Admin
07.09.2003, 01:30
In Mannheim herrscht Kopfschütteln, dass der Steuerzahler für Umsiedlung, Futterplatz und Artenschutz der Feldhamster im Bösfeld pro Pelzkopf grob geschätzt zwischen 8000 und 10 000 Euro hinblättern muss. Zum dumm auch, dass sich dieses Tierchen ausgerechnet dort so wohl fühlt, wo bald die Mannheim-Arena gebaut werden soll. Und dann muss auch noch die Europäische Union ihre schützende Hand über das kleine Viehzeug halten.
Doch Naturschutz-Richtlinien sind dazu da, um eingehalten zu werden. Nur weil es uns gerade nicht in den Kram passt, darf eine vom Aussterben bedrohte Tierart nicht ehrgeizigen Bau-Projekten geopfert werden. So geht's nicht: Für Adler, Elefanten und seltene Urwaldvögel auf die Barrikaden gehen, aber den Hamstern vor der Haustüre an den Kragen wollen.
Wer die Multifunktionshalle für Eishockey und andere Großveranstaltungen will, muss auch bereit sein, für ein artgerechtes Überleben der gefährdeten Feldhamster zu zahlen - auch wenn's teuer wird. Im Vergleich zu den vielen Millionen, die sonst für die Arena im Bösfeld verbuddelt werden, sollte uns das possierliche Tier zumindest diese Ausgabe wert sein.
© Mannheimer Morgen – 09.11.2002
Doch Naturschutz-Richtlinien sind dazu da, um eingehalten zu werden. Nur weil es uns gerade nicht in den Kram passt, darf eine vom Aussterben bedrohte Tierart nicht ehrgeizigen Bau-Projekten geopfert werden. So geht's nicht: Für Adler, Elefanten und seltene Urwaldvögel auf die Barrikaden gehen, aber den Hamstern vor der Haustüre an den Kragen wollen.
Wer die Multifunktionshalle für Eishockey und andere Großveranstaltungen will, muss auch bereit sein, für ein artgerechtes Überleben der gefährdeten Feldhamster zu zahlen - auch wenn's teuer wird. Im Vergleich zu den vielen Millionen, die sonst für die Arena im Bösfeld verbuddelt werden, sollte uns das possierliche Tier zumindest diese Ausgabe wert sein.
© Mannheimer Morgen – 09.11.2002