stephan joachim
18.10.2004, 13:45
[B]Merlin in Weiß und Lancelot in Bikerstiefeln[/B]
[B][I]Neues Musiktheater von jo.art[/I][/B]
Pasing (kko/cro) - „Welcher Mensch kann für die Wahrheit bürgen?", fragt Lancelot Königin Ginevra, und um diese Frage scheint sich das Musiktheater „Merlin oder das wüste Land" zu drehen. Die Produktion von Stephan Joachim ist derzeit in der Pasinger Fabrik zu sehen. Nach dem Schauspiel von Tankred Dorst und unterlegt mit Musik aus den Opern „King Arthur" von Purcell und „Alcina" von Händel hat Stephan Joachim mit dem Ensemble jo.art das Stück neu inszeniert.
[TAB]Tankred Dorst wurde 1925 in Thüringen geboren, zog dann aber nach München. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, unter anderem den Adolf-Grimme-Preis (1970), den Georg-Büchner-Preis (1990) und den Max-Frisch-Preis der Stadt Zürich (1998). Sein Drama „Merlin" wird oft gespielt und jedes Mal neu entdeckt, von Schauspielern und Zuschauern zugleich, weil in „Merlin" Exemplarisches thematisiert ist, das sich mit Gegenwärtigem, alle Generationen Angehendem verknüpfen lässt.
[TAB]Wie Joachim „Merlin" umgesetzt hat, ist jetzt in der Pasinger Fabrik zu sehen. Die Akteure stehen im Vordergrund, das Bühnenbild ist minimalistisch. Da hängt ein metallener Brustpanzer an der Wand und verweist mit dem auf einem Absatz stehenden Kelch auf die Zeit der Ritter und somit auf die im Stück thematisierte Artussage. Die Kostüme scheinen auch dieser längst vergangenen Zeit zu entspringen und unterstreichen die Charaktere. So trägt Bruno Burga in der Rolle des Merlin zunächst weiße Hose zu weißem Shirt, später wird er die Bühne mit einem goldglänzenden Umhang betreten. Einfach so? Nein, bei den Inszenierungen von jo.art. ist alles gut überlegt, jedes Detail trägt eine verschlüsselte Botschaft in sich. Königin Ginevra (Elli Stark) ist ebenfalls in Weiß gekleidet, Arne Burchard trägt als König Artus einen bodenlangen Pelzmantel und Lancelot (Mark-Alexander Solf) stapft in derben Bikerstiefeln und speckigem Ledermantel über die Bühne.
[B][I]Neues Musiktheater von jo.art[/I][/B]
Pasing (kko/cro) - „Welcher Mensch kann für die Wahrheit bürgen?", fragt Lancelot Königin Ginevra, und um diese Frage scheint sich das Musiktheater „Merlin oder das wüste Land" zu drehen. Die Produktion von Stephan Joachim ist derzeit in der Pasinger Fabrik zu sehen. Nach dem Schauspiel von Tankred Dorst und unterlegt mit Musik aus den Opern „King Arthur" von Purcell und „Alcina" von Händel hat Stephan Joachim mit dem Ensemble jo.art das Stück neu inszeniert.
[TAB]Tankred Dorst wurde 1925 in Thüringen geboren, zog dann aber nach München. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, unter anderem den Adolf-Grimme-Preis (1970), den Georg-Büchner-Preis (1990) und den Max-Frisch-Preis der Stadt Zürich (1998). Sein Drama „Merlin" wird oft gespielt und jedes Mal neu entdeckt, von Schauspielern und Zuschauern zugleich, weil in „Merlin" Exemplarisches thematisiert ist, das sich mit Gegenwärtigem, alle Generationen Angehendem verknüpfen lässt.
[TAB]Wie Joachim „Merlin" umgesetzt hat, ist jetzt in der Pasinger Fabrik zu sehen. Die Akteure stehen im Vordergrund, das Bühnenbild ist minimalistisch. Da hängt ein metallener Brustpanzer an der Wand und verweist mit dem auf einem Absatz stehenden Kelch auf die Zeit der Ritter und somit auf die im Stück thematisierte Artussage. Die Kostüme scheinen auch dieser längst vergangenen Zeit zu entspringen und unterstreichen die Charaktere. So trägt Bruno Burga in der Rolle des Merlin zunächst weiße Hose zu weißem Shirt, später wird er die Bühne mit einem goldglänzenden Umhang betreten. Einfach so? Nein, bei den Inszenierungen von jo.art. ist alles gut überlegt, jedes Detail trägt eine verschlüsselte Botschaft in sich. Königin Ginevra (Elli Stark) ist ebenfalls in Weiß gekleidet, Arne Burchard trägt als König Artus einen bodenlangen Pelzmantel und Lancelot (Mark-Alexander Solf) stapft in derben Bikerstiefeln und speckigem Ledermantel über die Bühne.