Vollständige Version anzeigen: Der Arena könnte ein Fußball-Stadion folgen - Aus den Medien - MArena - Die inoffizielle Site zur Mannheim Arena



Admin
08.09.2003, 22:01
Mannheimer Morgen – 14.12.2002

Unternehmer der Region wollen beim Bau der Multifunktionshalle dabei sein / Messe- und Sportpark im Bösfeld im Visier

Die Mannheim-Arena, zwei Eishockey-Trainingshallen, eine neue Stadtbahn-Trasse, Straßen, Parkplätze - satte 203 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren ins Bösfeld investiert werden. "Was springt dabei für uns heraus?", fragen sich da Walter Tschischka, Präsident der Handwerkskammer, und Dr. Carl-Heinrich Esser, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer. Bei der IHK erörterten am Donnerstagabend zahlreiche Unternehmer der Region zusammen mit Oberbürgermeister Gerhard Widder die Chancen für die heimische Wirtschaft durch die Millionen-Investitionen in den künftigen Messe- und Sportpark im Osten der Stadt.

"Auch in schwierigen Zeiten muss eine Kommune über ihre Zukunftschancen nachdenken", begründete Widder, warum Mannheim trotz knapper Kassen am Maimarkt mittel- bis langfristig den Ausbau des Messegeländes sowie mehrere Sportstätten vorsieht. Sogar ein neues Fußball-Stadion soll irgendwann einmal zwischen dem Rhein-Neckar-Schnellweg und der Hochstätt entstehen. Auch zwei zusätzliche Messehallen sind geplant. Dazu jetzt die Initialzündung durch Dietmar Hopp: Widder bezeichnete erneut das Engagement der Familie des SAP-Mitbegründers für die Arena als "Glücksfall". "Zukunftsweisend", meinte Esser zu den Investitionen. Da müssten auch die Einzelinteressen einiger Bürger hinter dem Gesamtinteresse einer Region zurückstehen.

Der Startschuss dieser Stadtentwicklung wurde in dieser Woche beim Spatenstich für die Multifunktionshalle gegeben (wir berichteten) - und da machen sich Unternehmen und Handwerksbetriebe im Rhein-Neckar-Dreieck Hoffnungen, ein Stück vom großen Kuchen ab zu bekommen. Tschischka forderte "eine breite Einbindung des Mittelstandes". Er verspricht sich zusätzliche Arbeitsplätze, wenn Betriebe der Kurpfalz von Bau und Betrieb der Mannheim-Arena profitieren können. "Ich erwarte auch, dass die Firmen der Region bei den Ausschreibungen erfolgreich dabei sind", betonte Widder, der allerdings bei öffentlichen Aufträgen die Angebote europaweit einholen muss. Immerhin geht es dabei um städtische Investitionen von allein 35,7 Millionen Euro in die Infrastruktur rund um die Halle sowie über 50 Millionen Euro für den neuen Stadtbahn-Ring vom Planetarium über Neuhermsheim und die Arena nach Neuostheim.

"Signale an den Generalunternehmer" wollen auch Arena-Geschäftsführer Kranich sowie die privaten Investoren Vater Dietmar und Sohn Daniel Hopp aussenden, damit beim Bau der 81,6 Millionen Euro teuren "Spezial-Immobilie" auch einheimische Unternehmen zum Zuge kommen. Sicher ist das nicht, aber "Mittler" will Kranich sein, sagte er bei der IHK, sich allerdings nicht direkt bei Wayss & Freytag einmischen, wenn es um die Vergabe der Aufträge geht. Die Düsseldorfer Firma mit ihrer Schwester HBM Bau errichtet im Bösfeld das multifunktionale Eis-Stadion schlüsselfertig, noch in diesem Jahr soll die Baugenehmigung erteilt werden.

Die "komplexen Vertragskonstruktionen" zwischen der Stadt und den Hopps erläuterte Sport-Bürgermeister Dr. Peter Kurz den Zuhörern bei der IHK. So sind "Mechanismen" eingebaut, dass die Arena, wenn sie nach 30 Jahren in den Besitz Mannheims übergeht, "noch attraktiv und in Schuss ist". Drei Jahrzehnte lang übernehmen die Adler-Gesellschafter das Betriebsrisiko für die bis zu 15 000 Zuschauer fassende Halle. Die Stadt zahlt in diesem Zeitraum zinsfrei 65 Millionen Euro an die Hopps zurück, 1,3 Millionen Euro im ersten Jahr - und dann jährlich eine immer um drei Prozent steigende Summe.
- Modified by Octane Software Development | More vB Archives