Wolfskatze
26.01.2005, 13:27
In einer Emma wurde mal gesagt, dass schlagende Ehemänner eine sogenannte Gewaltsteuer bezahlen soll, damit die Schäden (Krankenhäuser, etc.) nicht den Steuerzahler zur Last fallen soll, sondern eigentlich denen, die all die Kosten verursacht haben.
http://forum.hannelore.org/viewtopic.php?t=244
Hier könnt ihr schon einmal einen anderen Diskussionsansatz lesen, aber trotzdem würde mich interessieren, was ihr davon hält. Sollen schlagende EheparterInnen (auch Frauen schlagen) dafür finanziell aufkommen oder nicht?
Die Idee an sich ist nicht schlecht. Jedoch wohl eher nicht umzusetzen, da ja immer noch zu wenige Geschlagene (Männer wie auch Frauen) damit an die Öffentlichkeit gehen aus Angst vor dem/der brutalem Partner/in.
Andererseits, was machen wir mit Leuten, die andere Verbrechen begehen? Die kosten ja auch ne Menge Geld (Polizei, Gerichte, Gefängnis, etc. müssen ja auch alles bezahlt werden).
Wenn man jemanden der sowas tut zum zahlen bringen kann (wie Lady gesagt hat, das weiss man ja nicht) kann man ihn/sie auch zum aufhören bringen, oder?
ich denke das ist nicht duchführbar
Shoshana
26.01.2005, 22:22
Der Ansatz klingt zwar logisch, aber wie schon einige sagten, gleiches Recht für alle. Aber wer schlägt, sitzt doch dann auch meistens im Gefängnis. Wie sollen die dann was zahlen?
Ansonsten fänd ich Therapiemöglichkeiten besser. Die Leute sollten wohl eher vom Schlagen abgebracht werden, als daß sie dann "Schäden" an Menschen nur durch eine Geldbuße wieder gut machen können. Das Wort "Steuern" hat so etwas offizielles, wie "Hundesteuer" dann so eine Art "Frauen-Prügel-Steuer"? Das ist dann so eine Luxussteuer, oder wie? (Sorry, da muß ich etwas zynisch werden).
Shoshana
Wolfskatze
28.01.2005, 18:50
Aber ich denke mal, dass eine Therapie eher bei jüngeren helfen würde als bei älteren. Die sind schon so sehr in ihr denken verhaftet, da kann manchmal nichts mehr getan werden. Und außerdem, wer bezahlt die Therapie? Wieder der Steuerzahler...
Shoshana
28.01.2005, 21:40
Dafür sind wir aber ein Sozialstaat. Und nur, weil die älter sind, heißt das noch lange nicht, daß diese Menschen nicht mehr therapierbar sind.
Aber vorbeugen ist natürlich besser, als hinterher zu schreien. Da ist dann aber die ganze Gesellschaft gefragt, und nicht nur der Staat. Aber wer will schon umdenken?