janedoa2002
18.02.2005, 15:07
SPIEGEL ONLINE:
Für eine Seminararbeit haben Sie Kommilitonen quälen lassen. Wie haben Sie das angestellt?
Ernst Roidl:
Für das Experiment habe ich 22 Männer eingeladen und einen Persönlichkeitsfragebogen ausfüllen lassen, eine Fassung des Freiburger Persönlichkeitsinventars. Aber das war erst einmal nur Tarnung. Nach der Bearbeitung des Fragebogens wurden die Männer einzeln in einen Raum gebeten. Dort hat ihnen eine Frau gesagt, sie sollten die Hand in eiskaltes Wasser stecken. Die Versuchsleiterin hat dann gestoppt, wie lange sie es aushielten. Der Trick: Bei elf Männern hatte sich die Frau hübsch gemacht und verhielt sich sehr nett. Sie trug Make-up, enge Jeans und offene Haare, außerdem hielt sie wenig räumlichen Abstand zu den Männern. Bei den anderen elf war sie mit einem Laborkittel bekleidet, es gab kein Make-up mehr, und die Haare hatte sie streng nach hinten zusammengebunden. Außerdem las sie nur noch Instruktionen vor.
SPIEGEL ONLINE:
Und wie sahen die Ergebnisse aus?
Roidl:
Das war faszinierend. Männer, die es mit der hübschen Frau zu tun hatten, ließen ihre Hand im Schnitt mehr als doppelt so lange im Wasser. Ihr Mittelwert betrug 80 Sekunden. Wir mussten sogar eine Höchstgrenze von zweieinhalb Minuten einführen, damit keiner Schaden nimmt. Und selbst dann wollten einige die Hand gar nicht mehr rausnehmen - obwohl sie langsam blau wurde. Bei den Männern mit der weniger netten Versuchsleiterin dauerte es im Schnitt nur 30 Sekunden, bis alles vorbei war.
Erstaunlich, oder ? :cool:
Für eine Seminararbeit haben Sie Kommilitonen quälen lassen. Wie haben Sie das angestellt?
Ernst Roidl:
Für das Experiment habe ich 22 Männer eingeladen und einen Persönlichkeitsfragebogen ausfüllen lassen, eine Fassung des Freiburger Persönlichkeitsinventars. Aber das war erst einmal nur Tarnung. Nach der Bearbeitung des Fragebogens wurden die Männer einzeln in einen Raum gebeten. Dort hat ihnen eine Frau gesagt, sie sollten die Hand in eiskaltes Wasser stecken. Die Versuchsleiterin hat dann gestoppt, wie lange sie es aushielten. Der Trick: Bei elf Männern hatte sich die Frau hübsch gemacht und verhielt sich sehr nett. Sie trug Make-up, enge Jeans und offene Haare, außerdem hielt sie wenig räumlichen Abstand zu den Männern. Bei den anderen elf war sie mit einem Laborkittel bekleidet, es gab kein Make-up mehr, und die Haare hatte sie streng nach hinten zusammengebunden. Außerdem las sie nur noch Instruktionen vor.
SPIEGEL ONLINE:
Und wie sahen die Ergebnisse aus?
Roidl:
Das war faszinierend. Männer, die es mit der hübschen Frau zu tun hatten, ließen ihre Hand im Schnitt mehr als doppelt so lange im Wasser. Ihr Mittelwert betrug 80 Sekunden. Wir mussten sogar eine Höchstgrenze von zweieinhalb Minuten einführen, damit keiner Schaden nimmt. Und selbst dann wollten einige die Hand gar nicht mehr rausnehmen - obwohl sie langsam blau wurde. Bei den Männern mit der weniger netten Versuchsleiterin dauerte es im Schnitt nur 30 Sekunden, bis alles vorbei war.
Erstaunlich, oder ? :cool: