Supervegetto
27.06.2003, 14:27
ich habe soeben den Abschiedsbrief eines 13. Klässlers in meinem Schulforum entdeckt:
... Entlassung am 30. Juni 2003
So,
nun ist es also so weit. Es sind noch secht Tage bis zu diesem Datum. Bis zu dem letzten Tag, an dem wir 13er noch offiziel Schüler sind.
Die Schule sollte uns auf das Leben vorbereiten. Hat sie das?
Ich sage ... nein!
Gut, die Schule bietet jedem die Möglichkeit sich in die Gesellschaft zu intigrieren und seine zwischenmenschlichen Fähigkeiten in Inderdependanz mit seinen Mitschülern zu schulen. Das ist der wohl sinnvollste Lehrauftrag der Schule.
Doch nun zum verpassten Ziel der "Schulbildung".
Ja, wir können jetzt lesen schreiben und rechnen.
Doch anstatt darauf aufbauend Metoden zu lehren, die das Lernen auf dem künftigen Lebenswer erleichtern und vereinfachen wird zu 3/4, wenn nicht noch mehr, der Unterrichtszeit stur spezifischer Stoff gepaukt.
Ich werde in meinem Leben nie wieder die 23. Wurzel aus 199 ziehen ... ich könnte es aus gar nicht mehr (Wozu gibt es Taschenrechner?), ich werde nie wieder über die Struktur und Anlegung amerikanischer Vorgärten nachdenken, ich werde nie wieder daran denken, was Immanuel Cunt einmal sagte oder wie die Trojanier ihre Soldaten ausbildeten.
Anstatt in sieben Jahren Geschichtsunterricht die Römer, Griechen, die Französische Revolution, den 1. und 2. Weltkrieg und die NS-Zeit jeweils 3mal in unterschiedlicher Ausführlichkeit durchzukauen hätte man einmal auf viel weitgreifendere und meiner Meinung nach interessantere weltgeschichtliche Ereignisse und Begebenheiten eingehen können.
Man sollte bei vielen Schülern lieber dich Kopfrechenfähigkeiten in manchen Grundrechenarten stärken, anstatt ihnen vergeblich die Analysis beizubringen versuchen.
Anstatt religionsgeschichtliche Ereignisse ausweniding lernen zu lassen, hätte man sich über viel grundlegender Geschehnisse der christlichen Religion unterhalten können und näher beleuchten können, was Menschen dazu bewegt ihr ganzes Leben einer Religion oder einem Gott oder Anführer zu verschreiben und auszurichten anstatt ihr eigener Herr zu sein.
Im Allgemeinen (schreibt man das jetzt groß? oder klein?) bin ich von den letzten 3-5 Jahren vorallem enttäuscht. Letztendlich wurde einem das Abitur geschenkt (Mit freundlicher Unterstützung von Joachim Dietz ... DANKE!)
Aber ich denke einige Lehrkräft sollten doch einmal herausgehoben werden.
Die wohl beste und kompetenteste Lehrerin, an deren Unterricht ich teilnehmen durte war mit Abstand Petra Schirduan. Niemand verstand es so gut seinen Schülern mit Motivation, Spaß an der Arbeit, Witz, Charme und Sorgfalt verständlich den Stoff mit nicht immer nur der selben sturen Lehrmetode zu vermitteln.
Danke, ohne sie wäre ich montags wohl nie in der Schule erschienen!
Volkmar Schreiner, ein wirklich klasse Tutor. Er versprühte in ausreichendem Ausmaß Autorität, jedoch ohne jemals autoritär gewesen zu sein. Er erhob nich einmal sie Stimme. Er wusste persönliches immer von schulischen Leistungen zu trennen und (ich sags mal ganz polemisch) er hat einfach einen geilen Humor!
Nocheinmal vielen Dank an Joachim Dietz, der sich (wenn auch vergeblich) stets um mich und meine physikalischen Kenntnisse bemühte und für seine mehr als faire Notengebung. Wir lagen nicht von anfang an auf einer Wellenlänge, was aber primär daran lag, dass ich einfach keine Ahung hatte, was ein Oszillator ist ...
Danke an Johannes Schmidt, nie viel mir Mathe so leicht. Ja es hat sogar teilweise (Asche auf mein Haupt) Spaß gemacht ... Alaaf!
Zuletzt möchte ich Andreas Hecker danken. Er war mein erster Klassenlehrer auf der PSI. Nach 2 Jahren unter seiner Obhut hatte ich nicht nur gelernt, dass zumindest ein wenig Disziplin und Ordnung einen auch ausserhalb der Schule weiterbringen können (Auf jeden Fall beschrifte ich seit dem alles, was ich jemals zu Papier brachte mit meinem Namen), er lehrte mich auch die hohe Kunst den Kanufahrens, die ich zwar immer missmutig, aber zuletzt gar nicht so schlecht beherrschte.
Danke auch dafür, dass ich 2 Gläser Marmelade für die Klassenfahrt bereit stellte und mit 5 wieder nach Hause ging.
Doch das wichtigste, was und die Schule lehrte waren Fremdworte wie "Interdependanz" ... danke!!!
Kerim Kakmaci
und hier einige Reaktionen:
___________________________
Du hast auch Recht mit dem was Du sagst: Man hätte viel mehr Dinge lernen müssen, die man braucht. Auch ist Kopfrechnen wesentlich wichtiger als z.B. die e-Funktion, die man später sicher nie mehr verwenden wird.
Aber wenn Du erst einmal aus der Schule draußen bist dann merkst Du, was die PSI war. Die Zeit an der PSI ist sicherlich die schönste Zeit im Leben, auch das hochgelobte Studium kann da - so sagen sehr viele Studenten - nicht mithalten.
Ihr werdet in die "Freiheit" entlassen, aber diese Freiheit umfasst auch viele Pflichten. Jetzt ist es für Euch vorbei mit schönen Freistunden im Löwencafé und um halb 2 heimkommen. Der sogenannte "Ernst des Lebens" ruft und Ihr werdet schnell merken, daß Ihr nur wenig frei seid in der "Freiheit". Bald werdet Ihr auch die Geborgenheit der PSI vermissen, die gegen die neuen Freiheiten eingetauscht wurde.
Aber trotz alledem: LEBBE GEHT WEIDER !!!
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Also, ich kann Dich ja denke ich irgendwo ein bissi verstehen, aber abgesehen davon:
Warst Du voll??? (Soviele Rechtschreibfehler.....!)
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Sehr ergreifend ... aber ich denke Kerim hat Recht und der einzige Lehrer den ich kenne der konsequent ein Ziel verfolgt hat war Herr Schratz: Nicht für die Schule, sonder für das Leben lernen wir.
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Es ist sicher richtig, wenn ihr sagt, daß die Schule viel mehr lehren sollte, als sie tut. Aber grade der spezifsche Stoff ist ja zumindest teilweise wichtig. Halt je nachdem, was du hinterher machst.
Nachdem eben als Beispiel die e-Funktion genannt wurde: Es ist sicher richtig, daß sehr viele diese nach dem Abitur nie wieder zu Gesicht bekommen. Aber wenn man nach der Schule z.B. eine Naturwissenschaft studiert, wird das Wissen um die e-Funktion und auch die Analysis vorausgesetzt. In anderen Fächern ist das sicherlich nicht anders.
Jetzt könnte man natürlich sagen, daß man früher spezialisieren sollte, also das Kurssystem früher einführen, aber dann hat man wieder das Problem, daß mit Sicherheit sogar ein nicht unerheblicher Teil eines jeden Abijahrgangs nicht genau weiß, was er machen will.
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Schratz würde zu seiner obigen belobigung sagen: Also ICH würde mir diesen Orden natürlich niemals SELBST an MEINE Brust heften.
Des weiteren, wir sind in unserer Laufbahn an der PSI bei Schülern wie bei Lehrern, Genies und Nieten begegnet und was ist daraus entstanden?
Wir haben die Aufgabe Schule gemeistert und sind, zumindest ein kleines Stück weit, erwachsen geworden.
Unsere neugewonnene Freiheit, ist eine freiheit die neue aufgaben und neue pflichten sowie neuen stress mit sich bringen wird, aber wir haben ja gesehen, Hürden lassen sich nehmen....
____________________________________________________________________
Zuallererst - weil am wichtigsten - möchte ich allen frischgebackenen Abiturienten gratulieren.
Ihr habt einen wichtigen Abschnitt zum hoffentlich guten Ende gebracht und seid nun unterwegs zu neuen Ufern.
Da ist klar, daß Abschiedsreden oder ähnliches gehalten werden und es ist interessant: Fragt euch doch mal auf dem 10jährigen oder späteren Abi-Jubiläum, ob Ihr diese Rede noch einmal genau so halten würdet.
Ich glaube Sebastian hat völlig Recht, Ihr habt eine Aufgabe gemeistert. Die nächsten Aufgaben stehen schon vor der Tür, das Leben besteht aus immer neuen Aufgaben bei denen man immer wieder erfolgreich sein kann oder auch scheitern.
Der Spruch "nicht für die Schule sondern fürs Leben lernen wir" ist in meinen Augen genauso alt wie falsch. Er klingt schön ist aber nicht mehr als dummes Gewäsch, wenn man versucht Stoff rüber zu bringen , der keinen interessiert. Gerade die Dinge zu denen man damit motiviert werden soll sind diejenigen, die einem im späteren Leben am wenigsten nützen.
Und ob ein Lehrer oder Unterricht gut im Sinne von "fürs Leben" war, stellt sich immer erst sehr viel später raus. Die Entscheidung, ob jemand etwas vermittelt hat oder ein Dampfplauderer war fällt immer leichter je mehr Abstand man gewonnen hat und je mehr Erfahrung im Leben man tatsächlich gemacht hat.
Ich hoffe Ihr habt gelernt Dinge zu hinterfragen, Kritik zu üben wo sie angebracht ist und habt erkannt, daß nicht alles ein Wunschkonzert ist und auch unangenehme Aufgaben zu Ende gebracht werden müssen.
Vielleicht habt Ihr auch etwas von dem mitbekommen was gemeinhin als Allgemeinbildung bezeichnet wird und da gehören Kant, die e-Funktion und amerikanische Vorgärten dazu (vielleicht hat man mehr über Amerika gelernt, wenn man deren Vorgärten kennt als in vielen Texten in Geschichte oder GM ?).
Gerade diejenigen , die jetzt ein Studium anfangen werden feststellen, daß es vielleicht Spaß macht sich völlig auf ein Interessengebiet zu konzentrieren, daß es aber leider auch zu einem gehörigen Part Fachidiotentum führt.
Und eins ist klar, selbst wenn Ihr mit viel Erfolg ein Diplom oder Magister gemacht habt, dann ist dieses theoretische Wissen in der Praxis, d.h dem späteren Berufsleben weitgehend wertlos. Ihr lernt also wieder nichts fürs Leben.
Lernen fürs Leben kann man nur im Leben und das hat für Euch jetzt weder aufgehört noch angefangen - Ihr seid mittendrin.
Also macht was draus, das könnt Ihr sowieso nur selber.
Viel Spaß dabei.
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Weise Worte.
Das wird ja richtig niveauvoll hier...
Daniel, Du hast völlig recht. Fürs Leben lernen kann man wirklich nur im Leben.
Die Uni soll ja noch schlimmer sein als die Schule, die reinste Theorievermittlung.
Ich bin wirklich froh, daß ich im Rahmen meiner Ausbildung die Sachen, die ich in der Berufsschule lerne, dann auch direkt in der Firma anwenden kann. Da sieht man endlich mal, für was man lernt.
Ob die derzeitige Struktur des Studiums sinnvoll ist, sei mal dahingestellt. Warum gibt es an der Uni für die Studenten, die später ja mal Führungskräfte werden sollen, z.B. keinen Englischunterricht ?? Für mich unbegreiflich.
Ich denke aber, daß die Schule mehr vermitteln soll, als das reine Fachwissen. Vielleicht war der Unterricht bei dem weniger Wissen und dafür mehr andere Dinge wie soziale Kompetenz vermittelt wurde, nicht unbedingt der schlechtere. Denn das sind die Dinge, die nach der Schule wirklich hängenbleiben. Und ich denke, daß diese anderen Qualitäten von keiner anderen Schule so gut vermittelt werden wie von der PSI.
Was man alles so gelernt hat, merkt man aber wirklich erst mit etwas Abstand.
Ich zitiere mal den schlauen Herrn Schratz: "[...]Und doch muss noch etwas hinzukommen, was den Zusammenhalt und das Sich-Wohl-Fühlen in der Schule erst ermöglicht: Dies beinhaltet Zuverlässigkeit, Vertrauen, Nachsicht und Rücksicht und anderes mehr, aber auch helfen, sich selbst bisweilen zurücknehmen und den anderen auch in seiner Schwäche annehmen. Das macht Mut und gibt Sicherheit [...]
Wenn ihr, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, von all diesen Dingen ein wenig erfahren habt - wir Lehrer haben uns darum bemüht! - wird Euch die Erinnerung an die Schulzeit nicht unangenehm sein."
(Ganze Rede unter http:// Verlaub gesagt, und im wissentlichen Verstoß gegen eine Regel dieses Forums:
[...]
Danke,
Kerim
[Anmerkung der Admins:]
Wenn du dir des Verstoßes bewusst bist lass es doch auch. Muss ja nicht sein, dass sich die Bannliste noch bis ins unermeßliche zieht
Bis in 3 Tagen dann...
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Wieso erwähnst Du das in einem Forum und sagst es ihm nicht ins Gesicht? Habe das Gefühl, Du willst Zustimmung von anderen Leuten bekommen und als ein kleiner Revoluzzer dastehen.
Ich habe den [..] nie gehabt, und kann deshalb eigentlich nichts dazu sagen. Aber hier im Forum hinter seinem Rücken ihn als [..] zu bezeichnen zeugt nicht von viel sozialer Kompetenz.
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Ok, keine Ahnung, von was ihr jez redet, aber nochma zu Kerims "rede".
Ich find's klasse, was du das geschrieben hast, denn ich muss sagen, auch wenn ich nich wirklich das, was ich momentan in der Schule lerne, im alltäglichen leben anwenden kann, ich find's trotzdem gut, denn irgendwann, wenn wir garnet mehr dran denken, brauchen wirs, und damnn würden wir ohne dieses Wissen dumm dastehen.
Klar, manche Sachen muss man nich 3x durchnehmen, aber es wird schon irgendeinen Grund haben, dass wir das so oft durchkauen müssen....
Also ich muss sagen, ich find die PSI einfach einsame Klasse, und ich hätt vor Anfang der 7. Klasse [(bzw. erst gegen mitte der 7.)obwohl das jez erst rivchtig doll durchkommt] niemals gedacht, dass es ma so ne klasse schule geben würde......
Riesiges Lob, echt.
Und euch allen (-> Abiturienten) nochma alles, alles gute und nen erfgolgreichen und langen, schönen Lebensweg!!!
[hab das jez zwar net so schön geschrieben wie ihr alle, doch ich denk ma, dass so in etwa rauskommt, was ich sagen wollte!?]
... Entlassung am 30. Juni 2003
So,
nun ist es also so weit. Es sind noch secht Tage bis zu diesem Datum. Bis zu dem letzten Tag, an dem wir 13er noch offiziel Schüler sind.
Die Schule sollte uns auf das Leben vorbereiten. Hat sie das?
Ich sage ... nein!
Gut, die Schule bietet jedem die Möglichkeit sich in die Gesellschaft zu intigrieren und seine zwischenmenschlichen Fähigkeiten in Inderdependanz mit seinen Mitschülern zu schulen. Das ist der wohl sinnvollste Lehrauftrag der Schule.
Doch nun zum verpassten Ziel der "Schulbildung".
Ja, wir können jetzt lesen schreiben und rechnen.
Doch anstatt darauf aufbauend Metoden zu lehren, die das Lernen auf dem künftigen Lebenswer erleichtern und vereinfachen wird zu 3/4, wenn nicht noch mehr, der Unterrichtszeit stur spezifischer Stoff gepaukt.
Ich werde in meinem Leben nie wieder die 23. Wurzel aus 199 ziehen ... ich könnte es aus gar nicht mehr (Wozu gibt es Taschenrechner?), ich werde nie wieder über die Struktur und Anlegung amerikanischer Vorgärten nachdenken, ich werde nie wieder daran denken, was Immanuel Cunt einmal sagte oder wie die Trojanier ihre Soldaten ausbildeten.
Anstatt in sieben Jahren Geschichtsunterricht die Römer, Griechen, die Französische Revolution, den 1. und 2. Weltkrieg und die NS-Zeit jeweils 3mal in unterschiedlicher Ausführlichkeit durchzukauen hätte man einmal auf viel weitgreifendere und meiner Meinung nach interessantere weltgeschichtliche Ereignisse und Begebenheiten eingehen können.
Man sollte bei vielen Schülern lieber dich Kopfrechenfähigkeiten in manchen Grundrechenarten stärken, anstatt ihnen vergeblich die Analysis beizubringen versuchen.
Anstatt religionsgeschichtliche Ereignisse ausweniding lernen zu lassen, hätte man sich über viel grundlegender Geschehnisse der christlichen Religion unterhalten können und näher beleuchten können, was Menschen dazu bewegt ihr ganzes Leben einer Religion oder einem Gott oder Anführer zu verschreiben und auszurichten anstatt ihr eigener Herr zu sein.
Im Allgemeinen (schreibt man das jetzt groß? oder klein?) bin ich von den letzten 3-5 Jahren vorallem enttäuscht. Letztendlich wurde einem das Abitur geschenkt (Mit freundlicher Unterstützung von Joachim Dietz ... DANKE!)
Aber ich denke einige Lehrkräft sollten doch einmal herausgehoben werden.
Die wohl beste und kompetenteste Lehrerin, an deren Unterricht ich teilnehmen durte war mit Abstand Petra Schirduan. Niemand verstand es so gut seinen Schülern mit Motivation, Spaß an der Arbeit, Witz, Charme und Sorgfalt verständlich den Stoff mit nicht immer nur der selben sturen Lehrmetode zu vermitteln.
Danke, ohne sie wäre ich montags wohl nie in der Schule erschienen!
Volkmar Schreiner, ein wirklich klasse Tutor. Er versprühte in ausreichendem Ausmaß Autorität, jedoch ohne jemals autoritär gewesen zu sein. Er erhob nich einmal sie Stimme. Er wusste persönliches immer von schulischen Leistungen zu trennen und (ich sags mal ganz polemisch) er hat einfach einen geilen Humor!
Nocheinmal vielen Dank an Joachim Dietz, der sich (wenn auch vergeblich) stets um mich und meine physikalischen Kenntnisse bemühte und für seine mehr als faire Notengebung. Wir lagen nicht von anfang an auf einer Wellenlänge, was aber primär daran lag, dass ich einfach keine Ahung hatte, was ein Oszillator ist ...
Danke an Johannes Schmidt, nie viel mir Mathe so leicht. Ja es hat sogar teilweise (Asche auf mein Haupt) Spaß gemacht ... Alaaf!
Zuletzt möchte ich Andreas Hecker danken. Er war mein erster Klassenlehrer auf der PSI. Nach 2 Jahren unter seiner Obhut hatte ich nicht nur gelernt, dass zumindest ein wenig Disziplin und Ordnung einen auch ausserhalb der Schule weiterbringen können (Auf jeden Fall beschrifte ich seit dem alles, was ich jemals zu Papier brachte mit meinem Namen), er lehrte mich auch die hohe Kunst den Kanufahrens, die ich zwar immer missmutig, aber zuletzt gar nicht so schlecht beherrschte.
Danke auch dafür, dass ich 2 Gläser Marmelade für die Klassenfahrt bereit stellte und mit 5 wieder nach Hause ging.
Doch das wichtigste, was und die Schule lehrte waren Fremdworte wie "Interdependanz" ... danke!!!
Kerim Kakmaci
und hier einige Reaktionen:
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Du hast auch Recht mit dem was Du sagst: Man hätte viel mehr Dinge lernen müssen, die man braucht. Auch ist Kopfrechnen wesentlich wichtiger als z.B. die e-Funktion, die man später sicher nie mehr verwenden wird.
Aber wenn Du erst einmal aus der Schule draußen bist dann merkst Du, was die PSI war. Die Zeit an der PSI ist sicherlich die schönste Zeit im Leben, auch das hochgelobte Studium kann da - so sagen sehr viele Studenten - nicht mithalten.
Ihr werdet in die "Freiheit" entlassen, aber diese Freiheit umfasst auch viele Pflichten. Jetzt ist es für Euch vorbei mit schönen Freistunden im Löwencafé und um halb 2 heimkommen. Der sogenannte "Ernst des Lebens" ruft und Ihr werdet schnell merken, daß Ihr nur wenig frei seid in der "Freiheit". Bald werdet Ihr auch die Geborgenheit der PSI vermissen, die gegen die neuen Freiheiten eingetauscht wurde.
Aber trotz alledem: LEBBE GEHT WEIDER !!!
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Also, ich kann Dich ja denke ich irgendwo ein bissi verstehen, aber abgesehen davon:
Warst Du voll??? (Soviele Rechtschreibfehler.....!)
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Sehr ergreifend ... aber ich denke Kerim hat Recht und der einzige Lehrer den ich kenne der konsequent ein Ziel verfolgt hat war Herr Schratz: Nicht für die Schule, sonder für das Leben lernen wir.
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Es ist sicher richtig, wenn ihr sagt, daß die Schule viel mehr lehren sollte, als sie tut. Aber grade der spezifsche Stoff ist ja zumindest teilweise wichtig. Halt je nachdem, was du hinterher machst.
Nachdem eben als Beispiel die e-Funktion genannt wurde: Es ist sicher richtig, daß sehr viele diese nach dem Abitur nie wieder zu Gesicht bekommen. Aber wenn man nach der Schule z.B. eine Naturwissenschaft studiert, wird das Wissen um die e-Funktion und auch die Analysis vorausgesetzt. In anderen Fächern ist das sicherlich nicht anders.
Jetzt könnte man natürlich sagen, daß man früher spezialisieren sollte, also das Kurssystem früher einführen, aber dann hat man wieder das Problem, daß mit Sicherheit sogar ein nicht unerheblicher Teil eines jeden Abijahrgangs nicht genau weiß, was er machen will.
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Schratz würde zu seiner obigen belobigung sagen: Also ICH würde mir diesen Orden natürlich niemals SELBST an MEINE Brust heften.
Des weiteren, wir sind in unserer Laufbahn an der PSI bei Schülern wie bei Lehrern, Genies und Nieten begegnet und was ist daraus entstanden?
Wir haben die Aufgabe Schule gemeistert und sind, zumindest ein kleines Stück weit, erwachsen geworden.
Unsere neugewonnene Freiheit, ist eine freiheit die neue aufgaben und neue pflichten sowie neuen stress mit sich bringen wird, aber wir haben ja gesehen, Hürden lassen sich nehmen....
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Zuallererst - weil am wichtigsten - möchte ich allen frischgebackenen Abiturienten gratulieren.
Ihr habt einen wichtigen Abschnitt zum hoffentlich guten Ende gebracht und seid nun unterwegs zu neuen Ufern.
Da ist klar, daß Abschiedsreden oder ähnliches gehalten werden und es ist interessant: Fragt euch doch mal auf dem 10jährigen oder späteren Abi-Jubiläum, ob Ihr diese Rede noch einmal genau so halten würdet.
Ich glaube Sebastian hat völlig Recht, Ihr habt eine Aufgabe gemeistert. Die nächsten Aufgaben stehen schon vor der Tür, das Leben besteht aus immer neuen Aufgaben bei denen man immer wieder erfolgreich sein kann oder auch scheitern.
Der Spruch "nicht für die Schule sondern fürs Leben lernen wir" ist in meinen Augen genauso alt wie falsch. Er klingt schön ist aber nicht mehr als dummes Gewäsch, wenn man versucht Stoff rüber zu bringen , der keinen interessiert. Gerade die Dinge zu denen man damit motiviert werden soll sind diejenigen, die einem im späteren Leben am wenigsten nützen.
Und ob ein Lehrer oder Unterricht gut im Sinne von "fürs Leben" war, stellt sich immer erst sehr viel später raus. Die Entscheidung, ob jemand etwas vermittelt hat oder ein Dampfplauderer war fällt immer leichter je mehr Abstand man gewonnen hat und je mehr Erfahrung im Leben man tatsächlich gemacht hat.
Ich hoffe Ihr habt gelernt Dinge zu hinterfragen, Kritik zu üben wo sie angebracht ist und habt erkannt, daß nicht alles ein Wunschkonzert ist und auch unangenehme Aufgaben zu Ende gebracht werden müssen.
Vielleicht habt Ihr auch etwas von dem mitbekommen was gemeinhin als Allgemeinbildung bezeichnet wird und da gehören Kant, die e-Funktion und amerikanische Vorgärten dazu (vielleicht hat man mehr über Amerika gelernt, wenn man deren Vorgärten kennt als in vielen Texten in Geschichte oder GM ?).
Gerade diejenigen , die jetzt ein Studium anfangen werden feststellen, daß es vielleicht Spaß macht sich völlig auf ein Interessengebiet zu konzentrieren, daß es aber leider auch zu einem gehörigen Part Fachidiotentum führt.
Und eins ist klar, selbst wenn Ihr mit viel Erfolg ein Diplom oder Magister gemacht habt, dann ist dieses theoretische Wissen in der Praxis, d.h dem späteren Berufsleben weitgehend wertlos. Ihr lernt also wieder nichts fürs Leben.
Lernen fürs Leben kann man nur im Leben und das hat für Euch jetzt weder aufgehört noch angefangen - Ihr seid mittendrin.
Also macht was draus, das könnt Ihr sowieso nur selber.
Viel Spaß dabei.
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Weise Worte.
Das wird ja richtig niveauvoll hier...
Daniel, Du hast völlig recht. Fürs Leben lernen kann man wirklich nur im Leben.
Die Uni soll ja noch schlimmer sein als die Schule, die reinste Theorievermittlung.
Ich bin wirklich froh, daß ich im Rahmen meiner Ausbildung die Sachen, die ich in der Berufsschule lerne, dann auch direkt in der Firma anwenden kann. Da sieht man endlich mal, für was man lernt.
Ob die derzeitige Struktur des Studiums sinnvoll ist, sei mal dahingestellt. Warum gibt es an der Uni für die Studenten, die später ja mal Führungskräfte werden sollen, z.B. keinen Englischunterricht ?? Für mich unbegreiflich.
Ich denke aber, daß die Schule mehr vermitteln soll, als das reine Fachwissen. Vielleicht war der Unterricht bei dem weniger Wissen und dafür mehr andere Dinge wie soziale Kompetenz vermittelt wurde, nicht unbedingt der schlechtere. Denn das sind die Dinge, die nach der Schule wirklich hängenbleiben. Und ich denke, daß diese anderen Qualitäten von keiner anderen Schule so gut vermittelt werden wie von der PSI.
Was man alles so gelernt hat, merkt man aber wirklich erst mit etwas Abstand.
Ich zitiere mal den schlauen Herrn Schratz: "[...]Und doch muss noch etwas hinzukommen, was den Zusammenhalt und das Sich-Wohl-Fühlen in der Schule erst ermöglicht: Dies beinhaltet Zuverlässigkeit, Vertrauen, Nachsicht und Rücksicht und anderes mehr, aber auch helfen, sich selbst bisweilen zurücknehmen und den anderen auch in seiner Schwäche annehmen. Das macht Mut und gibt Sicherheit [...]
Wenn ihr, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, von all diesen Dingen ein wenig erfahren habt - wir Lehrer haben uns darum bemüht! - wird Euch die Erinnerung an die Schulzeit nicht unangenehm sein."
(Ganze Rede unter http:// Verlaub gesagt, und im wissentlichen Verstoß gegen eine Regel dieses Forums:
[...]
Danke,
Kerim
[Anmerkung der Admins:]
Wenn du dir des Verstoßes bewusst bist lass es doch auch. Muss ja nicht sein, dass sich die Bannliste noch bis ins unermeßliche zieht
Bis in 3 Tagen dann...
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Wieso erwähnst Du das in einem Forum und sagst es ihm nicht ins Gesicht? Habe das Gefühl, Du willst Zustimmung von anderen Leuten bekommen und als ein kleiner Revoluzzer dastehen.
Ich habe den [..] nie gehabt, und kann deshalb eigentlich nichts dazu sagen. Aber hier im Forum hinter seinem Rücken ihn als [..] zu bezeichnen zeugt nicht von viel sozialer Kompetenz.
____________________________________________________________________
Ok, keine Ahnung, von was ihr jez redet, aber nochma zu Kerims "rede".
Ich find's klasse, was du das geschrieben hast, denn ich muss sagen, auch wenn ich nich wirklich das, was ich momentan in der Schule lerne, im alltäglichen leben anwenden kann, ich find's trotzdem gut, denn irgendwann, wenn wir garnet mehr dran denken, brauchen wirs, und damnn würden wir ohne dieses Wissen dumm dastehen.
Klar, manche Sachen muss man nich 3x durchnehmen, aber es wird schon irgendeinen Grund haben, dass wir das so oft durchkauen müssen....
Also ich muss sagen, ich find die PSI einfach einsame Klasse, und ich hätt vor Anfang der 7. Klasse [(bzw. erst gegen mitte der 7.)obwohl das jez erst rivchtig doll durchkommt] niemals gedacht, dass es ma so ne klasse schule geben würde......
Riesiges Lob, echt.
Und euch allen (-> Abiturienten) nochma alles, alles gute und nen erfgolgreichen und langen, schönen Lebensweg!!!
[hab das jez zwar net so schön geschrieben wie ihr alle, doch ich denk ma, dass so in etwa rauskommt, was ich sagen wollte!?]