Vollständige Version anzeigen: Zukunftsweisender Stich-Tag im Bösfeld - Aus den Medien - MArena - Die inoffizielle Site zur Mannheim Arena



Admin
08.09.2003, 22:47
Mannheimer Morgen – 10.12.2002

Zukunftsweisender Stich-Tag im Bösfeld
[i]Mannheim-Arena soll internationales Markenzeichen für die gesamte Region werden[/i]

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So soll die Mannheim Arena fertig aussehen. Bild: Janus


Strahlender Sonnenschein und eisige Kälte - ein gutes Omen gestern beim ersten Spatenstich für die Mannheim-Arena im Bösfeld. Investor und SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp hofft, dass die Sonne symbolisch immer über dem 80-Millionen-Euro-Bauprojekt scheint - und er erwartet bald interessante Spiele seiner Eishockey-Adler in der neuen Multifunktionshalle.

Es war wahrscheinlich der kürzeste Spatenstich aller Zeiten. Zahlreiche Prominenz bibberte bei Minusgraden draußen auf dem Feld, da hatten Dietmar Hopp wie Oberbürgermeister Gerhard Widder Erbarmen und kürzten den Grabungsakt auf wenige Minuten ab. Im warmen Palazzo-Zelt am Planetarium wurde dann die Arena als Chance für Mannheim und die gesamte Region ausgiebig und offiziell gefeiert.

Dietmar Hopp, der die Halle zusammen mit seinem Sohn Daniel vorfinanzieren und betreiben wird, blickte dabei nicht nur in die Zukunft, sondern ließ auch Vergangenes Revue passieren. 1998 waren die Adler pleite. "Ich habe den Klub damals vor dem Aus gerettet", erinnerte der Gesellschafter an turbulente Zeiten. Doch schnell sei klar geworden, im maroden Stadion im Friedrichspark würden die Eishockey-Profis weder schwarze Zahlen schreiben, noch sich auf Dauer in der Spitze der Liga halten können. Also musste der Verein nach Alternativen suchen. "Eine reine Eishockeyhalle ist wirtschaftlich jedoch nicht darstellbar", erläuterte Hopp, warum schließlich die Idee einer Multifunktionshalle geboren wurde. Neben Sport noch ausreichend viele Großveranstaltungen, Kultur und Konzerte - das könnte sich rechnen. Warum die Hopps da optimistisch sind? "Wir finanzieren den Bau aus Eigenmitteln ohne die Banken und sind deshalb nicht Jahr für Jahr mit gut sieben bis acht Millionen Euro an Zins und Tilgung belastet", so Dietmar Hopp.

Wie berichtet, zahlt die Stadt in den kommenden Jahren 65 Millionen Euro in jährlich um drei Prozent ansteigenden Raten zurück. "Ohne die Hopps hätten wir überhaupt keine Chance auf dieses große Vorhaben", würdigte Widder das Engagement der SAP-Gründerfamilie. Mannheim und die Region würden mit der Halle gleich mehrere Probleme lösen. Zum einen sei die Arena unverzichtbare Grundlage für Spitzensport im Eishockey, zum anderen brauche das Rhein-Neckar-Dreieck im Wettbewerb der Regionen dringend nationale und internationale Markenzeichen. "Mit der Arena bekommen wir Großveranstaltungen, die sonst an uns vorbei gehen würden", versprach der Oberbürgermeister. Außerdem erfülle sich ein Traum, der seit langem ganz oben auf der kommunalen Wunschliste stehe. "Wir bekommen einen Stadtbahn-Anschluss an den Maimarkt, der bisher immer wieder an der Finanzierung gescheitert ist", erklärte Widder.

Dass es auch jetzt beim Geld nicht einfach wird, wollte das Stadtoberhaupt nicht verhehlen. 35,7 Millionen Euro wird Mannheim allein in die Infrastruktur im Bösfeld investieren. "Die Finanzierung verlangt uns einiges ab", sagte der OB. Durch die Verschiebung von "Mannheim 21" seien die Mittel aber im Haushalt gesichert. Und er versprach, dass wegen der Arena nicht in andere Bereiche eingegriffen werde.
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