Vollständige Version anzeigen: Äther I (Warum ) - 6 Die Lichtgeschwindigkeit als Naturkonstante - mathe-physik.de



Kohl
21.03.2003, 18:25
Warum wurde von den Wissenschaftlern davon ausgegangen, dass ein sogenannter Äther existiert. Wozu sollte er dienen?
Jan Blumenthal
21.03.2003, 19:31
Wissenschaftler gingen einfach davon aus, dass es einen Äther geben würde, da es so viel leichter schien die Übertragung von den Naturkräften zu erklären, da es einfach schwierig ist sich vorzustellen, wie sich etwas durch das Nicht übertragen könnte. In Analogie dazu sei erwähnt, dass man ja wusste, dass sich der Schall nicht im Vakuum ausbreiten kann. So dachte man das Licht und die Gravitation würden auch irgendein Medium, in dem sie sich ausbreiten könnten, brauchen.
Gewissermaßen ist dieses also eine Vorstellung, die meinesserachtens aus der Bequemlichkeit resultiert und aber auch von philosophischen Wert wäre, da so ähnlich wie es bei Newtons Vorstehllungen der Fall war, man einen absoluten Raum hätte.

[size=small]

[Editiert durch Jan Blumenthal ein Freitag, März 21, 2003 @ ][/size]
Benjamin Bolten
22.03.2003, 11:53
Ich denke, dass der die Erklärung durch den Äther daher zustande kommt, da man weiß das sich Schallwellen in durch die Luft bewegen und Wasserwellen durchs wasser. Jede Welle hat also sein eigenes Medium wodurch sie weiter übertragen wird. Durch den Äther wollte man erklären, wie sich Licht ausbreitet, da Licht ja auch in wellenform auftritt und somit auch ein Medium besitzen müsste, wodurch es übertragen wird.
Kohl
24.03.2003, 19:25
Ein Problem, was wir bei den Kapiteln zur Zeit haben ist, dass die Fragen zu geschlossen sind, d.h. relativ kurz beantwortet werden können. Jan ist sehr schnell, kennt das Buch recht gut und antwortet recht ausführlich. Dennoch denke ich, dass ihr, falls schon Antworten da sind diese hinterfragen könnt. Diese Fragen müssen ja nicht nur (können natürlich auch) Wissensfragen sein, sondern können die Thematik weiter öffnen. Dies ist nicht unbedingt einfach, und setzt eine sorgfältige Auseinandersetzung mit dem Buch aber auch mit den Antworten voraus.
Ich versuche das mal mit Jan´s Antwort:

[QUOTE][I]Original von Jan Blumenthal[/I]
[B]Wissenschaftler gingen einfach davon aus, dass es einen Äther geben würde, da es so viel leichter schien die Übertragung von den Naturkräften zu erklären, da es einfach schwierig ist sich vorzustellen, wie sich etwas durch das Nicht übertragen könnte.

> Seit wann ist Licht eine Naturkraft?
Die Gravitationskraft wirkt doch auch durch das Vakuum hindurch und das
hat lange Zeit niemanden gestört...

In Analogie dazu sei erwähnt, dass man ja wusste, dass sich der Schall nicht im Vakuum ausbreiten kann. So dachte man das Licht und die Gravitation würden auch irgendein Medium, in dem sie sich ausbreiten könnten, brauchen.

> Warum haben Licht und Schall etwas miteinander zu tun?

> Was hat denn die Gravitation mit Schall zu tun?

Gewissermaßen ist dieses also eine Vorstellung, die meinesserachtens aus der Bequemlichkeit resultiert und aber auch von philosophischen Wert wäre, da so ähnlich wie es bei Newtons Vorstehllungen der Fall war, man einen absoluten Raum hätte.

> Ich glaube, dass hier eher die in der Physik so beliebten
Symmetriebetrachtungen (Analogieschlüsse) "schuld" am Äther sind. Den
Zusammenhang zwischen der Ausbreitung von Licht, Wasser, Schall,
Erdbeben usw. ist erkannt worden, und da würde Licht ohne Äther eine
Sonderstellung einnehmen (warum?)

> Ist Licht überhaupt eine Welle? Newton und viele Physiker nach ihm
verstand Licht als Korpuskel (Teilchen), wie kam es dazu, dass man
Licht überhaupt Welleneigenschaften zuspricht?

[size=small]

[Editiert durch Jan Blumenthal ein Freitag, März 21, 2003 @ ][/size]
[/B][/QUOTE]

[size=small]

[Editiert durch Kohl ein Montag, März 24, 2003 @ ][/size]
Falk
25.03.2003, 18:37
Auf die Frage "Warum haben Licht und Schall etwas miteinander zu tun?" würde ich die Wellentheorie nennen da beides in Wellenform vorkommt. Des halb würde ich Benjamins Beitrag unterstützen.

Herr Kohl:
> Ich glaube, dass hier eher die in der Physik so beliebten
Symmetriebetrachtungen (Analogieschlüsse) "schuld" am Äther sind. Den
Zusammenhang zwischen der Ausbreitung von Licht, Wasser, Schall,
Erdbeben usw. ist erkannt worden, und da würde Licht ohne Äther eine
Sonderstellung einnehmen (warum?)

Wie Benjamin schon erwähnt hat bräuchte Licht nach diesem Analogieschluß auch ein Medium.
Wie Welle-> Wasser Schall-> Luft das liegt aber nicht vor so dass Licht eine 'Sonderstellung' hat da es ohne Medium ist.

Jan Blumenthal
25.03.2003, 19:24
[QUOTE][I]Original von Kohl[/I]
1. Seit wann ist Licht eine Naturkraft?

2. Ist Licht überhaupt eine Welle? Newton und viele Physiker nach ihm verstand Licht als Korpuskel (Teilchen), wie kam es dazu, dass man Licht überhaupt Welleneigenschaften zuspricht?
[/B][/QUOTE]

Zum ersten möchte ich sagen, dass das Licht selber „nur“ eine elektromagnetische Erscheinung ist. Das Licht selber fungieret nur als Bodenteilchen und ist folge dessen natürlich keine Naturkraft. Da ich nicht wieder das Thema Botenteilchen zur Sprache bringen wollte hatte ich irrtümlicherweise Licht als eine Naturkraft dargestellt, was so natürlich nicht richtig ist.
Die Elektromagnetische Kraft ist die Kraft die zwischen Elektronen und aber auch zwischen Quarks wirken (also überall da wo Ladungen eine Rolle spielen).
Deswegen ist diese Kraft auch dafür verantwortlich, dass wir zur Zeit das Thema Wechselspannung bzw. Induktion und Elektromagnetismus durchnehmen können.
Ein Dankeschön an dieser Stelle an die elektromagnetische Kraft.
:D:D:D

2.Licht spricht man deswegen Wellencharakter zu, da man so sehrgut das Brechen des Lichtes beim eintreten in ein anderes Medium erklären kann. Diese Eigenschaft ist für ein Teilchen nur sehr schwer bzw. ich weiß nicht ob überhaupt erklärbar. Teilchencharakter hat es aber auch wegen dem Photoeffekt zugesprochen bekommen der nicht mit dem Wellencharakter vereinbart werden kann. Deswegen wohl der Kompromiss der Forscher. [size=small]

[Editiert durch Jan Blumenthal ein Dienstag, März 25, 2003 @ ][/size]
Falk
27.03.2003, 18:45
[QUOTE][I]Original von Jan Blumenthal[/I]
2.Licht spricht man deswegen Wellencharakter zu, da man so sehrgut das Brechen des Lichtes beim eintreten in ein [color=#ff0000]anderes [/color]Medium erklären kann. Diese Eigenschaft ist für ein Teilchen nur sehr schwer bzw. ich weiß nicht ob überhaupt erklärbar. Teilchencharakter hat es aber auch wegen dem Photoeffekt zugesprochen bekommen der nicht mit dem Wellencharakter vereinbart werden kann. Deswegen wohl der Kompromiss der Forscher. [size=small]

[Editiert durch Jan Blumenthal ein Dienstag, März 25, 2003 @ ][/size]
[/B][/QUOTE]

ich weiß ich bin pingelich aber meinst du jetzt von ein Medium in ein anderes; zB Luft nach Wasser
oder hasse dich vertippt und meintest generell in ein Medium da es den Äther ja nicht gibt
Währe nämlich ein Unterschied und eine Überlegung/Frage!
Bricht sich Licht aus dem Nichts/Vakuum/Weltall in die Luft/Atmosphere ? (und andersherum)
Muss eigendlich, oder :moo:
[size=small]

[Editiert durch Falk ein Freitag, März 28, 2003 @ ][/size]
Jan Blumenthal
27.03.2003, 21:31
Falk:
Da hast du wahrscheinlich recht, da sich Licht auch bricht wenn es in die Atmosphäre eintritt.
Aber ich bin davon ausgegangen, dass das Vakuum auch ein Medium darstellt zumindest für das Licht. Somit währe meine Darstellung richtig gewesen.
[size=small]

[Editiert durch Jan Blumenthal ein Samstag, März 29, 2003 @ ][/size]
- Modified by Octane Software Development | More vB Archives