LionsChris
14.01.2003, 17:22
Frankfurter Rundschau vom 14.01.2003
Saison für Penney definitiv zu Ende
FRANKFURT A. M. Die von Lions-Trainer Lance Nethery nach der 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen der Frankfurter bei den Mannheimer Adlern geäußerte Befürchtung, künftig Stürmer Jackson Penney ersetzen zu müssen, hat sich am Montag bewahrheitet. Wegen einer Schultereckgelenk-Sprengung, die sich Penney bei einem fairen Check zuzog, ist die Eishockey-Saison für den Kanadier beendet. Nach Richer und Fitzgerald ist Penney schon der dritte Langzeitverletzte.
Penneys Pech trübte die Freude über den Punktgewinn beim Erzrivalen. Nethery konnte diesmal zufrieden sein mit der Einsatzbereitschaft seines Teams. "Man muss einen mental starken Charakter haben, um von 52 Spielen 50 so wie heute zu machen", kritisierte Nethery die Wankelmütigkeit der Lions-Profis, die am Freitag gegen Nürnberg eine erschütternde Vorstellung gegeben hatten. "Mit einem Sieg am Freitag und dem Punkt in Mannheim wären wir wieder dran gewesen", trauerte Nether der verpassten Chance nach. rs
Frankfurter Neue Presse vom 14.01.03
Nethery ärgert sich maßlos, vielen Spielern ist's egal
Von Michael Löffler
Frankfurt. 14 Spiele warten noch auf die Frankfurt Lions. Danach ist, wahrscheinlich, am 9. März die DEL-Saison am Main zu Ende. Es sei denn, die Löwen verspielen noch ihren Acht-Punkte-Vorsprung gegenüber Ingolstadt und müssen gegen den Abstieg spielen. Oder es geschieht ein Wunder, die Spieler besinnen sich auf ihre Pflichten und fangen an, gegen jeden zu spielen, als wäre es Mannheim oder Kassel und holen den zu den Playoffs fehlenden Rückstand auf. Unwahrscheinlich, zumal Jackson Penney wegen einer Schulterverletzung wahrscheinlich bis Saisonende ausfallen wird.
"Wir haben viele in der Mannschaft, die nicht verstehen, dass Eishockey ihr Job ist", ging Trainer Lance Nethery mit seinen Spielern endlich hart ins Gericht. "Viele verstehen nicht, wie hart in der freien Wirtschaft heutzutage ein Job zu finden ist. Sie sollten dankbar sein, dass sie etwas beherrschen, was sie in der Lage versetzt, nur vier, fünf Stunden am Tag hart zu arbeiten, danach Feierabend zu haben und dabei noch überdurchschnittlich zu verdienen. Was glauben sie eigentlich? Dass sie in den nächsten Jahren Angebote bekommen? Die Konkurrenz hat auch schon längst mitbekommen, was hier los ist."
Der Kanadier gab zu, dass er sich in den Charakteren einiger Spieler täuschte. "Die Mannschaft wird sicher auch mal verlieren, aber immer bis zum Umfallen kämpfen", versprach er bei seinem Amtsantritt den Fans. Wie sehr er irrte. "Ich brauche nur Spieler mit Siegeswillen, die Niederlagen ebenso hassen wie ich." Niederlagen gibt es genügend. Nethery ärgert sich maßlos. Aber die Spieler? Mehr als vier, fünf kaum.
Der inzwischen entlassene Manager Bernie Johnston kaufte die gleiche charakterlose Alt-Herren-Riege wie fast jedes Jahr. Vor der aktuellen Saison sogar mit Absegnung von Nethery. Die Quittung bekommen die Frankfurter jetzt serviert.
Die treuen Fans, die ihr Team gegen Nürnberg ausgepfiffen haben, riefen sehnsüchtig die Namen der einstigen Idole Trevor Erhardt und Toni Forster. "Ich will Leistung sehen. Ohne die bekommt bei mir niemand einen Vertrag", sagt Nethery, der in der nächsten Saison als Trainer oder noch wahrscheinlicher als Manager verantwortlich sein wird. Er verspricht, erfolgshungrige Spieler aus Übersee zu bringen, die mehrere Jahre als Leistungsträger fungieren können. Von starken Deutschen ist aber wieder keine Rede. Aber es sind gerade die Bresagks, die in diesen tristen Lions-Zeiten noch wissen, was Kampfbereitschaft und Vereinstreue bedeuten.
Saison für Penney definitiv zu Ende
FRANKFURT A. M. Die von Lions-Trainer Lance Nethery nach der 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen der Frankfurter bei den Mannheimer Adlern geäußerte Befürchtung, künftig Stürmer Jackson Penney ersetzen zu müssen, hat sich am Montag bewahrheitet. Wegen einer Schultereckgelenk-Sprengung, die sich Penney bei einem fairen Check zuzog, ist die Eishockey-Saison für den Kanadier beendet. Nach Richer und Fitzgerald ist Penney schon der dritte Langzeitverletzte.
Penneys Pech trübte die Freude über den Punktgewinn beim Erzrivalen. Nethery konnte diesmal zufrieden sein mit der Einsatzbereitschaft seines Teams. "Man muss einen mental starken Charakter haben, um von 52 Spielen 50 so wie heute zu machen", kritisierte Nethery die Wankelmütigkeit der Lions-Profis, die am Freitag gegen Nürnberg eine erschütternde Vorstellung gegeben hatten. "Mit einem Sieg am Freitag und dem Punkt in Mannheim wären wir wieder dran gewesen", trauerte Nether der verpassten Chance nach. rs
Frankfurter Neue Presse vom 14.01.03
Nethery ärgert sich maßlos, vielen Spielern ist's egal
Von Michael Löffler
Frankfurt. 14 Spiele warten noch auf die Frankfurt Lions. Danach ist, wahrscheinlich, am 9. März die DEL-Saison am Main zu Ende. Es sei denn, die Löwen verspielen noch ihren Acht-Punkte-Vorsprung gegenüber Ingolstadt und müssen gegen den Abstieg spielen. Oder es geschieht ein Wunder, die Spieler besinnen sich auf ihre Pflichten und fangen an, gegen jeden zu spielen, als wäre es Mannheim oder Kassel und holen den zu den Playoffs fehlenden Rückstand auf. Unwahrscheinlich, zumal Jackson Penney wegen einer Schulterverletzung wahrscheinlich bis Saisonende ausfallen wird.
"Wir haben viele in der Mannschaft, die nicht verstehen, dass Eishockey ihr Job ist", ging Trainer Lance Nethery mit seinen Spielern endlich hart ins Gericht. "Viele verstehen nicht, wie hart in der freien Wirtschaft heutzutage ein Job zu finden ist. Sie sollten dankbar sein, dass sie etwas beherrschen, was sie in der Lage versetzt, nur vier, fünf Stunden am Tag hart zu arbeiten, danach Feierabend zu haben und dabei noch überdurchschnittlich zu verdienen. Was glauben sie eigentlich? Dass sie in den nächsten Jahren Angebote bekommen? Die Konkurrenz hat auch schon längst mitbekommen, was hier los ist."
Der Kanadier gab zu, dass er sich in den Charakteren einiger Spieler täuschte. "Die Mannschaft wird sicher auch mal verlieren, aber immer bis zum Umfallen kämpfen", versprach er bei seinem Amtsantritt den Fans. Wie sehr er irrte. "Ich brauche nur Spieler mit Siegeswillen, die Niederlagen ebenso hassen wie ich." Niederlagen gibt es genügend. Nethery ärgert sich maßlos. Aber die Spieler? Mehr als vier, fünf kaum.
Der inzwischen entlassene Manager Bernie Johnston kaufte die gleiche charakterlose Alt-Herren-Riege wie fast jedes Jahr. Vor der aktuellen Saison sogar mit Absegnung von Nethery. Die Quittung bekommen die Frankfurter jetzt serviert.
Die treuen Fans, die ihr Team gegen Nürnberg ausgepfiffen haben, riefen sehnsüchtig die Namen der einstigen Idole Trevor Erhardt und Toni Forster. "Ich will Leistung sehen. Ohne die bekommt bei mir niemand einen Vertrag", sagt Nethery, der in der nächsten Saison als Trainer oder noch wahrscheinlicher als Manager verantwortlich sein wird. Er verspricht, erfolgshungrige Spieler aus Übersee zu bringen, die mehrere Jahre als Leistungsträger fungieren können. Von starken Deutschen ist aber wieder keine Rede. Aber es sind gerade die Bresagks, die in diesen tristen Lions-Zeiten noch wissen, was Kampfbereitschaft und Vereinstreue bedeuten.