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Admin
09.09.2003, 12:27
Die Arena in Dresden

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Admin
28.11.2003, 19:00
Dresdner Blätt´l 14. Jahrgang
Ausgabe 7/2003 vom 16. April 2003

Eine unendliche Geschichte

Die Multifunktionshalle oder Wettiner Halle (Rau-Halle) in Dresden: Eine Aktuelle Stunde im Dresdner Stadtrat am 20. März 2003
Von Barbara Lässig


Seit 1996 werden die Stadträte mit dem Problem Multifunktionshalle beschäftigt und belästigt, aber leider nur unter dem Motto: „Jeder macht was er will - keiner was er soll - aber alle machen mit!“

Und ich frage mich, nunmehr seit 1996, wie behandeln wir eigentlich Investoren in unserer Stadt? Für mich arroganter Umgang der Verwaltung, leider auch mit uns, als politische Entscheidungsträger.

Um es meinen Ausführungen vorweg zu nehmen: Mir ist völlig egal, wer die Halle baut, Hauptsache sie wird endlich gebaut! Und zwar so, dass nicht nur ein einzelner Bauherr oder Betreiber den Nutzen hat, sondern die gesamte Stadt und ihre Sportler.

Bei allen derzeitigen Bemühungen der Stadtverwaltung, die Rau-Hallen-Beschlüsse aufzuheben, ist für mich nach wie vor aus deren Zuarbeit nicht ersichtlich, was eigentlich gegen diese Multifunktionshalle spricht? Außer dass „ein Herr Rau kein Geld hat und doch nur ein „popliger“ Projektentwickler ist“, habe ich bisher keine Argumente gehört.

War das Zufall? Einen Tag vor der aktuellen Stunde zur Multifunktionshalle erhielten wir im Sportausschuss die Antwort auf unsere Frage: „Prüfung der möglichen Konsequenzen und die sich daraus ergebenden Kosten bei der Aufhebung der Rau-Beschlüsse“.

Noch spannender ist ja, was drin steht: „Aufgrund der Tatsache, dass der Investor Rau & Partner GbR im Vertrauen auf den Vertragsabschluss mit der Landeshauptstadt Dresden erhebliche Aufwendungen (z. B. Planungs- und Projektierungsleistungen, Vermessungsleistungen) getätigt hat und sich die Vertragsverhandlungen über viele Jahre erstreckten, ist die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen seitens des Investors durchaus als möglich anzusehen und auch von der Landeshauptstadt Dresden nicht abwendbar.“

Weil ich denke, dass die Stadtverwaltung auf Zeit setzen wird und dass dann vielleicht auch irgendwann mal Gras drüber gewachsen ist, habe ich - gerade deshalb - versprochen: Unabhängig davon, ob ich zukünftig noch Stadträtin, Präsidentin des ESCD oder nur noch bissel Skatermutter bin, ich bleibe Bürgerin dieser Stadt. Und ich werde, wenn es zur sinnlosen Aufhebung der zwei „Rau-Beschlüsse“ kommt (und damit zu vorhersehbaren Regressforderungen), so lange am Ball bleiben und nicht locker lassen, bis der oder die Verantwortlichen gefunden sind, und dies öffentlich machen.

Unabhängig davon, dass es peinlich ist, wenn ich laufend von Sportlern (aller Eissportarten), Fans, Sponsoren, Trainern, Eltern, Journalisten zur Rede gestellt werde, warum der Hallenbau nicht los geht, ist es schon bemerkenswert, dass wir uns im Vorfeld noch nicht einmal in einem ausgewählten Gremium darüber unterhalten konnten, welche Anforderungen eigentlich eine Eishalle mit den verschiedensten Eissportarten entsprechen müsste.

Brauchen wir eine kleine, große oder ganz große Halle? Warum kämpfen wir eigentlich um eine zweite Eisfläche, die doch heutzutage selbstverständlich ist?

Alle wollen die eigene Mannschaft siegen sehen. Alle wollen, dass wir möglichst aufsteigen. Völlig zu Recht werden wir gerade im Profi-Eishockeysport kritisiert, dass wir uns zu wenig eigenen Nachwuchs ranziehen und zu viele „Ausländer“ in der Mannschaft haben. Nur fragt niemand, warum das so ist? Und wie man diese Situation ändern könnte? Denn das müssen wir schon selbst erledigen. Auch im Eishockeynachwuchs müssten die Kinder wenigstens einmal pro Tag auf dem Eis stehen. Bei uns geht das nur jeden dritten Tag und zu den unmöglichsten Tages- bzw. Nachtzeiten.

Wir haben es jetzt in der Hand. Der Ministerpräsident hat zugesagt, dass das Geld des Freistaates auch in die Multifunktionsarena eingebracht werden könnte, dass die Fertigstellung bis Dezember 2004 gewährleistet sei, wenn die Stadt sofort loslegt und es durch entsprechende Beschlüsse besiegelt. Deshalb:

Bitte keine Experimente mehr, mit irgendwelchen Machbarkeitsstudien schon gar nicht von Firmen, die nicht aus unserer Region stammen.
Bitte keine Aufhebung von bestehenden Stadtratsbeschlüssen.
Bitte nur noch Auflagen, wie, was, wo und wann zu erfüllen ist!
Deshalb sollten wir uns konzentrieren auf: Eine Multifunktionshalle mit einer temporären Eisfläche in der eine weitere Eishalle mit 4000 bis 5000 Zuschauern integriert ist und dann eine reine Trainingseisfläche. (Diese wäre eventuell sogar nochmals vom Bundesinnenministerium förderfähig).

Zeigen wir allen, die leider immer wieder zu Recht meinen, dass in Dresden vorher alles zerreden wird, dass dem nicht so ist.

Wir sollten dieses eine mal schnell klotzen und nicht kleckern


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