LionsChris
13.01.2003, 16:55
Frankfurter Rundschau vom 13.01.03
Netherys Überraschungscoup verpufft wirkungslos
Auch die Rückkehr von Lions-Stammkeeper Roussel zum Penaltyschießen kann die Niederlage in Mannheim nicht verhindern
Von Reinhard Sogl (Mannheim)
Zum nicht ganz so guten Schluss ist dann doch noch Torhüter Dominic Roussel zu seinem Einsatz gekommen beim Derby zwischen den gastgebenden Mannheimer Adlern und den Frankfurt Lions. Doch der Schachzug von Trainer Lance Nethery, im Penaltyschießen den an einer Nackenverletzung laborierenden Stammtorhüter aufzubieten statt wie zuvor im Spiel Ersatzmann Marc Pethke, glückte nicht. Während Roussel dreimal den Puck aus dem Netz holen musste, wurde Gegenüber Dimitri Pätzold nur von Adams und Francz bezwungen. Todd Hlushko sicherte den Badenern den doch etwas glücklichen 5:4 (0:2, 2:1, 2:1/1:0)-Sieg in dem wieder einmal durchaus ansehnlichen Duell zwischen den beiden Erzrivalen. Dabei erlitt der Frankfurter Jackson Penney eine derart schwere Schulterverletzung, dass ihm nun das vorzeitige Saisonende droht.
Vielleicht sollte Gerd Schröder in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Eishockey-Liga mal anregen, dass mehr als nur je vier Derbys gegen Kassel und Mannheim auf den Spielplan kommen. Jedenfalls ist es erstaunlich, dass die Frankfurt Lions just gegen diese beiden Klubs ihr Leistungsvermögen abzurufen in der Lage sind, derweil Auftritte gegen andere Teams oft jeder Beschreibung spotten. Nach dem erschütternden Auftritt vom Freitag gegen Nürnberg kam die Auswärtsbegegnung im Mannheimer Friedrichspark gestern gerade recht, um die Fans einigermaßen zu versöhnen. Die Lions, die wie ausgewechselt wirkten, hielten gut mit beim Vizemeister.
Dass die Lions ein gleichwertiger Gegner waren, lag nicht zuletzt daran, dass die Gastgeber vor 6400 Zuschauern gleich auf ein ganzes Quintett an hochkarätigem Personal verzichten mussten, darunter die beiden Topscorer Edgerton und Podollan.
Zudem wussten die Adler mit dem von Pethke allzu oft nach vorne abgeprallten Puck selten etwas anzufangen, derweil Marc Fortier eine Unsicherheit von Junioren-Keeper Dimitri Pätzold nutzte zum 2:0. Der Treffer in der 19. Minute fiel in Unterzahl, nachdem Greg Adams in der 16. Minute im Powerplay die Führung erzielt hatte. Der Alterspräsident sorgte auch für die dritte freudige Erregung bei den Frankfurter Fans, als er einen tollen Doppelpass mit Fortier zur 3:2-Führung in der 33. Minute abschloss. Der Konter fiel just in der Drangperiode der technisch und spielerisch überlegenen Badener, die durch Hynes (28.) und Hlushko (32.) zwischenzeitlich ausgeglichen hatten.
Im hart umkämpften Schlussdrittel mobilisierten die Adler noch einmal alle Kräfte und kamen erneut durch Hlushko (52.) und Hynes (54.) zu zwei weiteren Treffern, womit auch das vierte Tor der Lions, durch das Solo von Francz (53.) erzielt, egalisiert war zum 4:4. Dann kam Roussels unglückliches Comeback.
Die Statistik: Tore: 0:1 Snell (15:37), 0:2 Fortier (18:06), 1:2 Hynes (27:36) 2:2 Hlushko (31:41), 2:3 Adams (32:33), 3:3 Hlushko (51:55), 3:4 Francz (52:59), 4:4 Hynes (53:48), 5:4 Hlushko (Penalty). - Schiedsrichter: Chvatal (Waldkraiburg). - Zuschauer: 6400 . - Strafminuten: Mannheim 14 - Frankfurt 12.
Neue Presse vom 13.01.03
Kampfgeist reicht den Lions nicht
4:5 in Mannheim
Mannheim (fnp) Wieder eine Niederlage für die Frankfurt Lions in der Deutschen Eishockey-Niederlage (DEL): Die Hessen zeigten vor 6400 Zuschauer in Mannheim zwar eine hervorragende kämpferische Leistung, musste aber nach dreimaliger Führung am Ende eine unglückliche 4:5 (2:0, 1:2, 1:2, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen hinnehmen.
Für das 4:4 nach regulärer Spielzeit verdienten sich die Lions wenigstens einen Punkt. Die Freude darüber wird jedoch durch die Verletzung von Torjäger Jackson Penney getrübt. Für ihn ist die Saison nach einem unglücklich verlaufenen Zweikampf an der Bande und einer Schultereckgelenksprengung bereits beendet. Verteidiger Snell (in Überzahl) und Fortier mit einem Abstauber brachten die Lions im Eröffnungsdrittel mit 2:0 in Führung. Im Mitteldrittel kamen die ebenfalls ersatzgeschwächten Adler besser ins Spiel, markierten durch Hynes (28.) und vier Minuten später durch Hlushko das 2:2. Adams brachte im Gegenzug die Schützlinge von Trainer Nethery, der drei Mal in Folge mit Mannheim den Meistertitel feierte, mit 3:2 wieder in Führung. Der dramatische Schlagabtausch hielt an. Im Schlussdrittel egalisierte der überragende Hlushko erneut. Die Lions zeigten erneut Moral, schlugen zum zweiten Mal direkt im Gegenzug durch Francz zur 4:3-Führung sieben Minuten vor Schluss zurück. Der Frankfurter Jubel hatte sich kaum gelegt, da markierte Hynes das 4:4. Im Penaltyschießen wechselten die Lions für den zuvor gut parierenden Pethke ihren Stammkeeper Roussel ein – ohne Erfolg. Der Franco-Kanadier musste drei Schüsse passieren lassen, auch den entscheidenden Penalty durch Hlushko. (el)
BILD vom 13.01.03
Lions 4:5!
Torjäger Penney schwer verletzt
Von Antti Soramies
Mannheims Eis-Adler spielen um den Titel, Frankfurts Lions gegen den Abstieg. Im Derby war’s mal wieder nicht zu sehen, die Hessen verloren vor 6400 Fans unglücklich 4:5 (2:0, 1:2, 1:2/0:1) nach Penalty-Schießen. Dazu verletzte sich Jackson Penney am Schultereckgelenk.
Das Malheur schon nach drei Minuten. Der Stürmer kracht nach fairem Racine-Check in die Bande, muss raus. Trainer Lance Nethery: „Wir wissen noch nicht, ob die Bänder in der Schulter gerissen sind, ich fürchte aber, dass Jackson 6 Wochen ausfällt.“ Damit ist für Ihn die Saison gelaufen. Die Adler starteten besser. Zweimal geht Ex-Löwe Vorobjew links durch, passt in die Mitte. Erst scheitert Junker (4.), dann Hynes (6.) an Pethke, der für Roussel (wegen Halswirbelproblemen geschont) in der Kiste steht.
Kein gutes Spiel. Immerhin: Die Lions zeigen, dass sie’s in Überzahl und Unterzahl können. Als Adler Naumenko brummt, trifft Snell nach Adams-Pass zum 1:0 (16.). Als Löwen-Kapitän Stanton draußen schmort, das kuriose 2:0 (18.): Bei Lebeaus Schüsschen bleibt die Scheibe zwischen Pätzolds Schonern hängen. Mannheims Goc will sie rausstochern. Aber sie ist runtergerutscht, liegt plötzlich auf dem Eis. Fortier sagt „danke“, schiebt ein. 400 Löwen-Fans jubeln. Das zweite Drittel kaum besser, aber spannend. Vorobjew „linkt“ die Lions wieder, Hynes trifft zum 2:1 (28.). Hlushko versenkt zum 2:2 (32.). Frankfurt kontert unbeeindruckt: Fortier-Pass, 3:2 durch Adams (33.)
Im Schluss-Drittel endlich Feuer drin. Es wird ruppig, geht Schlag auf Schlag. Hlushko gleicht aus (52.). Frankfurt kontert wieder – 4:3 durch Francz (53.). 4:4 durch Hynes (54.). Penalty-Schießen. Da besorgt Hlushko die Entscheidung.
Netherys Überraschungscoup verpufft wirkungslos
Auch die Rückkehr von Lions-Stammkeeper Roussel zum Penaltyschießen kann die Niederlage in Mannheim nicht verhindern
Von Reinhard Sogl (Mannheim)
Zum nicht ganz so guten Schluss ist dann doch noch Torhüter Dominic Roussel zu seinem Einsatz gekommen beim Derby zwischen den gastgebenden Mannheimer Adlern und den Frankfurt Lions. Doch der Schachzug von Trainer Lance Nethery, im Penaltyschießen den an einer Nackenverletzung laborierenden Stammtorhüter aufzubieten statt wie zuvor im Spiel Ersatzmann Marc Pethke, glückte nicht. Während Roussel dreimal den Puck aus dem Netz holen musste, wurde Gegenüber Dimitri Pätzold nur von Adams und Francz bezwungen. Todd Hlushko sicherte den Badenern den doch etwas glücklichen 5:4 (0:2, 2:1, 2:1/1:0)-Sieg in dem wieder einmal durchaus ansehnlichen Duell zwischen den beiden Erzrivalen. Dabei erlitt der Frankfurter Jackson Penney eine derart schwere Schulterverletzung, dass ihm nun das vorzeitige Saisonende droht.
Vielleicht sollte Gerd Schröder in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Eishockey-Liga mal anregen, dass mehr als nur je vier Derbys gegen Kassel und Mannheim auf den Spielplan kommen. Jedenfalls ist es erstaunlich, dass die Frankfurt Lions just gegen diese beiden Klubs ihr Leistungsvermögen abzurufen in der Lage sind, derweil Auftritte gegen andere Teams oft jeder Beschreibung spotten. Nach dem erschütternden Auftritt vom Freitag gegen Nürnberg kam die Auswärtsbegegnung im Mannheimer Friedrichspark gestern gerade recht, um die Fans einigermaßen zu versöhnen. Die Lions, die wie ausgewechselt wirkten, hielten gut mit beim Vizemeister.
Dass die Lions ein gleichwertiger Gegner waren, lag nicht zuletzt daran, dass die Gastgeber vor 6400 Zuschauern gleich auf ein ganzes Quintett an hochkarätigem Personal verzichten mussten, darunter die beiden Topscorer Edgerton und Podollan.
Zudem wussten die Adler mit dem von Pethke allzu oft nach vorne abgeprallten Puck selten etwas anzufangen, derweil Marc Fortier eine Unsicherheit von Junioren-Keeper Dimitri Pätzold nutzte zum 2:0. Der Treffer in der 19. Minute fiel in Unterzahl, nachdem Greg Adams in der 16. Minute im Powerplay die Führung erzielt hatte. Der Alterspräsident sorgte auch für die dritte freudige Erregung bei den Frankfurter Fans, als er einen tollen Doppelpass mit Fortier zur 3:2-Führung in der 33. Minute abschloss. Der Konter fiel just in der Drangperiode der technisch und spielerisch überlegenen Badener, die durch Hynes (28.) und Hlushko (32.) zwischenzeitlich ausgeglichen hatten.
Im hart umkämpften Schlussdrittel mobilisierten die Adler noch einmal alle Kräfte und kamen erneut durch Hlushko (52.) und Hynes (54.) zu zwei weiteren Treffern, womit auch das vierte Tor der Lions, durch das Solo von Francz (53.) erzielt, egalisiert war zum 4:4. Dann kam Roussels unglückliches Comeback.
Die Statistik: Tore: 0:1 Snell (15:37), 0:2 Fortier (18:06), 1:2 Hynes (27:36) 2:2 Hlushko (31:41), 2:3 Adams (32:33), 3:3 Hlushko (51:55), 3:4 Francz (52:59), 4:4 Hynes (53:48), 5:4 Hlushko (Penalty). - Schiedsrichter: Chvatal (Waldkraiburg). - Zuschauer: 6400 . - Strafminuten: Mannheim 14 - Frankfurt 12.
Neue Presse vom 13.01.03
Kampfgeist reicht den Lions nicht
4:5 in Mannheim
Mannheim (fnp) Wieder eine Niederlage für die Frankfurt Lions in der Deutschen Eishockey-Niederlage (DEL): Die Hessen zeigten vor 6400 Zuschauer in Mannheim zwar eine hervorragende kämpferische Leistung, musste aber nach dreimaliger Führung am Ende eine unglückliche 4:5 (2:0, 1:2, 1:2, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen hinnehmen.
Für das 4:4 nach regulärer Spielzeit verdienten sich die Lions wenigstens einen Punkt. Die Freude darüber wird jedoch durch die Verletzung von Torjäger Jackson Penney getrübt. Für ihn ist die Saison nach einem unglücklich verlaufenen Zweikampf an der Bande und einer Schultereckgelenksprengung bereits beendet. Verteidiger Snell (in Überzahl) und Fortier mit einem Abstauber brachten die Lions im Eröffnungsdrittel mit 2:0 in Führung. Im Mitteldrittel kamen die ebenfalls ersatzgeschwächten Adler besser ins Spiel, markierten durch Hynes (28.) und vier Minuten später durch Hlushko das 2:2. Adams brachte im Gegenzug die Schützlinge von Trainer Nethery, der drei Mal in Folge mit Mannheim den Meistertitel feierte, mit 3:2 wieder in Führung. Der dramatische Schlagabtausch hielt an. Im Schlussdrittel egalisierte der überragende Hlushko erneut. Die Lions zeigten erneut Moral, schlugen zum zweiten Mal direkt im Gegenzug durch Francz zur 4:3-Führung sieben Minuten vor Schluss zurück. Der Frankfurter Jubel hatte sich kaum gelegt, da markierte Hynes das 4:4. Im Penaltyschießen wechselten die Lions für den zuvor gut parierenden Pethke ihren Stammkeeper Roussel ein – ohne Erfolg. Der Franco-Kanadier musste drei Schüsse passieren lassen, auch den entscheidenden Penalty durch Hlushko. (el)
BILD vom 13.01.03
Lions 4:5!
Torjäger Penney schwer verletzt
Von Antti Soramies
Mannheims Eis-Adler spielen um den Titel, Frankfurts Lions gegen den Abstieg. Im Derby war’s mal wieder nicht zu sehen, die Hessen verloren vor 6400 Fans unglücklich 4:5 (2:0, 1:2, 1:2/0:1) nach Penalty-Schießen. Dazu verletzte sich Jackson Penney am Schultereckgelenk.
Das Malheur schon nach drei Minuten. Der Stürmer kracht nach fairem Racine-Check in die Bande, muss raus. Trainer Lance Nethery: „Wir wissen noch nicht, ob die Bänder in der Schulter gerissen sind, ich fürchte aber, dass Jackson 6 Wochen ausfällt.“ Damit ist für Ihn die Saison gelaufen. Die Adler starteten besser. Zweimal geht Ex-Löwe Vorobjew links durch, passt in die Mitte. Erst scheitert Junker (4.), dann Hynes (6.) an Pethke, der für Roussel (wegen Halswirbelproblemen geschont) in der Kiste steht.
Kein gutes Spiel. Immerhin: Die Lions zeigen, dass sie’s in Überzahl und Unterzahl können. Als Adler Naumenko brummt, trifft Snell nach Adams-Pass zum 1:0 (16.). Als Löwen-Kapitän Stanton draußen schmort, das kuriose 2:0 (18.): Bei Lebeaus Schüsschen bleibt die Scheibe zwischen Pätzolds Schonern hängen. Mannheims Goc will sie rausstochern. Aber sie ist runtergerutscht, liegt plötzlich auf dem Eis. Fortier sagt „danke“, schiebt ein. 400 Löwen-Fans jubeln. Das zweite Drittel kaum besser, aber spannend. Vorobjew „linkt“ die Lions wieder, Hynes trifft zum 2:1 (28.). Hlushko versenkt zum 2:2 (32.). Frankfurt kontert unbeeindruckt: Fortier-Pass, 3:2 durch Adams (33.)
Im Schluss-Drittel endlich Feuer drin. Es wird ruppig, geht Schlag auf Schlag. Hlushko gleicht aus (52.). Frankfurt kontert wieder – 4:3 durch Francz (53.). 4:4 durch Hynes (54.). Penalty-Schießen. Da besorgt Hlushko die Entscheidung.