrauen machen normalerweise ihre Currypasten selbst. Die fertigen Pasten, die auf den Märkten zu meterhohen Kegeln aufgetürmt angeboten werden, sind fabelhaft und diejenigen, die wir im Asienshop kaufen können, auch. So ein Becher hält sich im Kühlschrank auch angebrochen ewig – dank der aseptisch wirkenden Zutaten wie Ingwer, Chili, Knoblauch. Wer es mal selbst ausprobieren will, dem zeigen wir in diesem Rezept, wie’s geht. Ansonsten kann man das Rezept natürlich auch mit fertiger Currypaste machen.

Zutaten für sechs Personen

King-Currypaste:

40 kleine, getrocknete Chilis (20 g, wer’s weniger scharf liebt, nimmt zur Hälfte die größeren, milderen Chilis)
Schale einer halben Kaffirzitrone
5-6 Knoblauchzehen
2 Zitronengraskolben (nur den zarten unteren Teil)
4-6 Thai-Schalotten
1 kleinfingerlanges Stück Galgant
1 Frühlingszwiebel
1 TL Salz
2 TL Zucker

Außerdem:

300 g grüne Bohnen
½ rote Paprika
Salz
300 g ausgelöste Garnelenschwänze
2 EL Öl
3 Kaffirzitronenblätter
2 TL Zucker (gehäuft)

Zuerst die Paste herstellen: Alle Zutaten im Mörser mit viel Geduld zu einer glatten Paste zerstampfen. Die Paste bekommt eine glattere Konsistenz, wenn man die Chilikerne zuvor entfernt. Schneller und mit weniger Kraftaufwand geht es im elektrischen Zerhacker oder Mixer: Alle Zutaten zu einer glatten Paste verarbeiten. Man muss dann jedoch die trockenen Chilis erst in warmem Wasser einweichen, sonst schafft das Messer sie nicht.

Die Bohnen putzen, in Salzwasser bissfest kochen, eiskalt abschrecken, wegen der Farbe. Die entdärmten Garnelen in einem Sieb kurz ins kochende Bohnenwasser halten, bis sie rosa sind.

Im Wok das Öl erhitzen, die Currypaste darin anrösten. Die Bohnen und die in Streifen geschnittene Paprika zufügen, schließlich auch die Garnelen und die fein geschnittenen Kaffirzitronenblätter. Alles gleichmäßig mit Zucker bestreuen und gründlich mischen.

Tipp: Keine Angst vor der erstaunlich großen Zuckermenge, die hier verwendet wird. Zucker ist immer dann nötig, wenn die Schärfe sehr betont ist. Und bei der großen Menge Chilis sorgt der Zucker für den Ausgleich. Wer mit Schärfe nicht vertraut ist, sollte zunächst einmal mit der halben Menge Paste arbeiten – was übrig bleibt, kann man zugedeckt im Kühlschrank fürs nächste Mal aufbewahren.

Habe das Rezept getestet, zwar mit etwas weniger Chilis, dafür haben es meine Kids auch gegessen. Sehr lecker!!

[B]
Mit den Menschen ist es wie mit den Autos: Laster sind schwer zu bremsen.
Heinz Erhardt
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