Angelo erreichte den Waldrand im Gallopp. Als er in den dunkelen Forst hereinschlich, ging er zum langsamen Trab über.
Er blickte sich um. kein Mond, keine Sterne. Nur Dunkelheit und dichter Nebel. Keine Grillen wie im Sommer, keine raschelnden Waldtiere wie im Frühling, kein wirbelndes laub wie im herbst. Nein. Stile. Vollkommene Stille.
Angelo blieb stehen und horchte. Nichts. Er sog die eiskalte, feuchte luft ein. Es roch... ja, wonach roch es? Angelo kannte den Geruch. Doch woher? Nochmal sog er die luft ein dass im die Npstern weh taten, so kalt war sie. Ja, warhaftig, ein geruch den er kannte? Er grübelte.
Plötzlich fiel es ihm ein: Es roch nach Traurigkeit. tiefer Traurigkeit. Es war ein gemisch aus vielen gerüchen: totem Holz, verottendem Laub, Eis auf einem See, Frost im Boden, schlafende Tiere. Aber der hauptanteil war der geruch des nahen Moores, der herüberwehte.
Angelo erschrak fast, als ein leiser Lufthauch durch die kahlen Ästen der Bäume strich.
Er senkite seinen schlanken Kopf und suchte am Boden. Nach was? Das wusster er selbst nicht. Aber was er wusste war, dass er es dringend finden musste.
Jetzt wusste er was er suchte: Leben. Er fühlte sich sehr einsam: nicht ein winziges Insekt, geschweige denn ein kleines Mäuschen war hier. Der Wald, der sonst vor Tieren wimmelte, war tot.
Ja, tot, das war das richtige Wort. Natürlich, die Tiere schliefen nur. Und die Bäume lebten auch ncoh, aber etwas anderes war wirkluich tot: Der Geist des Waldes. Damit war nicht Geist wie ein Gespenst gemeint, nein, eher der Lebensmut und die Lebensfreude des Waldes.
Angelo wurde sehr traurig. Alle fröhlichen Gedanken waren wie aus seinem kofp gefegt, er fühlte sich traurig. Einfach nur traurig. Das konnte er nciht ertragen.
Er ging vom stehen in den Gallopp über und rannte zur heißen Quelle.