Phoebesangel
26.02.2003, 21:43
Ich stand in meinem Zimmer und schaute nach draußen.
Es war Nacht, eine sternklare Nacht, um genau zu sein.
Das Fenster war zu.
„Cameron, Cameron, so warte doch!“
Diese Stimme hörte ich selbst nach 6 Jahren.
Meine Mutter war bei einem Unfall ums Leben gekommen und ich war vor Angst weggelaufen. Mein Tun war damals unverzeihlich. Mom hätte ich wahrscheinlich gerettet. Sie hätte mir ihre Anweisungen zugeflüstert, doch ich war raus gelaufen. Weg, zu dem Grab meines Daddys, der Mom und mich schon verlassen hatte, als ich ein ganz kleines Mädchen gewesen war.
Mom war gerade am Renovieren gewesen und war von der Leiter gefallen. Ihre Stimme hatte ganz ruhig geklungen, als sie mich bat ihr zu helfen.
Ich hatte sie ignoriert. Okay, ich war damals auch erst 10 Jahre alt gewesen.
Ich kam ins Waisenhaus, wo es nur so von Kids wimmelte, die rauchten, tranken und zuschlugen, wenn ihnen etwas nicht in den Kram passte.
Zu Anfang hatte ich gehofft, dass Mom mich da raus holen würde.
Mein Wunsch ging nie in Erfüllung. „Cameron, deine Mom kommt nicht mehr, sie ist tot!“ ärgerten mich die anderen Kids, wenn ich weinte oder einen Wutanfall bekam, weil sie nicht da war und mich einfach in ihre Arme schloss.
„Cameron, ist ein schwieriger Fall!“ erklärte Milla, die Pflegerin jedes Mal, wenn ein Elternpaar kam, um mich von meiner Qual zu erlösen.
„Dann nehmen wir lieber das kleine Mädchen da drüben!“ kam die prompte Antwort von dem Herren mit der Halbglatze, der sehr teure Kleider trug.
Das kleine Mädchen da vorne war Kelly oder Sarah oder Emma.
Oder die Frau bzw. der Mann entschied sich für einen kleinen Jungen, wie zum Beispiel Christian, Davey, Kevin oder Matt.
Nie wurde ich mitgenommen und nie bekam ich ein neues Zuhause. Meine Gedanken schwirrten in dieser Nacht überall hin.
Zu meinen Freundinnen, die überall auf der Welt zerstreut waren.
Ich hasste Milla. Milla hatte schwarze Kringellöckchen, die sie meistens hochsteckte.
Ich fragte mich, ob es an meiner Hautfarbe lag, dass ich nie mitgenommen wurde, doch dann fielen mir Jimmy und Brenda Michelle ein, die ebenfalls eine helle Haut hatten und plötzlich weg waren.
„Sie haben jetzt eine Mommy und einen Daddy!“ berichtete uns Milla als Brenda und Jimmy von der netten Frau mit dem Strohhut abgeholt wurden.
Sie stiegen in das große Auto ein und wir drückten uns die Nasen platt, während wir uns wünschten, dass wir auch eine Familie bekamen.
Ich war wütend, wenn eine Freundin von mir weggeholt wurde.
„Ich will auch Eltern!“ schrie ich jedes Mal, doch mich schien niemand zu hören.
Ich weinte mich jede Nacht in den Schlaf.
An diesem Tag, ich war mittlerweile 16 und hatte diesen Wunsch aufgegeben, weil ich wusste, dass er mir sowieso niemals erfüllt würde, befand ich mich in der Heimküche und schälte Zwiebeln.
„Cam, da ist jemand für dich!“
Letty, meine beste Freundin, steckte den Kopf durch die Küchentür herein.
„Wer? Wer ist es?“ fragte ich neugierig und ließ das Messer fallen, dass ich in der Hand hatte.
„Eine Frau, sie ist noch nicht so alt, sehr hübsch!“
Letty lächelte.
„Eine Frau?“
Ich grübelte, aber mir fiel keine Person auf Lettys Beschreibung ein.
„Geh schon, ich erledige die Arbeit hier!“
Erleichtert warf ich Letty die Schürze zu und ging zu Millas Zimmer.
„Cameron, diese Dame möchte dich adoptieren!“
Milla machte ein griesgrämiges Gesicht.
„Guten Tag!“
Ich betrachtete die Frau genauer.
„Hallo Cameron!“
Sie klang sehr sanft.
„Wer sind sie?“ erkundigte ich mich.
„Eine Bekannte, willst du, dass ich dich mit nehme?“
Sie kam direkt zur Sache.
„Ich … ich weiß nicht!“
Jetzt wo Milla mich nicht daran hinderte, schlug ich das Angebot meines Lebens aus!!!
„Du kannst dir es ja überlegen!“
Die Frau griff nach einer Handtasche, verabschiedete sich von Milla und verließ das Zimmer.
Ich trat aus Millas muffigem Büro und folgte der Dame.
„Cameron, was ist los?“
Sie lächelte mich an.
„Ich weiß es nicht!“
Mir fiel keine bessere Antwort ein.
„Möchtest du ein paar Schritte mit mir gehen?“
„Ja gerne!“
Ich hackte mich bei der Frau ein und wir liefen aus dem Haus in den großen Park.
„Cameron, du solltest wissen, dass ich dich liebe!“
Ich schwieg weiter.
„Mhm… du schaust traurig aus, Cameron!“
Diese Frau schien mich gut zu kennen.
„Ich bin erschöpft von dem Leben hier! Milla…. alle sind hier so anders als ich!“
Aus mir stürzten nur so die Worte.
„Cameron, ich verstehe dich besser, als du dir vorstellen kannst, willst du hier weg?“
„Ja, aber da ist Letty, sie ist meine Freundin!“
„Letty wird ihren Weg finden!“
Sie drückte mich impulsiv an sich.
„Ich will mit Ihnen gehen!“
Jetzt war es raus. Ich fühlte mich zu dieser Frau hingezogen.
„Dann… werden wir alles regeln, Cam!“
Ich nickte und sie schob mich von sich.
„Ich…. muss mich noch von Letty verabschieden und meine Sachen packen!“
Ich beeilte mich ins Haus zu kommen, in das Zimmer, dass ich in den 6 Jahren gehasst hatte, mehr als mein klägliches Dasein.
Meine Tasche war alt und verschließen. Alles was ich besaß, passte in diese Tasche.
„Cam?“
Letty war da. Sie hatte geweint.
Ich umarmte sie wortlos.
„Letty, du ist meine beste Freundin und wirst es immer bleiben, du stehst für mich an erster Stelle!“
Dies war meine erste Liebeserklärung an meine beste Freundin.
„Warum verlässt du mich dann?“
In Lettys Frage lag ein Vorwurf.
„Weil ich lang genug hier war!“
Letty weinte wieder.
Sie sah so verloren aus.
„Hey Große, hör auf zu weinen!“
Ich kuschelte mich an sie.
„Ich weine ja gar nicht!“
Letty wischte sich die Tränen aus dem Gesicht.
"Du solltest dich für mich freuen, aber so einfach ist das nicht, ich weiß, ich werde dich besuchen, Süße!"
Ich umarmte Letty das letzte Mal und ging die Frau suchen.
Mittlerweile wusste ich, dass sie Buffy Summers hieß. Buffy war bei Milla, sie unterschrieb die Papiere.
"So jetzt gehen wir!"
Ich hatte keine Lust Milla auf Wiedersehen zu sagen, darum folgte ich Buffy zu ihrem Auto.
"Steig ein Cam!"
Ich schaute hoch zu den Fenstern und konnte Letty erkennen, die immer noch traurig aussah.
Buffy hielt mir die Autotür auf. Ich ließ mich auf einen der Sitze fallen.
"Du möchtest sicher wissen, warum ich umbedingt dich adoptieren wollte!" fing sie an zu reden.
Ich brachte nur ein "Ja!" zu stande.
"Cameron, ich bin deine Mom, mein Freund ist dein Dad!"
"Du hast mich adoptiert, dann ist es normal, dass du meine Mom bist!"
Ich hatte nichts verstanden.
"Deine Mom ist nicht deine richtige Mom gewesen, sie hat dich adoptiert"
Das konnte doch nicht wahr sein.
"Ich weiss, dass du mir nicht glaubst! Es stimmt aber, gleich lernst du deinen Dad und meine Schwester Dawn kennen!" plapperte Buffy weiter.
"Okay!"
Ich sah aus dem Autofenster.
"Gleich sind wir da!"
Buffy bog in eine Straße ein und stellte den Motor ab.
Sie half mir mit der Tasche.
Eine junge Frau kam aus dem Haus.
"Dawn, dass ist Cameron!" erklärte Buffy
"Dawn, dass ist Cameron!" erklärte Buffy der Frau knapp.
"Cameron?"
Ich nickte und die Frau sah Buffy fragend an.
"Du bist mir eine Erklärung schuldig!"
Dawn führte mich in das kleine Haus.
In der Küche stand eine weitere Frau mit roten Haaren.
Auf einem der Stühle saß ein Mann, der ein Baby fütterte.
"Das ist Willow!"
Dawn zeigte auf die Rothaarige.
"Und das hier ist Xander und sein Sohn Anthony!"
Buffy kam rein und legte einen Arm um mich.
"Cameron ist meine Tochter!"
In ihrer Stimme lag Stolz.
"Deine Tochter?"
Bestürzt legte Willow die Hände vor den Mund.
"Spikes und meine Tochter!"
"Na dann willkommen in der Familie!"
Besonders begeistert war Xander nicht.
Er quälte sich schon eine Weile mit Tony, seinem kleinen Sohn, der überhaupt nicht essen wollte.
Ich wollte wieder ins Heim, denn hier war ich nicht erwünscht.
"Cameron, hat das gleiche Recht hier zu sein, wie ihr anderen!" verteidigte mich Buffy
"Warum hast du mich abgegeben?"
Diese Frage lag mir schon die ganze Zeit auf der Zunge.
"Cam, dass war damals so eine Sache, Spike und ich hatten eine Krise und ich wollte nicht, dass du ohne Dad aufwächst!"
"Wie lieb von dir!" antwortete ich spöttisch.
"Cameron, so einfach ist das Ganze leider nicht!" druckste Buffy herum.
"Dann versuchs mir wenigstens zu erklären!" fauchte ich sie an.
"Du bist eine Hexe!"
Ich lachte auf.
"Hexe? Du beliebst zu scherzen!"
"Nein, du bist die Jägerin und eine Hexe!"
Buffy meinte es ernst.
"Was ist eine Jägerin?" erkundigte ich mich.
"Eine Jägerin kämpft für das Gute, sie jagt Vampire!"
Buffy seufzte.
"Ich wollte dir nicht die Jugend stehlen!"
Willow und Buffy setzten sich zu Xander und ich stand alleine.
"Ich glaube das nicht!"
Ich verschränkte die Arme.
"Mit der Zeit wirst du es!"versicherte mir Willow.
Dawn hatte sich von dannen gemacht.
"Ab morgen gehst du auf die Westbridge High!" unterrichtete mich Buffy.
"Ich kann doch nicht einfach so leben, als wäre nichts passiert!"
Ich stützte die Arme in die Hüften.
Buffy stand wieder auf.
"Süße, wenn du willst können wir 2 nach oben gehen und reden!"
"Okay!"
Buffy und ich stiegen eine Treppe hoch.
Buffy brachte mich in ihr Zimmer.
"Dein Dad kommt heute abend vorbei!"
Ich schluckte.
"Dad? Weiß er überhaupt Bescheid?"
"Nein, er erfährt es heute!"
Cut zum Halliwell Manor
Piper, Phoebe und Paige saßen im Wohnzimmer, tranken Tee und warteten auf Leo, der sie zusammengerufen hatte.
Pipers Tochter Shana, die 4 Jahre alt war, spielte im Hintergrund mit einer Puppe und Phoebes Sohn Jason, 3 Jahre alt, zog seiner Cousine dauernd an den Haaren.
„Was er wohl so wichtiges mit uns zu besprechen hat?“ fragte sich Piper.
„Du müsstest es ja wissen, schließlich hat er dich als letzte gesprochen!“ scherzte Phoebe.
„Ich weiß leider auch nicht Bescheid!“ nörgelte Pper herum.
Paige setzte ihre Tasse ab.
In dem Moment tauchte Leo auf.
„Hallo ihr drei! Es gibt Arbeit für euch!“
„Als hätten wir nie Arbeit!“
„Diesmal ist es aber sehr wichtig, es handelt sich um ein Mädchen sie heißt Cameron und ist eine Hexe, ihr müsst ihr dabei helfen sich einzugewöhnen!“
„Gibt es dafür keinen Wächter?“ fragte Paige überrascht.
„Nein, sie ist etwas Besonderes!“
Leo lächelte versonnen.
Ehe ihr anfangt zu lesen: Ich schreibe jetzt auch mit.
*~*
Cut zu Sabrina:
Sabrina kommt grade die Treppe runter, sie gähnt. Zelda und Hilda sitzen am Küchentisch und unterhalten sich. Salem sitzt neben dem Toaster und starrt in die tiefen des Toasters.
„morgen!“ Sabrina gähnt wieder.
„Sabrina! Warum kommst du erst jetzt frühstücken?“ Zelda erkundigt sich sofort besorgt.
„Och, es ist gestern etwas später geworden, ich war noch mit Harvey und Dreamer aus...“
„Zu dritt?“ Hilda grinst. „Da fällt mir ein ich war mal mit...“
„Hilda! Die Geschichte kennen wir nun wirklich zur genüge!“ stoppt Zelda Hilda.
Sabrina lässt sich auf einen Stuhl fallen und bestreicht ihr Brot mit Margarine.
„Nie lässt du mich aussprechen Zeldi!“
„Wisst ihr das es einen Strafe ist mit euch zusammenzuleben?“ Salem heult Krokodilstränen.
Der Toaster unterbricht die „friedliche Morgenruhe“ im hause Spellman.
„Oh, die post ist ja endlich da, sehr gut.“ Hilda springt auf und rettet die Post vor Salems Zähnen.
„erwartest du etwas?“ hackt Zelda nach.
„Also nicht wirklich, also nicht direkt...“ Hilda redet sich raus.
„Bitte Hilda, ich will auch Post haben...“ jammert Salem.
Hilda legt ihm einen Stapel Werbung vor die Pfoten, Salem sabbert die Post an, Hilda fällt auf das dazwischen noch ein Brief ist und rettet den Brief grade noch vor Salem.
Sie dreht den Brief nervös. „Hat einer von euch was angestellt? Post vom Hexenrat...“
Zelda springt auf und nimmt ihrer Schwester den Brief weg und reist ich auf. Sie liest ihn. Dann erklärt sie:
„Also ihr kennt doch noch Buffy, so vom sehen? Der Hexenrat sagt das sie eine Tochter hat, eine ganz besondere Tochter aber eigentlich ist der Brief für dich Sabrina.“
Sabrina springt nun auch auf. „Für mich? Warum achtet hier eigentlich keiner auf das Briefgeheimnis?“
„es stand nur Spellman drauf!“ verteidigt sich Hilda.
Sabrina liest ihre Post nachdenklich. „Tante Zelda ich versteh das nicht, warum können die sich den nicht normal ausdrücken? Fachchinesisch!“
Zelda erklärt: „Anscheinend wird diese Hexe auch auf deine Schule gehen und du sollst dich um sie kümmern und ihr helfen.“
„Oh nein! Dreamer reicht doch vollkommen, sie hat immer noch Probleme mit ihrem Zauberkleber..“
„na ja, gut Ding will Weile haben..“ beschwichtigt Zelda und Hilda ergänzt: „Frag nicht wie lange ich brauchte...“
Cut zu Buffy
Ich schwieg.
„Hast du mir überhaupt zu gehört?“ fragte Buffy leise.
„Ja, aber was soll ich darauf sagen? Ich finde es total doof, dass du ihm noch nicht mal gesagt hast, dass du eine Tochter mit ihm hast, vielleicht hätte er gewollt, dass du mich behälst!“
Buffy strich mir über das Haar.
„Ich habe es aber nicht getan, dass kann man jetzt nicht mehr ändern, er ist übrigens ein Vampir!“
„Ein Vampir? Ist hier überhaupt irgendwas real?“
„Ach Kleines!“
Buffy lächelte mich an.
„Du wolltest mit mir hoch gehen, also solltest du mir auch die ganze Wahrheit erzählen!“ forderte ich von ihr.
„Wenn du es unbedingt willst! Als ich 2002 schwanger geworden bin, war ich nicht mehr mit Spike zusammen, ich hatte so viel um die Ohren, mit dem Tod meiner Mom, mit Dawn und dann war da noch die Hochzeit von Xander und Anya, die den Bach runter ging!“
Buffy schweifte ab.
„Bitte, erzähl mir alles der Reihe nach!“
„Nun, damals war ich gerade mal 21! Ich hatte noch nicht viel Schönes erlebt, meine Mom starb an einem Gehirntumor und ich musste mich plötzlich alleine um Dawn kümmern. Xander und Willow sind seit meiner Schulzeit mit mir befreundet, wir gingen zusammen auf die Sunnydale High School, Xander lernte Anya kennen, als Will und ich gerade am College angefangen hatten, sie beschlossen zu heiraten, aber daraus wurde nichts, Xander bekam Muffensausen und verschwand, Anya wurde wieder zu der Rachdämonin, die sie vorher war!“
Buffy atmete kurz durch.
„Und?“ fragte ich weiter.
„Die anderen hatten mitbekommen, dass etwas zwischen Spike und mir lief, sie waren nicht besonders erbaut von der Nachricht, jedenfalls trennten wir uns und ich ging für einige Zeit nach Los Angeles, ich brauchte Abstand von allem hier, in der Zeit kümmerte sich Willow mit ihrer Freundin Tara um Dawn! Ich gebar dich in Los Angeles, Angel, mein erster Freund, half mir durch diese Zeit und wir brachten dich in das Waisenhaus dort, den Rest kennst du ja!“
„Warum bin ich die Jägerin?“ wollte ich von ihr wissen.
„Kurz bevor ich mit meiner Mom nach Sunnydale zog, fand ich raus, dass ich Kräfte besaß, ich wurde übrigens von meiner vorherigen Schule geschmissen, weil ich die Turnhalle anzündete, Giles war der Bibliothekar auf der Sunnydale High, er weihte mich in das Jägerindasein ein, da er mein Wächter war! Ich bin die Jägerin, in jeder Generation wird nur eine Jägerin geboren und du bist meine TOCHTER, dadurch bist du die nächste Jägerin!“
Ich hatte ihr genau zugehört.
Das war wirklich viel auf einmal.
„Schatz, dass ist leider noch nicht alles, ich werde dir alles nach und nach erzählen! Denn ich glaube, dass das dir fürs erste reicht, wie du siehst bin ich keine typisch brave Musterschülerin gewesen, wie zum Beispiel Willow!“
„Das ist ja auch nicht wichtig! Dein Leben interessiert mich mit allen Verlusten und Gewinn!“ rief ich.
„Wir könnten durch Sunnydale gehen und ich zeige dir alles!“
Buffy lächelte mich an.
„Wo hast du ihn kennen gelernt?“
Ich war noch nicht so weit sie Mom zu nennen und von ihm als Dad zu sprechen.
„Wo ich ihn kennen gelernt habe?“
Buffy blickte mich besorgt an.
„Ich glaube dieser Ort ist nichts für dich!“
„Welcher Ort?“
„Ja der Ort, wo ich ihn kennen gelernt habe!“
8 Stunden später
Ich saß im Wohnzimmer vor dem Fernseher als es an der Tür klingelte.
Buffy stürmte zur Haustür und riss sie auf.
„Spike? Hallo, komm rein!“
Ein Mann, der sehr attraktiv war, betrat das Haus.
Das war mein Dad!
„Spike, setz dich zu uns!“
Buffy holte noch einen Stuhl und Spike und sie setzten sich zu mir, ich schaltete den Fernseher aus.
„Hi!“
Er wusste ja nicht wer ich war.
„Spike, ich muss mit dir reden! Ich muss dir etwas sehr wichtiges beichten!“
Spike sah Buffy neugierig an.
„Dann raus mit der Sprache!“
„Du hast eine Tochter, sie sitzt direkt vor dir!“
„Eine Tochter?“
Spike verschluckte sich fast an dem Rauch seiner Zigarre.
„Ja, ich habe es dir verschwiegen, weil wir damals nicht zusammen waren!“
„Scheiße!“
Er sprang auf und wollte gehen.
„SIE heißt Cameron und ist 16 Jahre alt! Ich dachte das es jetzt der richtige Zeitpunkt wäre dich darüber zu informieren, dass du eine Tochter hast!“
„Ich kann jetzt nicht bleiben, ich bin kein Vater, ich passe gar nicht in diese Rolle, such dir einen anderen aus, dem du dieses Kind aufs Auge drückst!“
Spike rannte raus und knallte die Tür hinter sich zu.
Jetzt waren Buffy und ich allein.
„Das ist ja ein toller Anfang!“ rief ich.
„Cameron, sei nicht böse auf ihn, er muss das erst mal verkraften! Ich werde ihm nachlaufen, du kannst ja schon die Pizza essen, die im Kühlschrank steht!“
Und Buffy ging einfach. Sie ließ mich hier allein.
Mutterseelenallein!
„Dein Zimmer befindet sich übrigens oben links!“ schrie sie mir noch zu.
„Na wunderbar!“ redete ich mit mir selbst und holte mir die pizza aus dem Kühlschrank, die schon sehr schimmelig roch.
„Igitt!“
Ich beförderte sie in den Abfalleimer.
Plötzlich hörte ich ein Rumpeln.
Willow kam in die Küche.
„Hey, was machst du denn hier?“
Sie lächelte mich an.
„Ich wollte mir was zu essen suchen, habe aber nichts gefunden!“
„Ich wollte mir auch was machen! Wo ist Buffy?“
„Sie ist Spike hinterher gelaufen!“
„Hat sie ihm alles gebeichtet? Mhm… Süße, wir machen uns jetzt erst mal was Warmes zu Essen!“
Willow schob mich zur Seite und machte sich über dem Kühlschrank her.
„Wir machen uns ein Omelette! Magst du Omelette?“
Ich nickte nur.
Willow war wirklich nett zu mir.
Nach dem Essen spülten wir zusammen ab und Willow fragte mich, ob ich Lust hätte mit ihr ein paar Videos zu schauen.
„Gerne!“
3 Stunden später
Buffy war immer noch nicht wieder da.
Ich machte mir Sorgen und immer noch Gedanken darüber, warum Willow mich so freundlich behandelte
Cut zu den Charmed Ones.
Piper, Paige, Phoebe und Leo saßen alle im Wohnzimmer. Sie sahen einen Krimi. Piper lehnte sich gelangweilt zurück und sah auf die Uhr. „Schon zehn Uhr. Wo zum Teufel steckt Matthew?“
Leo nahm Piper in die Arme. „lass ihn doch, er ist sicher noch im Kino oder so...“
„Er hat aber Morgen Schule!“
Matthew war Piper und Leos 16 Jahre alter Sohn der ebenfalls auf die Westbridge High ging.
Paige grinste. „Piper er ist 16!“
„Wer ist 16?“ ein gutaussehender Junge mit kurzem blonden haar steckte den Kopf zur Tür rein.
„Wo hast du gesteckt?“ Piper sprang auf.
„Mom ich war nur im Kino....“
„Nächstes mal sag wenigstens bescheid!“
„ja, schon gut. Was gibt’s neues?“ er ließ sich in den Sessel fallen.
Leo erklärte: „Morgen ist an deiner Schule eine neue Schülerin und sie ist die Tochter von Buffy Summers, die Vampirjägerin.“
„na und? Was geht mich das an? Nur eine mehr die mich verarscht, das ist tragisch.“ Matthew legte eine entsetzte Mine auf.
„Das geht dich so viel an das sie eine ziemlich wichtige Person ist und du wirst ebenfalls ein Auge auf sie haben und das meine ich jetzt anders als du grade denkst...“ erklärte Leo.
Paige musste grinsen.
„ja, ja, schon gut, schon gut, ich sag nichts mehr.“ Matthew ergriff die Flucht und polterte die Treppe hoch.
*~*
Cut zu Sabrina.
Sabrina saß auf ihrem Bett, neben ihr saß Dreamer die noch kurz auf Besuch war.
„Dreamer ich muss dir unbedingt erzählen das morgen eine weitere Hexe auf unsere Schule geht! Ich soll ihr helfen...“
„Oh, na prima. Meinst du jetzt Hexe so wie Libby oder”
„Ich meine Hexe.“ Sabrina verzog das Gesicht über Dreamers Dummheit.
„ Cool!“
„Sabrini ich will ja nichts sagen aber ihr solltet leiser sein sonst kommen Hilda und Zelda...“ brüllte Salem vom Fensterbrett rüber.
„na prima, danke Salem..” Sabrina war sauer. Dreamer verschwand und Sabrina löschte schnell das Licht.
Einen Moment später hörte man Zelda vor der Tür. „Alles ruhig.“
Salem sprang auf Sabrinas Füße. „Au! Salem du Idiot!“
„Was den, ich hab dich doch nur lieb !“ salem rollte sich demonstrativ ein und stellte sich schlafend.
*~*
Willow schickte mich schließlich gegen 11 Uhr nach oben. „Es ist echt spät, du musst morgen zur Schule. Ich warte auf Buffy.“
Ich gehorchte und ging langsam die Treppe hoch. Als ich grade im oberen Flur war hörte ich die Haustür auffliegen. Ich blieb stehen und lauschte.
„Buffy! Und?“ das war Willow.
„Spike ist ein stures Arschloch.“
„Oh. Wieso? Was hat er den getan.“
„Nichts ungewöhnliches für ihn, na ja, ich geh morgen früh noch mal zu ihm für heute ist nichts mehr bei ihm zu erreichen. Was macht Cam?“
„Wir haben fern gesehen, ich habe sie grade schlafen geschickt.“
„Danke Willow, du bist ein schatz!“
Ich hörte Buffys und Willows Schritte auf der Treppe und schlüpfte schnell in das Zimmer was Buffy mein Zimmer genannt hatte. Ich tastete im dunklen nach dem Lichtschalter und fand ihn auch.
Im Zimmer stand ein breites Nachtschränkchen, ein bett, ein Kleiderschrank, ein Schreibtisch. Das Fenster hatte eine schmale Fensterbank und bunte Vorhänge.
Ich öffnete den Kleiderschrank der tatsächlich einiges zum anziehen enthielt. Es waren meine Sachen wie ich schnell feststellte. Ich suchte mir etwas für die Schule heraus und fand auch meine Schultasche unter dem Schreibtisch. Dann zog ich mich um und legte mich schlafen.
Bevor ich einschlief stellte ich noch den laut tickenden Reisewecker auf 6 Uhr, das sollte hoffentlich reichen. Ich schlief diese Nacht wie ein Stein und erst das klingeln des Weckers weckte mich.
Ich zog mich an und fand das Bad auf der gegenüberliegenden Flurseite. Um Punkt halb sieben tapste ich in die Küche.
Dawn schmierte sich grade ein Brot. Meine Tante.
„Hi!“ begrüßte ich sie und stellte meine Schultasche ab.
Dawn reagierte nicht. Ich frühstückte im Eiltempo. Buffy kam in die Küche, sie sah müde aus aber sie war angezogen. „Morgen ihr zwei. Cam bist du fertig? Wir müssen los, es ist gleich viertel nach!“
Ich nickte und Buffy führte mich zu einer Bushaltestelle. „Dein Bus fährt um halb acht und er holt dich um viertel nach eins ab.“
Ich winkte ihr zu und stieg in den noch fast leeren Bus.
Ich setzte mich auf einen Platz neben einem Mädchen in meinem Alter, sie hatte lange blonde Haare.
„Hi! Ich bin Sabrina und du? Du bist neu oder?“ stellte sie sich vor.
„Hi, ich bin Cameron Summers, ja ich bin neu!“ antwortete ich ihr.
„Du scheinst nicht besonders zufrieden zu sein!“ meinte Sabrina.
„Warum?“ fragte ich neugierig.
„Du schaust so aus!“
„Das sagt mir innerhalb von 2 Tagen schon der 2.!“
„Wer hat es dir denn noch gesagt?“ kam es wieder von Sabrina.
„Meine , meine Mom!“
„Was machst du denn so in deiner Freizeit?“ fragte mich Sabrina.
„Ich höre Musik, schaue Videos, was halt so anfällt und du?“
„Mein Freund Harvey steigt gerade ein!“
Sabrina winkte einem Jungen zu, der sich uns näherte.
„Hi Harvey, das ist Cameron sie ist neu!“
Der Junge gab mir die Hand und setzte sich eine Reihe vor uns.
„Wo sind denn Matt und Brad?“ erkundigte sich Sabrina bei ihrem Freund.
„Die kommen heute etwas später, wollten sich noch mit Dreamer treffen!“
Er grinste.
Sabrina erzählte mir von ihren beiden verrückten Tanten und schaffte es sogar mich zum Lachen zu bringen.
„Ich wohne jetzt schon seit einem Jahr bei Zelda und Hilda und die beiden sind einfach einmalig!“ berichtete Sabrina mir.
„Mit so etwas kann ich leider nicht mithalten, ich wohne erst seit gestern bei meiner Mom!“ traute ich ihr an.
„Ist sie nett zu dir?“
„Ja klar! Ich kenne sie nur noch nicht besonders gut! Wenn wirs genau nehmen hat sie mir fast ein viertel ihres Lebens anvertraut, du hast mir viel mehr erzählt!“
„Ach so! Da stehen Dreamer, Matt und Brad!“
Sabrina rutschte ein wenig bei Seite, damit die anderen auch noch sitzen konnten.
„Hi Matt, hi Dreamer, hi Brad!“
Zwei Jungen und ein Mädchen kamen zu uns und nacheinander wusste ich so ziemlich alles von jedem.
Der Bus hielt an. Sabrina nahm meine Hand und zog mich mit. Dreamer sah Sabrina verständnislos an und Sabrina zeigte nur vielsagend auf mich. Was zum Teufel waren das für Teenager hier?
Sabrina zerrte mich zu den Spinden, Dreamer, Harvey, Matt und Brad folgten.
Matt sah irgendwie richtig süß aus.
Sabrina blieb abrupt stehen.
„Mr. Kraft! Mr. Kraft!?”
Ein Mann blieb stehen. „Ah, die liebe Sabrina... Was ist diesmal auseinander geflogen?“
„gar nichts, Mr. Kraft. Ich will nur wissen ob Cameron in meiner Klasse ist.“
Mr. Kraft sah auf seinen Zettel. „Ja, in der Tat.“ Sabrina zog mich weiter.
„Sabrina!“
„Ja?“ Sabrina sah den Mann der offenbar der Direktor war verständnislos an.
„Könntest du Zelda ausrichten das sie mich heute um 16 Uhr im Cafe treffen soll?“
„ja....“ Sabrina zog mich weiter in ein Klassenzimmer.
Cut zu Spike und Buffy in Spikes Gruft.
Spike zieht an seiner Zigarette. Buffy stemmt die Hände in die Hüften und sieht in sauer an.
„Spike ich versteh ja wenn du mich nicht verstehst aber Cam kann doch nichts dafür.“
Spike hauchte den rauch aus dem Mund und sah Buffy streng an. „Sie ist 16 und du stellst mich vor vollendete Tatsachen. So nen scheiß kann ich nicht leiden.“
„na super, was hätte ich den tun sollen? Es den anderen erzählen?“
„Wäre besser als der Mist jetzt. Ich seh das nicht ein.“
Spike setzte sich auf seinen Sarg und starrte ins leere.
„Eben deshalb. Niemand kann es jetzt mehr ändern, auch du nicht. Niemand. Also was ist nun?“
„Buffy was zum Teufel erwartest du? Das ich überglücklich bin?“ Spike zog an seiner Zigarette.
„nein, das erwarte ich ja gar nicht aber sie kann doch nichts dafür das sie deine Tochter ist!“
„Ne Buffy, die Tour kannst du nem anderen erzählen.“
„Spike muss ich es buchstabieren????“ Buffy war wütend. „Sie ist deine Tochter, unsere Tochter.“
„na und?“ Spike trat seine Zigarette aus.
Buffy rannte aus der Gruft und auch wenn sie es nicht wollte musste sie weinen. Es war doch alles schon schwer genug gewesen mit Dawn. All die Erinnerungen kamen ihr wieder hoch.
Sie sank neben einem Grabstein zu Boden und lehnte sich an den kühlen Stein. Wie sollte es den jetzt weitergehen?
Hinter ihr hörte sie Schritte. „Buffy...?“
Sie drehte sich um.
„Wer auch immer du bist, hau ab!“
„Auch wenn ich es bin?“ fragte die Stimme.
„Angel? Was machst du denn hier?“
Buffy sah ihn an und sofort kamen wieder die alten Gefühle für ihn hoch.
„Ich wollte mal nach dir schauen, ob es dir gut geht! Wir haben uns ja lange nicht mehr gesehen…“
„Um genau zu sein 16 Jahre!“
„Wie geht es deiner Kleinen?“
Buffy stand auf und ging auf Angel zu.
„Cameron? Ich habe sie zu mir geholt, gestern Morgen, aber sie ist so anders als ich sie mir vorgestellt habe! Sie ist mein kleines Mädchen!“
„Kinder sind oft anders als ihre Eltern…. Hast du Lust mit mir ein paar Schritte zu gehen?“
Buffy nickte.
Sie hätte sich fast bei Angel eingehackt, wie in alten Zeiten, doch das traute sie sich nicht.
„Wie läuft `s in L.A.? Wie geht es Wesley, Gunn und Cordy?“
„So viel ich weiß geht es denen ganz gut, Cordy hat doch zu ihrem Traumberuf gewechselt! Hast bestimmt schon von ihrem Erfolg in dem Film Las Ketchup gehört!“
Buffy zog die Stirn kraus.
„Ich dachte der Film wäre ein Reinfall gewesen! Na ja ist ja egal, hast du eine Freundin?“
Angel schüttelte den Kopf.
„Wie soll ich eine Freundin haben, wenn ich weiß, dass es dich gibt!“
Sollte sie ihm jetzt sagen, dass sie mit Spike wieder zusammen war?
Nun, dass würde über kurz oder lang, zu Streit führen, aber sie hatte keine Lust Angel anzulügen.
„Ich bin mit Spike zusammen!“
„Wie? Du hattest dich doch von ihm getrennt!“
„Ja, aber dann sind wir doch wieder zusammen gekommen!“
„Na dann wünsch ich euch viel Glück!“
Angel grinste ironisch.
„Jetzt sei doch nicht gleich beleidigt!“ versuchte Buffy ihn zu besänftigen.
„Du siehst aber auch nicht aus wie die fröhliche Sonne!“ bemerkte Angel.
„Das geht dich nichts an!“
Buffy hatte jetzt wirklich keine Lust mit Angel über ihre und Spikes Beziehungsprobleme zu diskutieren.
„Du hast eben noch mit mir geschimpft, weil ich beleidigt war, dann darf ich doch noch fragen, weshalb du so traurig bist!“ wandte Angel ein.
„Okay, vergessen wir `s! Lass uns über andere Dinge reden!“
„Wie geht es Willow und Xander?“
„Willow trauert immer noch Tara nach und Xander kümmert sich rührend um seinen kleinen Sohn Anthony!“
Es raschelte hinter ihnen.
"Ah, mein Erzeuger meldet sich auch mal wieder, aber Pech gehabt, deine frühere Angebetete ist jetzt meine!"
Angel und Buffy blickten in Spikes Augen.
„Mit Spike ist heute wirklich nicht gut Kirschenessen angesagt!“ sagte Buffy und zog Angel weiter aus Spikes Sichtfeld.
„Lass gut sein, Buffy! Mit dem da werde ich schon noch fertig!“
Angel riss sich von ihr los und ging auf Spike zu.
„Spike, Angel, bitte nicht jetzt!“ flehte Buffy die beiden an, doch keiner von den beiden schien auf sie zu hören.
Und schon fing eine Rauferei an, auf die Buffy wirklich gerne verzichtet hätte.
„Hört sofort auf!“ schrie sie die beiden zusammen.
„Buffy, halt dich da raus!“ kam es von beiden gleichzeitig.
„Hey, ich bin euer Grund, also hört auf!“
Es war helllichter Tag und die beiden Vampire kämpften wie die Verrückten.
--
Cut zum Halliwell Manor
Piper, Leo und Shana frühstückten gerade.
„Ob Matt sich benimmt?“ überlegte Piper.
„Benehmen?“ fragte Leo nach.
„Du weißt schon, ob er mit Cameron nett umgehen wird!“
„Ach was, unser Sohn ist ein Gentleman!“
Leo zerstreute alle Zweifel die Piper je gehegt hatte.
Shana kämpfte mit ihrem Erdbeermarmeladebrötchen.
„Soll ich dir helfen, Kleines?“
Piper nahm Shanas Teller und verarbeitete das Brötchen in mundgerechte Bissen.
„Morgen ihr drei!“
Phoebe stand in der Tür. Sie hatte Jason auf dem Arm.
„Warum bist du denn so früh aufgestanden?“ wunderte sich Piper über ihre jüngere Schwester.
„Jason hat heute seinen ersten Kindergartentag!“ erinnerte Phoebe Piper und setzte Jason auf den Trip-Trap-Stuhl.
Die drei Halliwell-Wyatts waren fertig mit Frühstücken.
Shana ließ sich von Piper auf den Schoss nehmen und vergrub ihr Gesicht in deren Pulli.
„Da ist aber noch jemand müde!“ bemerkte Leo mit einem Lächeln.
„Sie hat ja auch kaum geschlafen!“ stellte Piper fest.
Cut zur Westbridge Highschool
Ich hatte nun schon fast alle aus der Stufe kennengelernt.
„Die da vorne ist Libby, halt dich besser von der fern!“
Sabrina klang nicht besonders begeistert.
„Ach was noch ein Freak?“
Das Mädchen namens Libby war wohl nicht gerade Sabrinas beste Freundin.
„Sag mal was will dieser Mr Kraft von deiner Tante?“
„Mr Kraft ist mit Zelda zusammen! Leider!“
Sabrina verzog das Gesicht und holte aus ihrer Tasche ein Sandwich.
„Willst du auch eins?“
Ich sagte ja und bis in das Sandwich.
„Vorsicht es könnte scharf sein!“ informierte mich Sabrina noch.
Doch es war zu spät.
Ich schmeckte das erste Mal ein Spellmann-Spezial-Sandwich.
„Was sind denn die Zutaten?“
„Nun da sind ne ganze Menge vom anderen Reich drin!“
Sabrina grinste.
„Vom anderen Reich?“ flüsterte ich fassungslos.
Waren denn jetzt alle verrückt geworden?
Sabrina tauschte mit Dreamer einen Blick. Dann zogen sie mich mit sich in eine Ecke der Kantine. Sabrina flüsterte.
„Also noch mal ganz langsam. Du hast keine Ahnung vom anderen reich?“
„n...ein!“
Sabrina sah mich geschockt an. Dann lachte sie.
„Das gibt’s nicht. Das gibt’s echt nicht.“ Als sie merkte das die anderen im Raum sie anstarrten sagte sie: „Nur nen Witz Leute, glotzt woanders hin!“
Harvey mit Brad und Matt im Schlepptau steuerte den Tisch an.
„Können wir uns zu euch setzen?“ wandte er sich an Sabrina.
Man sah Sabrina an das sie bei dem wir Brad offensichtlich ausschloss. Ok, er sah aus wie ein Schleimer aber warum fand sie ihn so schlimm?
„Klar. Klar könnt ihr.“ Sabrina setzte ein lächeln auf. „Cameron wie wär’s wenn du mich heute Nachmittag besuchen kommst, dann kann ich dir alles erklären...“
„Warum willst du mir das alles erklären ich könnte doch auch B...“
Dreamer trat mich unterm Tisch gegen das Schienbein. „Au!“
„Bravo Dreamer.“ Lobte Sabrina grinsend. “nein du wirst nicht, ich erklärs dir später. Also heut Nachmittag frag deine Mom sie weiß wo du hin musst...“
Matt grinste mich an. Man, sein grinsen war einfach nur süß! Der Hammer!
Harvey verzog das Gesicht. „Sabrina WIR waren heute Nachmittag verabredet...“
Sabrina grinste ihn an. „komm schon Harvey, Cameron ist neu, irgendwer muss ihr helfen. Ich war auch mal neu...“
Brads und Sabrinas Blick trafen sich und beide schickten dem anderen todeswünschende Blicke.
Der Gong ertönte. Zeit für den Unterricht.
*~*
Cut zum Friedhof.
Angel verpasste Spike grade einen Kinnhaken.
Buffy beobachtete die zwei Fassungslos und entsetzt. Schließlich riss ihr der Geduldsfaden.
„Ihr seit alle beide solche Idioten! So was hohles! Falls ihr euren Verstand wiederfindet wisst ihr ja wo ich wohne.“ Sie rannte vom Friedhof weg.
Spike kämpfte sich frei. „Buffy!!“
Angel sah ihr ebenfalls nach, dann zischte er Spike ein Idiot zu und rannte ihr hinterher. Spike rannte Buffy ebenfalls hinterher und keine zehn Meter weiter kämpften die beiden schon wieder.
*~*
Cut zum Schulbus.
Sabrina und Dreamer sitzen wieder neben mir, vor und sitzen Harvey Brad und Matt.
„Also heute Nachmittag bei mir, Ok?“
Ein kratziges Geräusch kam aus dem Gang. Wir sahen zum Gang. Matt hob grade seinen Bleistift auf. Er sah sich kurz zu Harvey und Brad um die lautstark über Football diskutierten, dann rappelte er sich auf und beugte sich zu uns runter.
„Und was ist mit mir? Ständig vergesst ihr mich.“
Mein Herz pochte wie verrückt. Wie konnte man ihn vergessen?
Sabrina flüsterte. „Wir vergessen dich nicht, allerdings ist es schwer Harvey einen plausiblen Grund dafür zu nennen das du bei mir rumhängst.“
„Harvey, Harvey, Harvey. Er muss ja nicht alles wissen. Er darf nicht mal alles wissen.“
„genau aus dem Grund frage ich dich nicht, du stehst eh vor der Tür.“
Harvey drehte sich um. „was macht ihr den da?“
Matt rappelte sich schnell auf und flüchtete auf seinen Platz.
Sabrina grinste Harvey an. “Matt hat uns nur so eine dumme Mathegeschichte erklärt…”
Harvey grinste zurück und vertiefte sich wieder mit Brad in eine Diskussion über Football.
*~*
Cut zu Buffys Haus
Buffy und Dawn sitzen auf der Couch, Willow spielt an ihrem Laptop herum.
Seit Buffy das Wohnzimmer vor 5 Minuten betreten hat giftet Dawn sie nur an.
„Buffy ich kann das einfach nicht fassen! Wie kannst du mir das einfach nicht sagen? Das fasse ich nicht. 16 Jahre lang wusstest du es! 16 Jahre! Noch nicht mal Spike wusste es. Ich meine es ist ja kein Weltuntergang wenn das halt passiert aber ich will das wissen und“
Buffy fiel Dawn ins Wort. „Dawn du warst damals 14. Mit 14 hat man bessere Sorgen als die eigene Schwester, abgesehen davon weist du selber das es mit Spike und mir damals nicht zum besten stand. Ich wollte nicht das du das alles miterleben musst. Abgesehen davon passte ein Kind auch nicht in meine Planung!“ Buffy sagte das ganz ruhig im Gegensatz zu Dawn die geschrieen hatte.
Willow mischte sich ein. „meint ihr beiden nicht das ihr da über gelegte Eier streitet? Es ist halt da und Dawn wir müssen es einfach akzeptieren. Es gibt ja auch schlechteres...“ Willow versuchte zu schlichten.
Im selben Moment ging die Haustür auf. „lass endlich deine Pfoten von mir!“ das war eindeutig Spike und höchst wahrscheinlich meinte er damit Angel.
„Das werden wir ja noch sehen, das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.“
Buffy strich sich durchs Haar. Die Wohnzimmertür flog auf, Spike und Angel polterten ins Wohnzimmer.
„Was wird das? Was macht ihr? Wo leben wir bitte schön? Im Mittelalter? Ich dachte eigentlich das man sich heutzutage den Freund aussuchen kann...“ Buffy verzog das Gesicht.
„Ich dachte bis vor ein paar Stunden das man das Recht hat zu erfahren wenn man Vater ist!“ setzte Spike hinzu.
„Was willst du eigentlich? Jetzt weißt dus!“
„Schön aber 16 Jahre zu spät! 16 Jahre!!“ brüllte Spike.
„Schrei mich nicht so an sonst kannst du gleich verschwinden, du weißt ja wo die Tür ist.“
Angel grinste.
Buffy sah das aus dem Augenwinkel. „Gilt übrigens auch für dich.“
Stille.
„Gut.“ Buffy grinste. „Schon besser. Man soll’s ja gar nicht glauben...“
Die Haustür flog auf. „Buffy...?“
Buffy fasste sich an den Kopf. „Himmel, so spät schon...“ sie stürmte in den Flur.
Cam ließ die Tasche sinken und grinste unsicher. „Hi“
„Hi. Dawn! Dawn!“
Dawn kam aus dem Wohnzimmer. „Was ist?“
„kannst du mal sehen ob wir was zu essen haben..?“
„Oh nein, nicht ich, nie im leben für die, nie im leben.“ Dawn stürmte aus dem Haus.
„ist schon Ok Buffy. Ich bin heut Nachmittag mit Sabrina verabredet, sie sagt du wüsstest wo sie wohnt..?“ Cam grinste unsicher.
Spike und Angel kamen gefolgt von Willow aus dem Wohnzimmer. Spike sowie Angel blieben in sicherem Abstand stehen und musterten Cameron.
„Klar. Schön das du schon Anschluss findest, Sabrina ist schließlich auch eine Hexe, das ist zwar was anderes aber das ist ja nicht so schlimm.“
Mein Blick traf den Spikes. Mein Dad. Buffy ging in Richtung Küche und ließ mich mit Spike, Willow und dem anderen alleine. Ich sah den anderen Typ unsicher an.
Willow ging auf mich zu und deutete auf Angel. „Also das ist Angel... Angel Cameron. Cameron Angel.“ sie grinste.
Cut zum Halliwell Manor
„Mom, Dad?“ Matt ließ seine Schultasche zu Boden sinken. Hinter ihm krachte die Tür ins Schloss.
Normalerweise hatte um diese Zeit seine Mutter oder eine seiner beiden Tanten (meistens aber doch seine Mutter) etwas gekocht. Heute war das haus leer und wie ausgestorben.
„Hallo? Jemand zuhause?“
Keine Redaktion.
Doch. Singend kam seine kleine Schwester Shana die Treppe hinunter. Matt nahm sei auf den Arm.
„Hi kleine! Wo sind Mom und Dad? Oder Tante Paige oder Tante Phoebe?“
Shana spielte mit ihrem Zeigefinger. Dann grinste sie. „Daddy is weg und Tante Phoebe, Jason und Mommy sind einkaufen. Tante Paige is auch weg.“
„und dich hat Daddy einfach alleine gelassen?“
Shana nickte.
„na so was. Na dann komm Kleine, schauen wir mal was wir so essbares im haus haben. Hattest du schon Mittag?“
Shana schüttelt den Kopf. Matt setzt sie auf einen Stuhl und wühlt im Kühlschrank.
Leo erscheint. Matt dreht sich um. „Oh, Hi Dad.”
“Daddy!”
“na ihr beiden? Tut mir leid Shana, ich musste wirklich weg. Matt sag, wie war es in der Schule.“
„Dad das fragst du sonst nie. Sag gleich das du Cameron meinst.“
Matt schob einen Nudelsnack in die Mikrowelle.
„ja, Ok, ich meine sie. Wie ist sie?“
„Oh, ganz süß eigentlich aber ich hab nicht direkt mit ihr geredet, Sabrina hat sie ganz unter ihrer Fuchtel, ist mir nur recht.“
„Süß.“ Leo grinst.
Matt boxt seinen Vater in die Seite. „ihr seit alle gemein...“
„ich hör ja schon auf...“
*~*
Cut zu Buffy
Buffy, Spike und Angel sind alleine in der Küche. Willow zeigt Cam den Weg zu Sabrina.
„Nicht mal mit ihr geredet habt ihr beide.“ Buffy ist wütend, sie fixiert Spike.
„Hey, ich bin nicht der Dad Typ...“ verteidigt er sich und steckt sich eine Zigarette an.
„Du könntest es ja wenigstens versuchen!“ motzte Buffy den vermeidlichen Dad an.
„Buffy, Spike muss erst mal in die Rolle reinwachsen!“ half Angel Spike aus der misslichen Lage.
„Von dir hätte ich etwas mehr Respekt erwartet! Du hast sie schließlich damals gesehen, und du weißt seit 16 Jahren Bescheid!“ schrie Buffy in Angels Richtung.
„Er wusste es die ganze Zeit?“
Spike war erst recht erbost.
„Du hast meinem größten Feind von meinem Kind erzählt? Das verzeih ich dir nie!“
Er wollte schon wieder gehen.
„Mein Freund du bleibst jetzt schön hier!“
Buffy hielt ihn an der Jacke fest.
„Buffy, ich denke ich sollte noch mal darüber nachdenken!“
Spike seilte sich von ihr los.
„Nein, du hast lange genug nachgedacht, ich liebe dich und du mich auch, Cameron ist unsere Tochter, warum willst du das alles nicht einsehen?“
Spike drehte sich zur Seite.
Wenn er ehrlich wäre, würde er ihr sagen, dass er sich über die Vaterschaft freut, aber er will nicht ehrlich sein.
Ihm kamen die Tränen wenn er Buffy so verzweifelt sah.
„Ich denke ich werde mich um sie kümmern, sie ist ein sehr hübsches Mädchen, sie hat Ähnlichkeit mit dir!“
Das ist das erste Kompliment, dass Buffy von ihm über seine Tochter hört.
Angel kratzte sich am Ohr.
„Buffy, ich glaube ich geh dann mal!“
„Angel, du bist doch gerade erst gekommen, du bleibst heute Nacht hier, kannst in Moms Zimmer schlafen!“
Spike riss die Augen auf, zog es aber vor zu Schweigen.
--
Cut zu Willow und mir
Willow und ich waren bei Sabrinas Haus angelangt.
„Wenn du möchtest hole ich dich nachher ab, Kleines!“
Sie lächelte mich an.
„Das wäre klasse!“
Willow verabschiedete sich von mir und ging wieder nach Hause.
Ich klingelte bei Sabrina.
Die Tür wurde geöffnet und eine Frau steht vor mir.
Das war sicher eine von Sabrinas Tanten.
„Cameron, wie schön das du gekommen bist, komm rein!“
Obwohl ich nicht wusste wer sie war, folgte ich der Frau ins Wohnzimmer.
„Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt, ich bin Zelda, Sabrinas Tante!“
Sie nickte in Richtung Sofa, wo Sabrina, Dreamer und wie cool, Matt saßen.
„Hey Cam, komm her!“
Sabrina winke mich zu sich und ich kauerte mich auf das Sofa.
„Au!“ hörte ich plötzlich eine Stimme.
„Du hast dich auf meinen Schwanz gesetzt!“ rief wieder die Stimme.
Sabrina grinste.
„Oh, du sitzt auf Salem, unserem Kater!“
Nervös sprang ich auf.
„Oh das tut mir leid!“
„Keine Ursache, ich werde oft als Fußabtreter, als Kissen, als Staubwedel und was weiß ich nicht als was ich benutzt werde!“ antwortete Salem.
„Warum kann er sprechen?“ erkundigte ich mich bei Sabrina.
„Salem ist ein Zauberer, er wurde in einen Kater verwandelt, einen ausgestopften Kater!“ fügte sie noch hinzu.
„Tante Hilda, kannst du uns nicht diesen klasse Tee zaubern!“
Hilda, die ich in der Schule schon gesehen hatte, betrat den Raum und begrüßte mich.
„Du bist also Buffys Tochter! Du bist ein sehr nettes Mädchen im Gegensatz zu Sabrina!“
Sabrina warf ihr einen wütenden Blick zu.
„Tante Hilda, dein Tee ist der beste, bitte!“
Sie zwinkerte mit den Wimpern.
Doch ihre Tante ließ sich nicht so einfach bezirksen.
„Sabrina wie wäre es wenn du deinen Gästen etwas anbieten würdest, ich möchte mich ein wenig mit Cameron unterhalten!“
Sabrina tat als hätte sie nicht ganz verstanden.
„Du machst also den Tee? Danke Tante Hilda!“
Sie fiel ihrer Tante um den Hals.
Matt, Dreamer und ich grinsten uns einen zureicht.
„Du machst den Tee, danke Sabrina!“
Sabrinas Tante hob die Hand und Sabrina sauste durch die Luft in Richtung Küche.
„Das hätten wir erledigt, Zeldi, kommst du auch?“
Zelda kam aus der Küche. „ja?“
Hilda ließ sich in einen Sessel fallen.
„Du bist also Buffys Tochter....“ Hilda legte die Stirn in Falten „Ob du wohl auch so viel Mum in den Knochen hast? Na ja, spätestens beim dritten Vampir kommst du klar...“
Ich verschluckte mich und hustete.
Zelda schimpfte: „Hilda!!“
Matt klopfte mir auf den Rücken. „Besser? Musst nicht gleich so erschrecken, die reißen dir nicht den Kopf ab.“
„Wenn sie könnten wü“
Zelda knuffte Hilda in die Seite.
„Was?“ Hilda verstand nicht.
Matt grinste. „Siehste, alles nur halb so wild.“
Zelda sah mich an. „Also Cameron, ich bin Zelda und ich bin eine andere von Sabrinas Tanten.“
„Ah ja...“ ich nickte.
„Also wenn du Fragen hast oder ein Problem kannst du auch jederzeit zu mir kommen.“ Zelda lächelte.
Ich musste grinsen. Fragen Probleme? Wenn ich davon absehe das offensichtlich alle außer Harvey und Brad alles verstanden und ich nichts, das mein Vater noch kein Wort zu mir gesagt hatte und meine Tante mich offensichtlich nicht mochte... ja, wenn ich davon absah hatte ich wahrhaftig keine fragen und Probleme.
Höchstens was so ein unverschämt gutaussehender Kerl wie Matt mit dem Kram am Hut hatte....
Hilda knuffte nun Zelda in die Seite. „Hilda natürlich hat sie Fragen.“ Dann wandte sich Hilda an mich „sag mal glaubst du uns allen das überhaupt? Ich meine Sabrina hat’s ja auch nicht geglaubt.“
Ich schüttelte den Kopf. „doch, ich glaub das schon aber das ist alles so... so viel auf ein mal..“
Zelda nickte. „ja, das kann ich mir vorstellen. Na ja, lass dich nicht unterkriegen. Wenn du auch nur etwas nach deiner Mutter kommst sollte das alles kein Problem sein. Ach ja.“ Zelda sprang auf. „Sabrinaaaaa!“
Sabrina kam mit einem Tablett Tee aus der Küche. „ja?“
„Hat Willard irgendwas gesagt?“
„Himmel Tante Zelda habt ihr eigentlich nichts von dieser Erfindung namens Telefon gehört? Aber er hat was gesagt, irgendwas von Café...“
Sabrina sah hilflos zu mir, matt und Dreamer.
Ich half ihr auf die Sprünge. „16 Uhr im Café hat er gesagt.“
Zelda stürmte aus dem Wohnzimmer.
Hilda grinste. „Ok, Zelda ist dann weg, ich geh auch weg. Ach ja Sabrina vielleicht solltet ihr noch bei Matt zuhause vorbeischauen, du weißt schon...“
Irgendwie kam ich mir mehr und mehr wie eine Schaufensterpuppe mit einem besonders exklusiven kleid vor. Jeder wollte mich sehen, jeder wusste alles über mich nur ich nicht.
„ja ,ja, schon gut.“ Sabrina trank ihren Tee aus.
Hilda verschwand.
Sabrina stand auf. „Ok, Tante Hilda geht mir jetzt ewig auf den Geist, also gehen wir jetzt zu dir.“
„immer bestimmst du was wir machen, aber warum gehen.“ Erwiderte Matt, stand auf und grinste.
Ich könnte in seinem grinsen versinken!
„Du bist lauffaul!“ versuchte Sabrina offensichtlich Matt umzustimmen, was auch immer er vorhatte. Matt ließ sich nicht erwichen. „Ok, ich gebe nach aber ich bring mich hier selber weg, vom orben wird mir übel.“
Sabrina verschwand in einem gelben Funkenregen.
Ich starrte auf die Stelle an der sie eben noch gestanden hatte.
Matt grinste. „Stimmt, kennst du wohl noch nicht. Gewöhnst dich sicher schnell dran.“
Ich saß immer noch auf dem Sofa und starrte an die Stelle.
Matt hielt mir seine Hand hin. „komm, steh auf. Nimm meine Hand, das tut nicht weh, wirklich. Das ist wie Achterbahn fahren!“
Ich sah matt unsicher an und gab dann zu: „Ich bin nie Achterbahn gefahren...“
„Nicht? Ok, dann mach halt die Augen zu. Komm schon, das ist praktisch und es tut nicht weh. Du musst nur meine Hand halten.“
Ich traute mich wirklich nicht. Das war so viel auf ein mal. Es sah beängstigend aus.
Matt seufzte, dann zog er mich mit beiden Händen hoch. „Dann nimm halt beide Hände. Nicht loslassen, mach vielleicht die Augen zu und das war’s.“
Ich atmete tief durch und bemühte mich das zittern meiner Hände zu unterdrücken. Matt hielt hier grade meine Hände! Mein Herz klopfte. Trotzdem hatte ich Angst.
Um uns wurde alles schwarz, dann standen wir plötzlich im Sonnenschein vor einem roten Haus.
Ich starrte Matt mit offenem Mund an. Das war ja Wahnsinn!
Matt grinste. „War doch gar nicht so tragisch.“
Eine Frauenstimme mischte sich ein, Sabrina kicherte.
„Na ihr beiden?“
matt ließ ,meine Hände erschrocken los. „Mom!“
Matts Mutter lächelte freundlich. „Hi! Du bist also Cameron. Kommt rein ihr drei.“
Wir betraten das Haus. Schon das Foyer war wirklich atemberaubend. Das ganze Haus ähnelte einer Kirche.
Ein kleines Mädchen lief auf uns zu.
„Mommy!“
Matts Mutter nahm die kleine auf den Arm. „Was gibt’s den Shana?“
Das kleine Mädchen starrte mich an. Matts Mutter folgte dem Blick.
Dann lachte sie. „also vielleicht sollten wir uns ja erst mal vorstellen. Also Cameron ich bin Piper Halliwell Wyatt, du kannst mich aber Piper nennen. Ich bin Matts Mutter, das ist seine kleine Schwester Shana. Na ja und ansonsten lebt hier noch Matts und Shanas Vater Leo, meine Schwestern Phoebe und Paige und Phoebes Sohn Jason.“
Shana grinste mich an. Piper ging vor in die Küche. Wir folgte alle.
Piper setzte Shana ab und sah sich nach mir um. „Ich und meine Schwester wir sind hexen, Leo ist ein Wächter des Lichts und sowohl Matt als auch Shana sind halb Wächter des Lichts, halb Hexe. Matt hat dir das ja schon demonstriert.“ Piper grinste. „na ja, und meine Schwester Paige ist auch halb Wächter des Lichts halb Hexe.“
Oh je, das war schon wieder so schrecklich viel zu verstehen. Noch mal langsam. Meine Mutter ist die Jägerin. Ich bin die Jägerin. Piper, Phoebe, Hilda, Zelda, Sabrina und Dreamer sind Hexen. Paige, Matt und Shana sind halb Hexe halb Wächter des Lichts und dieser Leo ist ein ganzer Wächter des Lichts. Was ist das überhaupt...?
Sabrina grinste mich an.
Matt lachte. „Mom du hast vergessen zu erwähnen was ein Wächter des Lichts ist...“
Hilfe. Gutaussehend, mit magischen Kräften und kann Gedanken lesen...
*~*
Cut zu Buffy, Spike und Angel.
Buffy wusste, dass sie keinem der beiden etwas zu trinken anbieten konnte, weil beide nur Blut zu sich nahmen.
Sie bat die beiden sich zu setzen und versuchte sie bei Laune zu halten.
Zum Glück kam Willow wieder.
Willow widmete sich Angel und Buffy konnte mit Spike verschwinden.
Spike und Buffy gingen nach oben in Buffys Zimmer.
„Schatz, ich liebe dich! Du hättest es mir sagen können, aber die Kleine ist so niedlich!“
Spike grinste.
„Willst du etwa noch mehr Kinder?“ fragte Buffy entsetzt.
„Nein, Cameron reicht mir, wer hat ihr überhaupt diesen Namen gegeben? Ihre Adoptivmutter?“
„Nein, ich!“
Buffy war immer noch stolz auf ihre damalige Entscheidung.
Spike streichelte über ihren Bauch.
„Du bist so süß!“
„Süß? Süß sind Katzenbabys und kleine Kinder, aber ich doch nicht, wenn ich süß wäre, würden mich die Vampire und Dämonen auffressen!“
Spike lachte.
„Weißt du eigentlich, dass es ganz schön lange her ist, dass wir zwei allein waren!“ stellte Buffy fest.
„Wir könnten es ja jetzt machen!“
„Machen?“ Buffy kicherte.
„Komm schon du willst es doch auch Jägerin!“
Jägerin, so hatte er sie lange nicht mehr genannt.
„Spike, mir ist im Moment nicht danach!“
Buffy stand auf.
„Warum nicht, wenn ich fragen darf?“ fragte Spike mit spöttischer Stimme.
„Ich hab im Moment keine Lust!“
Spike stöhnte.
„Du hast keine Lust? Wenn ich keine Lust habe, muss ich trotzdem!“
Buffy knöpfte wieder ihre Bluse zu und wollte gehen.
--
Piper lächelte.
„Am besten erklärst du es ihr Matt, denn du hast schließlich die Kräfte!“
Matt grinste süß-sauer.
„Okay, ein Wächter des Lichts, ist eine Art Arzt! Er muss seinen Schützlingen, also den Hexen helfen, wenn sie in Schwierigkeiten stecken und er kann sie heilen, wegorben, wie wir eben.“
Ich musste das erst mal verarbeiten.
Ein Wächter des Lichts, was war das überhaupt für ein Name, heilte also.
„Hallo ihr alle!“
Ein Mann, wahrscheinlich Matts Dad kam zu uns.
Piper küsste ihn kurz.
„Das ist mein Dad! Er ist ein Wächter des Lichts, er ist tot, weißt du es ist schon sehr lange her, da ist er in den ersten Weltkrieg gezogen, damals war er verheiratet und ist nicht wieder gekommen!“
Ich schluckte.
„Aha!“
Das konnte doch nicht wahr sein, dieser Mann war noch ziemlich jung.
„Dad fiel im Krieg und wurde ein Wächter des Lichts! Er hat gutes vollbracht, darum ist er ein Wächter des Lichts!“ schloss Matt seine komplizierte Erklärung.
Piper zog Matt kurz beiseite.
„Cameron, bist du, nicht wahr? Ich bin Leo, du kannst mich gerne Leo nennen! Du hast ja gerade alles gehört von Matt, wenn du irgendwelche Fragen hast, kannst du gerne fragen!“
Ich hatte Leo gar nicht zugehört, sondern ich bemühte mich Pipers Worte an Matt zu verstehen.
„Matt, spinnst du? Dad ist doch nicht tot, wie konntest du so etwas sagen!“ flüsterte Piper.
„Hör einfach nicht hin!“ rief Sabrina.
Sabrina und Dreamer langweilten sich anscheinend ziemlich bei dem ganzen Gespräch.
Das war ja auch kein Wunder, denn die beiden standen ja auch nicht im Mittelpunkt.
Ich hasste es im Mittelpunkt zu stehen.
„Mom, Dad ist tot, du solltest das nicht immer vergessen, es ist eben so, du kannst es nicht ändern!“ antwortete Matt seiner wütenden Mutter.
Sabrina sah deutlich auf die Uhr. „Leute es ist spät, ich muss gleich nach hause...“
„ja, ich auch.“ Dreamer schloss sich an.
Cam grinste. Das war deutlich.
Matt und Piper kamen wieder zu den anderen.
Sabrina nickte Cam zu. „Also dann bis Morgen.“ Schon verschwand sie.
Dreamer grinste. „tschau.“ Auch sie verschwand.
Ich stand etwas unschlüssig da. „und wie komme ich jetzt nach hause?“ es war das erste mal das ich mein neues Heim mein zuhause nannte.
„na wie wohl.“ Matt grinste.
Matt ging aus der Küche, ich verabschiedete mich von Piper, Leo und Shana und folgte ihm dann.
Matt sprach im Foyer mit zwei Frauen. Als er mich bemerkte drehte er sich um. „Cam, das sind meine Tanten Phoebe und Paige. Das ist Cam.“
Paige lächelte. „Hi, willkommen im Team.“
Phoebe lächelte mir ebenfalls zu.
Matt zog mich mit sich aus dem Haus. Hinter uns hörte ich seine Tanten kichern. Oder bildete ich mir das ein?
Matt und ich standen vor der Haustür.
Matt legte seine Hände auf meine Schultern, ich spürte seinen Atem in meinem Gesicht. Sein Blick war so süß.
Unsere Gesichter kamen sich näher und plötzlich waren seine Lippen auf meinen. Matt küsste mich! Im selben Moment orbten wir auch schon, diesmal merkte ich allerdings nichts von der Dunkelheit um uns herum. Als wir vor Buffys Haus erschienen lösten sich unsere Lippen voneinander.
Ich grinste unsicher.
Matt grinste so süß wie schon seit heute Morgen.
„Du bist süß Cam.“
Oh man. Was redete er da? Was sagt man auf so was? Gar nichts? Danke? Du auch?
„Na ja, bis morgen..“ Matt verschwand.
Ich stand minutenlang im Vorgarten und starrte auf die Stelle. Dann ging ich wie auf Wolken ins Haus. Matt - der süßeste Junge den ich je gesehen hatte -hatte mich geküsst!
In der Küche saßen Angel und Willow.
Willow sah von ihrem Laptop auf. „Wie kommst du den hier her?“
„matt hat mich gebracht. Übrigens Hi Angel.“ Ich wunderte mich über mich selbst. Wie konnte ich mich nur so schnell eingewöhnen?
„Wo steckt Buffy?“ wandte ich mich erneut an die beiden.
„Oben. Mit Spike. Dawn ist weg.“ Erklärte Willow und Angel knirschte mit den Zähnen.
„Oh, na denn.“ Ich schenkte mir Milch ein und überlegte wie es mit mir und Matt wohl weitergehen würde. Ob er das ernst gemeint hatte? Es war das erste mal das mich ein Junge küsste! Und ich war 16! Aber na ja, in dem heim waren ja auch nur widerliche Typen gewesen.
Buffy betrat die Küche. Ihr Haar sah zerzaust aus, wie ich aus dem Augenwinkel bemerkte.
„Dein Bluse ist falsch zugeknöpft..“ erwiderte Angel ganz cool.
Ich spuckte die Milch in das Glas und mühte mich krampfhaft das lachen zu unterdrücken.
Buffy knöpfte die Bluse richtig zu.
*~*
Währenddessen im Halliwell Manor.
Piper ging zurück in die Küche. Shana war bei Phoebe und Paige im Wohnzimmer, Leo saß am Küchentisch.
„Leo?“
„mhm, was ist.“
„matt hat grade Cameron geküsst.“
„Woher weißt du das?“ Leo trank einen Schluck Kaffee.
„Ich hab es gesehen.“
„Du beobachtest ihn? Piper er ist doch nicht mehr 5 ½ , er ist 16!“
„nur rein zufällig... Wirklich. Du solltest mit ihm reden. So von Mann zu Mann.“
Leo sah auf und grinste Piper an. „du machst dir im Ernst Sorgen um ihn? Die Tatsache das er Erwachsen wird finde ich weitaus beunruhigender als die Tatsache das er täglich Dämonen und ähnlichem begegnet. Aber gut...“
„danke.“
--
Matt schlich sich leise ins Haus, aber er hatte Pech.
Piper hatte ihn gehört.
„Matt? Komm bitte mal her!“
Wie ein reuiger Hund kam Matt ins Wohnzimmer.
„Was ist denn Mom, ich bin total müde! Morgen schreiben wir eine Klausur, muss mir den Stoff noch durchlesen!“
Unwillig sah er Piper an.
„Dein Dad will noch mit dir reden, ich sehe noch mal nach Shana!“
Piper raffte sich auf und ging nach oben in Shanas Kinderzimmer.
„Dad, was gibt’s? Ich habs eilig!“
Matt trat von einem Fuss auf den anderen.
„Willst du auch einen Saft?“ bat Leo ihm an.
„Nein danke, jetzt fang endlich an, sonst gehe ich!!“
„Nun, mal immer mit der Ruhe Matt, deine Mom hat dich gesehen, als du mit Cameron zusammen warst, dass nächste mal musst du sie ja nicht unbedingt vor unserer Haustür küssen!“
Leo zwinkerte ihm zu.
„Aber Dad, ich darf doch wohl noch mit Cameron zusammen sein! Sie ist meine Freundin, dass kann Mom mir nicht verbieten!“
Matt war völlig aus dem Häuschen.
„Matt, natürlich darfst du mit Cameron zusammen sein, sie ist ein ganz besonderes Mädchen, aber du musst es ja nicht gleich übertreiben, jetzt geht schlafen!“
Matt war erleichtert, dass er keine so schlimme Standpauke abbekommen hatte.
Seine Mom traf ihn noch mal im Treppenhaus.
„Nacht Matt! Bleib noch ein wenig mein kleiner Junge, ja?!“
Sie strich ihm über die Wange.
Was sollte das denn jetzt? Bekam seine Mom jetzt etwa sentimentale Tage?
Matt grinste und lief schleunigst in sein Zimmer, wo er sich auf sein Bett warf.
„Ich liebe dich, Cameron! Ich liebe dich, Cameron!“ flüsterte er immer wieder.
Piper blieb noch eine Weile an seiner Tür stehen und ging dann wieder zu Leo.
„Besonders zu Herzen genommen hat sich Matt aber nicht deine Strafpredigt!“
„Schatz, du wünscht dir doch einen Gentleman als Sohn, besser als ein Dealer, sagst du immer, siehst du was für einen Erfolg wir mit seiner Erziehung erzielt haben?!“ meinte Leo.
Buffy hatte es gemerkt und grinste.
„Du kommst auch noch in das Alter in dem du es nicht lassen kannst, Cameron!“
„Ach ja?“
„Sei nicht so frech!“ kam es gleich von drei Seiten.
Spike kam in die Küche.
„Hey, ich bin dann weg!“
Er drückte Buffy noch einen Kuss auf den Mund und ging dann.
„Warte mal!“
Ich lief ihm hinter her.
„Was ist denn, Krümmel?“ fragte er.
„Ich will heute Nacht bei dir Schlafen, dass ist bestimmt cool in so einer Gruft zu übernachten!“
Buffy und Willow schüttelten sincron die Köpfe.
„Du bleibst hier!“
„Ich habe gar keinen Platz für dich, Krümmel!“ stellte Spike fest und verschwand dann endgültig in der dunklen Nacht.
„Süße, wie wäre es mit Schlafen!“
Buffy wollte mich direkt wieder loswerden.
„Bitte nicht! Wir haben noch gar nicht so viel geredet, du läufst ihm immer hinter her und interessierst dich nicht für mich!“
Ich führte mich auf wie ein eifersüchtiger Teenager.
„Cameron, ich habe jetzt keine Zeit, du siehst doch, dass ich Besuch habe!“
Buffy deutete auf Angel.
„Weißt du was? Ich hätte es besser im Heim, dauernd werde ich von einem Ort zum nächsten geschickt!“ motzte ich.
Willow grinste und schob mich dann aus der Küche. „Komm schon Cam.“
„Was?“
„Sei nicht so zickig.“
Willow begleitete mich in mein Zimmer wo sie sich auf das Sofa fallen ließ. Ich setzte mich auf mein Bett.
„Willow?“
„ja?“
„habt ihr viel mit Matts Familie zu tun?“
„manchmal. Aber eher selten. Wieso fragst du? Wo warst du heut überhaupt?“
„Bei Sabrina zuerst und dann waren wir alle bei Matt.“
„Mhm.“
*~*
Buffy und Angel gingen nun gemeinsam auf Streife, bewaffnet mit Weihrauch und kreuzen.
Buffy grinste. „Wie in alten Zeiten.“
Angel mühte sich sichtlich ab immer zwei Schritte vor ihr über den Friedhof zu gehen. Sie legte ihm die Hand auf die Schulter. „Angel. Du musst nicht weglaufen. Nur weil ich mit Spike zusammen bin heißt das doch nicht das wir keine Freunde sein können.“
„nein. Aber es ist anders.“
„ich weiß.“
Buffy sah sich um. „Sieht friedlich aus.“ Lenkte sie ab.
„mhm.“
*~*
Willow und ich plauderten immer noch als Dawn ins Zimmer platzte.
„Könnt ihr nicht mal die klappe halten? Es ist 11 Uhr abends und ich will schlafen!!“
„Dawn...“ versuchte Willow zu beschwichtigen.
„Willow, du gehst mir gehörig auf die Nerven, genauso wie diese kleine Nervensäge da!“
Ich fühlte mich wieder unwohl.
Was hatte meine Tante gegen mich?
„Dawnie, komm setz dich zu uns! Du warst doch früher nie so…!“ redete Willow auf sie ein.
„Ich kann dir auch sagen warum ich so geworden bin!“
Wo war ich bloß gelandet?
Immer wenn gerade etwas Schönes passierte, verflog es in Sekundenschnelle.
„Dawn, bitte reg dich nicht so auf, du bist erwachsen, warum kannst du nicht länger als bis 23 Uhr aufbleiben? Im Magic Laden wirst du doch nicht soviel arbeiten müssen!“
„Wenn du mich fragst doch! Ich arbeite hart, im Gegensatz zu so manchen anderen Leuten hier!“
Dawn sah mich giftig an.
--
Sabrina lag inzwischen auf ihrem bett und grübelte. Seit sie wieder gekommen war grübelte sie.
Salem stolzierte ins Zimmer. „Sabrina warum schläfst du nicht?“
Sabrina drehte sich auf den Rücken. „bist du mein Aufpasser oder was? Ich denke nach. Matt und Cameron. Matthew und Cam.“
Salem hüpfte auf ihr Bett. „Sabrini?“ erkundigte er sich. „Alles Ok oder soll ich einen Tierarzt rufen?“
„Tierarzt? Spinner. Findest du nicht auch das die beiden total süß zueinander passen?“
„Sie hat meinen Schwanz gequetscht.“ Stellte Salem trocken fest.
Cut zum Wohnzimmer der Spellmans.
Hilda lag auf dem Sofa, umringt von Chips und Getränken und sah Fernsehen, Hexenfernsehen aus dem anderen reich. Zelda war immer noch nicht da.
Ihr war langweilig.
Salem kam die Treppe runter und sprang auf die Sofalehne. „Hildachen?“
„ja Katerchen?“ Hilda grinste.
„Ich mach mir Sorgen um unsere kleine Sabrina.“
„ich mach mir Sorgen um Zelda.“
„Ach dieser Dickwampst wird sie schon leben lassen.“
„Ich mache mir mehr Sorgen was sie da tut. Es ist spät salem.“
Salem sprang von der Sofalehne auf Hildas Bauch. „Hey, das wird mein neuer Sport. Ach du meinst sie ist zu lange bei dem?“
„nein, ich meine das jedes normale Café um diese Zeit zu hat.“
„Hilda du bist eifersüchtig. Wie wär’s den mit unserem Postboten? Ich hab ihn belauscht, er spricht immer mit seinem Fahrrad, er ist hungerprozentig in dich verknallt, der ist doch ganz süß. Oder die Partnervermittlung im anderen reich...“
„Salem!!!“
„Schon gut, bin schon still.“
„Da wäre ich mir nicht so sicher!“ ertönte eine Stimme im Hintergrund.
„Gleich ist es wieder genauso still wie vorher!“ schrie Buffy dem Störenfried zu und versuchte ihn zu vernichten.
Angel verwandelte sich in Angelus.
„Mein Freund deine Stunde hat geschlagen!“
„Angelus??????“
Im selben Moment stieß Buffy mit dem Holzpflock zu.
„Endlich ist es wieder friedlich!“ stellte sie fest.
„Mhm…!“
Angel sah auf den Boden und war wieder sehr schweigsam.
„Was ist denn? Hab ich was falsches gesagt?“ erkundigte sich Buffy erschrocken bei ihm.
„Was? Nein!“
Angel schüttelte den Kopf und ging weiter, dann drehte er sich urplötzlich um und tat etwas, womit Buffy in tausend Jahren nicht gerechnet hätte, er küsste sie.
Sie hätte am liebsten seinen Kuss erwidert, doch da war ja schließlich noch Spike den sie liebte.
Sie drehte sich weg und sagte in einem traurigen Ton:
„Ich glaube es ist besser, wenn du heute Nacht bei Xander schläfst!“
Angel war verwirrt und wütend.
„Ich dachte du würdest noch etwas für mich empfinden! Nun, dann kann ich ja auch wieder nach L.A., wenn du mich nur als deinen Freund siehst!“
Er verschwand in der Dunkelheit.
Am nächsten Morgen wurde ich von Buffy geweckt, sie stürmte in mein Zimmer, machte die Vorhänge auf und sagte mit hektischer Stimme:
„Cam, du hast verschlafen, raus aus den Federn, du musst zur Schule!“
Ich hatte gerade so schön geträumt von Matt und mir, und da kam sie rein.
Total müde, raffte ich mich auf und taumelte ins Badezimmer.
„Ich sehe ja aus wie Sch….e!“ stellte ich fest und verzog den Mund zu einer Grimasse.
„Cameron, komm runter, frühstücken!“ schrie Buffy hoch.
„Ich hab keinen Hunger!“ rief ich zurück.
„Los, beeil dich, dein Bus kommt in ein paar Minuten und du musst noch frühstücken!“
Buffy hatte meine Antwort anscheinend ignoriert.
Ich zerrte eine Jeans und einen Pulli aus dem Schrank und zog mich schnell an.
Danach schlich ich die Treppe runter.
Die Morgensonne blendete ganz schön.
„Hier stehen die Cornflakes, ich habe sie schon für dich fertig gemacht, du musst nur noch essen!“
Buffy war ja schlimmer als Milla.
Ich löffelte die Cornflakes im Schneckentempo in mich rein, Buffy beobachtete jeden Schritt von mir.
„Ciao!“
Ich machte, dass ich vors Haus kam und vor der Haustür stand, oh Schreck,
„Matt!“
Er lächelte mich schüchtern an.
„Hi, ich wollte dich abholen und noch ein paar Minuten mit dir allein sein!“
Er sah so süß aus.
Ich sah bestimmt schrecklich aus.
Ich schämte mich so für mein Aussehen.
Als hätte er meine Gedanken gelesen, sagte er mit netter Stimme,
„Heute Morgen siehst du aber hübsch aus!“
Ich sah an mir runter.
„Ich hab schon besser ausgesehen...“
Matt grinst. „Egal. Weißt du Cam ich...“ Matt stockt und sieht auf den Boden. „Ich hab mich in dich verliebt.“
In meinem Kopf arbeitet alles. Wenn meine Ohren richtig gehört haben hat mir grade Matt gesagt das er sich in mich verliebt hat! Hoffentlich träume ich nicht!!!
Trotz das mein Gehirn arbeitet wie blöd weiß ich nicht wirklich was ich sagen soll. Ich grinse nur. Mein Gott wie blöd. Jetzt hält er mich sicher für den letzten Volltrottel!
Ich atmete tief durch, beugte mich vor und küsste ihn.
Im nachhinein gesehen weiß ich selber nicht was in dem Moment passiert ist, jedenfalls war damit alles gesagt. Wahnsinn, zwei tage an einem ort und schon die große Liebe gefunden!
Wenig später sitzen Matt und ich im Bus. Wir haben den Bus so grade noch erwischt. Aber auch nur weil der Bus ebenfalls zu spät kam.
Sabrina sitzt heute neben Harvey am Fenster, neben Harvey sitzt Bratt.
Matt und ich sitzen neben Dreamer die uns Plätze freigehalten hat.
Matt deutet nach vorne zu Sabrina. „ist sie wahnsinnig geworden?“
Dreamer schüttelte den Kopf. „Sie muss ja nicht zaubern, das tut sie im Bus doch nie.“
„Und wenn sie’s doch tut ist sie ne Maus.“
Dreamer lacht auf. „dann könnten wir sie ja Mr. Kraft schenken....“
„So ein Quatsch.“
Ichs ehe fragend von Dreamer zu Matt. Maus? Brad? Was ist den nun los?
Matt erklärt im Flüsterton:
„matt hat ein Hexenjägergen, er ist empfindlicher für Sabrinas und Dreamers Art von Zauberei. Wenn er ausspricht das eine der beiden eine Hexe ist muss sie 100 Jahre lang als Maus leben...“
Ah ja. Ich nickte mechanisch auch wenn ich eigentlich nichts verstanden habe.
Cut
Es ist nach Schulschluss, wieder sitzen wir alle im Bus.
Es weiß immer noch niemand von Matt und mir. Ich platze bald. Jedenfalls habe ich nun verstanden was ein Hexenjägergen ist den in der großen Pause hat Sabrina etwas an meinem Spind gezaubert weil er geklemmt hat, Brad hat es bemerkt und Matt und Dreamer konnten grade noch mit einem inszenierten Streit verhindern das er aussprach was er sagen wollte.
Sabrina und Harvey saßen diesmal neben mir, sie waren allerdings ziemlich in eine Diskussion über den Hauswirtschaftsunterricht verwickelt so das ich mich nach vorne lehnte zu Matt Dreamer und Brad.
„Was macht ihr heute?“
Dreamer sah mich an und flüsterte mir dann ins Ohr: „Bin im anderen reich, pass doch auf, Brad sitzt hier...“
Ich nahm mir vor Dreamer bei Gelegenheit zu sagen das sie bei Brads Anwesenheit ja nicht ganz ehrlich sein musste.
Matt erklärte: „wahrscheinlich muss ich auf meine kleine Schwester aufpassen.... Super... Und du?“
„Ich geh meinen Dad besuchen.“ Ich fand die Idee ziemlich gut. Wenn der Prophet nicht zum Berg kam musste der Berg halt den Propheten suchen. Auch wenn es in Sunnydale wahrscheinlich ziemlich viele Friedhöfe gab.
„Bist du wahnsinnig?“ brauste Matt auf. Brad sah sich erstaunt zu ihm um.
„Was issen so tragisch daran das sie ihren Dad besucht, Kumpel?“
Matt zog sich eine Erklärung aus der Nase. „Er ist... Alkoholiker.“
„ach so.“ Brad interessierte das Gespräch nicht mehr und er stopfte sich die Kopfhörer seines
Discmans in die Ohren.
Der Bus hielt an.
Fünf Minuten später waren Sabrina, Matt, Dreamer und ich die einzigste die noch an der Haltestelle standen.
„Bist du den von allen guten Geistern verlassen? Du weißt nicht irgendwas über Vampire und willst gleich über X Friedhöfe?“
„na ja, es ist helllichter Tag....“
matt wandte sich ab. „na wenn du unbedingt meinst....“ er lief weg.
Sabrina grinste. „Was hat der den? Ist ja richtig süß....“
„ist er auch.“
Dreamer und Sabrina grinsten. „irgendwas was wir wissen sollten?“
Ich zögerte.
„Naja, Matt ist wirklich richtig süß….“
„Und?“ fragte Sabrina neugierig.
„Gestern Abend ist es dann passiert!“
„Was ist passiert? Ihr habt doch nicht etwa…? Jetzt lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen!“ schimpfte Dreamer.
„Quatsch, was du immer denkst! Er hat mich geküsst! Es war Wahnsinn, seitdem weiß ich, dass er was von mir will und ich habe ihn dafür heute Morgen geküsst! Wir sind so zu sagen zusammen!“
Ich schwieg.
„Hey, dass ist doch eine schöne Nachricht!“
Sabrina schlug mir begeistert auf die Schulter.
„Mhm, also ich muss dann wirklich zu meinem Dad!“
„Wir telefonieren!“ rief mir Sabrina noch hinterher.
Ich stieg in den nächsten Bus, auf dem „Zum Friedhof“ stand.
Der Bus war menschenleer.
Als ich ausstieg, hatte ich das Gefühl das es dunkler geworden war, ich ging ein Stück geradeaus und betrat den Friedhof.
Ich fühlte mich einsam.
Kein Laut drang an mein Ohr.
Ein Käutzchen machte Geräusche, aber es verstummte sofort wieder.
Ich lief immer weiter, ohne so recht eine Orientierung zu haben.
Die Namen auf den Gräbern waren sehr schwer zu erkennen, wahrscheinlich war der Friedhof etwas älter.
Wie alt konnte ich nicht schätzen, wichtig war jetzt erst mal meinen Vater zu finden, der mich „Krümmelchen genannt hatte!“
Die Menschen, die nicht mehr unter den Lebenden weilten, fanden hier bestimmt ihre letzte Ruhe.
Auf einmal hörte ich etwas hinter mir, es war undefinierbar.
Ich zuckte zusammen.
„Ah, Frischfleisch! Endlich mal wieder ein menschliches Wesen, dass man vertilgen kann!“ rief jemand, es war eine männliche Stimme.
Oh je, wo war ich bloß?
„Schätzchen, du brauchst dich nicht so umzuschauen, mich fängst du so wieso nicht, ich bin der jenige, der dich fängt und von deinem Blut trinken wird!“
Wenn ich die Jägerin war, warum konnte ich nicht anfangen meine Superkräfte einzusetzen?
Diese Person die die ganze Zeit mit mir Spielchen spielte stand plötzlich vor mir.
Ich war vollkommen wehrlos und fing an laut aufzuschreien.
Aber ich wusste, dass mich sowieso niemand hören würde, weil ich ja auf einem Friedhof war.
Trotzdem schrie ich weiter und lauter, die Person zog mich an sich und hielt meinen Mund zu.
Ich brachte nur noch ein:
„Mhm…,mhm!“ raus.
Ich war verloren.
„Lass sie sofort los, du Bastard!“ drang eine wütende Stimme bei mir durch.
„Ich denke nicht da dran, Spike! Dieses Mädchen ist meine Beute, such dir gefälligst jemand anderen!“
„Das werden wir noch sehen!“
Dad, dachte ich.
Plötzlich wurde ich zu Boden geschleudert, wodurch ,stellte ich erst nach ein paar Sekunden fest, Spike hatte die Person weggeschubst und kämpfte nun mit ihm.
Ich lag am Boden und konnte den Kampf verfolgen.
Da ich Spike mit grünen Augen und so einem Gesicht noch nie gesehen hatte, konnte ich seinen Anblick zuerst nicht ertragen.
Er rettete gerade mein Leben und ich sah weg!!!
Dieser Gedanke erfasste mich kurz darauf und ich beobachtete den Kampf schließlich doch.
Er war schließlich mein Dad, dass konnte nichts ändern.
Nach einer Ewigkeit, wie es mir erschien, hob mich jemand hoch und trug mich fort an einen anderen Ort.
Ich war müde von dem ganzen Spektakel und dachte mir, dass es nur Spike sein konnte.
Erst als er mich ablegte, sprach er mich an.
„Du hättest tot sein können, Krümmelchen!“
Ich brachte es nur fertig zu nicken.
„na ja, immerhin weißt du jetzt wie ein Vampir aussieht wenn er blut will. Ein Grund mehr das du lernen solltest wie du dich wehrst.“ Ich spürte das Spike in diesem Moment auch sauer auf mich war. „Was hast du eigentlich auf dem Friedhof gesucht?“
„Dich.“ Flüsterte ich.
„Ach Kleines, so ein Quatsch, so ein Quatsch. Komm, steh auf, wir müssen nach Hause. Buffy macht sich sicher sorgen.“
Spike half mir hoch. Ich stand wie auf Eier und um mich herum war alles verschwommen und ein wenig schwarz. Ich kämpfte gegen die aufsteigende Dunkelheit an.
Verschwommen erkannte ich das ich am Rand des Friedhofs stand.
Dawn kam auf und zu. „Spike! Ich hoffe du hast ne verdammt gute Entschuldigung was ihr hier veranstaltet und ich latsch mir die Füße platt. Habt ihr vor jetzt nach hause zu kommen oder was?“
Meine Ohren bebten bei Dawns Gekeife. Was war bloß mit mir los? Warum sah ich alles so verschwommen?
Spike und Dawn gingen zügig los, Spike hielt mich fest aber ich war total durcheinander und war mir nicht mehr sicher wo links und wo rechts war.
Dawn drehte sich um und zum ersten mal hörte sich stimme weicher an. „Gott, das sieht ja schlimm aus. Komm Cam.“ Dawn griff nach meiner anderen hand.
Dawn nannte mich Cam, sie akzeptierte mich vielleicht.
Um mich herum wurde alles schwarz.
*~*
„Cam?“ Spike rüttelte an Cams Körper.
Dawn lies Cams Arm los. “OK, ich will gar nicht wissen was passiert ist, auf alle fälle muss sie nach hause. Aber sei dir sicher, Buffy köpft dich oder so, sie ist rasend vor Sorge und das wird zu Wut werde...“
„Will ich gar nicht wissen...“
*~*
Kurze Zeit später sind Spike, Dawn und Cam zuhause. Cam liegt in ihrem Bett, Dawn und Willow sind bei ihr.
Buffy und Spike stehen im Flur vor Cams Zimmer.
„Verdammt Spike was zum Teufel ist passiert?“
„Ich hab nur gesehen das ein Vampir sie im Würgegriff hatte, nen paar Sekunden weiter hätte er sie gebissen. Er hat’s aber nicht, war etwas viel für sie, wer weiß was sie so gewohnt ist, kann nicht viel sein.“
Buffy seufzte. „Ok. Danke.”
“Du solltest zusehen das sie lernt wie sie mit Vampiren und so was fertig wird. Es wird nicht der letzte gewesen sein und wenn sie dann ohnmächtig wird war’s das.“
„Sie ist erst 2 Tage hier. Wie konnte sie bloß auf so eine Schnapsidee kommen.“
Dawn kam aus Cams Zimmer. „Ich will ja nichts sagen aber ihr habt ihr ja auch nicht gesagt das Vampire verdammt gefährlich sind.“
Cut zu Cam.
Um mich herum war alles schwarz, dann erkannte ich durch einen Nebel meine Zimmerdecke. Ich war zuhause. Langsam verzog sich der Nebel. Ich fühlte das mir kalt war und meine Glieder ganz steif waren.
Jemand trat an mein bett. „Cam?“
„Willow...“ ich brachte ein grinsen fertig.
„Es ist alles OK Cam. Spike und Dawn haben dich nach hause gebracht. Das wird schon. Ich denke du wirst in Zukunft einiges lernen müssen damit dir so was nicht noch mal passiert. Wie fühlst du dich?“
Der Nebel hatte sich vor meinen Augen verzogen und verzog sich auch langsam von meinem Gehirn. „na ja, geht so.“
Die Tür ging auf.
Dawn betrat mein Zimmer. „Hi Cam, dacht ich mir doch das du jetzt wach sein könntest. Wie wär’s mit was zu essen?“
War das wirklich Dawn? Sie zauberte hinter ihrem Rücken ein Tablett mit Puddingschüsseln hervor.
„Süßkram. Nicht sehr gesund.“ Stellte Willow fest, bediente sich dann aber auch.
„Zucker ist gut wenn man ohnmächtig oder bewusstlos war und so.“ belehrte Dawn sie.
Cam grinste.
Willow nickte. „ah ja, na egal, Hauptsache lecker.“
Ich löffelte mein Schüsselchen aus und beschloss dann das es Zeit war eine Runde zu telefonieren als Dawn und Willow mein Zimmer verließen.
Ich war grade dabei aufzustehen als meine Eltern das Zimmer betraten.
Buffy drückte mich zurück ins Bett. „du bleibst schön liegen! Es reicht das Dawn dich schon mit Süßem voll stopft.“
Na ja, Buffy mimte die strenge Mutter. Ich gönnte es ihr. In Wahrheit sah man ihr deutlich an das sie genauso froh über Dawns Wandlung war wie ich es war.
Gehorsam legte ich mich zurück ins bett. „kann ich trotzdem telefonieren?“
„ja, klar, mit wem den?“ Buffy setzte sich auf die Bettkante.
„Sabrina, Dreamer, matt vielleicht. Aber von Dreamer hab ich keine Nummer.“
„Sabrina kenn ich.“ Buffy grinste. „Matt steht für...?“
„Matthew Halliwell Wyatt.“ erklärte ich.
Buffy nickte. „Ok Cam aber zurück zu den wichtigen Dingen. Du weißt was das auf dem Friedhof war?“
Spike lehnte am Fensterbrett. Jetzt mischte er sich aber ein wie ich grinsend feststellte. „Buffy Cam ist nicht blöd.“
„Ok, also Cam damit so was nicht wieder passiert den Spike, Willow, Dawn, ich oder sonst wer wird nicht immer da sein, wirst du lernen müssen dich selber zu verteidigen und die Vampire zu töten oder zumindest zu verjagen.“
„Zu töten?“ fragte ich erschrocken.
Ich konnte keinem etwas zu leide tun, selbst den Spinnen im Waisenhauskeller hatte ich immer den Tod erspart.
„Du kannst dich ja langsam steigern, erst verjagen, verteidigen und dann irgendwann töten!“ meinte Buffy mütterlich.
„Ihr müsst mir aber dabei helfen, ich will erst mal mit euch auf Jagd gehen!“ verlangte ich.
„Nein, wenn du es alleine machst, lernst du es am schnellsten!“ wandte Spike ein.
Ich sah mich schon alleine auf dem Friedhof stehen.
„Das hast du doch heute gemerkt!“ sagte ich mit kläglicher Stimme.
„Süße, erst mal schläfst du dich aus! Wir gehen jetzt runter, Nacht Kleines!“
Buffy strich mir über den Kopf und gab mir einen sanften Kuss.
Spike stellte sich neben sie und sagte: „Krümmelchen, versprich mir nie wieder so einen Unsinn wie heute zu machen!“
„Okay, schönen Abend noch!“
Ich wollte jetzt telefonieren.
Die beiden gingen endlich und ich hatte meine Ruhe.
Das Telefon befand sich im Flur, ich ging es holen.
Matts Nummer wusste ich auswendig, aber ich wollte erst mit Sabrina telefonieren.
Sabrinas Tante Zelda meldete sich und gab den Hörer an Sabrina weiter.
„Ja? Ach du bist es Cam! Wie wars? Erzähl mal!“
Sabrina war wirklich neugierig.
„Sagen wir es so, ich wäre fast gestorben, ein Vampir wollte mich umbringen, aber mein Dad kam und hat mich gerettet!“
„Ein Vampir wollte dich lynchen? Warte mal kurz, sei mal still Salem, ich telefoniere! Und dein Dad ist einfach so aufgetaucht?“
„Ja so ungefähr! Ich bin nur glücklich das er mich gefunden hat, jetzt soll ich lernen wie ich mich verteidigen kann!“
„Das kannst du mir dann auch gleich beibringen!“ scherzte Sabrina.
„Zusammen macht es mehr Spaß!“ das meinte ich ernst.
„Du ich muss jetzt leider auflegen, mein Ego muss sich noch ein wenig mit Harvey beschäftigen!“
Sabrina konnte einen richtig voll quatschen.
Jetzt war es an der Zeit Matt zu rufen.
Ich hoffte inständig, dass Matt ans Telefon ging und niemand seiner Familie.
Leider meldete sich nicht Matt, wie ich gehofft hatte, sondern seine Mom.
„Hi Piper, kann ich bitte mal mit Matt sprechen?“
Piper schien einen Moment zu überlegen.
„Matt? Matt ist nicht da!“
„Mom, red keinen Scheiß, natürlich bin ich da!“
Ich konnte ein Gerangel hören und Matt sagte mit seiner süßen Stimme.
„Hi Cam! Wie geht es dir? Ich gehe mal eben in mein Zimmer! Meine Mom muss ja nicht alles mit anhören!“
Ich konnte mir richtig vorstellen wie Matt seiner Mom einen wütenden Blick zu warf.
„Kannst du her kommen? Ich vermisse dich so doll!“ flüsterte ich.
„Klar ich komme sofort, warte einen Moment!“
Ich beendete das Gespräch und legte mich wieder auf das Bett und wartete auf Matt.
Und siehe da, Matt orbte sich in mein Zimmer.
Zuerst konnte ich nur Glitzern sehen, doch dann war er da.
Matt grinste, verstummte dann aber als er mich im bett liegen sah. Nur die Nachttischlampe erhellte mein Zimmer.
„Was ist den hier los? Hast du Stubenarrest bekommen oder so was?“
„Nicht direkt...“ ich gestand wiederwillig alles. „Du hattest recht, es war eine dumme Idee Spike auf eigene Faust zu suchen. Ein Vampir hat mich erwischt und wenn Spike, also mein Dad, wenn er nicht gekommen wäre hätte er mich gebissen und .. ausgesaugt. Und dann hat er mich weggetragen, Dawn kam und dann wurde ich ohnmächtig.“
Matt setzte sich zu mir aufs Bett. Er legte seine Arme um mich. „was machst du bloß für Sachen!“
Ich weiß nicht, irgendwann hat Matt das Licht ausgemacht und wir sind Arm in Arm eingeschlafen. Jedenfalls wurde ich erst wach als am nächsten Morgen Dawn ins Zimmer platzte.
„Guten Morgen Cam, wie geht’s dir...?“ das Licht ging an.
Ich blinzelte und fühlte etwas schweres auf meinem Bauch. Matts hand. Und ich sah Dawn die uns mit offenem Mund anstarrte.
Dann schloss sie die Tür hinter sich. Ich legte Matts Arm an die Seite, er wachte nun auch langsam auf.
Dawn atmete tief durch. „Ok. Cam du wirst mir das alles erklären, aber heute Nachmittag. Ich will ja nicht so sein, ich weiß ja wie das ist aber wenn ich euch nen Tipp geben darf solltest du deinen Hintern schnellstens von hier wegbewegen Junger Mann, nämlich dahin wo du hingehörst wo dich wahrscheinlich ein Haufen Ärger erwartet.“
Matt rieb sich die Augen, ich warf ihm einen traurigen Blick zu und er orbte weg.
Dawn sah mich streng an. „nicht zu fassen, sechzehn, zwei tage hier und du liegst mit dem erstbesten Kerl im Bett nur weil er zufällig auch leicht übernatürlich ist, nicht zu fassen!“
„Dawn! Es ist nicht so wie du vielleicht denkst...!“
„Ok, du wirst mir sicher alles erklären können... Hast du ein Glück das ich hoch bin und nicht Buffy, sie hätte dich gevierteilt, nur damit du bescheid weist. Ok, im Zweifel für den angeklagten.“
Dawn stürmte aus meinem Zimmer.
Ich rappelte mich auf. Irgendwer hatte mir gestern meine Klamotten ausgezogen bevor man mich ins Bett gelegt hatte. Mein Körper fühlte sich verbogen an. Wahrscheinlich war es nicht sehr gesund zu zweit in einem bett zu liegen.
Ich suchte mir Klamotten raus und ging dann ins bad wo ich mich ein wenig an Buffys Make Up bediente da ich nun wirklich fürchterlich aussah. Anschließend sahen nur noch meine Haare schrecklich aus so das ich sie doch noch wusch und dann im Eiltempo föhnte.
Anschließend sah ich immer noch schrecklich aus. Dank Dawns frühzeitiger Weckaktion hatte ich immer noch eine halbe Stunde, dem Himmel sei dank.
Ich polterte die Treppe hinunter in die Küche. Buffy frühstückte, Spike saß neben ihr. Willow tüftelte am Toaster rum und Dawn goss sich grade Kaffee ein wobei sie mich mit einem warnenden Blick bedachte.
„na wie geht’s Krümmel?“ erkundigte sich Spike.
Krümmel. Immer noch gewöhnungsbedürftig aber wenn’s ihm Spaß machte.
„gut.“
„Ihr geht es zu gut.“ Stichelte Dawn.
Buffy sah auf. „Dawn?“
„Ach nichts... Ich geh dann mal in den Laden...“ Dawn flüchtete, Willow folgte ihr. Wenn ich aus der Schule komme würden sicher alle davon wissen...
Ich schlang mein Toast so schnell hinunter wie ich nur konnte.
Dann nahm ich meine Schultasche, umarmte Buffy kurz und flüchtete dann mit einem Ciau in Richtung Bushaltestelle.
*~*
„Leo?“ Piper hielt Shana auf dem Arm als sie in die Küche kam. Sie setzte das kleine Kind auf einen Stuhl.
„Was gibt’s?“ Leo rührte in seinem Kaffee.
„matt ist nicht zuhause. Unser Sohn ist nicht zuhause. Sein Bett ist nicht mal angerührt und ich kann mir nur zu gut denken wo er ist!“
Leo grinste. „Bitte, Piper, das ist doch wirklich lächerlich! Matt ist vernünftig, in einem Monat wird er 17, er hat sicher eine plausible Erklärung.“
„na auf die bin ich gespannt...“ Piper ließ sich auf ihren Platz sinken und vergrub das Gesicht in den Händen.
Leo legte einen Arm um sie. „Piper, vielleicht solltest du ihn wirklich etwas mehr los lassen, ich meine er ist nicht mehr so klein wie Shana, er tut nichts was er später bereut. Er ist vernünftig.“
„Wenn er vernünftig wäre, wäre er jetzt in seinem bett!“
Paige und Phoebe mit Jason kamen in die Küche.
Als alle grade frühstückten kam Matt in die Küche.
Piper sprang auf. „Wo um alles in der Welt bist du gewesen? Denk dir erst gar keine Ausreden aus, du warst heute Nacht nicht mal in deinem Bett!!!“
Matt zog reflexartig den Kopf ein, Leo sprang ebenfalls auf und Shana kämpfte nun alleine mit ihrem Toast.
Phoebe und Paige beobachteten den sich anbahnenden Streit.
„Mom ich bin 16 und nicht 6! Ich werde ja wohl.“
Piper schnitt ihm das Wort ab. „Das gibt dir nicht das Recht die ganze Nacht weg zu bleiben! Wo warst du? Bei Cameron???“
Hinter matt ging die Mikrowelle in die Luft. Sie war seit mehr als 17 Jahren nicht mehr so wütend gewesen das sich ihre Kraft ihrer Kontrolle entzog.
„und wenn schon?“ Matt brüllte, Piper brüllte.
Shana sah ängstlich zu ihrer Mutter die ihren Bruder anschrie.
Jason fing an zu brüllen und Leo versuchte für Frieden zu Sorgen.
Er legte Piper eine Hand auf die Schulter. „Piper, bitte, wenn ihr euch anschreit führt euch das nicht weiter...“
Piper sah Leo an. „deine Erziehungsmaßnahmen bringen uns auch nicht weiter, den Erfolg haben wir ja jetzt!!“
Jetzt war Leo ebenfalls beleidigt.
Matt schrie Piper wieder an: „Immerhin mäkelt Dad nicht bei jedem kleinsten Tritt den ich nicht bei euch anmelde! Für wie alt hältst du mich eigentlich?“
Wütend ergriff er seine Schultasche und rannte aus dem Haus.
Piper bebte und daher flog nun auch der Toaster in die Luft.
*~*
zehn Minuten bevor der Bus überhaupt eintraf standen wir alle an der Bushaltestelle. Matt und ich standen etwas abseits.
„Mist. Meine Mutter ist voll auf 180. Stinksauer.“ Man merkte es Matt an das er ziemlich miese Laune hatte.
„Tröste dich, Dawn hält mir das mit Sicherheit ewig vor. Solange bis alle Welt es weiß.“
Matt grinste. „na ja, war ja auch nicht besonders intelligent..“
Der Bus kam.
*~*
Wenig später war pause. Sabrina und ich standen im Pausenhof. Dreamer war heute nicht zur Schule gekommen.
Sabrina ließ sich auf eine Bank fallen. „Uff.“ Ich setzte mich zu ihr.
„Hey Cam was ist los? Du hast heute keinen Ton gesagt, ich dachte schon du bist in Chemie eingeschlafen!“
Sabrina hielt mir ein Sandwich unter die Nase. „Willst du? Hey sag doch irgendwas, das hält man ja nicht aus, du bist fürchterlich still.“
Ich roch an dem Sandwich. Verdächtiger Geruch nach Chili. Wie kann man so was essen?
Sabrina wedelte mit dem Sandwich vor meiner Nase. „Hallo? Erde an Cam? Lebst du noch?“
Ich lehnte mich auf der Bank zurück.
Sabrina sah mich an. „Hey ich warne dich: Entweder du sagst jetzt was oder ich greife zu radikaleren Methoden.“ Sabrina lachte über ihren eigenen scherz.
Ich fand ihn nicht besonders lustig weil ich grade überlegte ob Dawn wohl Buffy alles erzählte.
Sabrina knuffte mich in die Seite. Reflexartig zog ich meinen Arm weg: „Hey!“
„Wow, du kannst noch reden. Komm, spucks aus. Haben sie dich gelyncht wegen der Vampir- Geschichte? Oder hast du das Haus abgefackelt? Komm sag schon!!“
„na ja...“ wiederwillig gab ich nach den Sabrina würde es eh rausfinden „ Dawn hat Matt und mich heut Morgen erwischt.“
Sabrina prustete los. Dann ging sie sich wieder als ich sie sauer ansah. „Sorry Cam aber gestern habt ihr euch geküsst und heute erwischt.“
„Nicht erwischt wie du grade denkst!“
„Ach ja?“ Sabrina grinste.
„na ja, Matt war gestern Abend noch bei mir und wir sind wohl eingeschlafen, auf jeden Fall hat Dawn uns erwischt...“
Sabrina grinste. „Du bist echt bescheuert Cam.“
Ich starrte die Wand vor uns an.
„Ok, so was passiert, vielleicht sagt Dawn ja nichts.“
Ich sah Sabrina zweifelnd an.
„Cam ruhig bleiben. Noch hat sie nichts gesagt wenn ich’s richtig verstanden hab und wenn schon, sie werden es dir nicht verbieten können ihn zu treffen und Buffy ist doch eh ziemlich locker....“
Es gongte. Wunderbar... Mathe.... das heitert mich sicher auf... Ich schlich hinter Sabrina den Gang zum Klassenzimmer des Mathelehrers entlang.
Sabrinas Laune sank ebenfalls den wir hatten Mathe bei Mr. Kraft.
Matt und ich saßen im Matheunterricht nebeneinander aber diesmal schwiegen wir uns nur an und starrten demonstrativ in verschiedene Richtungen. Deshalb bekamen wir von Mr. Kraft einen Zettel zum nachsitzen und kurz darauf drückte er Sabrina einen weiteren auf.
Es gongte.
Sabrina stürmte zu mir und Matt und wedelte mit ihrem Zettel. „Hey, ich hab zehn Minuten weniger nachsitzen als sonst, so ein Schleimer, der glaubt im ernst das ich das Tante Zelda erzähle...“
Weder Matt und ich fanden das besonders aufheiternd.
Libby und Harvey kamen zu uns.
Libby beobachtete uns. Dann wandte sie sich an uns: „Hey, ihr seht noch schlimmer aus als sonst, Freaks. Haben eure Familie endlich erkannt das man euch beerdigen sollte?“
Ich ging einfach weiter. Matt blieb stehen wie ich verwundert bemerkte.
„Hör zu Libby halt bloß deine Klappe, ja? Leg dich nicht mit mir an, ich könnte sauer werden.“
Libby blieb etwas verschreckt stehen, drehte sich dann um und sagte: „Was du bloß an der findest.“ Dann verschwand sie.
Mr. Kraft kam auf Matt zu und wedelte schon mit dem nächsten Zettel zum Nachsitzen.
Sabrina schaffte es ihn aufzuhalten in dem sie ihn für kurze zeit taub stellte und dann wieder befreite ohne das Harvey etwas merkte.
Matt war noch mieserer Laune als vorhin, Harvey war schon weit vor mir.
Sabrina redete grade auf Matt ein aber das interessierte mich jetzt auch nicht. Harvey sagte irgendwas über Football. Ich hätte im gehen einschlafen können.
Cut zu Buffy und Spike
Buffy und Spike sahen grade fern als es an der Tür klingelte.
Buffy stand auf. „Ich schau mal. keine Ahnung wer jetzt was will, Dawn und Willow haben schließlich nen Schlüssel.“
Vor der Haustür stand eine ziemlich sauer drein blickende Frau.
„Ähm?“ machte Buffy da ihr nicht einfiel wer das war.
„Piper Halliwell Wyatt, ist länger ehr das wir miteinander zu tun haben.“ Erklärte Piper und machte einen Schritt ins Haus.
Buffy fiel es wieder ein. „Ach ja, tut mir Leid, ich hatte es tatsächlich vergessen.“
„Macht nichts. Ich bin auch nur hier weil du wissen solltest das mein Sohn heute Nacht in diesem Haus war. So was solltest du merken.“ Piper war stinksauer und dem fiel eine Vase zum Opfer die krachend explodierte.
Spike kam aus dem Wohnzimmer. „Was ist den hier los? Buffy?“
Buffy hatte es zu Boden geworfen da sie dummerweise neben der Vase gestanden hatte.
Piper wischte sich die Splitter von der Bluse. Jetzt fühlte sie sich gleich etwas besser. Schade um die vase.
Buffy rappelte sich hoch, ein Splitter der Vase hing in ihrer Wange. Blut rann an ihrer Wange hinunter. Es störte sie nicht besonders.
„Wie zum Teufel kommst du auf die Schnapsidee? Warum sollte er ausgerechnet hier sein!?“
Piper schnaufte wütend. „Weil ich die beiden vorgestern gesehen habe wie sie sich geküsst haben, vor dem Manor!“
Buffy rieb über ihre Wange was das blut nur noch mehr verteilte. „Na und?“
Piper stemmte die Hände in die Hüften. „Er hat es mir mehr oder weniger gesagt.“
Buffy sah zu Spike. „Also könnt ihr das klären? Ich muss mich erst mal verarzten, besten Dank.“ Buffy war leicht sauer.
Buffy steuerte das Bad an, Spike folgte ihr und Piper stapfte ohne das man sie gefragt hatte hinter beiden her.
Buffy wusch sich das Blut vom Gesicht und versuchte dann sich die Splitter aus der Wunde zu ziehen.
„Au!“ frustriert ließ sie die Hände sinken.
„Warum lässt du dir nicht helfen? Leo könnte dir helfen.“ Bot Piper an.
„Besser nicht, danke.“
„Zeig mal.“ Forderte Spike und sah sich die Wunde an.
Dann zog er den Splitter einfach raus.
Buffy zuckte zusammen. „Hey!“
„Sei nicht so zimperlich, bist du sonst auch nicht.“
„Du bist auch grob!“ beschwerte sich Buffy und drehte sich dann zu Piper um. „Was war jetzt?“
Buffy steuerte in Richtung Küche.
Piper hatte sich inzwischen zusammengerissen den sie verstand sich ja eigentlich ganz gut mit Buffy und es wäre unklug sich mit Leuten die für das selbe arbeiten zu verfeinden.
„Matt war heute Nacht hier bei Cameron. Mir gefällt das nicht, Leo hat zwar mit ihm geredet vor einigen tagen als ich die beiden beim küssen erwischt habe aber das stört ihn nicht!“
Buffy seufzte und wühlte im Kühlschrank.
Spike setzte sich wieder an den Tisch. Piper lehnte an der Küchentheke und wartete auf eine Reaktion.
Buffy kämpfte mit einer Packung Nudeln. „Mhm, na ja, sie ist 16. Was sollen wir auch machen.“
„Es ihnen verbieten!“ erklärte Piper klipp und klar.
Buffy sah sie an. „das meinst du jetzt nicht ernst?“
„doch!“ Piper nickte bekräftigend.
„dann treffen sie sich nach der Schule oder so.“ argumentierte Buffy dagegen.
„Ich will das aber nicht!“ Piper jammerte jetzt fast.
Buffy sah Piper an. „Piper, matt ist auch 16....“
„Er ist erst 16!!“
Buffy seufzte. Ok, vielleicht konnte sie das schlicht nicht nachvollziehen weil sie Cam erst jetzt wiedergesehen hatte.
Spike schaltete sich ein. „Also Buffy ich finde Piper hat Recht, Cam ist erst 16... Denk mal drüber nach was wäre wenn es nicht Cam sondern Dawn wäre?“
„bei Dawn war das was anderes. Unsere Mutter war nicht da, irgendwer musste auf sie aufpassen!“
„Auf Cam muss man auch aufpassen!“ argumentierte Spike und versuchte Buffy mit ihren eigenen Argumenten auszuspielen.
„Cam hat sich bis jetzt alleine durchgeschlagen in dem Weisenhaus dann kann sie das auch nun tun, sie ist reif genug um zu wissen was gut für sie ist. Abgesehen davon sehe ich nicht ein warum ich schon fünf tage nachdem sie hier ist ihr irgendwas verbieten soll. Und wenn sie nur knutschen oder was weiß ich was machen.“
„Bei Dawn hast du das aber anders gesehen..“
„Was ist mit mir?“ Die Haustür fiel ins Schloss und Dawn kam in die Küche. „Puh im laden war ein Stress das glaubt ihr gar nicht. Was macht ihr den für Gesichter?“ Dawn sah prüfend von Buffy zu Piper und dann zu Spike.
„Dawn hast du irgendwas bemerkt gestern oder heute Morgen als du in Cams Zimmer warst?“ versuchte Buffy sich zu vergewissern das Piper sich etwas einbildete.
„na ja...“ Dawn zögerte einen Moment.
„sag schon!“ drängte Spike.
„Matt war heut Morgen bei ihr... Aber sie haben beide geschlafen.“ Dawn wollte noch etwas sagen aber das ließ sie dann besser.
Piper triumphierte: „Seht ihr ich hab’s ja gesagt.“
Buffy sah das ganze nun doch etwas anders. „Ok, jetzt ist wohl doch ein Gespräch unter vier Augen fällig.“
Im selben Moment ging die Haustür auf und Cam rief: „Bin zuhause!“
Piper flüchtete aus dem Haus. Cam, kam scheinbar wieder besser Laune betrat die Küche und ließ sich am Küchentisch nieder.
Dawn und Buffy flüchteten aus der Küche.
Cut zu Buffy und Dawn
„Dawn kannst du nicht mit ihr reden...“ versucht Buffy Dawn zu überreden.
„Oh Mensch Buffy, ist sie meine Tochter?“
„Bitte.“
„Nein.“
„Dawn.... Bitte.“
„Warum?“ versucht Dawn sich zu retten.
„darum!“ für Buffy ist die Sache damit geklärt.
„Aber Buffy, ich will nicht mit ihr reden, ich habe es schon getan, was soll ich denn da noch groß sagen? Du bist hier die Mutter, dir liegt das viel besser, ich bin nur die böse Tante!“
Dawn hatte wirklich keine Lust mit Cam über diese Sache zu sprechen.
Buffy schloß die Augen für eine Sekunde und meinte.
„Dann reden wir eben mir ihr gemeinsam!“
„Gemeinsam? Ich weiß nicht so recht!“ zögerte Dawn.
Cam lächelte Spike an.
„Ähm, was macht Buffy denn so lange mit Dawn!“ fragte ich ängstlich.
Ob Dawn mich verpetzt hatte?
Sicher würde ich gleich Ärger bekommen.
Und da kamen sie schon.
Dawn sah nicht besonders begeistert aus.
„Du hast also geplaudert!“ stellte ich wütend fest.
„Cameron, wir haben jetzt zu reden am besten erzählst du uns alles der Reihe nach und dann werden wir unseren Kommentar dazu abgeben!“
Buffy klang richtig wütend.
„Ja, ich habe Matt im Schulbus kennengelernt, ja und da hat alles angefangen, wir haben uns bei ihm zu Hause das erste Mal geküsst, gestern morgen habe ich ihn sogar auch geküsst, ich von alleine!“
Ich war immer noch stolz auf mich.
Buffy verdrehte die Augen.
„Cameron, dass interessiert mich nicht, habt ihr miteinander geschlafen?“
„Du kennst mich ja gar nicht, du hast keine Ahnung! Dich interessiert nur das Wesentliche!“
Völlig aufgelöst rannte ich aus der Küche, knallte die Tür hinter mir zu und ging in mein Zimmer.
--
„Das war ein Schuss in den Ofen!“ bemerkte Spike zutreffend.
„Du hättest ja mit ihr reden können, du bist ihr Dad, ich bin ihre Mom, aber du musst dich auch ein wenig um sie kümmern!“ fauchte Buffy sie an.
„Du wolltest unbedingt, dass ich mit dir mit ihr rede, aber du hast mich gar nicht erst zu Wort kommen lassen!“ schrie Dawn jetzt Buffy an.
„Sei doch froh, du wolltest nicht mit ihr reden, ich bin die einzige, die mit ihr reden will, aber sie lässt mich ja nicht!“
Jetzt war es an Buffy zu explodieren.
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Im Halliwell Manor währenddessen
Leo legte gerade Shana ins Bett zum Mittagsschlaf, als er eine wutschnaufende Piper entdeckte, die die Treppe hoch kam.
„Piper! Wo warst du? Du warst doch nicht etwa bei Buffy!“
„Genau da war ich! Ich wollte der Lady mal ein wenig Pfeffer unterm Hintern machen, damit deren Kleine Rotzgöre, unseren Matt in Frieden lässt!“
„Schatz, Cameron ist ein total nettes Mädchen! Nur weil sie im Heim gelebt hat, ist sie nicht direkt unerzogen!“ versuchte Leo Piper wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.
Shana lag wohlbehütet im Bett, fing aber an zu weinen, da ihre Eltern stritten.
Piper ließ wieder mal etwas durch die Luft fliegen, diesmal war es eine Spieluhr.
Leo dachte, dass Piper ihre Kräfte besser im Griff haben müsse.
Piper rauschte aus dem Kinderzimmer nach unten in die Küche.
„Shana, Mommy meinte es nicht böse! Sie ist nicht böse auf dich!“
Leo nahm Shana auf den Arm und lief im Kreis.
Bald hatte sich Shana wieder beruhigt.
Währenddessen bei Sabrina
Hilda und Zelda saßen in der Küche am Tisch. Hilda kochte grade etwas undefinierbares.
Sabrina lief auf und ab.
Hilda rührte in ihrem undefinierbaren Gebräu, sah dann entnervt auf: „Sabrina, was zum Teufel ist den nur los?“
„Ich mach mir Sorgen um Cameron.“
Zelda horchte auf. „Was gibt’s den mit ihr? Es lief doch bis jetzt alles nach plan?“
„Ja, bis jetzt... Aber sie... Sie hat Mist gebaut.“ Sabrina wusste nicht wie sie es ihren Tanten erklären sollte. „Was würdet ihr sagen wenn ihr mich im Bett mit einem Typ erwischt?“ versuchte sie es direkt.
Hilda kicherte durch den dampf des inzwischen grünlichen Gebräus.
„Wie...?“ Zelda verstand sie nicht so ganz.
„Ok, Ok, wenn man euch braucht kann man euch echt vergessen, das ist absolut typisch. Matt hat bei Cameron übernachtet. Es war nichts. Aber Dawn hat sie erwischt und nun hat sie wahrscheinlich ziemlichen ärger. Das ist echt mist .“
„Mhm.“ Machte Hilda
Zelda schlug etwas vor: „Wie wäre es wenn du dich mal bei Amor erkundigst? Vielleicht kann er was tun? Oder lass ihr Liebesleben umschreiben..?“
„Tante Zelda es war nichts! Es war nur ein Fehler. Tante Hilda was kochst du da eigentlich?“
„Ich äh...“ druckste Hilda
Ein strenger Blick von Zelda: Hilda!“
„das äh ist nur ein Trank mit dem jemand für einige Stunden auf die Größe eines Lasters anschwillt... Ich... ich wollte ihn Mr. Kraft geben!“
Zelda sprang wütend auf. „Hilda! Wie kannst du nur! Das ist in höchstem Maße gemein! Du bist meine Schwester du“
Sabrina fuhr sich genervt durchs haar und ergriff die Flucht. Mit ihren Tanten war nichts anzufangen.
Cut in Cams Zimmer
So ein mist. Wütend trat ich gegen mein bett. Warum nur? Warum konnte Dawn nicht die Klappe halten? Warum verstanden mich alle nicht? Ich meine sie waren doch auch alle mal verliebt gewesen und ich hatte Matt nur geküsst! Nichts weiter als ein Kuss!!!
Ich trat ans Fenster und verbesserte mich auf zwei Küsse und ein bisschen schmusen. Aber das war doch immer noch nichts. Absolut nichts schlimmes. Ich bin schließlich sechzehn!
Ich ließ mich auf mein Bett fallen und vergrub mein Gesicht im Kopfkissen. Warum nur? Tränen rannen mir nun die Wangen hinunter und ich fing an hemmungslos zu schluchzen. Mein ganzes leben war doch mist .
Meine paar stunden bei meiner leiblichen Mutter die Buffy war in L.A. Die zehn Jahre bei meiner Adoptivmutter die ich wirklich geliebt hatte. Die weiteren sechs Jahre in dem Weisenhaus. Das erste gute was mir passiert war waren Sabrina, Dreamer und Matt.
Ich schluchzte weiter als ich mich an den Tod meiner Adoptivmutter erinnerte. Warum war ich damals nur so dumm gewesen und hatte sie sterben lassen, wie ein dummes, kleines, kopfloses Kind???
Es klopfte an meiner Tür. Ich achtete nicht darauf. Das waren sicher Willow oder Tara die Buffy geschickt hatte. Oder es war Buffy oder Dawn die mir weiter den Kopf zurechtrücken wollten.
Die Tür ging auf, ich vergrub mein Gesicht weiter im Kissen. Schwere Schritte auf dem Fußboden.
„Kleines?“
das ist Spike. Ich wird nicht mehr, es wird ja immer besser, jetzt ist Buffy auch noch zu feige um selber zu kommen.
Genervt dreh ich mich um und sehe ihn an.
„Hör auf mich Kleines zu nennen.“ Ich kann das nicht leiden, ich bin nicht klein, ich bin sechzehn! Sechzehn verdammte, elende Jahre!
„Dawn mochte das immer.“
Wütend spring ich auf und trete gegen den Kleiderschrank. „Ich bin aber nicht Dawn!“ schrei ich ihn an.
Ich renne aus dem Zimmer.
Zurück bleibt ein leicht geschockter Spike der nun einsehen muss das Cameron wirklich seine Tochter ist.
Cut zu Cameron auf der Treppe
Völlig kopflos stürme ich die Treppe runter. Alles, nur raus hier, weg! Im Flur renne ich fast in Buffy und Dawn hinein die sich bis dahin lautstark gestritten haben.
Buffy stoppt mich und hält meinen Arm fest. „Hey, hier geblieben!“
Wütend versuche ich mich loszulassen, dann handele ich völlig reflexartig und verpasse Buffy einen Tritt vor das Schienbein.
Als ich aus dem Haus stürze renne ich in den nächsten hinein, der Mann der auch in der Küche war als Buffy mich hierhin brachte. Wie hieß er noch? Xander!
Ich laufe weiter. Irgendwann bin ich völlig außer Atem und bleibe einfach stehen, vergrabe das Gesicht in den Händen. So ein verdammter Mist. Langsam gehe ich weiter und nach einer halben Ewigkeit stehe ich tatsächlich vor dem Haus der Spellmans.
Völlig aufgelöst klingle ich Sturm. Sabrina reißt schwungvoll die Tür auf: „Harvey du bist aber früh dran! Cam? Was ist den los?“ sie zieht mich ins Haus und schiebt mich in die Küche.
Hilda und Zelda sitzen am Tisch. Zelda hat sich hinter der Zeitung verbarrikadiert, Hilda starrt Luftlöcher.
Sabrina komplimentierte mich auf einen Stuhl, reicht mir ein Taschentuch und erklärt grinsend: „Tante Hilda und Tante Zelda reden nicht mehr miteinander, Tante Hilda wollte einen kleinen Trank an Mr. Kraft testen...Zum Spaß.“
Ich reagiere nicht.
„Ok Cam, ich sag jetzt mein date ab und dann kümmern wir uns um dich. Gar kein Problem.“
Ich schüttele den Kopf. „Nein. Das wäre nicht fair.“
„Wo liegt den das Problem? Vielleicht kann ich ja helfen?“ versucht Hilda ihr Glück.
„Du?? Du würdest alles nur noch viel schlimmer machen!!“ braust Zelda auf.
Und schon streiten die beiden lautstark. Erinnert mich verdächtig an das vor dem ich eigentlich weggelaufen bin.
Sabrina verdreht die Augen zum Himmel und mischt sich dann ein: „Nur zur eurer Inforation: ihr seit Schwester, Mr. Kraft ist nicht auf die Größe eines Lasters angeschwollen also nehmt euch mal zusammen. Ein Trauerkloß reicht doch.“
Zelda atmet hörbar durch. „Ok Sabrina, du hast Recht. Du wirst mit Harvey gehen und Hilda und ich werden uns um Cams Problem kümmern.“
Sabrina grinst und fällt ihren Tanten nacheinander um den Hals. „Danke, ihr seit die besten!!“
Dann hält sie inne: „Falls ihr Matt unbedingt umschreiben müsst lasst ihn bitte so das er seine Mathehausaufgaben hat...?“ Sie grinst.
„Sabrina!“ Zelda gefällt das natürlich nicht.
Hilda grinst.
Sabrina flüchtet aus der Küche.
„Ok. Sabrina hat uns eigentlich schon das grundlegende Problem erklärt, das heißt wir wissen welchen Namen es hat. Weißt du Liebe ist kompliziert, vielleicht solltest du einfach aufhören dir so einen Kopf darum zu machen, das hab ich in 400 Jahren gelernt. Aber ich hab’s ja auch nicht verstanden warum Zelda so jemanden wie Mr. Kraft lieben kann, nicht Zeldi.“ Erklärte Hilda fröhlich während sie zum Fensterbrett ging und Salem aus der Topfpflanze angelte.
„Hilda...“
„Ok, schon gut Zeldi, hacken wir Mr. Kraft ab. Was wollen wir den jetzt tun? Ich wäre ja persönlich für Amor...“
„Oh nein Hilda, alles aber nicht Amor. Amor ist fürchterlich. Abgesehen davon liegt das Problem auch nicht in der Liebe.“
„Ok, Ok, ich sag gar nichts mehr.“ Erklärte Hilda.
Ich seufzte.
„Ok Cam, ich bin dafür das wir es ohne Zauberei versuchen.“ Erklärte Zelda.
Hilda lachte auf. „Ohne Zauberei... Was bitte schön willst du den tun?“
„Gras drüber wachsen lassen. Das werden wir machen. Cameron wir werden jetzt Dreamer anrufen und ihr werdet ins andere Reich gehen. Heute Abend wirst du wieder nach Hause gehen.“
Die Aussicht auf einen Besuch im anderen Reich heiterte mich dann doch etwas auf. Vielleicht war das ja gar nicht so schlecht.
Cut zu Buffy, Dawn und Xander
Xander kommt grade zur Tür rein. Buffy reibt sich sauer den Knöchel.
Dawn versucht sich ein grinsen zu verkneifen.
„Was war das den? Wolltest du sie schlachten Buffy?“ flachst Xander
„So etwas ähnliches.“ Murmelt Buffy sauer und humpelt in Richtung Küche.
Dawn grinst: „Buffy übertreib nicht, so viel Kraft hat sie doch sicher nicht.“
Buffy bleibt stehen und dreht sich um: „Du kannst sie ja bitten dir gegen das Schienbein zu treten!“
Dawn ist still.
Dawn lässt sich an den Küchentisch fallen, Buffy gießt sich Saft in ein Glas und Xander setzt sich schweigend zu Dawn.
Spike kommt in die Küche. Xander wirft ihm einen kritischen Blick zu, verkneift sich aber weitere Kommentare.
„Wo ist sie hin?“
Buffy zuckt mit den Schultern. „Keine Ahnung. Jetzt sehe ich schlimmer aus wie nach ner Nacht auf dem Friedhof.“
Dawn sieht eine Chance sich aus dem Staub zu machen. „Weißt du was Buffy: Dir tut ein heißes bad gut, Ich sehe mal wo Willow steckt und dann geh ich zum Magic Laden und telefonier von da aus mal nen bisschen rum, bin mir ziemlich sicher das ich weiß wo Cam steckt. Keine Sorge.“
Buffy ist sichtlich besserer Laune. „Danke Dawn, du bist ein Schatz!“
Dawn grinst nur und flüchtet dann. Buffy macht sich ebenfalls aus dem staub.
Spike und Xander sehen absichtlich aneinander vorbei.
„Mhm.“ Macht Xander nur.
„Was?“
„Ich denke nach.“
„dann denk nicht in Rätseln.“ Entgegnet Spike leicht genervt.
Willow kommt in die Küche. „Hi, gut, ihr sitzt noch.“ Sie grinst.
„Das ist nicht lustig.“ Ausnahmsweise sind sich Spike und Xander einig.
„Ist schon gut! War nur eine Feststellung!“ bemerkt Willow vorsichtig.
Buffy schleicht sich in die Küche.
„Wollt ihr auch nen Kaffee?“ fragt sie.
„Ich nicht!“ meint Spike und versucht ihr durch das nasse Haar zu rubeln.
„Das war mir klar! Hey du ziepst!“ ruft Buffy auf.
„Und hast du nachgedacht?“ erkundigt sich Willow.
„Ja, ich werde wohl doch zu denselben Mitteln greifen wie Piper Halliwell Wyatt!“
Buffy stöhnt.
„Welche Mittel?“ kommt es von Xander, der von der ganzen Sache noch nicht viel mitbekommen hat.
„Mein Fräulein Tochter hat es nicht für notwenig gesehen, mich darüber zu informieren, dass ihr Freund, mit dem sie erst seit einem Tag zusammen ist, sie über Nacht besucht hat!“
„Hey, Buffy, sieh das doch ein wenig lockerer! Sie ist 16, und wenn ich mich nicht irre, hast du in dem Alter schon ganz andere Sachen mit Angel ausprobiert!“ versucht Xander sie umzustimmen.
„Danke Xander, für deine Sorge um meine Tochter, aber ich krieg das Kind schon allein geschaukelt!“
Buffy sieht in Xander noch immer den kleinen Jungen, der nicht die Finger vom Feuer lassen kann.
Spike hat ein Glas in die Hand genommen, dass sich noch auf dem Tisch befindet und dreht das Glas in seinen Händen.
„Xander, deine letzte Aussage hättest du dir echt sparen können! Angel hat nichts mit Buffy oder Cam zu tun! Ist das klar?“ wütend fixiert er Xander.
Willow hebt die Hände.
„Leute, wie wärs wenn ihr aufhören würdet zu streiten, dass bringt uns nicht weiter! Buffy, was gedenkst du zu tun?“
Alle Blicke richten sich auf Buffy, die sich eine Tasse aus dem Schrank nimmt.
„Ich werde Cam klar machen, dass sie noch ein kleines Mädchen ist, und sich in meinem Haus nicht alles erlauben kann!“
--
Im Halliwell Manor
Piper, Leo, Matt, Shana, Phoebe, Jason und Paige waren gerade am Mittagessen.
Piper und Leo sprachen nicht miteinander und der Rest der Familie war anscheinend auch davon betroffen.
Matt fühlte sich unwohl.
Er wusste, dass er an allem schuld war, weil Shana ihm alles erzählt hatte, zwar in ihrer leichten Kindersprache, doch er verstand seine kleine Schwester oft am besten in diesem Haus.
Matt rührte in seinem Kartoffelpüree rum.
„Schmeckt es dem Herrn Grafen etwa mal wieder nicht? Liebeskummer?“ murrte Piper.
„Piper, lass den Jungen in Frieden essen!“ mischte sich Leo ein.
„Das war mir klar, ihr Männer steht immer auf einer Seite!“ schrie Piper.
„Piper bitte! Jason wollte uns gerade etwas von seinem ersten Kindergartentag erzählen!“
Phoebe blickte Piper bittend an.
„Ach ja? Mich interessiert das jetzt nicht die Bohne! Ich habe andere Sorgen, diese Person sitzt zufällig an meinem Essen und will sich kein bisschen ändern!“
Piper schickte Matt einen vernichtenden Hingucker.
Matt starrte auf den Teller.
„Piper, was kann Jason denn dafür, dass du schlecht drauf bist!“
Phoebe war wirklich aufgebracht.
„Phoebe Halliwell, du gehst mir mit deinem Söhnchen wirklich auf den Kecks!“
Piper war nicht zu bremsen.
Sie warf Messer und Gabel auf den Teller und stand auf.
„Mir reichts, ich brauch Urlaub, von euch allen! Nur noch ein letztes Wort zu euch allen, es tut mir in keiner Weise leid, dass ich euch jetzt allein lasse, ihr habt es nicht anders verdient, Leo der tollste Vater aller Zeiten, Matt, der Sohn, der sich um sein Leben keinen Deut kümmert, Phoebe, die nicht einmal weiß…“
„Piper! Jetzt ist das Maß voll, geh meinetwegen aber lass meinen Sohn aus dem Spiel!“
Jetzt war Phoebe an der Reihe auszuflippen.
„Ich habe wirklich genug von euch!“
Piper sendete wahre Blitze von sich und stand endgültig auf, rannte nach oben, riss den Koffer aus dem Schrank, warf ein paar Kleider rein und knallte alle Türen zu, durch die sie ging.
Leo lief ihr hinter her.
„Schatz, warte doch, du kannst nicht einfach so gehen, du hast eine Verantwortung, für die Kinder!“
„Es sind auch deine Kinder!“ erinnerte Piper ihn und zog ihr Handy aus der Tasche.
„Taxi in die Prescott Street zum Flughafen bitte!“
Sie klang kurzangebunden.
Leo hatte keine Chance sie umzustimmen, die einzige Chance war Shana, die wirklich nichts für den Trubel konnte.
Piper beugte sich über ihre kleine Tochter und sagte:
„Mein Sonnenschein, Mommy wird jetzt für einige Zeit weg sein, aber Daddy wird auf dich aufpassen!“
Paige, Phoebe, Matt und Leo beobachten das Spektakel.
Matt hatte nicht damit gerechnet, dass seine Mom ernst machen würde.
10 Minuten später erschien ein Taxi, es sammelte Piper ein.
Shana strampelte heulend auf Leos Arm.
Leo hatte Mühe sie festzuhalten.
Nachdem Essen, entschied sich Matt zu erst mal ein paar Worte mit seinem Dad zu wechseln.
Leo war nicht sonderlich erbaut von seiner Bitte mit ihm zu sprechen, doch er ließ sich dann doch noch dazu herab.
„Was gibt es denn, Matt?“ fragte er.
„Dad, denkst du genauso schlecht von mir, wie Mom? Ich habe mich in Cameron verliebt, was heute Nacht los war, war nicht geplant, wir haben nur in einem Bett gelegen, mehr nicht!“
„Matt, ich denke nicht so schlecht von dir wie du denkst, aber deine Mom auch nicht, sie ist einfach überarbeitet!“
Matt dachte daran, dass Eltern immer eine Ausrede finden den anderen zu endschuldigen.
„Dad, dass war nicht der Hauptgrund weshalb ich mit dir reden wollte! Ich will von dir wissen ob du mich verstehst!“ beharrte Matt auf seiner Frage.
„Jeder hat so eine Phase in die er sich in jemanden verliebt!“ wich Leo aus.
Matt verdrehte die Augen, er hatte sich also in seinem Dad getäuscht. Sein Dad dachte nur, er wäre in einer pubertären Phase.
Er ging zu Phoebe, die mit Jason Türmchen baute.
„Hoffentlich verstehst du mich!“
Phoebe lächelte ihn an.
Er tat ihr leid.
Jason zog seinen Cousin am Hosenbein. „nicht jetzt Jason.“
Phoebe lenkte ihren Sohn ab. Dann wandte sie sich an Matt. „Weißt du Matt, du bist lange genug erwachsen um all den Mist durchzumachen. Lass dir einfach Zeit. Halt dich von Cameron fern, dann wird’s hier wieder erträglicher.“ Phoebe lächelte aufmunternd.
Matt ging langsam hoch in Paiges Zimmer.
Paige hockte auf dem Fußboden und wühlte in einer Kiste Fotos.
„Tante Paige?“
„Ja? Was gibt’s?“
„Verstehst wenigstens du mich? Ich weiß nicht was ich tun soll.“
„Weißt du Matt, mach dir nichts aus Piper, sie ist einfach etwas altmodischer und nicht sehr direkt. Sie beruhigt sich sehr schnell wieder. Es gibt schlimmere Mädchen als Cameron. Weißt du wie ich ein Teenager war da war ich fürchterlich. Ich trank und wie es ganz schlimm wurde hatte ich einen Freund der Drogen nahm. Ich war fürchterlich zu meinen Adoptiveltern. Den Fehler merkte ich erst als sie schon Tod waren.“ Paige verzog das Gesicht. „Matt solange du nicht auf die schiefe Bahn gerätst finde ich es Ok wenn du eine Freundin hast. Du bist 16 und mit 16 sollte man reif genug sein.“
Paige räumte die Fotos weg, drehte sich wieder zu ihm. „Weißt du, man kann nichts falsch machen in der Liebe. Es geht immer irgendwie weiter, auch wenn man jemanden vergessen muss bringt dich das ein Stückchen weiter. Deine Eltern, vor allem deine Mom müssen halt erst damit fertig werden das du kein Kind mehr bist.“
Cut zum Haus der Summers
Buffy und Spike stritten grade zur Belustigung Xanders in der Küche als Cam nach hause kam.
Dreamer hatte mir allerhand unnutzen kram angedreht, aufmunternde Drops, sich selbstauffüllende Schokoladentafeln und Armbänder die ihre Farbe wechseln. Kurzfristig hatte mich das auch aufgeheitert. Jetzt hatten sie mich nach hause geschickt. Langsam tapste ich hoch in mein Zimmer und knallte die Tür lautstark hinter mir zu.
Cut zur Küche
Buffy zuckte zusammen als die Tür knallte. „Sie ist
Es war Nacht, eine sternklare Nacht, um genau zu sein.
Das Fenster war zu.
„Cameron, Cameron, so warte doch!“
Diese Stimme hörte ich selbst nach 6 Jahren.
Meine Mutter war bei einem Unfall ums Leben gekommen und ich war vor Angst weggelaufen. Mein Tun war damals unverzeihlich. Mom hätte ich wahrscheinlich gerettet. Sie hätte mir ihre Anweisungen zugeflüstert, doch ich war raus gelaufen. Weg, zu dem Grab meines Daddys, der Mom und mich schon verlassen hatte, als ich ein ganz kleines Mädchen gewesen war.
Mom war gerade am Renovieren gewesen und war von der Leiter gefallen. Ihre Stimme hatte ganz ruhig geklungen, als sie mich bat ihr zu helfen.
Ich hatte sie ignoriert. Okay, ich war damals auch erst 10 Jahre alt gewesen.
Ich kam ins Waisenhaus, wo es nur so von Kids wimmelte, die rauchten, tranken und zuschlugen, wenn ihnen etwas nicht in den Kram passte.
Zu Anfang hatte ich gehofft, dass Mom mich da raus holen würde.
Mein Wunsch ging nie in Erfüllung. „Cameron, deine Mom kommt nicht mehr, sie ist tot!“ ärgerten mich die anderen Kids, wenn ich weinte oder einen Wutanfall bekam, weil sie nicht da war und mich einfach in ihre Arme schloss.
„Cameron, ist ein schwieriger Fall!“ erklärte Milla, die Pflegerin jedes Mal, wenn ein Elternpaar kam, um mich von meiner Qual zu erlösen.
„Dann nehmen wir lieber das kleine Mädchen da drüben!“ kam die prompte Antwort von dem Herren mit der Halbglatze, der sehr teure Kleider trug.
Das kleine Mädchen da vorne war Kelly oder Sarah oder Emma.
Oder die Frau bzw. der Mann entschied sich für einen kleinen Jungen, wie zum Beispiel Christian, Davey, Kevin oder Matt.
Nie wurde ich mitgenommen und nie bekam ich ein neues Zuhause. Meine Gedanken schwirrten in dieser Nacht überall hin.
Zu meinen Freundinnen, die überall auf der Welt zerstreut waren.
Ich hasste Milla. Milla hatte schwarze Kringellöckchen, die sie meistens hochsteckte.
Ich fragte mich, ob es an meiner Hautfarbe lag, dass ich nie mitgenommen wurde, doch dann fielen mir Jimmy und Brenda Michelle ein, die ebenfalls eine helle Haut hatten und plötzlich weg waren.
„Sie haben jetzt eine Mommy und einen Daddy!“ berichtete uns Milla als Brenda und Jimmy von der netten Frau mit dem Strohhut abgeholt wurden.
Sie stiegen in das große Auto ein und wir drückten uns die Nasen platt, während wir uns wünschten, dass wir auch eine Familie bekamen.
Ich war wütend, wenn eine Freundin von mir weggeholt wurde.
„Ich will auch Eltern!“ schrie ich jedes Mal, doch mich schien niemand zu hören.
Ich weinte mich jede Nacht in den Schlaf.
An diesem Tag, ich war mittlerweile 16 und hatte diesen Wunsch aufgegeben, weil ich wusste, dass er mir sowieso niemals erfüllt würde, befand ich mich in der Heimküche und schälte Zwiebeln.
„Cam, da ist jemand für dich!“
Letty, meine beste Freundin, steckte den Kopf durch die Küchentür herein.
„Wer? Wer ist es?“ fragte ich neugierig und ließ das Messer fallen, dass ich in der Hand hatte.
„Eine Frau, sie ist noch nicht so alt, sehr hübsch!“
Letty lächelte.
„Eine Frau?“
Ich grübelte, aber mir fiel keine Person auf Lettys Beschreibung ein.
„Geh schon, ich erledige die Arbeit hier!“
Erleichtert warf ich Letty die Schürze zu und ging zu Millas Zimmer.
„Cameron, diese Dame möchte dich adoptieren!“
Milla machte ein griesgrämiges Gesicht.
„Guten Tag!“
Ich betrachtete die Frau genauer.
„Hallo Cameron!“
Sie klang sehr sanft.
„Wer sind sie?“ erkundigte ich mich.
„Eine Bekannte, willst du, dass ich dich mit nehme?“
Sie kam direkt zur Sache.
„Ich … ich weiß nicht!“
Jetzt wo Milla mich nicht daran hinderte, schlug ich das Angebot meines Lebens aus!!!
„Du kannst dir es ja überlegen!“
Die Frau griff nach einer Handtasche, verabschiedete sich von Milla und verließ das Zimmer.
Ich trat aus Millas muffigem Büro und folgte der Dame.
„Cameron, was ist los?“
Sie lächelte mich an.
„Ich weiß es nicht!“
Mir fiel keine bessere Antwort ein.
„Möchtest du ein paar Schritte mit mir gehen?“
„Ja gerne!“
Ich hackte mich bei der Frau ein und wir liefen aus dem Haus in den großen Park.
„Cameron, du solltest wissen, dass ich dich liebe!“
Ich schwieg weiter.
„Mhm… du schaust traurig aus, Cameron!“
Diese Frau schien mich gut zu kennen.
„Ich bin erschöpft von dem Leben hier! Milla…. alle sind hier so anders als ich!“
Aus mir stürzten nur so die Worte.
„Cameron, ich verstehe dich besser, als du dir vorstellen kannst, willst du hier weg?“
„Ja, aber da ist Letty, sie ist meine Freundin!“
„Letty wird ihren Weg finden!“
Sie drückte mich impulsiv an sich.
„Ich will mit Ihnen gehen!“
Jetzt war es raus. Ich fühlte mich zu dieser Frau hingezogen.
„Dann… werden wir alles regeln, Cam!“
Ich nickte und sie schob mich von sich.
„Ich…. muss mich noch von Letty verabschieden und meine Sachen packen!“
Ich beeilte mich ins Haus zu kommen, in das Zimmer, dass ich in den 6 Jahren gehasst hatte, mehr als mein klägliches Dasein.
Meine Tasche war alt und verschließen. Alles was ich besaß, passte in diese Tasche.
„Cam?“
Letty war da. Sie hatte geweint.
Ich umarmte sie wortlos.
„Letty, du ist meine beste Freundin und wirst es immer bleiben, du stehst für mich an erster Stelle!“
Dies war meine erste Liebeserklärung an meine beste Freundin.
„Warum verlässt du mich dann?“
In Lettys Frage lag ein Vorwurf.
„Weil ich lang genug hier war!“
Letty weinte wieder.
Sie sah so verloren aus.
„Hey Große, hör auf zu weinen!“
Ich kuschelte mich an sie.
„Ich weine ja gar nicht!“
Letty wischte sich die Tränen aus dem Gesicht.
"Du solltest dich für mich freuen, aber so einfach ist das nicht, ich weiß, ich werde dich besuchen, Süße!"
Ich umarmte Letty das letzte Mal und ging die Frau suchen.
Mittlerweile wusste ich, dass sie Buffy Summers hieß. Buffy war bei Milla, sie unterschrieb die Papiere.
"So jetzt gehen wir!"
Ich hatte keine Lust Milla auf Wiedersehen zu sagen, darum folgte ich Buffy zu ihrem Auto.
"Steig ein Cam!"
Ich schaute hoch zu den Fenstern und konnte Letty erkennen, die immer noch traurig aussah.
Buffy hielt mir die Autotür auf. Ich ließ mich auf einen der Sitze fallen.
"Du möchtest sicher wissen, warum ich umbedingt dich adoptieren wollte!" fing sie an zu reden.
Ich brachte nur ein "Ja!" zu stande.
"Cameron, ich bin deine Mom, mein Freund ist dein Dad!"
"Du hast mich adoptiert, dann ist es normal, dass du meine Mom bist!"
Ich hatte nichts verstanden.
"Deine Mom ist nicht deine richtige Mom gewesen, sie hat dich adoptiert"
Das konnte doch nicht wahr sein.
"Ich weiss, dass du mir nicht glaubst! Es stimmt aber, gleich lernst du deinen Dad und meine Schwester Dawn kennen!" plapperte Buffy weiter.
"Okay!"
Ich sah aus dem Autofenster.
"Gleich sind wir da!"
Buffy bog in eine Straße ein und stellte den Motor ab.
Sie half mir mit der Tasche.
Eine junge Frau kam aus dem Haus.
"Dawn, dass ist Cameron!" erklärte Buffy
"Dawn, dass ist Cameron!" erklärte Buffy der Frau knapp.
"Cameron?"
Ich nickte und die Frau sah Buffy fragend an.
"Du bist mir eine Erklärung schuldig!"
Dawn führte mich in das kleine Haus.
In der Küche stand eine weitere Frau mit roten Haaren.
Auf einem der Stühle saß ein Mann, der ein Baby fütterte.
"Das ist Willow!"
Dawn zeigte auf die Rothaarige.
"Und das hier ist Xander und sein Sohn Anthony!"
Buffy kam rein und legte einen Arm um mich.
"Cameron ist meine Tochter!"
In ihrer Stimme lag Stolz.
"Deine Tochter?"
Bestürzt legte Willow die Hände vor den Mund.
"Spikes und meine Tochter!"
"Na dann willkommen in der Familie!"
Besonders begeistert war Xander nicht.
Er quälte sich schon eine Weile mit Tony, seinem kleinen Sohn, der überhaupt nicht essen wollte.
Ich wollte wieder ins Heim, denn hier war ich nicht erwünscht.
"Cameron, hat das gleiche Recht hier zu sein, wie ihr anderen!" verteidigte mich Buffy
"Warum hast du mich abgegeben?"
Diese Frage lag mir schon die ganze Zeit auf der Zunge.
"Cam, dass war damals so eine Sache, Spike und ich hatten eine Krise und ich wollte nicht, dass du ohne Dad aufwächst!"
"Wie lieb von dir!" antwortete ich spöttisch.
"Cameron, so einfach ist das Ganze leider nicht!" druckste Buffy herum.
"Dann versuchs mir wenigstens zu erklären!" fauchte ich sie an.
"Du bist eine Hexe!"
Ich lachte auf.
"Hexe? Du beliebst zu scherzen!"
"Nein, du bist die Jägerin und eine Hexe!"
Buffy meinte es ernst.
"Was ist eine Jägerin?" erkundigte ich mich.
"Eine Jägerin kämpft für das Gute, sie jagt Vampire!"
Buffy seufzte.
"Ich wollte dir nicht die Jugend stehlen!"
Willow und Buffy setzten sich zu Xander und ich stand alleine.
"Ich glaube das nicht!"
Ich verschränkte die Arme.
"Mit der Zeit wirst du es!"versicherte mir Willow.
Dawn hatte sich von dannen gemacht.
"Ab morgen gehst du auf die Westbridge High!" unterrichtete mich Buffy.
"Ich kann doch nicht einfach so leben, als wäre nichts passiert!"
Ich stützte die Arme in die Hüften.
Buffy stand wieder auf.
"Süße, wenn du willst können wir 2 nach oben gehen und reden!"
"Okay!"
Buffy und ich stiegen eine Treppe hoch.
Buffy brachte mich in ihr Zimmer.
"Dein Dad kommt heute abend vorbei!"
Ich schluckte.
"Dad? Weiß er überhaupt Bescheid?"
"Nein, er erfährt es heute!"
Cut zum Halliwell Manor
Piper, Phoebe und Paige saßen im Wohnzimmer, tranken Tee und warteten auf Leo, der sie zusammengerufen hatte.
Pipers Tochter Shana, die 4 Jahre alt war, spielte im Hintergrund mit einer Puppe und Phoebes Sohn Jason, 3 Jahre alt, zog seiner Cousine dauernd an den Haaren.
„Was er wohl so wichtiges mit uns zu besprechen hat?“ fragte sich Piper.
„Du müsstest es ja wissen, schließlich hat er dich als letzte gesprochen!“ scherzte Phoebe.
„Ich weiß leider auch nicht Bescheid!“ nörgelte Pper herum.
Paige setzte ihre Tasse ab.
In dem Moment tauchte Leo auf.
„Hallo ihr drei! Es gibt Arbeit für euch!“
„Als hätten wir nie Arbeit!“
„Diesmal ist es aber sehr wichtig, es handelt sich um ein Mädchen sie heißt Cameron und ist eine Hexe, ihr müsst ihr dabei helfen sich einzugewöhnen!“
„Gibt es dafür keinen Wächter?“ fragte Paige überrascht.
„Nein, sie ist etwas Besonderes!“
Leo lächelte versonnen.
Ehe ihr anfangt zu lesen: Ich schreibe jetzt auch mit.
*~*
Cut zu Sabrina:
Sabrina kommt grade die Treppe runter, sie gähnt. Zelda und Hilda sitzen am Küchentisch und unterhalten sich. Salem sitzt neben dem Toaster und starrt in die tiefen des Toasters.
„morgen!“ Sabrina gähnt wieder.
„Sabrina! Warum kommst du erst jetzt frühstücken?“ Zelda erkundigt sich sofort besorgt.
„Och, es ist gestern etwas später geworden, ich war noch mit Harvey und Dreamer aus...“
„Zu dritt?“ Hilda grinst. „Da fällt mir ein ich war mal mit...“
„Hilda! Die Geschichte kennen wir nun wirklich zur genüge!“ stoppt Zelda Hilda.
Sabrina lässt sich auf einen Stuhl fallen und bestreicht ihr Brot mit Margarine.
„Nie lässt du mich aussprechen Zeldi!“
„Wisst ihr das es einen Strafe ist mit euch zusammenzuleben?“ Salem heult Krokodilstränen.
Der Toaster unterbricht die „friedliche Morgenruhe“ im hause Spellman.
„Oh, die post ist ja endlich da, sehr gut.“ Hilda springt auf und rettet die Post vor Salems Zähnen.
„erwartest du etwas?“ hackt Zelda nach.
„Also nicht wirklich, also nicht direkt...“ Hilda redet sich raus.
„Bitte Hilda, ich will auch Post haben...“ jammert Salem.
Hilda legt ihm einen Stapel Werbung vor die Pfoten, Salem sabbert die Post an, Hilda fällt auf das dazwischen noch ein Brief ist und rettet den Brief grade noch vor Salem.
Sie dreht den Brief nervös. „Hat einer von euch was angestellt? Post vom Hexenrat...“
Zelda springt auf und nimmt ihrer Schwester den Brief weg und reist ich auf. Sie liest ihn. Dann erklärt sie:
„Also ihr kennt doch noch Buffy, so vom sehen? Der Hexenrat sagt das sie eine Tochter hat, eine ganz besondere Tochter aber eigentlich ist der Brief für dich Sabrina.“
Sabrina springt nun auch auf. „Für mich? Warum achtet hier eigentlich keiner auf das Briefgeheimnis?“
„es stand nur Spellman drauf!“ verteidigt sich Hilda.
Sabrina liest ihre Post nachdenklich. „Tante Zelda ich versteh das nicht, warum können die sich den nicht normal ausdrücken? Fachchinesisch!“
Zelda erklärt: „Anscheinend wird diese Hexe auch auf deine Schule gehen und du sollst dich um sie kümmern und ihr helfen.“
„Oh nein! Dreamer reicht doch vollkommen, sie hat immer noch Probleme mit ihrem Zauberkleber..“
„na ja, gut Ding will Weile haben..“ beschwichtigt Zelda und Hilda ergänzt: „Frag nicht wie lange ich brauchte...“
Cut zu Buffy
Ich schwieg.
„Hast du mir überhaupt zu gehört?“ fragte Buffy leise.
„Ja, aber was soll ich darauf sagen? Ich finde es total doof, dass du ihm noch nicht mal gesagt hast, dass du eine Tochter mit ihm hast, vielleicht hätte er gewollt, dass du mich behälst!“
Buffy strich mir über das Haar.
„Ich habe es aber nicht getan, dass kann man jetzt nicht mehr ändern, er ist übrigens ein Vampir!“
„Ein Vampir? Ist hier überhaupt irgendwas real?“
„Ach Kleines!“
Buffy lächelte mich an.
„Du wolltest mit mir hoch gehen, also solltest du mir auch die ganze Wahrheit erzählen!“ forderte ich von ihr.
„Wenn du es unbedingt willst! Als ich 2002 schwanger geworden bin, war ich nicht mehr mit Spike zusammen, ich hatte so viel um die Ohren, mit dem Tod meiner Mom, mit Dawn und dann war da noch die Hochzeit von Xander und Anya, die den Bach runter ging!“
Buffy schweifte ab.
„Bitte, erzähl mir alles der Reihe nach!“
„Nun, damals war ich gerade mal 21! Ich hatte noch nicht viel Schönes erlebt, meine Mom starb an einem Gehirntumor und ich musste mich plötzlich alleine um Dawn kümmern. Xander und Willow sind seit meiner Schulzeit mit mir befreundet, wir gingen zusammen auf die Sunnydale High School, Xander lernte Anya kennen, als Will und ich gerade am College angefangen hatten, sie beschlossen zu heiraten, aber daraus wurde nichts, Xander bekam Muffensausen und verschwand, Anya wurde wieder zu der Rachdämonin, die sie vorher war!“
Buffy atmete kurz durch.
„Und?“ fragte ich weiter.
„Die anderen hatten mitbekommen, dass etwas zwischen Spike und mir lief, sie waren nicht besonders erbaut von der Nachricht, jedenfalls trennten wir uns und ich ging für einige Zeit nach Los Angeles, ich brauchte Abstand von allem hier, in der Zeit kümmerte sich Willow mit ihrer Freundin Tara um Dawn! Ich gebar dich in Los Angeles, Angel, mein erster Freund, half mir durch diese Zeit und wir brachten dich in das Waisenhaus dort, den Rest kennst du ja!“
„Warum bin ich die Jägerin?“ wollte ich von ihr wissen.
„Kurz bevor ich mit meiner Mom nach Sunnydale zog, fand ich raus, dass ich Kräfte besaß, ich wurde übrigens von meiner vorherigen Schule geschmissen, weil ich die Turnhalle anzündete, Giles war der Bibliothekar auf der Sunnydale High, er weihte mich in das Jägerindasein ein, da er mein Wächter war! Ich bin die Jägerin, in jeder Generation wird nur eine Jägerin geboren und du bist meine TOCHTER, dadurch bist du die nächste Jägerin!“
Ich hatte ihr genau zugehört.
Das war wirklich viel auf einmal.
„Schatz, dass ist leider noch nicht alles, ich werde dir alles nach und nach erzählen! Denn ich glaube, dass das dir fürs erste reicht, wie du siehst bin ich keine typisch brave Musterschülerin gewesen, wie zum Beispiel Willow!“
„Das ist ja auch nicht wichtig! Dein Leben interessiert mich mit allen Verlusten und Gewinn!“ rief ich.
„Wir könnten durch Sunnydale gehen und ich zeige dir alles!“
Buffy lächelte mich an.
„Wo hast du ihn kennen gelernt?“
Ich war noch nicht so weit sie Mom zu nennen und von ihm als Dad zu sprechen.
„Wo ich ihn kennen gelernt habe?“
Buffy blickte mich besorgt an.
„Ich glaube dieser Ort ist nichts für dich!“
„Welcher Ort?“
„Ja der Ort, wo ich ihn kennen gelernt habe!“
8 Stunden später
Ich saß im Wohnzimmer vor dem Fernseher als es an der Tür klingelte.
Buffy stürmte zur Haustür und riss sie auf.
„Spike? Hallo, komm rein!“
Ein Mann, der sehr attraktiv war, betrat das Haus.
Das war mein Dad!
„Spike, setz dich zu uns!“
Buffy holte noch einen Stuhl und Spike und sie setzten sich zu mir, ich schaltete den Fernseher aus.
„Hi!“
Er wusste ja nicht wer ich war.
„Spike, ich muss mit dir reden! Ich muss dir etwas sehr wichtiges beichten!“
Spike sah Buffy neugierig an.
„Dann raus mit der Sprache!“
„Du hast eine Tochter, sie sitzt direkt vor dir!“
„Eine Tochter?“
Spike verschluckte sich fast an dem Rauch seiner Zigarre.
„Ja, ich habe es dir verschwiegen, weil wir damals nicht zusammen waren!“
„Scheiße!“
Er sprang auf und wollte gehen.
„SIE heißt Cameron und ist 16 Jahre alt! Ich dachte das es jetzt der richtige Zeitpunkt wäre dich darüber zu informieren, dass du eine Tochter hast!“
„Ich kann jetzt nicht bleiben, ich bin kein Vater, ich passe gar nicht in diese Rolle, such dir einen anderen aus, dem du dieses Kind aufs Auge drückst!“
Spike rannte raus und knallte die Tür hinter sich zu.
Jetzt waren Buffy und ich allein.
„Das ist ja ein toller Anfang!“ rief ich.
„Cameron, sei nicht böse auf ihn, er muss das erst mal verkraften! Ich werde ihm nachlaufen, du kannst ja schon die Pizza essen, die im Kühlschrank steht!“
Und Buffy ging einfach. Sie ließ mich hier allein.
Mutterseelenallein!
„Dein Zimmer befindet sich übrigens oben links!“ schrie sie mir noch zu.
„Na wunderbar!“ redete ich mit mir selbst und holte mir die pizza aus dem Kühlschrank, die schon sehr schimmelig roch.
„Igitt!“
Ich beförderte sie in den Abfalleimer.
Plötzlich hörte ich ein Rumpeln.
Willow kam in die Küche.
„Hey, was machst du denn hier?“
Sie lächelte mich an.
„Ich wollte mir was zu essen suchen, habe aber nichts gefunden!“
„Ich wollte mir auch was machen! Wo ist Buffy?“
„Sie ist Spike hinterher gelaufen!“
„Hat sie ihm alles gebeichtet? Mhm… Süße, wir machen uns jetzt erst mal was Warmes zu Essen!“
Willow schob mich zur Seite und machte sich über dem Kühlschrank her.
„Wir machen uns ein Omelette! Magst du Omelette?“
Ich nickte nur.
Willow war wirklich nett zu mir.
Nach dem Essen spülten wir zusammen ab und Willow fragte mich, ob ich Lust hätte mit ihr ein paar Videos zu schauen.
„Gerne!“
3 Stunden später
Buffy war immer noch nicht wieder da.
Ich machte mir Sorgen und immer noch Gedanken darüber, warum Willow mich so freundlich behandelte
Cut zu den Charmed Ones.
Piper, Paige, Phoebe und Leo saßen alle im Wohnzimmer. Sie sahen einen Krimi. Piper lehnte sich gelangweilt zurück und sah auf die Uhr. „Schon zehn Uhr. Wo zum Teufel steckt Matthew?“
Leo nahm Piper in die Arme. „lass ihn doch, er ist sicher noch im Kino oder so...“
„Er hat aber Morgen Schule!“
Matthew war Piper und Leos 16 Jahre alter Sohn der ebenfalls auf die Westbridge High ging.
Paige grinste. „Piper er ist 16!“
„Wer ist 16?“ ein gutaussehender Junge mit kurzem blonden haar steckte den Kopf zur Tür rein.
„Wo hast du gesteckt?“ Piper sprang auf.
„Mom ich war nur im Kino....“
„Nächstes mal sag wenigstens bescheid!“
„ja, schon gut. Was gibt’s neues?“ er ließ sich in den Sessel fallen.
Leo erklärte: „Morgen ist an deiner Schule eine neue Schülerin und sie ist die Tochter von Buffy Summers, die Vampirjägerin.“
„na und? Was geht mich das an? Nur eine mehr die mich verarscht, das ist tragisch.“ Matthew legte eine entsetzte Mine auf.
„Das geht dich so viel an das sie eine ziemlich wichtige Person ist und du wirst ebenfalls ein Auge auf sie haben und das meine ich jetzt anders als du grade denkst...“ erklärte Leo.
Paige musste grinsen.
„ja, ja, schon gut, schon gut, ich sag nichts mehr.“ Matthew ergriff die Flucht und polterte die Treppe hoch.
*~*
Cut zu Sabrina.
Sabrina saß auf ihrem Bett, neben ihr saß Dreamer die noch kurz auf Besuch war.
„Dreamer ich muss dir unbedingt erzählen das morgen eine weitere Hexe auf unsere Schule geht! Ich soll ihr helfen...“
„Oh, na prima. Meinst du jetzt Hexe so wie Libby oder”
„Ich meine Hexe.“ Sabrina verzog das Gesicht über Dreamers Dummheit.
„ Cool!“
„Sabrini ich will ja nichts sagen aber ihr solltet leiser sein sonst kommen Hilda und Zelda...“ brüllte Salem vom Fensterbrett rüber.
„na prima, danke Salem..” Sabrina war sauer. Dreamer verschwand und Sabrina löschte schnell das Licht.
Einen Moment später hörte man Zelda vor der Tür. „Alles ruhig.“
Salem sprang auf Sabrinas Füße. „Au! Salem du Idiot!“
„Was den, ich hab dich doch nur lieb !“ salem rollte sich demonstrativ ein und stellte sich schlafend.
*~*
Willow schickte mich schließlich gegen 11 Uhr nach oben. „Es ist echt spät, du musst morgen zur Schule. Ich warte auf Buffy.“
Ich gehorchte und ging langsam die Treppe hoch. Als ich grade im oberen Flur war hörte ich die Haustür auffliegen. Ich blieb stehen und lauschte.
„Buffy! Und?“ das war Willow.
„Spike ist ein stures Arschloch.“
„Oh. Wieso? Was hat er den getan.“
„Nichts ungewöhnliches für ihn, na ja, ich geh morgen früh noch mal zu ihm für heute ist nichts mehr bei ihm zu erreichen. Was macht Cam?“
„Wir haben fern gesehen, ich habe sie grade schlafen geschickt.“
„Danke Willow, du bist ein schatz!“
Ich hörte Buffys und Willows Schritte auf der Treppe und schlüpfte schnell in das Zimmer was Buffy mein Zimmer genannt hatte. Ich tastete im dunklen nach dem Lichtschalter und fand ihn auch.
Im Zimmer stand ein breites Nachtschränkchen, ein bett, ein Kleiderschrank, ein Schreibtisch. Das Fenster hatte eine schmale Fensterbank und bunte Vorhänge.
Ich öffnete den Kleiderschrank der tatsächlich einiges zum anziehen enthielt. Es waren meine Sachen wie ich schnell feststellte. Ich suchte mir etwas für die Schule heraus und fand auch meine Schultasche unter dem Schreibtisch. Dann zog ich mich um und legte mich schlafen.
Bevor ich einschlief stellte ich noch den laut tickenden Reisewecker auf 6 Uhr, das sollte hoffentlich reichen. Ich schlief diese Nacht wie ein Stein und erst das klingeln des Weckers weckte mich.
Ich zog mich an und fand das Bad auf der gegenüberliegenden Flurseite. Um Punkt halb sieben tapste ich in die Küche.
Dawn schmierte sich grade ein Brot. Meine Tante.
„Hi!“ begrüßte ich sie und stellte meine Schultasche ab.
Dawn reagierte nicht. Ich frühstückte im Eiltempo. Buffy kam in die Küche, sie sah müde aus aber sie war angezogen. „Morgen ihr zwei. Cam bist du fertig? Wir müssen los, es ist gleich viertel nach!“
Ich nickte und Buffy führte mich zu einer Bushaltestelle. „Dein Bus fährt um halb acht und er holt dich um viertel nach eins ab.“
Ich winkte ihr zu und stieg in den noch fast leeren Bus.
Ich setzte mich auf einen Platz neben einem Mädchen in meinem Alter, sie hatte lange blonde Haare.
„Hi! Ich bin Sabrina und du? Du bist neu oder?“ stellte sie sich vor.
„Hi, ich bin Cameron Summers, ja ich bin neu!“ antwortete ich ihr.
„Du scheinst nicht besonders zufrieden zu sein!“ meinte Sabrina.
„Warum?“ fragte ich neugierig.
„Du schaust so aus!“
„Das sagt mir innerhalb von 2 Tagen schon der 2.!“
„Wer hat es dir denn noch gesagt?“ kam es wieder von Sabrina.
„Meine , meine Mom!“
„Was machst du denn so in deiner Freizeit?“ fragte mich Sabrina.
„Ich höre Musik, schaue Videos, was halt so anfällt und du?“
„Mein Freund Harvey steigt gerade ein!“
Sabrina winkte einem Jungen zu, der sich uns näherte.
„Hi Harvey, das ist Cameron sie ist neu!“
Der Junge gab mir die Hand und setzte sich eine Reihe vor uns.
„Wo sind denn Matt und Brad?“ erkundigte sich Sabrina bei ihrem Freund.
„Die kommen heute etwas später, wollten sich noch mit Dreamer treffen!“
Er grinste.
Sabrina erzählte mir von ihren beiden verrückten Tanten und schaffte es sogar mich zum Lachen zu bringen.
„Ich wohne jetzt schon seit einem Jahr bei Zelda und Hilda und die beiden sind einfach einmalig!“ berichtete Sabrina mir.
„Mit so etwas kann ich leider nicht mithalten, ich wohne erst seit gestern bei meiner Mom!“ traute ich ihr an.
„Ist sie nett zu dir?“
„Ja klar! Ich kenne sie nur noch nicht besonders gut! Wenn wirs genau nehmen hat sie mir fast ein viertel ihres Lebens anvertraut, du hast mir viel mehr erzählt!“
„Ach so! Da stehen Dreamer, Matt und Brad!“
Sabrina rutschte ein wenig bei Seite, damit die anderen auch noch sitzen konnten.
„Hi Matt, hi Dreamer, hi Brad!“
Zwei Jungen und ein Mädchen kamen zu uns und nacheinander wusste ich so ziemlich alles von jedem.
Der Bus hielt an. Sabrina nahm meine Hand und zog mich mit. Dreamer sah Sabrina verständnislos an und Sabrina zeigte nur vielsagend auf mich. Was zum Teufel waren das für Teenager hier?
Sabrina zerrte mich zu den Spinden, Dreamer, Harvey, Matt und Brad folgten.
Matt sah irgendwie richtig süß aus.
Sabrina blieb abrupt stehen.
„Mr. Kraft! Mr. Kraft!?”
Ein Mann blieb stehen. „Ah, die liebe Sabrina... Was ist diesmal auseinander geflogen?“
„gar nichts, Mr. Kraft. Ich will nur wissen ob Cameron in meiner Klasse ist.“
Mr. Kraft sah auf seinen Zettel. „Ja, in der Tat.“ Sabrina zog mich weiter.
„Sabrina!“
„Ja?“ Sabrina sah den Mann der offenbar der Direktor war verständnislos an.
„Könntest du Zelda ausrichten das sie mich heute um 16 Uhr im Cafe treffen soll?“
„ja....“ Sabrina zog mich weiter in ein Klassenzimmer.
Cut zu Spike und Buffy in Spikes Gruft.
Spike zieht an seiner Zigarette. Buffy stemmt die Hände in die Hüften und sieht in sauer an.
„Spike ich versteh ja wenn du mich nicht verstehst aber Cam kann doch nichts dafür.“
Spike hauchte den rauch aus dem Mund und sah Buffy streng an. „Sie ist 16 und du stellst mich vor vollendete Tatsachen. So nen scheiß kann ich nicht leiden.“
„na super, was hätte ich den tun sollen? Es den anderen erzählen?“
„Wäre besser als der Mist jetzt. Ich seh das nicht ein.“
Spike setzte sich auf seinen Sarg und starrte ins leere.
„Eben deshalb. Niemand kann es jetzt mehr ändern, auch du nicht. Niemand. Also was ist nun?“
„Buffy was zum Teufel erwartest du? Das ich überglücklich bin?“ Spike zog an seiner Zigarette.
„nein, das erwarte ich ja gar nicht aber sie kann doch nichts dafür das sie deine Tochter ist!“
„Ne Buffy, die Tour kannst du nem anderen erzählen.“
„Spike muss ich es buchstabieren????“ Buffy war wütend. „Sie ist deine Tochter, unsere Tochter.“
„na und?“ Spike trat seine Zigarette aus.
Buffy rannte aus der Gruft und auch wenn sie es nicht wollte musste sie weinen. Es war doch alles schon schwer genug gewesen mit Dawn. All die Erinnerungen kamen ihr wieder hoch.
Sie sank neben einem Grabstein zu Boden und lehnte sich an den kühlen Stein. Wie sollte es den jetzt weitergehen?
Hinter ihr hörte sie Schritte. „Buffy...?“
Sie drehte sich um.
„Wer auch immer du bist, hau ab!“
„Auch wenn ich es bin?“ fragte die Stimme.
„Angel? Was machst du denn hier?“
Buffy sah ihn an und sofort kamen wieder die alten Gefühle für ihn hoch.
„Ich wollte mal nach dir schauen, ob es dir gut geht! Wir haben uns ja lange nicht mehr gesehen…“
„Um genau zu sein 16 Jahre!“
„Wie geht es deiner Kleinen?“
Buffy stand auf und ging auf Angel zu.
„Cameron? Ich habe sie zu mir geholt, gestern Morgen, aber sie ist so anders als ich sie mir vorgestellt habe! Sie ist mein kleines Mädchen!“
„Kinder sind oft anders als ihre Eltern…. Hast du Lust mit mir ein paar Schritte zu gehen?“
Buffy nickte.
Sie hätte sich fast bei Angel eingehackt, wie in alten Zeiten, doch das traute sie sich nicht.
„Wie läuft `s in L.A.? Wie geht es Wesley, Gunn und Cordy?“
„So viel ich weiß geht es denen ganz gut, Cordy hat doch zu ihrem Traumberuf gewechselt! Hast bestimmt schon von ihrem Erfolg in dem Film Las Ketchup gehört!“
Buffy zog die Stirn kraus.
„Ich dachte der Film wäre ein Reinfall gewesen! Na ja ist ja egal, hast du eine Freundin?“
Angel schüttelte den Kopf.
„Wie soll ich eine Freundin haben, wenn ich weiß, dass es dich gibt!“
Sollte sie ihm jetzt sagen, dass sie mit Spike wieder zusammen war?
Nun, dass würde über kurz oder lang, zu Streit führen, aber sie hatte keine Lust Angel anzulügen.
„Ich bin mit Spike zusammen!“
„Wie? Du hattest dich doch von ihm getrennt!“
„Ja, aber dann sind wir doch wieder zusammen gekommen!“
„Na dann wünsch ich euch viel Glück!“
Angel grinste ironisch.
„Jetzt sei doch nicht gleich beleidigt!“ versuchte Buffy ihn zu besänftigen.
„Du siehst aber auch nicht aus wie die fröhliche Sonne!“ bemerkte Angel.
„Das geht dich nichts an!“
Buffy hatte jetzt wirklich keine Lust mit Angel über ihre und Spikes Beziehungsprobleme zu diskutieren.
„Du hast eben noch mit mir geschimpft, weil ich beleidigt war, dann darf ich doch noch fragen, weshalb du so traurig bist!“ wandte Angel ein.
„Okay, vergessen wir `s! Lass uns über andere Dinge reden!“
„Wie geht es Willow und Xander?“
„Willow trauert immer noch Tara nach und Xander kümmert sich rührend um seinen kleinen Sohn Anthony!“
Es raschelte hinter ihnen.
"Ah, mein Erzeuger meldet sich auch mal wieder, aber Pech gehabt, deine frühere Angebetete ist jetzt meine!"
Angel und Buffy blickten in Spikes Augen.
„Mit Spike ist heute wirklich nicht gut Kirschenessen angesagt!“ sagte Buffy und zog Angel weiter aus Spikes Sichtfeld.
„Lass gut sein, Buffy! Mit dem da werde ich schon noch fertig!“
Angel riss sich von ihr los und ging auf Spike zu.
„Spike, Angel, bitte nicht jetzt!“ flehte Buffy die beiden an, doch keiner von den beiden schien auf sie zu hören.
Und schon fing eine Rauferei an, auf die Buffy wirklich gerne verzichtet hätte.
„Hört sofort auf!“ schrie sie die beiden zusammen.
„Buffy, halt dich da raus!“ kam es von beiden gleichzeitig.
„Hey, ich bin euer Grund, also hört auf!“
Es war helllichter Tag und die beiden Vampire kämpften wie die Verrückten.
--
Cut zum Halliwell Manor
Piper, Leo und Shana frühstückten gerade.
„Ob Matt sich benimmt?“ überlegte Piper.
„Benehmen?“ fragte Leo nach.
„Du weißt schon, ob er mit Cameron nett umgehen wird!“
„Ach was, unser Sohn ist ein Gentleman!“
Leo zerstreute alle Zweifel die Piper je gehegt hatte.
Shana kämpfte mit ihrem Erdbeermarmeladebrötchen.
„Soll ich dir helfen, Kleines?“
Piper nahm Shanas Teller und verarbeitete das Brötchen in mundgerechte Bissen.
„Morgen ihr drei!“
Phoebe stand in der Tür. Sie hatte Jason auf dem Arm.
„Warum bist du denn so früh aufgestanden?“ wunderte sich Piper über ihre jüngere Schwester.
„Jason hat heute seinen ersten Kindergartentag!“ erinnerte Phoebe Piper und setzte Jason auf den Trip-Trap-Stuhl.
Die drei Halliwell-Wyatts waren fertig mit Frühstücken.
Shana ließ sich von Piper auf den Schoss nehmen und vergrub ihr Gesicht in deren Pulli.
„Da ist aber noch jemand müde!“ bemerkte Leo mit einem Lächeln.
„Sie hat ja auch kaum geschlafen!“ stellte Piper fest.
Cut zur Westbridge Highschool
Ich hatte nun schon fast alle aus der Stufe kennengelernt.
„Die da vorne ist Libby, halt dich besser von der fern!“
Sabrina klang nicht besonders begeistert.
„Ach was noch ein Freak?“
Das Mädchen namens Libby war wohl nicht gerade Sabrinas beste Freundin.
„Sag mal was will dieser Mr Kraft von deiner Tante?“
„Mr Kraft ist mit Zelda zusammen! Leider!“
Sabrina verzog das Gesicht und holte aus ihrer Tasche ein Sandwich.
„Willst du auch eins?“
Ich sagte ja und bis in das Sandwich.
„Vorsicht es könnte scharf sein!“ informierte mich Sabrina noch.
Doch es war zu spät.
Ich schmeckte das erste Mal ein Spellmann-Spezial-Sandwich.
„Was sind denn die Zutaten?“
„Nun da sind ne ganze Menge vom anderen Reich drin!“
Sabrina grinste.
„Vom anderen Reich?“ flüsterte ich fassungslos.
Waren denn jetzt alle verrückt geworden?
Sabrina tauschte mit Dreamer einen Blick. Dann zogen sie mich mit sich in eine Ecke der Kantine. Sabrina flüsterte.
„Also noch mal ganz langsam. Du hast keine Ahnung vom anderen reich?“
„n...ein!“
Sabrina sah mich geschockt an. Dann lachte sie.
„Das gibt’s nicht. Das gibt’s echt nicht.“ Als sie merkte das die anderen im Raum sie anstarrten sagte sie: „Nur nen Witz Leute, glotzt woanders hin!“
Harvey mit Brad und Matt im Schlepptau steuerte den Tisch an.
„Können wir uns zu euch setzen?“ wandte er sich an Sabrina.
Man sah Sabrina an das sie bei dem wir Brad offensichtlich ausschloss. Ok, er sah aus wie ein Schleimer aber warum fand sie ihn so schlimm?
„Klar. Klar könnt ihr.“ Sabrina setzte ein lächeln auf. „Cameron wie wär’s wenn du mich heute Nachmittag besuchen kommst, dann kann ich dir alles erklären...“
„Warum willst du mir das alles erklären ich könnte doch auch B...“
Dreamer trat mich unterm Tisch gegen das Schienbein. „Au!“
„Bravo Dreamer.“ Lobte Sabrina grinsend. “nein du wirst nicht, ich erklärs dir später. Also heut Nachmittag frag deine Mom sie weiß wo du hin musst...“
Matt grinste mich an. Man, sein grinsen war einfach nur süß! Der Hammer!
Harvey verzog das Gesicht. „Sabrina WIR waren heute Nachmittag verabredet...“
Sabrina grinste ihn an. „komm schon Harvey, Cameron ist neu, irgendwer muss ihr helfen. Ich war auch mal neu...“
Brads und Sabrinas Blick trafen sich und beide schickten dem anderen todeswünschende Blicke.
Der Gong ertönte. Zeit für den Unterricht.
*~*
Cut zum Friedhof.
Angel verpasste Spike grade einen Kinnhaken.
Buffy beobachtete die zwei Fassungslos und entsetzt. Schließlich riss ihr der Geduldsfaden.
„Ihr seit alle beide solche Idioten! So was hohles! Falls ihr euren Verstand wiederfindet wisst ihr ja wo ich wohne.“ Sie rannte vom Friedhof weg.
Spike kämpfte sich frei. „Buffy!!“
Angel sah ihr ebenfalls nach, dann zischte er Spike ein Idiot zu und rannte ihr hinterher. Spike rannte Buffy ebenfalls hinterher und keine zehn Meter weiter kämpften die beiden schon wieder.
*~*
Cut zum Schulbus.
Sabrina und Dreamer sitzen wieder neben mir, vor und sitzen Harvey Brad und Matt.
„Also heute Nachmittag bei mir, Ok?“
Ein kratziges Geräusch kam aus dem Gang. Wir sahen zum Gang. Matt hob grade seinen Bleistift auf. Er sah sich kurz zu Harvey und Brad um die lautstark über Football diskutierten, dann rappelte er sich auf und beugte sich zu uns runter.
„Und was ist mit mir? Ständig vergesst ihr mich.“
Mein Herz pochte wie verrückt. Wie konnte man ihn vergessen?
Sabrina flüsterte. „Wir vergessen dich nicht, allerdings ist es schwer Harvey einen plausiblen Grund dafür zu nennen das du bei mir rumhängst.“
„Harvey, Harvey, Harvey. Er muss ja nicht alles wissen. Er darf nicht mal alles wissen.“
„genau aus dem Grund frage ich dich nicht, du stehst eh vor der Tür.“
Harvey drehte sich um. „was macht ihr den da?“
Matt rappelte sich schnell auf und flüchtete auf seinen Platz.
Sabrina grinste Harvey an. “Matt hat uns nur so eine dumme Mathegeschichte erklärt…”
Harvey grinste zurück und vertiefte sich wieder mit Brad in eine Diskussion über Football.
*~*
Cut zu Buffys Haus
Buffy und Dawn sitzen auf der Couch, Willow spielt an ihrem Laptop herum.
Seit Buffy das Wohnzimmer vor 5 Minuten betreten hat giftet Dawn sie nur an.
„Buffy ich kann das einfach nicht fassen! Wie kannst du mir das einfach nicht sagen? Das fasse ich nicht. 16 Jahre lang wusstest du es! 16 Jahre! Noch nicht mal Spike wusste es. Ich meine es ist ja kein Weltuntergang wenn das halt passiert aber ich will das wissen und“
Buffy fiel Dawn ins Wort. „Dawn du warst damals 14. Mit 14 hat man bessere Sorgen als die eigene Schwester, abgesehen davon weist du selber das es mit Spike und mir damals nicht zum besten stand. Ich wollte nicht das du das alles miterleben musst. Abgesehen davon passte ein Kind auch nicht in meine Planung!“ Buffy sagte das ganz ruhig im Gegensatz zu Dawn die geschrieen hatte.
Willow mischte sich ein. „meint ihr beiden nicht das ihr da über gelegte Eier streitet? Es ist halt da und Dawn wir müssen es einfach akzeptieren. Es gibt ja auch schlechteres...“ Willow versuchte zu schlichten.
Im selben Moment ging die Haustür auf. „lass endlich deine Pfoten von mir!“ das war eindeutig Spike und höchst wahrscheinlich meinte er damit Angel.
„Das werden wir ja noch sehen, das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.“
Buffy strich sich durchs Haar. Die Wohnzimmertür flog auf, Spike und Angel polterten ins Wohnzimmer.
„Was wird das? Was macht ihr? Wo leben wir bitte schön? Im Mittelalter? Ich dachte eigentlich das man sich heutzutage den Freund aussuchen kann...“ Buffy verzog das Gesicht.
„Ich dachte bis vor ein paar Stunden das man das Recht hat zu erfahren wenn man Vater ist!“ setzte Spike hinzu.
„Was willst du eigentlich? Jetzt weißt dus!“
„Schön aber 16 Jahre zu spät! 16 Jahre!!“ brüllte Spike.
„Schrei mich nicht so an sonst kannst du gleich verschwinden, du weißt ja wo die Tür ist.“
Angel grinste.
Buffy sah das aus dem Augenwinkel. „Gilt übrigens auch für dich.“
Stille.
„Gut.“ Buffy grinste. „Schon besser. Man soll’s ja gar nicht glauben...“
Die Haustür flog auf. „Buffy...?“
Buffy fasste sich an den Kopf. „Himmel, so spät schon...“ sie stürmte in den Flur.
Cam ließ die Tasche sinken und grinste unsicher. „Hi“
„Hi. Dawn! Dawn!“
Dawn kam aus dem Wohnzimmer. „Was ist?“
„kannst du mal sehen ob wir was zu essen haben..?“
„Oh nein, nicht ich, nie im leben für die, nie im leben.“ Dawn stürmte aus dem Haus.
„ist schon Ok Buffy. Ich bin heut Nachmittag mit Sabrina verabredet, sie sagt du wüsstest wo sie wohnt..?“ Cam grinste unsicher.
Spike und Angel kamen gefolgt von Willow aus dem Wohnzimmer. Spike sowie Angel blieben in sicherem Abstand stehen und musterten Cameron.
„Klar. Schön das du schon Anschluss findest, Sabrina ist schließlich auch eine Hexe, das ist zwar was anderes aber das ist ja nicht so schlimm.“
Mein Blick traf den Spikes. Mein Dad. Buffy ging in Richtung Küche und ließ mich mit Spike, Willow und dem anderen alleine. Ich sah den anderen Typ unsicher an.
Willow ging auf mich zu und deutete auf Angel. „Also das ist Angel... Angel Cameron. Cameron Angel.“ sie grinste.
Cut zum Halliwell Manor
„Mom, Dad?“ Matt ließ seine Schultasche zu Boden sinken. Hinter ihm krachte die Tür ins Schloss.
Normalerweise hatte um diese Zeit seine Mutter oder eine seiner beiden Tanten (meistens aber doch seine Mutter) etwas gekocht. Heute war das haus leer und wie ausgestorben.
„Hallo? Jemand zuhause?“
Keine Redaktion.
Doch. Singend kam seine kleine Schwester Shana die Treppe hinunter. Matt nahm sei auf den Arm.
„Hi kleine! Wo sind Mom und Dad? Oder Tante Paige oder Tante Phoebe?“
Shana spielte mit ihrem Zeigefinger. Dann grinste sie. „Daddy is weg und Tante Phoebe, Jason und Mommy sind einkaufen. Tante Paige is auch weg.“
„und dich hat Daddy einfach alleine gelassen?“
Shana nickte.
„na so was. Na dann komm Kleine, schauen wir mal was wir so essbares im haus haben. Hattest du schon Mittag?“
Shana schüttelt den Kopf. Matt setzt sie auf einen Stuhl und wühlt im Kühlschrank.
Leo erscheint. Matt dreht sich um. „Oh, Hi Dad.”
“Daddy!”
“na ihr beiden? Tut mir leid Shana, ich musste wirklich weg. Matt sag, wie war es in der Schule.“
„Dad das fragst du sonst nie. Sag gleich das du Cameron meinst.“
Matt schob einen Nudelsnack in die Mikrowelle.
„ja, Ok, ich meine sie. Wie ist sie?“
„Oh, ganz süß eigentlich aber ich hab nicht direkt mit ihr geredet, Sabrina hat sie ganz unter ihrer Fuchtel, ist mir nur recht.“
„Süß.“ Leo grinst.
Matt boxt seinen Vater in die Seite. „ihr seit alle gemein...“
„ich hör ja schon auf...“
*~*
Cut zu Buffy
Buffy, Spike und Angel sind alleine in der Küche. Willow zeigt Cam den Weg zu Sabrina.
„Nicht mal mit ihr geredet habt ihr beide.“ Buffy ist wütend, sie fixiert Spike.
„Hey, ich bin nicht der Dad Typ...“ verteidigt er sich und steckt sich eine Zigarette an.
„Du könntest es ja wenigstens versuchen!“ motzte Buffy den vermeidlichen Dad an.
„Buffy, Spike muss erst mal in die Rolle reinwachsen!“ half Angel Spike aus der misslichen Lage.
„Von dir hätte ich etwas mehr Respekt erwartet! Du hast sie schließlich damals gesehen, und du weißt seit 16 Jahren Bescheid!“ schrie Buffy in Angels Richtung.
„Er wusste es die ganze Zeit?“
Spike war erst recht erbost.
„Du hast meinem größten Feind von meinem Kind erzählt? Das verzeih ich dir nie!“
Er wollte schon wieder gehen.
„Mein Freund du bleibst jetzt schön hier!“
Buffy hielt ihn an der Jacke fest.
„Buffy, ich denke ich sollte noch mal darüber nachdenken!“
Spike seilte sich von ihr los.
„Nein, du hast lange genug nachgedacht, ich liebe dich und du mich auch, Cameron ist unsere Tochter, warum willst du das alles nicht einsehen?“
Spike drehte sich zur Seite.
Wenn er ehrlich wäre, würde er ihr sagen, dass er sich über die Vaterschaft freut, aber er will nicht ehrlich sein.
Ihm kamen die Tränen wenn er Buffy so verzweifelt sah.
„Ich denke ich werde mich um sie kümmern, sie ist ein sehr hübsches Mädchen, sie hat Ähnlichkeit mit dir!“
Das ist das erste Kompliment, dass Buffy von ihm über seine Tochter hört.
Angel kratzte sich am Ohr.
„Buffy, ich glaube ich geh dann mal!“
„Angel, du bist doch gerade erst gekommen, du bleibst heute Nacht hier, kannst in Moms Zimmer schlafen!“
Spike riss die Augen auf, zog es aber vor zu Schweigen.
--
Cut zu Willow und mir
Willow und ich waren bei Sabrinas Haus angelangt.
„Wenn du möchtest hole ich dich nachher ab, Kleines!“
Sie lächelte mich an.
„Das wäre klasse!“
Willow verabschiedete sich von mir und ging wieder nach Hause.
Ich klingelte bei Sabrina.
Die Tür wurde geöffnet und eine Frau steht vor mir.
Das war sicher eine von Sabrinas Tanten.
„Cameron, wie schön das du gekommen bist, komm rein!“
Obwohl ich nicht wusste wer sie war, folgte ich der Frau ins Wohnzimmer.
„Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt, ich bin Zelda, Sabrinas Tante!“
Sie nickte in Richtung Sofa, wo Sabrina, Dreamer und wie cool, Matt saßen.
„Hey Cam, komm her!“
Sabrina winke mich zu sich und ich kauerte mich auf das Sofa.
„Au!“ hörte ich plötzlich eine Stimme.
„Du hast dich auf meinen Schwanz gesetzt!“ rief wieder die Stimme.
Sabrina grinste.
„Oh, du sitzt auf Salem, unserem Kater!“
Nervös sprang ich auf.
„Oh das tut mir leid!“
„Keine Ursache, ich werde oft als Fußabtreter, als Kissen, als Staubwedel und was weiß ich nicht als was ich benutzt werde!“ antwortete Salem.
„Warum kann er sprechen?“ erkundigte ich mich bei Sabrina.
„Salem ist ein Zauberer, er wurde in einen Kater verwandelt, einen ausgestopften Kater!“ fügte sie noch hinzu.
„Tante Hilda, kannst du uns nicht diesen klasse Tee zaubern!“
Hilda, die ich in der Schule schon gesehen hatte, betrat den Raum und begrüßte mich.
„Du bist also Buffys Tochter! Du bist ein sehr nettes Mädchen im Gegensatz zu Sabrina!“
Sabrina warf ihr einen wütenden Blick zu.
„Tante Hilda, dein Tee ist der beste, bitte!“
Sie zwinkerte mit den Wimpern.
Doch ihre Tante ließ sich nicht so einfach bezirksen.
„Sabrina wie wäre es wenn du deinen Gästen etwas anbieten würdest, ich möchte mich ein wenig mit Cameron unterhalten!“
Sabrina tat als hätte sie nicht ganz verstanden.
„Du machst also den Tee? Danke Tante Hilda!“
Sie fiel ihrer Tante um den Hals.
Matt, Dreamer und ich grinsten uns einen zureicht.
„Du machst den Tee, danke Sabrina!“
Sabrinas Tante hob die Hand und Sabrina sauste durch die Luft in Richtung Küche.
„Das hätten wir erledigt, Zeldi, kommst du auch?“
Zelda kam aus der Küche. „ja?“
Hilda ließ sich in einen Sessel fallen.
„Du bist also Buffys Tochter....“ Hilda legte die Stirn in Falten „Ob du wohl auch so viel Mum in den Knochen hast? Na ja, spätestens beim dritten Vampir kommst du klar...“
Ich verschluckte mich und hustete.
Zelda schimpfte: „Hilda!!“
Matt klopfte mir auf den Rücken. „Besser? Musst nicht gleich so erschrecken, die reißen dir nicht den Kopf ab.“
„Wenn sie könnten wü“
Zelda knuffte Hilda in die Seite.
„Was?“ Hilda verstand nicht.
Matt grinste. „Siehste, alles nur halb so wild.“
Zelda sah mich an. „Also Cameron, ich bin Zelda und ich bin eine andere von Sabrinas Tanten.“
„Ah ja...“ ich nickte.
„Also wenn du Fragen hast oder ein Problem kannst du auch jederzeit zu mir kommen.“ Zelda lächelte.
Ich musste grinsen. Fragen Probleme? Wenn ich davon absehe das offensichtlich alle außer Harvey und Brad alles verstanden und ich nichts, das mein Vater noch kein Wort zu mir gesagt hatte und meine Tante mich offensichtlich nicht mochte... ja, wenn ich davon absah hatte ich wahrhaftig keine fragen und Probleme.
Höchstens was so ein unverschämt gutaussehender Kerl wie Matt mit dem Kram am Hut hatte....
Hilda knuffte nun Zelda in die Seite. „Hilda natürlich hat sie Fragen.“ Dann wandte sich Hilda an mich „sag mal glaubst du uns allen das überhaupt? Ich meine Sabrina hat’s ja auch nicht geglaubt.“
Ich schüttelte den Kopf. „doch, ich glaub das schon aber das ist alles so... so viel auf ein mal..“
Zelda nickte. „ja, das kann ich mir vorstellen. Na ja, lass dich nicht unterkriegen. Wenn du auch nur etwas nach deiner Mutter kommst sollte das alles kein Problem sein. Ach ja.“ Zelda sprang auf. „Sabrinaaaaa!“
Sabrina kam mit einem Tablett Tee aus der Küche. „ja?“
„Hat Willard irgendwas gesagt?“
„Himmel Tante Zelda habt ihr eigentlich nichts von dieser Erfindung namens Telefon gehört? Aber er hat was gesagt, irgendwas von Café...“
Sabrina sah hilflos zu mir, matt und Dreamer.
Ich half ihr auf die Sprünge. „16 Uhr im Café hat er gesagt.“
Zelda stürmte aus dem Wohnzimmer.
Hilda grinste. „Ok, Zelda ist dann weg, ich geh auch weg. Ach ja Sabrina vielleicht solltet ihr noch bei Matt zuhause vorbeischauen, du weißt schon...“
Irgendwie kam ich mir mehr und mehr wie eine Schaufensterpuppe mit einem besonders exklusiven kleid vor. Jeder wollte mich sehen, jeder wusste alles über mich nur ich nicht.
„ja ,ja, schon gut.“ Sabrina trank ihren Tee aus.
Hilda verschwand.
Sabrina stand auf. „Ok, Tante Hilda geht mir jetzt ewig auf den Geist, also gehen wir jetzt zu dir.“
„immer bestimmst du was wir machen, aber warum gehen.“ Erwiderte Matt, stand auf und grinste.
Ich könnte in seinem grinsen versinken!
„Du bist lauffaul!“ versuchte Sabrina offensichtlich Matt umzustimmen, was auch immer er vorhatte. Matt ließ sich nicht erwichen. „Ok, ich gebe nach aber ich bring mich hier selber weg, vom orben wird mir übel.“
Sabrina verschwand in einem gelben Funkenregen.
Ich starrte auf die Stelle an der sie eben noch gestanden hatte.
Matt grinste. „Stimmt, kennst du wohl noch nicht. Gewöhnst dich sicher schnell dran.“
Ich saß immer noch auf dem Sofa und starrte an die Stelle.
Matt hielt mir seine Hand hin. „komm, steh auf. Nimm meine Hand, das tut nicht weh, wirklich. Das ist wie Achterbahn fahren!“
Ich sah matt unsicher an und gab dann zu: „Ich bin nie Achterbahn gefahren...“
„Nicht? Ok, dann mach halt die Augen zu. Komm schon, das ist praktisch und es tut nicht weh. Du musst nur meine Hand halten.“
Ich traute mich wirklich nicht. Das war so viel auf ein mal. Es sah beängstigend aus.
Matt seufzte, dann zog er mich mit beiden Händen hoch. „Dann nimm halt beide Hände. Nicht loslassen, mach vielleicht die Augen zu und das war’s.“
Ich atmete tief durch und bemühte mich das zittern meiner Hände zu unterdrücken. Matt hielt hier grade meine Hände! Mein Herz klopfte. Trotzdem hatte ich Angst.
Um uns wurde alles schwarz, dann standen wir plötzlich im Sonnenschein vor einem roten Haus.
Ich starrte Matt mit offenem Mund an. Das war ja Wahnsinn!
Matt grinste. „War doch gar nicht so tragisch.“
Eine Frauenstimme mischte sich ein, Sabrina kicherte.
„Na ihr beiden?“
matt ließ ,meine Hände erschrocken los. „Mom!“
Matts Mutter lächelte freundlich. „Hi! Du bist also Cameron. Kommt rein ihr drei.“
Wir betraten das Haus. Schon das Foyer war wirklich atemberaubend. Das ganze Haus ähnelte einer Kirche.
Ein kleines Mädchen lief auf uns zu.
„Mommy!“
Matts Mutter nahm die kleine auf den Arm. „Was gibt’s den Shana?“
Das kleine Mädchen starrte mich an. Matts Mutter folgte dem Blick.
Dann lachte sie. „also vielleicht sollten wir uns ja erst mal vorstellen. Also Cameron ich bin Piper Halliwell Wyatt, du kannst mich aber Piper nennen. Ich bin Matts Mutter, das ist seine kleine Schwester Shana. Na ja und ansonsten lebt hier noch Matts und Shanas Vater Leo, meine Schwestern Phoebe und Paige und Phoebes Sohn Jason.“
Shana grinste mich an. Piper ging vor in die Küche. Wir folgte alle.
Piper setzte Shana ab und sah sich nach mir um. „Ich und meine Schwester wir sind hexen, Leo ist ein Wächter des Lichts und sowohl Matt als auch Shana sind halb Wächter des Lichts, halb Hexe. Matt hat dir das ja schon demonstriert.“ Piper grinste. „na ja, und meine Schwester Paige ist auch halb Wächter des Lichts halb Hexe.“
Oh je, das war schon wieder so schrecklich viel zu verstehen. Noch mal langsam. Meine Mutter ist die Jägerin. Ich bin die Jägerin. Piper, Phoebe, Hilda, Zelda, Sabrina und Dreamer sind Hexen. Paige, Matt und Shana sind halb Hexe halb Wächter des Lichts und dieser Leo ist ein ganzer Wächter des Lichts. Was ist das überhaupt...?
Sabrina grinste mich an.
Matt lachte. „Mom du hast vergessen zu erwähnen was ein Wächter des Lichts ist...“
Hilfe. Gutaussehend, mit magischen Kräften und kann Gedanken lesen...
*~*
Cut zu Buffy, Spike und Angel.
Buffy wusste, dass sie keinem der beiden etwas zu trinken anbieten konnte, weil beide nur Blut zu sich nahmen.
Sie bat die beiden sich zu setzen und versuchte sie bei Laune zu halten.
Zum Glück kam Willow wieder.
Willow widmete sich Angel und Buffy konnte mit Spike verschwinden.
Spike und Buffy gingen nach oben in Buffys Zimmer.
„Schatz, ich liebe dich! Du hättest es mir sagen können, aber die Kleine ist so niedlich!“
Spike grinste.
„Willst du etwa noch mehr Kinder?“ fragte Buffy entsetzt.
„Nein, Cameron reicht mir, wer hat ihr überhaupt diesen Namen gegeben? Ihre Adoptivmutter?“
„Nein, ich!“
Buffy war immer noch stolz auf ihre damalige Entscheidung.
Spike streichelte über ihren Bauch.
„Du bist so süß!“
„Süß? Süß sind Katzenbabys und kleine Kinder, aber ich doch nicht, wenn ich süß wäre, würden mich die Vampire und Dämonen auffressen!“
Spike lachte.
„Weißt du eigentlich, dass es ganz schön lange her ist, dass wir zwei allein waren!“ stellte Buffy fest.
„Wir könnten es ja jetzt machen!“
„Machen?“ Buffy kicherte.
„Komm schon du willst es doch auch Jägerin!“
Jägerin, so hatte er sie lange nicht mehr genannt.
„Spike, mir ist im Moment nicht danach!“
Buffy stand auf.
„Warum nicht, wenn ich fragen darf?“ fragte Spike mit spöttischer Stimme.
„Ich hab im Moment keine Lust!“
Spike stöhnte.
„Du hast keine Lust? Wenn ich keine Lust habe, muss ich trotzdem!“
Buffy knöpfte wieder ihre Bluse zu und wollte gehen.
--
Piper lächelte.
„Am besten erklärst du es ihr Matt, denn du hast schließlich die Kräfte!“
Matt grinste süß-sauer.
„Okay, ein Wächter des Lichts, ist eine Art Arzt! Er muss seinen Schützlingen, also den Hexen helfen, wenn sie in Schwierigkeiten stecken und er kann sie heilen, wegorben, wie wir eben.“
Ich musste das erst mal verarbeiten.
Ein Wächter des Lichts, was war das überhaupt für ein Name, heilte also.
„Hallo ihr alle!“
Ein Mann, wahrscheinlich Matts Dad kam zu uns.
Piper küsste ihn kurz.
„Das ist mein Dad! Er ist ein Wächter des Lichts, er ist tot, weißt du es ist schon sehr lange her, da ist er in den ersten Weltkrieg gezogen, damals war er verheiratet und ist nicht wieder gekommen!“
Ich schluckte.
„Aha!“
Das konnte doch nicht wahr sein, dieser Mann war noch ziemlich jung.
„Dad fiel im Krieg und wurde ein Wächter des Lichts! Er hat gutes vollbracht, darum ist er ein Wächter des Lichts!“ schloss Matt seine komplizierte Erklärung.
Piper zog Matt kurz beiseite.
„Cameron, bist du, nicht wahr? Ich bin Leo, du kannst mich gerne Leo nennen! Du hast ja gerade alles gehört von Matt, wenn du irgendwelche Fragen hast, kannst du gerne fragen!“
Ich hatte Leo gar nicht zugehört, sondern ich bemühte mich Pipers Worte an Matt zu verstehen.
„Matt, spinnst du? Dad ist doch nicht tot, wie konntest du so etwas sagen!“ flüsterte Piper.
„Hör einfach nicht hin!“ rief Sabrina.
Sabrina und Dreamer langweilten sich anscheinend ziemlich bei dem ganzen Gespräch.
Das war ja auch kein Wunder, denn die beiden standen ja auch nicht im Mittelpunkt.
Ich hasste es im Mittelpunkt zu stehen.
„Mom, Dad ist tot, du solltest das nicht immer vergessen, es ist eben so, du kannst es nicht ändern!“ antwortete Matt seiner wütenden Mutter.
Sabrina sah deutlich auf die Uhr. „Leute es ist spät, ich muss gleich nach hause...“
„ja, ich auch.“ Dreamer schloss sich an.
Cam grinste. Das war deutlich.
Matt und Piper kamen wieder zu den anderen.
Sabrina nickte Cam zu. „Also dann bis Morgen.“ Schon verschwand sie.
Dreamer grinste. „tschau.“ Auch sie verschwand.
Ich stand etwas unschlüssig da. „und wie komme ich jetzt nach hause?“ es war das erste mal das ich mein neues Heim mein zuhause nannte.
„na wie wohl.“ Matt grinste.
Matt ging aus der Küche, ich verabschiedete mich von Piper, Leo und Shana und folgte ihm dann.
Matt sprach im Foyer mit zwei Frauen. Als er mich bemerkte drehte er sich um. „Cam, das sind meine Tanten Phoebe und Paige. Das ist Cam.“
Paige lächelte. „Hi, willkommen im Team.“
Phoebe lächelte mir ebenfalls zu.
Matt zog mich mit sich aus dem Haus. Hinter uns hörte ich seine Tanten kichern. Oder bildete ich mir das ein?
Matt und ich standen vor der Haustür.
Matt legte seine Hände auf meine Schultern, ich spürte seinen Atem in meinem Gesicht. Sein Blick war so süß.
Unsere Gesichter kamen sich näher und plötzlich waren seine Lippen auf meinen. Matt küsste mich! Im selben Moment orbten wir auch schon, diesmal merkte ich allerdings nichts von der Dunkelheit um uns herum. Als wir vor Buffys Haus erschienen lösten sich unsere Lippen voneinander.
Ich grinste unsicher.
Matt grinste so süß wie schon seit heute Morgen.
„Du bist süß Cam.“
Oh man. Was redete er da? Was sagt man auf so was? Gar nichts? Danke? Du auch?
„Na ja, bis morgen..“ Matt verschwand.
Ich stand minutenlang im Vorgarten und starrte auf die Stelle. Dann ging ich wie auf Wolken ins Haus. Matt - der süßeste Junge den ich je gesehen hatte -hatte mich geküsst!
In der Küche saßen Angel und Willow.
Willow sah von ihrem Laptop auf. „Wie kommst du den hier her?“
„matt hat mich gebracht. Übrigens Hi Angel.“ Ich wunderte mich über mich selbst. Wie konnte ich mich nur so schnell eingewöhnen?
„Wo steckt Buffy?“ wandte ich mich erneut an die beiden.
„Oben. Mit Spike. Dawn ist weg.“ Erklärte Willow und Angel knirschte mit den Zähnen.
„Oh, na denn.“ Ich schenkte mir Milch ein und überlegte wie es mit mir und Matt wohl weitergehen würde. Ob er das ernst gemeint hatte? Es war das erste mal das mich ein Junge küsste! Und ich war 16! Aber na ja, in dem heim waren ja auch nur widerliche Typen gewesen.
Buffy betrat die Küche. Ihr Haar sah zerzaust aus, wie ich aus dem Augenwinkel bemerkte.
„Dein Bluse ist falsch zugeknöpft..“ erwiderte Angel ganz cool.
Ich spuckte die Milch in das Glas und mühte mich krampfhaft das lachen zu unterdrücken.
Buffy knöpfte die Bluse richtig zu.
*~*
Währenddessen im Halliwell Manor.
Piper ging zurück in die Küche. Shana war bei Phoebe und Paige im Wohnzimmer, Leo saß am Küchentisch.
„Leo?“
„mhm, was ist.“
„matt hat grade Cameron geküsst.“
„Woher weißt du das?“ Leo trank einen Schluck Kaffee.
„Ich hab es gesehen.“
„Du beobachtest ihn? Piper er ist doch nicht mehr 5 ½ , er ist 16!“
„nur rein zufällig... Wirklich. Du solltest mit ihm reden. So von Mann zu Mann.“
Leo sah auf und grinste Piper an. „du machst dir im Ernst Sorgen um ihn? Die Tatsache das er Erwachsen wird finde ich weitaus beunruhigender als die Tatsache das er täglich Dämonen und ähnlichem begegnet. Aber gut...“
„danke.“
--
Matt schlich sich leise ins Haus, aber er hatte Pech.
Piper hatte ihn gehört.
„Matt? Komm bitte mal her!“
Wie ein reuiger Hund kam Matt ins Wohnzimmer.
„Was ist denn Mom, ich bin total müde! Morgen schreiben wir eine Klausur, muss mir den Stoff noch durchlesen!“
Unwillig sah er Piper an.
„Dein Dad will noch mit dir reden, ich sehe noch mal nach Shana!“
Piper raffte sich auf und ging nach oben in Shanas Kinderzimmer.
„Dad, was gibt’s? Ich habs eilig!“
Matt trat von einem Fuss auf den anderen.
„Willst du auch einen Saft?“ bat Leo ihm an.
„Nein danke, jetzt fang endlich an, sonst gehe ich!!“
„Nun, mal immer mit der Ruhe Matt, deine Mom hat dich gesehen, als du mit Cameron zusammen warst, dass nächste mal musst du sie ja nicht unbedingt vor unserer Haustür küssen!“
Leo zwinkerte ihm zu.
„Aber Dad, ich darf doch wohl noch mit Cameron zusammen sein! Sie ist meine Freundin, dass kann Mom mir nicht verbieten!“
Matt war völlig aus dem Häuschen.
„Matt, natürlich darfst du mit Cameron zusammen sein, sie ist ein ganz besonderes Mädchen, aber du musst es ja nicht gleich übertreiben, jetzt geht schlafen!“
Matt war erleichtert, dass er keine so schlimme Standpauke abbekommen hatte.
Seine Mom traf ihn noch mal im Treppenhaus.
„Nacht Matt! Bleib noch ein wenig mein kleiner Junge, ja?!“
Sie strich ihm über die Wange.
Was sollte das denn jetzt? Bekam seine Mom jetzt etwa sentimentale Tage?
Matt grinste und lief schleunigst in sein Zimmer, wo er sich auf sein Bett warf.
„Ich liebe dich, Cameron! Ich liebe dich, Cameron!“ flüsterte er immer wieder.
Piper blieb noch eine Weile an seiner Tür stehen und ging dann wieder zu Leo.
„Besonders zu Herzen genommen hat sich Matt aber nicht deine Strafpredigt!“
„Schatz, du wünscht dir doch einen Gentleman als Sohn, besser als ein Dealer, sagst du immer, siehst du was für einen Erfolg wir mit seiner Erziehung erzielt haben?!“ meinte Leo.
Buffy hatte es gemerkt und grinste.
„Du kommst auch noch in das Alter in dem du es nicht lassen kannst, Cameron!“
„Ach ja?“
„Sei nicht so frech!“ kam es gleich von drei Seiten.
Spike kam in die Küche.
„Hey, ich bin dann weg!“
Er drückte Buffy noch einen Kuss auf den Mund und ging dann.
„Warte mal!“
Ich lief ihm hinter her.
„Was ist denn, Krümmel?“ fragte er.
„Ich will heute Nacht bei dir Schlafen, dass ist bestimmt cool in so einer Gruft zu übernachten!“
Buffy und Willow schüttelten sincron die Köpfe.
„Du bleibst hier!“
„Ich habe gar keinen Platz für dich, Krümmel!“ stellte Spike fest und verschwand dann endgültig in der dunklen Nacht.
„Süße, wie wäre es mit Schlafen!“
Buffy wollte mich direkt wieder loswerden.
„Bitte nicht! Wir haben noch gar nicht so viel geredet, du läufst ihm immer hinter her und interessierst dich nicht für mich!“
Ich führte mich auf wie ein eifersüchtiger Teenager.
„Cameron, ich habe jetzt keine Zeit, du siehst doch, dass ich Besuch habe!“
Buffy deutete auf Angel.
„Weißt du was? Ich hätte es besser im Heim, dauernd werde ich von einem Ort zum nächsten geschickt!“ motzte ich.
Willow grinste und schob mich dann aus der Küche. „Komm schon Cam.“
„Was?“
„Sei nicht so zickig.“
Willow begleitete mich in mein Zimmer wo sie sich auf das Sofa fallen ließ. Ich setzte mich auf mein Bett.
„Willow?“
„ja?“
„habt ihr viel mit Matts Familie zu tun?“
„manchmal. Aber eher selten. Wieso fragst du? Wo warst du heut überhaupt?“
„Bei Sabrina zuerst und dann waren wir alle bei Matt.“
„Mhm.“
*~*
Buffy und Angel gingen nun gemeinsam auf Streife, bewaffnet mit Weihrauch und kreuzen.
Buffy grinste. „Wie in alten Zeiten.“
Angel mühte sich sichtlich ab immer zwei Schritte vor ihr über den Friedhof zu gehen. Sie legte ihm die Hand auf die Schulter. „Angel. Du musst nicht weglaufen. Nur weil ich mit Spike zusammen bin heißt das doch nicht das wir keine Freunde sein können.“
„nein. Aber es ist anders.“
„ich weiß.“
Buffy sah sich um. „Sieht friedlich aus.“ Lenkte sie ab.
„mhm.“
*~*
Willow und ich plauderten immer noch als Dawn ins Zimmer platzte.
„Könnt ihr nicht mal die klappe halten? Es ist 11 Uhr abends und ich will schlafen!!“
„Dawn...“ versuchte Willow zu beschwichtigen.
„Willow, du gehst mir gehörig auf die Nerven, genauso wie diese kleine Nervensäge da!“
Ich fühlte mich wieder unwohl.
Was hatte meine Tante gegen mich?
„Dawnie, komm setz dich zu uns! Du warst doch früher nie so…!“ redete Willow auf sie ein.
„Ich kann dir auch sagen warum ich so geworden bin!“
Wo war ich bloß gelandet?
Immer wenn gerade etwas Schönes passierte, verflog es in Sekundenschnelle.
„Dawn, bitte reg dich nicht so auf, du bist erwachsen, warum kannst du nicht länger als bis 23 Uhr aufbleiben? Im Magic Laden wirst du doch nicht soviel arbeiten müssen!“
„Wenn du mich fragst doch! Ich arbeite hart, im Gegensatz zu so manchen anderen Leuten hier!“
Dawn sah mich giftig an.
--
Sabrina lag inzwischen auf ihrem bett und grübelte. Seit sie wieder gekommen war grübelte sie.
Salem stolzierte ins Zimmer. „Sabrina warum schläfst du nicht?“
Sabrina drehte sich auf den Rücken. „bist du mein Aufpasser oder was? Ich denke nach. Matt und Cameron. Matthew und Cam.“
Salem hüpfte auf ihr Bett. „Sabrini?“ erkundigte er sich. „Alles Ok oder soll ich einen Tierarzt rufen?“
„Tierarzt? Spinner. Findest du nicht auch das die beiden total süß zueinander passen?“
„Sie hat meinen Schwanz gequetscht.“ Stellte Salem trocken fest.
Cut zum Wohnzimmer der Spellmans.
Hilda lag auf dem Sofa, umringt von Chips und Getränken und sah Fernsehen, Hexenfernsehen aus dem anderen reich. Zelda war immer noch nicht da.
Ihr war langweilig.
Salem kam die Treppe runter und sprang auf die Sofalehne. „Hildachen?“
„ja Katerchen?“ Hilda grinste.
„Ich mach mir Sorgen um unsere kleine Sabrina.“
„ich mach mir Sorgen um Zelda.“
„Ach dieser Dickwampst wird sie schon leben lassen.“
„Ich mache mir mehr Sorgen was sie da tut. Es ist spät salem.“
Salem sprang von der Sofalehne auf Hildas Bauch. „Hey, das wird mein neuer Sport. Ach du meinst sie ist zu lange bei dem?“
„nein, ich meine das jedes normale Café um diese Zeit zu hat.“
„Hilda du bist eifersüchtig. Wie wär’s den mit unserem Postboten? Ich hab ihn belauscht, er spricht immer mit seinem Fahrrad, er ist hungerprozentig in dich verknallt, der ist doch ganz süß. Oder die Partnervermittlung im anderen reich...“
„Salem!!!“
„Schon gut, bin schon still.“
„Da wäre ich mir nicht so sicher!“ ertönte eine Stimme im Hintergrund.
„Gleich ist es wieder genauso still wie vorher!“ schrie Buffy dem Störenfried zu und versuchte ihn zu vernichten.
Angel verwandelte sich in Angelus.
„Mein Freund deine Stunde hat geschlagen!“
„Angelus??????“
Im selben Moment stieß Buffy mit dem Holzpflock zu.
„Endlich ist es wieder friedlich!“ stellte sie fest.
„Mhm…!“
Angel sah auf den Boden und war wieder sehr schweigsam.
„Was ist denn? Hab ich was falsches gesagt?“ erkundigte sich Buffy erschrocken bei ihm.
„Was? Nein!“
Angel schüttelte den Kopf und ging weiter, dann drehte er sich urplötzlich um und tat etwas, womit Buffy in tausend Jahren nicht gerechnet hätte, er küsste sie.
Sie hätte am liebsten seinen Kuss erwidert, doch da war ja schließlich noch Spike den sie liebte.
Sie drehte sich weg und sagte in einem traurigen Ton:
„Ich glaube es ist besser, wenn du heute Nacht bei Xander schläfst!“
Angel war verwirrt und wütend.
„Ich dachte du würdest noch etwas für mich empfinden! Nun, dann kann ich ja auch wieder nach L.A., wenn du mich nur als deinen Freund siehst!“
Er verschwand in der Dunkelheit.
Am nächsten Morgen wurde ich von Buffy geweckt, sie stürmte in mein Zimmer, machte die Vorhänge auf und sagte mit hektischer Stimme:
„Cam, du hast verschlafen, raus aus den Federn, du musst zur Schule!“
Ich hatte gerade so schön geträumt von Matt und mir, und da kam sie rein.
Total müde, raffte ich mich auf und taumelte ins Badezimmer.
„Ich sehe ja aus wie Sch….e!“ stellte ich fest und verzog den Mund zu einer Grimasse.
„Cameron, komm runter, frühstücken!“ schrie Buffy hoch.
„Ich hab keinen Hunger!“ rief ich zurück.
„Los, beeil dich, dein Bus kommt in ein paar Minuten und du musst noch frühstücken!“
Buffy hatte meine Antwort anscheinend ignoriert.
Ich zerrte eine Jeans und einen Pulli aus dem Schrank und zog mich schnell an.
Danach schlich ich die Treppe runter.
Die Morgensonne blendete ganz schön.
„Hier stehen die Cornflakes, ich habe sie schon für dich fertig gemacht, du musst nur noch essen!“
Buffy war ja schlimmer als Milla.
Ich löffelte die Cornflakes im Schneckentempo in mich rein, Buffy beobachtete jeden Schritt von mir.
„Ciao!“
Ich machte, dass ich vors Haus kam und vor der Haustür stand, oh Schreck,
„Matt!“
Er lächelte mich schüchtern an.
„Hi, ich wollte dich abholen und noch ein paar Minuten mit dir allein sein!“
Er sah so süß aus.
Ich sah bestimmt schrecklich aus.
Ich schämte mich so für mein Aussehen.
Als hätte er meine Gedanken gelesen, sagte er mit netter Stimme,
„Heute Morgen siehst du aber hübsch aus!“
Ich sah an mir runter.
„Ich hab schon besser ausgesehen...“
Matt grinst. „Egal. Weißt du Cam ich...“ Matt stockt und sieht auf den Boden. „Ich hab mich in dich verliebt.“
In meinem Kopf arbeitet alles. Wenn meine Ohren richtig gehört haben hat mir grade Matt gesagt das er sich in mich verliebt hat! Hoffentlich träume ich nicht!!!
Trotz das mein Gehirn arbeitet wie blöd weiß ich nicht wirklich was ich sagen soll. Ich grinse nur. Mein Gott wie blöd. Jetzt hält er mich sicher für den letzten Volltrottel!
Ich atmete tief durch, beugte mich vor und küsste ihn.
Im nachhinein gesehen weiß ich selber nicht was in dem Moment passiert ist, jedenfalls war damit alles gesagt. Wahnsinn, zwei tage an einem ort und schon die große Liebe gefunden!
Wenig später sitzen Matt und ich im Bus. Wir haben den Bus so grade noch erwischt. Aber auch nur weil der Bus ebenfalls zu spät kam.
Sabrina sitzt heute neben Harvey am Fenster, neben Harvey sitzt Bratt.
Matt und ich sitzen neben Dreamer die uns Plätze freigehalten hat.
Matt deutet nach vorne zu Sabrina. „ist sie wahnsinnig geworden?“
Dreamer schüttelte den Kopf. „Sie muss ja nicht zaubern, das tut sie im Bus doch nie.“
„Und wenn sie’s doch tut ist sie ne Maus.“
Dreamer lacht auf. „dann könnten wir sie ja Mr. Kraft schenken....“
„So ein Quatsch.“
Ichs ehe fragend von Dreamer zu Matt. Maus? Brad? Was ist den nun los?
Matt erklärt im Flüsterton:
„matt hat ein Hexenjägergen, er ist empfindlicher für Sabrinas und Dreamers Art von Zauberei. Wenn er ausspricht das eine der beiden eine Hexe ist muss sie 100 Jahre lang als Maus leben...“
Ah ja. Ich nickte mechanisch auch wenn ich eigentlich nichts verstanden habe.
Cut
Es ist nach Schulschluss, wieder sitzen wir alle im Bus.
Es weiß immer noch niemand von Matt und mir. Ich platze bald. Jedenfalls habe ich nun verstanden was ein Hexenjägergen ist den in der großen Pause hat Sabrina etwas an meinem Spind gezaubert weil er geklemmt hat, Brad hat es bemerkt und Matt und Dreamer konnten grade noch mit einem inszenierten Streit verhindern das er aussprach was er sagen wollte.
Sabrina und Harvey saßen diesmal neben mir, sie waren allerdings ziemlich in eine Diskussion über den Hauswirtschaftsunterricht verwickelt so das ich mich nach vorne lehnte zu Matt Dreamer und Brad.
„Was macht ihr heute?“
Dreamer sah mich an und flüsterte mir dann ins Ohr: „Bin im anderen reich, pass doch auf, Brad sitzt hier...“
Ich nahm mir vor Dreamer bei Gelegenheit zu sagen das sie bei Brads Anwesenheit ja nicht ganz ehrlich sein musste.
Matt erklärte: „wahrscheinlich muss ich auf meine kleine Schwester aufpassen.... Super... Und du?“
„Ich geh meinen Dad besuchen.“ Ich fand die Idee ziemlich gut. Wenn der Prophet nicht zum Berg kam musste der Berg halt den Propheten suchen. Auch wenn es in Sunnydale wahrscheinlich ziemlich viele Friedhöfe gab.
„Bist du wahnsinnig?“ brauste Matt auf. Brad sah sich erstaunt zu ihm um.
„Was issen so tragisch daran das sie ihren Dad besucht, Kumpel?“
Matt zog sich eine Erklärung aus der Nase. „Er ist... Alkoholiker.“
„ach so.“ Brad interessierte das Gespräch nicht mehr und er stopfte sich die Kopfhörer seines
Discmans in die Ohren.
Der Bus hielt an.
Fünf Minuten später waren Sabrina, Matt, Dreamer und ich die einzigste die noch an der Haltestelle standen.
„Bist du den von allen guten Geistern verlassen? Du weißt nicht irgendwas über Vampire und willst gleich über X Friedhöfe?“
„na ja, es ist helllichter Tag....“
matt wandte sich ab. „na wenn du unbedingt meinst....“ er lief weg.
Sabrina grinste. „Was hat der den? Ist ja richtig süß....“
„ist er auch.“
Dreamer und Sabrina grinsten. „irgendwas was wir wissen sollten?“
Ich zögerte.
„Naja, Matt ist wirklich richtig süß….“
„Und?“ fragte Sabrina neugierig.
„Gestern Abend ist es dann passiert!“
„Was ist passiert? Ihr habt doch nicht etwa…? Jetzt lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen!“ schimpfte Dreamer.
„Quatsch, was du immer denkst! Er hat mich geküsst! Es war Wahnsinn, seitdem weiß ich, dass er was von mir will und ich habe ihn dafür heute Morgen geküsst! Wir sind so zu sagen zusammen!“
Ich schwieg.
„Hey, dass ist doch eine schöne Nachricht!“
Sabrina schlug mir begeistert auf die Schulter.
„Mhm, also ich muss dann wirklich zu meinem Dad!“
„Wir telefonieren!“ rief mir Sabrina noch hinterher.
Ich stieg in den nächsten Bus, auf dem „Zum Friedhof“ stand.
Der Bus war menschenleer.
Als ich ausstieg, hatte ich das Gefühl das es dunkler geworden war, ich ging ein Stück geradeaus und betrat den Friedhof.
Ich fühlte mich einsam.
Kein Laut drang an mein Ohr.
Ein Käutzchen machte Geräusche, aber es verstummte sofort wieder.
Ich lief immer weiter, ohne so recht eine Orientierung zu haben.
Die Namen auf den Gräbern waren sehr schwer zu erkennen, wahrscheinlich war der Friedhof etwas älter.
Wie alt konnte ich nicht schätzen, wichtig war jetzt erst mal meinen Vater zu finden, der mich „Krümmelchen genannt hatte!“
Die Menschen, die nicht mehr unter den Lebenden weilten, fanden hier bestimmt ihre letzte Ruhe.
Auf einmal hörte ich etwas hinter mir, es war undefinierbar.
Ich zuckte zusammen.
„Ah, Frischfleisch! Endlich mal wieder ein menschliches Wesen, dass man vertilgen kann!“ rief jemand, es war eine männliche Stimme.
Oh je, wo war ich bloß?
„Schätzchen, du brauchst dich nicht so umzuschauen, mich fängst du so wieso nicht, ich bin der jenige, der dich fängt und von deinem Blut trinken wird!“
Wenn ich die Jägerin war, warum konnte ich nicht anfangen meine Superkräfte einzusetzen?
Diese Person die die ganze Zeit mit mir Spielchen spielte stand plötzlich vor mir.
Ich war vollkommen wehrlos und fing an laut aufzuschreien.
Aber ich wusste, dass mich sowieso niemand hören würde, weil ich ja auf einem Friedhof war.
Trotzdem schrie ich weiter und lauter, die Person zog mich an sich und hielt meinen Mund zu.
Ich brachte nur noch ein:
„Mhm…,mhm!“ raus.
Ich war verloren.
„Lass sie sofort los, du Bastard!“ drang eine wütende Stimme bei mir durch.
„Ich denke nicht da dran, Spike! Dieses Mädchen ist meine Beute, such dir gefälligst jemand anderen!“
„Das werden wir noch sehen!“
Dad, dachte ich.
Plötzlich wurde ich zu Boden geschleudert, wodurch ,stellte ich erst nach ein paar Sekunden fest, Spike hatte die Person weggeschubst und kämpfte nun mit ihm.
Ich lag am Boden und konnte den Kampf verfolgen.
Da ich Spike mit grünen Augen und so einem Gesicht noch nie gesehen hatte, konnte ich seinen Anblick zuerst nicht ertragen.
Er rettete gerade mein Leben und ich sah weg!!!
Dieser Gedanke erfasste mich kurz darauf und ich beobachtete den Kampf schließlich doch.
Er war schließlich mein Dad, dass konnte nichts ändern.
Nach einer Ewigkeit, wie es mir erschien, hob mich jemand hoch und trug mich fort an einen anderen Ort.
Ich war müde von dem ganzen Spektakel und dachte mir, dass es nur Spike sein konnte.
Erst als er mich ablegte, sprach er mich an.
„Du hättest tot sein können, Krümmelchen!“
Ich brachte es nur fertig zu nicken.
„na ja, immerhin weißt du jetzt wie ein Vampir aussieht wenn er blut will. Ein Grund mehr das du lernen solltest wie du dich wehrst.“ Ich spürte das Spike in diesem Moment auch sauer auf mich war. „Was hast du eigentlich auf dem Friedhof gesucht?“
„Dich.“ Flüsterte ich.
„Ach Kleines, so ein Quatsch, so ein Quatsch. Komm, steh auf, wir müssen nach Hause. Buffy macht sich sicher sorgen.“
Spike half mir hoch. Ich stand wie auf Eier und um mich herum war alles verschwommen und ein wenig schwarz. Ich kämpfte gegen die aufsteigende Dunkelheit an.
Verschwommen erkannte ich das ich am Rand des Friedhofs stand.
Dawn kam auf und zu. „Spike! Ich hoffe du hast ne verdammt gute Entschuldigung was ihr hier veranstaltet und ich latsch mir die Füße platt. Habt ihr vor jetzt nach hause zu kommen oder was?“
Meine Ohren bebten bei Dawns Gekeife. Was war bloß mit mir los? Warum sah ich alles so verschwommen?
Spike und Dawn gingen zügig los, Spike hielt mich fest aber ich war total durcheinander und war mir nicht mehr sicher wo links und wo rechts war.
Dawn drehte sich um und zum ersten mal hörte sich stimme weicher an. „Gott, das sieht ja schlimm aus. Komm Cam.“ Dawn griff nach meiner anderen hand.
Dawn nannte mich Cam, sie akzeptierte mich vielleicht.
Um mich herum wurde alles schwarz.
*~*
„Cam?“ Spike rüttelte an Cams Körper.
Dawn lies Cams Arm los. “OK, ich will gar nicht wissen was passiert ist, auf alle fälle muss sie nach hause. Aber sei dir sicher, Buffy köpft dich oder so, sie ist rasend vor Sorge und das wird zu Wut werde...“
„Will ich gar nicht wissen...“
*~*
Kurze Zeit später sind Spike, Dawn und Cam zuhause. Cam liegt in ihrem Bett, Dawn und Willow sind bei ihr.
Buffy und Spike stehen im Flur vor Cams Zimmer.
„Verdammt Spike was zum Teufel ist passiert?“
„Ich hab nur gesehen das ein Vampir sie im Würgegriff hatte, nen paar Sekunden weiter hätte er sie gebissen. Er hat’s aber nicht, war etwas viel für sie, wer weiß was sie so gewohnt ist, kann nicht viel sein.“
Buffy seufzte. „Ok. Danke.”
“Du solltest zusehen das sie lernt wie sie mit Vampiren und so was fertig wird. Es wird nicht der letzte gewesen sein und wenn sie dann ohnmächtig wird war’s das.“
„Sie ist erst 2 Tage hier. Wie konnte sie bloß auf so eine Schnapsidee kommen.“
Dawn kam aus Cams Zimmer. „Ich will ja nichts sagen aber ihr habt ihr ja auch nicht gesagt das Vampire verdammt gefährlich sind.“
Cut zu Cam.
Um mich herum war alles schwarz, dann erkannte ich durch einen Nebel meine Zimmerdecke. Ich war zuhause. Langsam verzog sich der Nebel. Ich fühlte das mir kalt war und meine Glieder ganz steif waren.
Jemand trat an mein bett. „Cam?“
„Willow...“ ich brachte ein grinsen fertig.
„Es ist alles OK Cam. Spike und Dawn haben dich nach hause gebracht. Das wird schon. Ich denke du wirst in Zukunft einiges lernen müssen damit dir so was nicht noch mal passiert. Wie fühlst du dich?“
Der Nebel hatte sich vor meinen Augen verzogen und verzog sich auch langsam von meinem Gehirn. „na ja, geht so.“
Die Tür ging auf.
Dawn betrat mein Zimmer. „Hi Cam, dacht ich mir doch das du jetzt wach sein könntest. Wie wär’s mit was zu essen?“
War das wirklich Dawn? Sie zauberte hinter ihrem Rücken ein Tablett mit Puddingschüsseln hervor.
„Süßkram. Nicht sehr gesund.“ Stellte Willow fest, bediente sich dann aber auch.
„Zucker ist gut wenn man ohnmächtig oder bewusstlos war und so.“ belehrte Dawn sie.
Cam grinste.
Willow nickte. „ah ja, na egal, Hauptsache lecker.“
Ich löffelte mein Schüsselchen aus und beschloss dann das es Zeit war eine Runde zu telefonieren als Dawn und Willow mein Zimmer verließen.
Ich war grade dabei aufzustehen als meine Eltern das Zimmer betraten.
Buffy drückte mich zurück ins Bett. „du bleibst schön liegen! Es reicht das Dawn dich schon mit Süßem voll stopft.“
Na ja, Buffy mimte die strenge Mutter. Ich gönnte es ihr. In Wahrheit sah man ihr deutlich an das sie genauso froh über Dawns Wandlung war wie ich es war.
Gehorsam legte ich mich zurück ins bett. „kann ich trotzdem telefonieren?“
„ja, klar, mit wem den?“ Buffy setzte sich auf die Bettkante.
„Sabrina, Dreamer, matt vielleicht. Aber von Dreamer hab ich keine Nummer.“
„Sabrina kenn ich.“ Buffy grinste. „Matt steht für...?“
„Matthew Halliwell Wyatt.“ erklärte ich.
Buffy nickte. „Ok Cam aber zurück zu den wichtigen Dingen. Du weißt was das auf dem Friedhof war?“
Spike lehnte am Fensterbrett. Jetzt mischte er sich aber ein wie ich grinsend feststellte. „Buffy Cam ist nicht blöd.“
„Ok, also Cam damit so was nicht wieder passiert den Spike, Willow, Dawn, ich oder sonst wer wird nicht immer da sein, wirst du lernen müssen dich selber zu verteidigen und die Vampire zu töten oder zumindest zu verjagen.“
„Zu töten?“ fragte ich erschrocken.
Ich konnte keinem etwas zu leide tun, selbst den Spinnen im Waisenhauskeller hatte ich immer den Tod erspart.
„Du kannst dich ja langsam steigern, erst verjagen, verteidigen und dann irgendwann töten!“ meinte Buffy mütterlich.
„Ihr müsst mir aber dabei helfen, ich will erst mal mit euch auf Jagd gehen!“ verlangte ich.
„Nein, wenn du es alleine machst, lernst du es am schnellsten!“ wandte Spike ein.
Ich sah mich schon alleine auf dem Friedhof stehen.
„Das hast du doch heute gemerkt!“ sagte ich mit kläglicher Stimme.
„Süße, erst mal schläfst du dich aus! Wir gehen jetzt runter, Nacht Kleines!“
Buffy strich mir über den Kopf und gab mir einen sanften Kuss.
Spike stellte sich neben sie und sagte: „Krümmelchen, versprich mir nie wieder so einen Unsinn wie heute zu machen!“
„Okay, schönen Abend noch!“
Ich wollte jetzt telefonieren.
Die beiden gingen endlich und ich hatte meine Ruhe.
Das Telefon befand sich im Flur, ich ging es holen.
Matts Nummer wusste ich auswendig, aber ich wollte erst mit Sabrina telefonieren.
Sabrinas Tante Zelda meldete sich und gab den Hörer an Sabrina weiter.
„Ja? Ach du bist es Cam! Wie wars? Erzähl mal!“
Sabrina war wirklich neugierig.
„Sagen wir es so, ich wäre fast gestorben, ein Vampir wollte mich umbringen, aber mein Dad kam und hat mich gerettet!“
„Ein Vampir wollte dich lynchen? Warte mal kurz, sei mal still Salem, ich telefoniere! Und dein Dad ist einfach so aufgetaucht?“
„Ja so ungefähr! Ich bin nur glücklich das er mich gefunden hat, jetzt soll ich lernen wie ich mich verteidigen kann!“
„Das kannst du mir dann auch gleich beibringen!“ scherzte Sabrina.
„Zusammen macht es mehr Spaß!“ das meinte ich ernst.
„Du ich muss jetzt leider auflegen, mein Ego muss sich noch ein wenig mit Harvey beschäftigen!“
Sabrina konnte einen richtig voll quatschen.
Jetzt war es an der Zeit Matt zu rufen.
Ich hoffte inständig, dass Matt ans Telefon ging und niemand seiner Familie.
Leider meldete sich nicht Matt, wie ich gehofft hatte, sondern seine Mom.
„Hi Piper, kann ich bitte mal mit Matt sprechen?“
Piper schien einen Moment zu überlegen.
„Matt? Matt ist nicht da!“
„Mom, red keinen Scheiß, natürlich bin ich da!“
Ich konnte ein Gerangel hören und Matt sagte mit seiner süßen Stimme.
„Hi Cam! Wie geht es dir? Ich gehe mal eben in mein Zimmer! Meine Mom muss ja nicht alles mit anhören!“
Ich konnte mir richtig vorstellen wie Matt seiner Mom einen wütenden Blick zu warf.
„Kannst du her kommen? Ich vermisse dich so doll!“ flüsterte ich.
„Klar ich komme sofort, warte einen Moment!“
Ich beendete das Gespräch und legte mich wieder auf das Bett und wartete auf Matt.
Und siehe da, Matt orbte sich in mein Zimmer.
Zuerst konnte ich nur Glitzern sehen, doch dann war er da.
Matt grinste, verstummte dann aber als er mich im bett liegen sah. Nur die Nachttischlampe erhellte mein Zimmer.
„Was ist den hier los? Hast du Stubenarrest bekommen oder so was?“
„Nicht direkt...“ ich gestand wiederwillig alles. „Du hattest recht, es war eine dumme Idee Spike auf eigene Faust zu suchen. Ein Vampir hat mich erwischt und wenn Spike, also mein Dad, wenn er nicht gekommen wäre hätte er mich gebissen und .. ausgesaugt. Und dann hat er mich weggetragen, Dawn kam und dann wurde ich ohnmächtig.“
Matt setzte sich zu mir aufs Bett. Er legte seine Arme um mich. „was machst du bloß für Sachen!“
Ich weiß nicht, irgendwann hat Matt das Licht ausgemacht und wir sind Arm in Arm eingeschlafen. Jedenfalls wurde ich erst wach als am nächsten Morgen Dawn ins Zimmer platzte.
„Guten Morgen Cam, wie geht’s dir...?“ das Licht ging an.
Ich blinzelte und fühlte etwas schweres auf meinem Bauch. Matts hand. Und ich sah Dawn die uns mit offenem Mund anstarrte.
Dann schloss sie die Tür hinter sich. Ich legte Matts Arm an die Seite, er wachte nun auch langsam auf.
Dawn atmete tief durch. „Ok. Cam du wirst mir das alles erklären, aber heute Nachmittag. Ich will ja nicht so sein, ich weiß ja wie das ist aber wenn ich euch nen Tipp geben darf solltest du deinen Hintern schnellstens von hier wegbewegen Junger Mann, nämlich dahin wo du hingehörst wo dich wahrscheinlich ein Haufen Ärger erwartet.“
Matt rieb sich die Augen, ich warf ihm einen traurigen Blick zu und er orbte weg.
Dawn sah mich streng an. „nicht zu fassen, sechzehn, zwei tage hier und du liegst mit dem erstbesten Kerl im Bett nur weil er zufällig auch leicht übernatürlich ist, nicht zu fassen!“
„Dawn! Es ist nicht so wie du vielleicht denkst...!“
„Ok, du wirst mir sicher alles erklären können... Hast du ein Glück das ich hoch bin und nicht Buffy, sie hätte dich gevierteilt, nur damit du bescheid weist. Ok, im Zweifel für den angeklagten.“
Dawn stürmte aus meinem Zimmer.
Ich rappelte mich auf. Irgendwer hatte mir gestern meine Klamotten ausgezogen bevor man mich ins Bett gelegt hatte. Mein Körper fühlte sich verbogen an. Wahrscheinlich war es nicht sehr gesund zu zweit in einem bett zu liegen.
Ich suchte mir Klamotten raus und ging dann ins bad wo ich mich ein wenig an Buffys Make Up bediente da ich nun wirklich fürchterlich aussah. Anschließend sahen nur noch meine Haare schrecklich aus so das ich sie doch noch wusch und dann im Eiltempo föhnte.
Anschließend sah ich immer noch schrecklich aus. Dank Dawns frühzeitiger Weckaktion hatte ich immer noch eine halbe Stunde, dem Himmel sei dank.
Ich polterte die Treppe hinunter in die Küche. Buffy frühstückte, Spike saß neben ihr. Willow tüftelte am Toaster rum und Dawn goss sich grade Kaffee ein wobei sie mich mit einem warnenden Blick bedachte.
„na wie geht’s Krümmel?“ erkundigte sich Spike.
Krümmel. Immer noch gewöhnungsbedürftig aber wenn’s ihm Spaß machte.
„gut.“
„Ihr geht es zu gut.“ Stichelte Dawn.
Buffy sah auf. „Dawn?“
„Ach nichts... Ich geh dann mal in den Laden...“ Dawn flüchtete, Willow folgte ihr. Wenn ich aus der Schule komme würden sicher alle davon wissen...
Ich schlang mein Toast so schnell hinunter wie ich nur konnte.
Dann nahm ich meine Schultasche, umarmte Buffy kurz und flüchtete dann mit einem Ciau in Richtung Bushaltestelle.
*~*
„Leo?“ Piper hielt Shana auf dem Arm als sie in die Küche kam. Sie setzte das kleine Kind auf einen Stuhl.
„Was gibt’s?“ Leo rührte in seinem Kaffee.
„matt ist nicht zuhause. Unser Sohn ist nicht zuhause. Sein Bett ist nicht mal angerührt und ich kann mir nur zu gut denken wo er ist!“
Leo grinste. „Bitte, Piper, das ist doch wirklich lächerlich! Matt ist vernünftig, in einem Monat wird er 17, er hat sicher eine plausible Erklärung.“
„na auf die bin ich gespannt...“ Piper ließ sich auf ihren Platz sinken und vergrub das Gesicht in den Händen.
Leo legte einen Arm um sie. „Piper, vielleicht solltest du ihn wirklich etwas mehr los lassen, ich meine er ist nicht mehr so klein wie Shana, er tut nichts was er später bereut. Er ist vernünftig.“
„Wenn er vernünftig wäre, wäre er jetzt in seinem bett!“
Paige und Phoebe mit Jason kamen in die Küche.
Als alle grade frühstückten kam Matt in die Küche.
Piper sprang auf. „Wo um alles in der Welt bist du gewesen? Denk dir erst gar keine Ausreden aus, du warst heute Nacht nicht mal in deinem Bett!!!“
Matt zog reflexartig den Kopf ein, Leo sprang ebenfalls auf und Shana kämpfte nun alleine mit ihrem Toast.
Phoebe und Paige beobachteten den sich anbahnenden Streit.
„Mom ich bin 16 und nicht 6! Ich werde ja wohl.“
Piper schnitt ihm das Wort ab. „Das gibt dir nicht das Recht die ganze Nacht weg zu bleiben! Wo warst du? Bei Cameron???“
Hinter matt ging die Mikrowelle in die Luft. Sie war seit mehr als 17 Jahren nicht mehr so wütend gewesen das sich ihre Kraft ihrer Kontrolle entzog.
„und wenn schon?“ Matt brüllte, Piper brüllte.
Shana sah ängstlich zu ihrer Mutter die ihren Bruder anschrie.
Jason fing an zu brüllen und Leo versuchte für Frieden zu Sorgen.
Er legte Piper eine Hand auf die Schulter. „Piper, bitte, wenn ihr euch anschreit führt euch das nicht weiter...“
Piper sah Leo an. „deine Erziehungsmaßnahmen bringen uns auch nicht weiter, den Erfolg haben wir ja jetzt!!“
Jetzt war Leo ebenfalls beleidigt.
Matt schrie Piper wieder an: „Immerhin mäkelt Dad nicht bei jedem kleinsten Tritt den ich nicht bei euch anmelde! Für wie alt hältst du mich eigentlich?“
Wütend ergriff er seine Schultasche und rannte aus dem Haus.
Piper bebte und daher flog nun auch der Toaster in die Luft.
*~*
zehn Minuten bevor der Bus überhaupt eintraf standen wir alle an der Bushaltestelle. Matt und ich standen etwas abseits.
„Mist. Meine Mutter ist voll auf 180. Stinksauer.“ Man merkte es Matt an das er ziemlich miese Laune hatte.
„Tröste dich, Dawn hält mir das mit Sicherheit ewig vor. Solange bis alle Welt es weiß.“
Matt grinste. „na ja, war ja auch nicht besonders intelligent..“
Der Bus kam.
*~*
Wenig später war pause. Sabrina und ich standen im Pausenhof. Dreamer war heute nicht zur Schule gekommen.
Sabrina ließ sich auf eine Bank fallen. „Uff.“ Ich setzte mich zu ihr.
„Hey Cam was ist los? Du hast heute keinen Ton gesagt, ich dachte schon du bist in Chemie eingeschlafen!“
Sabrina hielt mir ein Sandwich unter die Nase. „Willst du? Hey sag doch irgendwas, das hält man ja nicht aus, du bist fürchterlich still.“
Ich roch an dem Sandwich. Verdächtiger Geruch nach Chili. Wie kann man so was essen?
Sabrina wedelte mit dem Sandwich vor meiner Nase. „Hallo? Erde an Cam? Lebst du noch?“
Ich lehnte mich auf der Bank zurück.
Sabrina sah mich an. „Hey ich warne dich: Entweder du sagst jetzt was oder ich greife zu radikaleren Methoden.“ Sabrina lachte über ihren eigenen scherz.
Ich fand ihn nicht besonders lustig weil ich grade überlegte ob Dawn wohl Buffy alles erzählte.
Sabrina knuffte mich in die Seite. Reflexartig zog ich meinen Arm weg: „Hey!“
„Wow, du kannst noch reden. Komm, spucks aus. Haben sie dich gelyncht wegen der Vampir- Geschichte? Oder hast du das Haus abgefackelt? Komm sag schon!!“
„na ja...“ wiederwillig gab ich nach den Sabrina würde es eh rausfinden „ Dawn hat Matt und mich heut Morgen erwischt.“
Sabrina prustete los. Dann ging sie sich wieder als ich sie sauer ansah. „Sorry Cam aber gestern habt ihr euch geküsst und heute erwischt.“
„Nicht erwischt wie du grade denkst!“
„Ach ja?“ Sabrina grinste.
„na ja, Matt war gestern Abend noch bei mir und wir sind wohl eingeschlafen, auf jeden Fall hat Dawn uns erwischt...“
Sabrina grinste. „Du bist echt bescheuert Cam.“
Ich starrte die Wand vor uns an.
„Ok, so was passiert, vielleicht sagt Dawn ja nichts.“
Ich sah Sabrina zweifelnd an.
„Cam ruhig bleiben. Noch hat sie nichts gesagt wenn ich’s richtig verstanden hab und wenn schon, sie werden es dir nicht verbieten können ihn zu treffen und Buffy ist doch eh ziemlich locker....“
Es gongte. Wunderbar... Mathe.... das heitert mich sicher auf... Ich schlich hinter Sabrina den Gang zum Klassenzimmer des Mathelehrers entlang.
Sabrinas Laune sank ebenfalls den wir hatten Mathe bei Mr. Kraft.
Matt und ich saßen im Matheunterricht nebeneinander aber diesmal schwiegen wir uns nur an und starrten demonstrativ in verschiedene Richtungen. Deshalb bekamen wir von Mr. Kraft einen Zettel zum nachsitzen und kurz darauf drückte er Sabrina einen weiteren auf.
Es gongte.
Sabrina stürmte zu mir und Matt und wedelte mit ihrem Zettel. „Hey, ich hab zehn Minuten weniger nachsitzen als sonst, so ein Schleimer, der glaubt im ernst das ich das Tante Zelda erzähle...“
Weder Matt und ich fanden das besonders aufheiternd.
Libby und Harvey kamen zu uns.
Libby beobachtete uns. Dann wandte sie sich an uns: „Hey, ihr seht noch schlimmer aus als sonst, Freaks. Haben eure Familie endlich erkannt das man euch beerdigen sollte?“
Ich ging einfach weiter. Matt blieb stehen wie ich verwundert bemerkte.
„Hör zu Libby halt bloß deine Klappe, ja? Leg dich nicht mit mir an, ich könnte sauer werden.“
Libby blieb etwas verschreckt stehen, drehte sich dann um und sagte: „Was du bloß an der findest.“ Dann verschwand sie.
Mr. Kraft kam auf Matt zu und wedelte schon mit dem nächsten Zettel zum Nachsitzen.
Sabrina schaffte es ihn aufzuhalten in dem sie ihn für kurze zeit taub stellte und dann wieder befreite ohne das Harvey etwas merkte.
Matt war noch mieserer Laune als vorhin, Harvey war schon weit vor mir.
Sabrina redete grade auf Matt ein aber das interessierte mich jetzt auch nicht. Harvey sagte irgendwas über Football. Ich hätte im gehen einschlafen können.
Cut zu Buffy und Spike
Buffy und Spike sahen grade fern als es an der Tür klingelte.
Buffy stand auf. „Ich schau mal. keine Ahnung wer jetzt was will, Dawn und Willow haben schließlich nen Schlüssel.“
Vor der Haustür stand eine ziemlich sauer drein blickende Frau.
„Ähm?“ machte Buffy da ihr nicht einfiel wer das war.
„Piper Halliwell Wyatt, ist länger ehr das wir miteinander zu tun haben.“ Erklärte Piper und machte einen Schritt ins Haus.
Buffy fiel es wieder ein. „Ach ja, tut mir Leid, ich hatte es tatsächlich vergessen.“
„Macht nichts. Ich bin auch nur hier weil du wissen solltest das mein Sohn heute Nacht in diesem Haus war. So was solltest du merken.“ Piper war stinksauer und dem fiel eine Vase zum Opfer die krachend explodierte.
Spike kam aus dem Wohnzimmer. „Was ist den hier los? Buffy?“
Buffy hatte es zu Boden geworfen da sie dummerweise neben der Vase gestanden hatte.
Piper wischte sich die Splitter von der Bluse. Jetzt fühlte sie sich gleich etwas besser. Schade um die vase.
Buffy rappelte sich hoch, ein Splitter der Vase hing in ihrer Wange. Blut rann an ihrer Wange hinunter. Es störte sie nicht besonders.
„Wie zum Teufel kommst du auf die Schnapsidee? Warum sollte er ausgerechnet hier sein!?“
Piper schnaufte wütend. „Weil ich die beiden vorgestern gesehen habe wie sie sich geküsst haben, vor dem Manor!“
Buffy rieb über ihre Wange was das blut nur noch mehr verteilte. „Na und?“
Piper stemmte die Hände in die Hüften. „Er hat es mir mehr oder weniger gesagt.“
Buffy sah zu Spike. „Also könnt ihr das klären? Ich muss mich erst mal verarzten, besten Dank.“ Buffy war leicht sauer.
Buffy steuerte das Bad an, Spike folgte ihr und Piper stapfte ohne das man sie gefragt hatte hinter beiden her.
Buffy wusch sich das Blut vom Gesicht und versuchte dann sich die Splitter aus der Wunde zu ziehen.
„Au!“ frustriert ließ sie die Hände sinken.
„Warum lässt du dir nicht helfen? Leo könnte dir helfen.“ Bot Piper an.
„Besser nicht, danke.“
„Zeig mal.“ Forderte Spike und sah sich die Wunde an.
Dann zog er den Splitter einfach raus.
Buffy zuckte zusammen. „Hey!“
„Sei nicht so zimperlich, bist du sonst auch nicht.“
„Du bist auch grob!“ beschwerte sich Buffy und drehte sich dann zu Piper um. „Was war jetzt?“
Buffy steuerte in Richtung Küche.
Piper hatte sich inzwischen zusammengerissen den sie verstand sich ja eigentlich ganz gut mit Buffy und es wäre unklug sich mit Leuten die für das selbe arbeiten zu verfeinden.
„Matt war heute Nacht hier bei Cameron. Mir gefällt das nicht, Leo hat zwar mit ihm geredet vor einigen tagen als ich die beiden beim küssen erwischt habe aber das stört ihn nicht!“
Buffy seufzte und wühlte im Kühlschrank.
Spike setzte sich wieder an den Tisch. Piper lehnte an der Küchentheke und wartete auf eine Reaktion.
Buffy kämpfte mit einer Packung Nudeln. „Mhm, na ja, sie ist 16. Was sollen wir auch machen.“
„Es ihnen verbieten!“ erklärte Piper klipp und klar.
Buffy sah sie an. „das meinst du jetzt nicht ernst?“
„doch!“ Piper nickte bekräftigend.
„dann treffen sie sich nach der Schule oder so.“ argumentierte Buffy dagegen.
„Ich will das aber nicht!“ Piper jammerte jetzt fast.
Buffy sah Piper an. „Piper, matt ist auch 16....“
„Er ist erst 16!!“
Buffy seufzte. Ok, vielleicht konnte sie das schlicht nicht nachvollziehen weil sie Cam erst jetzt wiedergesehen hatte.
Spike schaltete sich ein. „Also Buffy ich finde Piper hat Recht, Cam ist erst 16... Denk mal drüber nach was wäre wenn es nicht Cam sondern Dawn wäre?“
„bei Dawn war das was anderes. Unsere Mutter war nicht da, irgendwer musste auf sie aufpassen!“
„Auf Cam muss man auch aufpassen!“ argumentierte Spike und versuchte Buffy mit ihren eigenen Argumenten auszuspielen.
„Cam hat sich bis jetzt alleine durchgeschlagen in dem Weisenhaus dann kann sie das auch nun tun, sie ist reif genug um zu wissen was gut für sie ist. Abgesehen davon sehe ich nicht ein warum ich schon fünf tage nachdem sie hier ist ihr irgendwas verbieten soll. Und wenn sie nur knutschen oder was weiß ich was machen.“
„Bei Dawn hast du das aber anders gesehen..“
„Was ist mit mir?“ Die Haustür fiel ins Schloss und Dawn kam in die Küche. „Puh im laden war ein Stress das glaubt ihr gar nicht. Was macht ihr den für Gesichter?“ Dawn sah prüfend von Buffy zu Piper und dann zu Spike.
„Dawn hast du irgendwas bemerkt gestern oder heute Morgen als du in Cams Zimmer warst?“ versuchte Buffy sich zu vergewissern das Piper sich etwas einbildete.
„na ja...“ Dawn zögerte einen Moment.
„sag schon!“ drängte Spike.
„Matt war heut Morgen bei ihr... Aber sie haben beide geschlafen.“ Dawn wollte noch etwas sagen aber das ließ sie dann besser.
Piper triumphierte: „Seht ihr ich hab’s ja gesagt.“
Buffy sah das ganze nun doch etwas anders. „Ok, jetzt ist wohl doch ein Gespräch unter vier Augen fällig.“
Im selben Moment ging die Haustür auf und Cam rief: „Bin zuhause!“
Piper flüchtete aus dem Haus. Cam, kam scheinbar wieder besser Laune betrat die Küche und ließ sich am Küchentisch nieder.
Dawn und Buffy flüchteten aus der Küche.
Cut zu Buffy und Dawn
„Dawn kannst du nicht mit ihr reden...“ versucht Buffy Dawn zu überreden.
„Oh Mensch Buffy, ist sie meine Tochter?“
„Bitte.“
„Nein.“
„Dawn.... Bitte.“
„Warum?“ versucht Dawn sich zu retten.
„darum!“ für Buffy ist die Sache damit geklärt.
„Aber Buffy, ich will nicht mit ihr reden, ich habe es schon getan, was soll ich denn da noch groß sagen? Du bist hier die Mutter, dir liegt das viel besser, ich bin nur die böse Tante!“
Dawn hatte wirklich keine Lust mit Cam über diese Sache zu sprechen.
Buffy schloß die Augen für eine Sekunde und meinte.
„Dann reden wir eben mir ihr gemeinsam!“
„Gemeinsam? Ich weiß nicht so recht!“ zögerte Dawn.
Cam lächelte Spike an.
„Ähm, was macht Buffy denn so lange mit Dawn!“ fragte ich ängstlich.
Ob Dawn mich verpetzt hatte?
Sicher würde ich gleich Ärger bekommen.
Und da kamen sie schon.
Dawn sah nicht besonders begeistert aus.
„Du hast also geplaudert!“ stellte ich wütend fest.
„Cameron, wir haben jetzt zu reden am besten erzählst du uns alles der Reihe nach und dann werden wir unseren Kommentar dazu abgeben!“
Buffy klang richtig wütend.
„Ja, ich habe Matt im Schulbus kennengelernt, ja und da hat alles angefangen, wir haben uns bei ihm zu Hause das erste Mal geküsst, gestern morgen habe ich ihn sogar auch geküsst, ich von alleine!“
Ich war immer noch stolz auf mich.
Buffy verdrehte die Augen.
„Cameron, dass interessiert mich nicht, habt ihr miteinander geschlafen?“
„Du kennst mich ja gar nicht, du hast keine Ahnung! Dich interessiert nur das Wesentliche!“
Völlig aufgelöst rannte ich aus der Küche, knallte die Tür hinter mir zu und ging in mein Zimmer.
--
„Das war ein Schuss in den Ofen!“ bemerkte Spike zutreffend.
„Du hättest ja mit ihr reden können, du bist ihr Dad, ich bin ihre Mom, aber du musst dich auch ein wenig um sie kümmern!“ fauchte Buffy sie an.
„Du wolltest unbedingt, dass ich mit dir mit ihr rede, aber du hast mich gar nicht erst zu Wort kommen lassen!“ schrie Dawn jetzt Buffy an.
„Sei doch froh, du wolltest nicht mit ihr reden, ich bin die einzige, die mit ihr reden will, aber sie lässt mich ja nicht!“
Jetzt war es an Buffy zu explodieren.
--
Im Halliwell Manor währenddessen
Leo legte gerade Shana ins Bett zum Mittagsschlaf, als er eine wutschnaufende Piper entdeckte, die die Treppe hoch kam.
„Piper! Wo warst du? Du warst doch nicht etwa bei Buffy!“
„Genau da war ich! Ich wollte der Lady mal ein wenig Pfeffer unterm Hintern machen, damit deren Kleine Rotzgöre, unseren Matt in Frieden lässt!“
„Schatz, Cameron ist ein total nettes Mädchen! Nur weil sie im Heim gelebt hat, ist sie nicht direkt unerzogen!“ versuchte Leo Piper wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.
Shana lag wohlbehütet im Bett, fing aber an zu weinen, da ihre Eltern stritten.
Piper ließ wieder mal etwas durch die Luft fliegen, diesmal war es eine Spieluhr.
Leo dachte, dass Piper ihre Kräfte besser im Griff haben müsse.
Piper rauschte aus dem Kinderzimmer nach unten in die Küche.
„Shana, Mommy meinte es nicht böse! Sie ist nicht böse auf dich!“
Leo nahm Shana auf den Arm und lief im Kreis.
Bald hatte sich Shana wieder beruhigt.
Währenddessen bei Sabrina
Hilda und Zelda saßen in der Küche am Tisch. Hilda kochte grade etwas undefinierbares.
Sabrina lief auf und ab.
Hilda rührte in ihrem undefinierbaren Gebräu, sah dann entnervt auf: „Sabrina, was zum Teufel ist den nur los?“
„Ich mach mir Sorgen um Cameron.“
Zelda horchte auf. „Was gibt’s den mit ihr? Es lief doch bis jetzt alles nach plan?“
„Ja, bis jetzt... Aber sie... Sie hat Mist gebaut.“ Sabrina wusste nicht wie sie es ihren Tanten erklären sollte. „Was würdet ihr sagen wenn ihr mich im Bett mit einem Typ erwischt?“ versuchte sie es direkt.
Hilda kicherte durch den dampf des inzwischen grünlichen Gebräus.
„Wie...?“ Zelda verstand sie nicht so ganz.
„Ok, Ok, wenn man euch braucht kann man euch echt vergessen, das ist absolut typisch. Matt hat bei Cameron übernachtet. Es war nichts. Aber Dawn hat sie erwischt und nun hat sie wahrscheinlich ziemlichen ärger. Das ist echt mist .“
„Mhm.“ Machte Hilda
Zelda schlug etwas vor: „Wie wäre es wenn du dich mal bei Amor erkundigst? Vielleicht kann er was tun? Oder lass ihr Liebesleben umschreiben..?“
„Tante Zelda es war nichts! Es war nur ein Fehler. Tante Hilda was kochst du da eigentlich?“
„Ich äh...“ druckste Hilda
Ein strenger Blick von Zelda: Hilda!“
„das äh ist nur ein Trank mit dem jemand für einige Stunden auf die Größe eines Lasters anschwillt... Ich... ich wollte ihn Mr. Kraft geben!“
Zelda sprang wütend auf. „Hilda! Wie kannst du nur! Das ist in höchstem Maße gemein! Du bist meine Schwester du“
Sabrina fuhr sich genervt durchs haar und ergriff die Flucht. Mit ihren Tanten war nichts anzufangen.
Cut in Cams Zimmer
So ein mist. Wütend trat ich gegen mein bett. Warum nur? Warum konnte Dawn nicht die Klappe halten? Warum verstanden mich alle nicht? Ich meine sie waren doch auch alle mal verliebt gewesen und ich hatte Matt nur geküsst! Nichts weiter als ein Kuss!!!
Ich trat ans Fenster und verbesserte mich auf zwei Küsse und ein bisschen schmusen. Aber das war doch immer noch nichts. Absolut nichts schlimmes. Ich bin schließlich sechzehn!
Ich ließ mich auf mein Bett fallen und vergrub mein Gesicht im Kopfkissen. Warum nur? Tränen rannen mir nun die Wangen hinunter und ich fing an hemmungslos zu schluchzen. Mein ganzes leben war doch mist .
Meine paar stunden bei meiner leiblichen Mutter die Buffy war in L.A. Die zehn Jahre bei meiner Adoptivmutter die ich wirklich geliebt hatte. Die weiteren sechs Jahre in dem Weisenhaus. Das erste gute was mir passiert war waren Sabrina, Dreamer und Matt.
Ich schluchzte weiter als ich mich an den Tod meiner Adoptivmutter erinnerte. Warum war ich damals nur so dumm gewesen und hatte sie sterben lassen, wie ein dummes, kleines, kopfloses Kind???
Es klopfte an meiner Tür. Ich achtete nicht darauf. Das waren sicher Willow oder Tara die Buffy geschickt hatte. Oder es war Buffy oder Dawn die mir weiter den Kopf zurechtrücken wollten.
Die Tür ging auf, ich vergrub mein Gesicht weiter im Kissen. Schwere Schritte auf dem Fußboden.
„Kleines?“
das ist Spike. Ich wird nicht mehr, es wird ja immer besser, jetzt ist Buffy auch noch zu feige um selber zu kommen.
Genervt dreh ich mich um und sehe ihn an.
„Hör auf mich Kleines zu nennen.“ Ich kann das nicht leiden, ich bin nicht klein, ich bin sechzehn! Sechzehn verdammte, elende Jahre!
„Dawn mochte das immer.“
Wütend spring ich auf und trete gegen den Kleiderschrank. „Ich bin aber nicht Dawn!“ schrei ich ihn an.
Ich renne aus dem Zimmer.
Zurück bleibt ein leicht geschockter Spike der nun einsehen muss das Cameron wirklich seine Tochter ist.
Cut zu Cameron auf der Treppe
Völlig kopflos stürme ich die Treppe runter. Alles, nur raus hier, weg! Im Flur renne ich fast in Buffy und Dawn hinein die sich bis dahin lautstark gestritten haben.
Buffy stoppt mich und hält meinen Arm fest. „Hey, hier geblieben!“
Wütend versuche ich mich loszulassen, dann handele ich völlig reflexartig und verpasse Buffy einen Tritt vor das Schienbein.
Als ich aus dem Haus stürze renne ich in den nächsten hinein, der Mann der auch in der Küche war als Buffy mich hierhin brachte. Wie hieß er noch? Xander!
Ich laufe weiter. Irgendwann bin ich völlig außer Atem und bleibe einfach stehen, vergrabe das Gesicht in den Händen. So ein verdammter Mist. Langsam gehe ich weiter und nach einer halben Ewigkeit stehe ich tatsächlich vor dem Haus der Spellmans.
Völlig aufgelöst klingle ich Sturm. Sabrina reißt schwungvoll die Tür auf: „Harvey du bist aber früh dran! Cam? Was ist den los?“ sie zieht mich ins Haus und schiebt mich in die Küche.
Hilda und Zelda sitzen am Tisch. Zelda hat sich hinter der Zeitung verbarrikadiert, Hilda starrt Luftlöcher.
Sabrina komplimentierte mich auf einen Stuhl, reicht mir ein Taschentuch und erklärt grinsend: „Tante Hilda und Tante Zelda reden nicht mehr miteinander, Tante Hilda wollte einen kleinen Trank an Mr. Kraft testen...Zum Spaß.“
Ich reagiere nicht.
„Ok Cam, ich sag jetzt mein date ab und dann kümmern wir uns um dich. Gar kein Problem.“
Ich schüttele den Kopf. „Nein. Das wäre nicht fair.“
„Wo liegt den das Problem? Vielleicht kann ich ja helfen?“ versucht Hilda ihr Glück.
„Du?? Du würdest alles nur noch viel schlimmer machen!!“ braust Zelda auf.
Und schon streiten die beiden lautstark. Erinnert mich verdächtig an das vor dem ich eigentlich weggelaufen bin.
Sabrina verdreht die Augen zum Himmel und mischt sich dann ein: „Nur zur eurer Inforation: ihr seit Schwester, Mr. Kraft ist nicht auf die Größe eines Lasters angeschwollen also nehmt euch mal zusammen. Ein Trauerkloß reicht doch.“
Zelda atmet hörbar durch. „Ok Sabrina, du hast Recht. Du wirst mit Harvey gehen und Hilda und ich werden uns um Cams Problem kümmern.“
Sabrina grinst und fällt ihren Tanten nacheinander um den Hals. „Danke, ihr seit die besten!!“
Dann hält sie inne: „Falls ihr Matt unbedingt umschreiben müsst lasst ihn bitte so das er seine Mathehausaufgaben hat...?“ Sie grinst.
„Sabrina!“ Zelda gefällt das natürlich nicht.
Hilda grinst.
Sabrina flüchtet aus der Küche.
„Ok. Sabrina hat uns eigentlich schon das grundlegende Problem erklärt, das heißt wir wissen welchen Namen es hat. Weißt du Liebe ist kompliziert, vielleicht solltest du einfach aufhören dir so einen Kopf darum zu machen, das hab ich in 400 Jahren gelernt. Aber ich hab’s ja auch nicht verstanden warum Zelda so jemanden wie Mr. Kraft lieben kann, nicht Zeldi.“ Erklärte Hilda fröhlich während sie zum Fensterbrett ging und Salem aus der Topfpflanze angelte.
„Hilda...“
„Ok, schon gut Zeldi, hacken wir Mr. Kraft ab. Was wollen wir den jetzt tun? Ich wäre ja persönlich für Amor...“
„Oh nein Hilda, alles aber nicht Amor. Amor ist fürchterlich. Abgesehen davon liegt das Problem auch nicht in der Liebe.“
„Ok, Ok, ich sag gar nichts mehr.“ Erklärte Hilda.
Ich seufzte.
„Ok Cam, ich bin dafür das wir es ohne Zauberei versuchen.“ Erklärte Zelda.
Hilda lachte auf. „Ohne Zauberei... Was bitte schön willst du den tun?“
„Gras drüber wachsen lassen. Das werden wir machen. Cameron wir werden jetzt Dreamer anrufen und ihr werdet ins andere Reich gehen. Heute Abend wirst du wieder nach Hause gehen.“
Die Aussicht auf einen Besuch im anderen Reich heiterte mich dann doch etwas auf. Vielleicht war das ja gar nicht so schlecht.
Cut zu Buffy, Dawn und Xander
Xander kommt grade zur Tür rein. Buffy reibt sich sauer den Knöchel.
Dawn versucht sich ein grinsen zu verkneifen.
„Was war das den? Wolltest du sie schlachten Buffy?“ flachst Xander
„So etwas ähnliches.“ Murmelt Buffy sauer und humpelt in Richtung Küche.
Dawn grinst: „Buffy übertreib nicht, so viel Kraft hat sie doch sicher nicht.“
Buffy bleibt stehen und dreht sich um: „Du kannst sie ja bitten dir gegen das Schienbein zu treten!“
Dawn ist still.
Dawn lässt sich an den Küchentisch fallen, Buffy gießt sich Saft in ein Glas und Xander setzt sich schweigend zu Dawn.
Spike kommt in die Küche. Xander wirft ihm einen kritischen Blick zu, verkneift sich aber weitere Kommentare.
„Wo ist sie hin?“
Buffy zuckt mit den Schultern. „Keine Ahnung. Jetzt sehe ich schlimmer aus wie nach ner Nacht auf dem Friedhof.“
Dawn sieht eine Chance sich aus dem Staub zu machen. „Weißt du was Buffy: Dir tut ein heißes bad gut, Ich sehe mal wo Willow steckt und dann geh ich zum Magic Laden und telefonier von da aus mal nen bisschen rum, bin mir ziemlich sicher das ich weiß wo Cam steckt. Keine Sorge.“
Buffy ist sichtlich besserer Laune. „Danke Dawn, du bist ein Schatz!“
Dawn grinst nur und flüchtet dann. Buffy macht sich ebenfalls aus dem staub.
Spike und Xander sehen absichtlich aneinander vorbei.
„Mhm.“ Macht Xander nur.
„Was?“
„Ich denke nach.“
„dann denk nicht in Rätseln.“ Entgegnet Spike leicht genervt.
Willow kommt in die Küche. „Hi, gut, ihr sitzt noch.“ Sie grinst.
„Das ist nicht lustig.“ Ausnahmsweise sind sich Spike und Xander einig.
„Ist schon gut! War nur eine Feststellung!“ bemerkt Willow vorsichtig.
Buffy schleicht sich in die Küche.
„Wollt ihr auch nen Kaffee?“ fragt sie.
„Ich nicht!“ meint Spike und versucht ihr durch das nasse Haar zu rubeln.
„Das war mir klar! Hey du ziepst!“ ruft Buffy auf.
„Und hast du nachgedacht?“ erkundigt sich Willow.
„Ja, ich werde wohl doch zu denselben Mitteln greifen wie Piper Halliwell Wyatt!“
Buffy stöhnt.
„Welche Mittel?“ kommt es von Xander, der von der ganzen Sache noch nicht viel mitbekommen hat.
„Mein Fräulein Tochter hat es nicht für notwenig gesehen, mich darüber zu informieren, dass ihr Freund, mit dem sie erst seit einem Tag zusammen ist, sie über Nacht besucht hat!“
„Hey, Buffy, sieh das doch ein wenig lockerer! Sie ist 16, und wenn ich mich nicht irre, hast du in dem Alter schon ganz andere Sachen mit Angel ausprobiert!“ versucht Xander sie umzustimmen.
„Danke Xander, für deine Sorge um meine Tochter, aber ich krieg das Kind schon allein geschaukelt!“
Buffy sieht in Xander noch immer den kleinen Jungen, der nicht die Finger vom Feuer lassen kann.
Spike hat ein Glas in die Hand genommen, dass sich noch auf dem Tisch befindet und dreht das Glas in seinen Händen.
„Xander, deine letzte Aussage hättest du dir echt sparen können! Angel hat nichts mit Buffy oder Cam zu tun! Ist das klar?“ wütend fixiert er Xander.
Willow hebt die Hände.
„Leute, wie wärs wenn ihr aufhören würdet zu streiten, dass bringt uns nicht weiter! Buffy, was gedenkst du zu tun?“
Alle Blicke richten sich auf Buffy, die sich eine Tasse aus dem Schrank nimmt.
„Ich werde Cam klar machen, dass sie noch ein kleines Mädchen ist, und sich in meinem Haus nicht alles erlauben kann!“
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Im Halliwell Manor
Piper, Leo, Matt, Shana, Phoebe, Jason und Paige waren gerade am Mittagessen.
Piper und Leo sprachen nicht miteinander und der Rest der Familie war anscheinend auch davon betroffen.
Matt fühlte sich unwohl.
Er wusste, dass er an allem schuld war, weil Shana ihm alles erzählt hatte, zwar in ihrer leichten Kindersprache, doch er verstand seine kleine Schwester oft am besten in diesem Haus.
Matt rührte in seinem Kartoffelpüree rum.
„Schmeckt es dem Herrn Grafen etwa mal wieder nicht? Liebeskummer?“ murrte Piper.
„Piper, lass den Jungen in Frieden essen!“ mischte sich Leo ein.
„Das war mir klar, ihr Männer steht immer auf einer Seite!“ schrie Piper.
„Piper bitte! Jason wollte uns gerade etwas von seinem ersten Kindergartentag erzählen!“
Phoebe blickte Piper bittend an.
„Ach ja? Mich interessiert das jetzt nicht die Bohne! Ich habe andere Sorgen, diese Person sitzt zufällig an meinem Essen und will sich kein bisschen ändern!“
Piper schickte Matt einen vernichtenden Hingucker.
Matt starrte auf den Teller.
„Piper, was kann Jason denn dafür, dass du schlecht drauf bist!“
Phoebe war wirklich aufgebracht.
„Phoebe Halliwell, du gehst mir mit deinem Söhnchen wirklich auf den Kecks!“
Piper war nicht zu bremsen.
Sie warf Messer und Gabel auf den Teller und stand auf.
„Mir reichts, ich brauch Urlaub, von euch allen! Nur noch ein letztes Wort zu euch allen, es tut mir in keiner Weise leid, dass ich euch jetzt allein lasse, ihr habt es nicht anders verdient, Leo der tollste Vater aller Zeiten, Matt, der Sohn, der sich um sein Leben keinen Deut kümmert, Phoebe, die nicht einmal weiß…“
„Piper! Jetzt ist das Maß voll, geh meinetwegen aber lass meinen Sohn aus dem Spiel!“
Jetzt war Phoebe an der Reihe auszuflippen.
„Ich habe wirklich genug von euch!“
Piper sendete wahre Blitze von sich und stand endgültig auf, rannte nach oben, riss den Koffer aus dem Schrank, warf ein paar Kleider rein und knallte alle Türen zu, durch die sie ging.
Leo lief ihr hinter her.
„Schatz, warte doch, du kannst nicht einfach so gehen, du hast eine Verantwortung, für die Kinder!“
„Es sind auch deine Kinder!“ erinnerte Piper ihn und zog ihr Handy aus der Tasche.
„Taxi in die Prescott Street zum Flughafen bitte!“
Sie klang kurzangebunden.
Leo hatte keine Chance sie umzustimmen, die einzige Chance war Shana, die wirklich nichts für den Trubel konnte.
Piper beugte sich über ihre kleine Tochter und sagte:
„Mein Sonnenschein, Mommy wird jetzt für einige Zeit weg sein, aber Daddy wird auf dich aufpassen!“
Paige, Phoebe, Matt und Leo beobachten das Spektakel.
Matt hatte nicht damit gerechnet, dass seine Mom ernst machen würde.
10 Minuten später erschien ein Taxi, es sammelte Piper ein.
Shana strampelte heulend auf Leos Arm.
Leo hatte Mühe sie festzuhalten.
Nachdem Essen, entschied sich Matt zu erst mal ein paar Worte mit seinem Dad zu wechseln.
Leo war nicht sonderlich erbaut von seiner Bitte mit ihm zu sprechen, doch er ließ sich dann doch noch dazu herab.
„Was gibt es denn, Matt?“ fragte er.
„Dad, denkst du genauso schlecht von mir, wie Mom? Ich habe mich in Cameron verliebt, was heute Nacht los war, war nicht geplant, wir haben nur in einem Bett gelegen, mehr nicht!“
„Matt, ich denke nicht so schlecht von dir wie du denkst, aber deine Mom auch nicht, sie ist einfach überarbeitet!“
Matt dachte daran, dass Eltern immer eine Ausrede finden den anderen zu endschuldigen.
„Dad, dass war nicht der Hauptgrund weshalb ich mit dir reden wollte! Ich will von dir wissen ob du mich verstehst!“ beharrte Matt auf seiner Frage.
„Jeder hat so eine Phase in die er sich in jemanden verliebt!“ wich Leo aus.
Matt verdrehte die Augen, er hatte sich also in seinem Dad getäuscht. Sein Dad dachte nur, er wäre in einer pubertären Phase.
Er ging zu Phoebe, die mit Jason Türmchen baute.
„Hoffentlich verstehst du mich!“
Phoebe lächelte ihn an.
Er tat ihr leid.
Jason zog seinen Cousin am Hosenbein. „nicht jetzt Jason.“
Phoebe lenkte ihren Sohn ab. Dann wandte sie sich an Matt. „Weißt du Matt, du bist lange genug erwachsen um all den Mist durchzumachen. Lass dir einfach Zeit. Halt dich von Cameron fern, dann wird’s hier wieder erträglicher.“ Phoebe lächelte aufmunternd.
Matt ging langsam hoch in Paiges Zimmer.
Paige hockte auf dem Fußboden und wühlte in einer Kiste Fotos.
„Tante Paige?“
„Ja? Was gibt’s?“
„Verstehst wenigstens du mich? Ich weiß nicht was ich tun soll.“
„Weißt du Matt, mach dir nichts aus Piper, sie ist einfach etwas altmodischer und nicht sehr direkt. Sie beruhigt sich sehr schnell wieder. Es gibt schlimmere Mädchen als Cameron. Weißt du wie ich ein Teenager war da war ich fürchterlich. Ich trank und wie es ganz schlimm wurde hatte ich einen Freund der Drogen nahm. Ich war fürchterlich zu meinen Adoptiveltern. Den Fehler merkte ich erst als sie schon Tod waren.“ Paige verzog das Gesicht. „Matt solange du nicht auf die schiefe Bahn gerätst finde ich es Ok wenn du eine Freundin hast. Du bist 16 und mit 16 sollte man reif genug sein.“
Paige räumte die Fotos weg, drehte sich wieder zu ihm. „Weißt du, man kann nichts falsch machen in der Liebe. Es geht immer irgendwie weiter, auch wenn man jemanden vergessen muss bringt dich das ein Stückchen weiter. Deine Eltern, vor allem deine Mom müssen halt erst damit fertig werden das du kein Kind mehr bist.“
Cut zum Haus der Summers
Buffy und Spike stritten grade zur Belustigung Xanders in der Küche als Cam nach hause kam.
Dreamer hatte mir allerhand unnutzen kram angedreht, aufmunternde Drops, sich selbstauffüllende Schokoladentafeln und Armbänder die ihre Farbe wechseln. Kurzfristig hatte mich das auch aufgeheitert. Jetzt hatten sie mich nach hause geschickt. Langsam tapste ich hoch in mein Zimmer und knallte die Tür lautstark hinter mir zu.
Cut zur Küche
Buffy zuckte zusammen als die Tür knallte. „Sie ist