LionsChris
13.01.2003, 16:53
Frankfurter Rundschau vom 11.01.03
Von den eigenen Fans verhöhnt
Lustlose Frankfurt Lions werden von den Nürnberg Ice Tigers vorgeführt
Von Matthias Kittmann
Es dürfte eine der letzten großen Herausforderungen der Sozialwissenschaften in diesem Jahrzehnt sein zu ergründen, warum eine Mannschaft wie die der Frankfurt Lions derart unfähig ist, Eishockey zu spielen. Und das schon seit drei Jahren. Neben zahlreichen Aspekten wäre vor allem interessant herauszufinden, was in einer Gruppe von rund 22 Männern vor geht, die eine Leistung wie am gestrigen Abend gegen die Nürnberger Ice Tigers beim 2:4 (0:2, 0:1, 2:1) abliefert.
Nicht dass die Erwartungen an die Mannschaft zu einem Zeitpunkt, da die Chancen auf das Erreichen der Play-off-Runde nur noch theoretischer Natur sind, besonders hoch wären. Aber 5300 zahlende Zuschauer konnten eigentlich schon erwarten, dass diese Mannschaft dennoch versucht, ein gutes Spiel abzuliefern. Vielleicht einfach nur, um den Fans ein wenig Unterhaltung und Zerstreuung zu bieten. Einmal ganz davon abgesehen, dass es ja wohl selbst nicht all zu viel Spaß macht, sich in eigener Halle vorführen zu lassen. Und das auch noch von einem Gegner, der zumindest quantitativ nicht gerade übermächtig erschien. Gerade mal 14 Feldspieler brachten die Nürnberger noch auf den Spielberichtsbogen und dennoch waren die Franken den Lions überlegen.
Kein Passspiel, kein Tempo, kein Druck, keine Emotion, ja die Frankfurter wirkten regelrecht desinteressiert. Nichts, aber auch nichts von dem, was Eishockey ausmacht, konnten oder wollten die Lions bieten. Das erste Drittel rutschte ihnen wie Sand durch die Hände. Nürnberg hatte mit den Lions-Angriffen wenig Mühe und kam gleichzeitig zu leicht in die Frankfurter Verteidigungszone. Ein durchdachter Pass vor das Lions-Tor und schon stand es nach acht Minuten 0:1 durch Terry Yake. Beim 0:2 wurden die Lions geradezu am goldenen Nasenring vorgeführt. Der Nürnberger Thomas Schinko kreiselte um das Frankfurter Tor wie bei einer Gala und ließ den Gegner schwindelig zurück. Vitalij Aab war es vorbehalten, diese schöne Vorstellung abzuschließen.
Gipfel der Publikumsverhöhnung war ein fünfminütiges Powerplay zu Beginn des zweiten Abschnitts, als die Lions erst zwei Minuten nichts zustande brachten, dann selbst noch eine Strafe kassierten und schließlich, als sie wieder für noch eine Minute in Überzahl waren, prompt das 0:3 durch Marc Savard (25.) zuließen.
Das brachte für die Zuschauer das Fass zum Überlaufen. Sie verhöhnten die Spieler, in dem sie die Helden vergangener Tage hochleben ließen und sangen: "Wir haben die Schnauze voll." Als verbitterten Finalakt dieser Parade der Enttäuschten warf ein Fan demonstrativ sein Trikot über die Bande.
Dabei kam es zum Ende noch fast zu einer kuriosen Verdrehung der Ereignisse, als die Lions aus dem Nichts in den beiden Schlussminuten zwei Tore erzielten, mit den keiner inklusive ihnen selbst gerechnet hatte. Bezeichnenderweise führte dies in keiner Weise zu einem Stimmungsumschwung in der Halle. Die Fans quittierten diese Treffer mit einem gellenden Pfeifkonzert, weil sie dies als billige Effektheischerei empfanden.
Die Frage aber, was in dieser Mannschaft eigentlich vorgeht, könnte einen ganzen Wissenschaftlerstab binden.
Die Statistik:
Tore: 0:1 Yake (7:27), 0:2 Aab (17:52), 0:3 Savard (24:35), 1:3 Snell (57:54), 2:3 Adams (58:21), 2:4 Yake (59:50). - Schiedsrichter: Schütz (Moers). - Zuschauer: 5300. - Strafminuten: Frankfurt 16 - Nürnberg 17 plus Spieldauerdisziplinar (Jiranek).
Neue Presse vom 11.01.2003
Pfiffe für die erbärmlichen Lions
Nur 2:4 gegen Nürnberg Ice Tigers
Frankfurt (fnp) Nun ist wohl auch dem größten Optimisten klar, dass die Frankfurt Lions in den Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nichts verloren haben. Das gestrige 2:4 (0:2, 0:1, 2:1) gegen die Nürnberg Ice Tigers dokumentierte dies bestens. 20 Frankfurter Feldspieler taten das, was sie können: Sie kämpften. 13 Franken, mehr hatten die Nürnberger nach der Spieldauerdisziplinarstrafe von Jiranek (20.) nicht mehr zu Verfügung, taten auch das, was sie können: Sie spielten Eishockey.
Die Tiger wirbelten die gegnerische Abwehr gehörig durcheinander. Nach einer tollen Kombination mit Luongo und Anderson erzielte Yake das 0:1 (8). Beim 0:2 schauten alle Frankfurter zu, wie Schinko ungehindert seine Kringel drehte, um dann den frei stehenden Aab zu finden (18.). Das 0:3 erzielten die Gäste gar in Unterzahl. Savards Schuss von der blauen Linie ließ Torwart Pethke unter der Fanghand ins Netz gleiten (25.). Es war erbärmlich, was die Frankfurter in der Folgezeit boten. Da platzte selbst den treuen 5300 Fans der Kragen. Das Pfeifkonzert wurde nur unterbrochen, um die Namen der Frankfurter Eishockey-Idole Trevor Erhardt und Toni Forster zu skandieren.
Im Schlussdrittel wurden den Löwen endgültig die Zähne gezogen. Die kleine Tiger-Horde verlegte sich nur noch aufs Halten des Sieges, was zu 18 langweiligen Minuten führte. Dann verkürzten Snell und Adams auf 2:3, was die Zuschauer allerdings auch mit Pfiffen quittierten. Als Pethke das Eis verließ, um einem sechsten Feldspieler Platz zu machen, sorgte Yake mit dem 4:2 für den sechsten Nürnberger Sieg in Frankfurt in Folge. Am Sonntag gastieren die Lions in Mannheim. (löf)
Offenbach Post vom 11.01.2003
Pfeifkonzert gegen hilflose Lions
Frankfurt (jowi) In dieser Verfassung werden die Frankfurt Lions in der nächsten Saison nicht mehr dem Eishockey-Oberhaus angehören. Nach der fünften Heimpleite in Folge gegen Angstgegner Nürnberg Ice Tigers mit 2:4 (0:2, 0:1, 2:1) rückt die Versetzung in die Zweite Liga näher. Vor 5300 tief enttäuschten Zuschauern zeigten die Gastgeber erneut Eishockey zum Abgewöhnen, werden in dieser Verfassung am Sonntag bei den Mannheim Adler mit Sicherheit keinen Blumentopf gewinnen.
Obwohl die Gäste mit nur 14 Feldspielern antraten, konnten die Nethery-Schützlinge die numerische Überlegenheit nicht ausnutzen. Fast hilflos wirkten die Angriffsversuche der oft sogar in Überzahl spielenden Hessen.
Bereits nach acht Minuten überwand Yake erstmals Ersatzkeeper Marc Pethke. Zwei Minuten vor Ende des Eröffnungsdrittels erhöhte Aab bereits zum 0:2. Selbst eine Fünf-Minuten-Strafe gegen Jiranek, der Dunham zuvor schwer gefoult und am Bein verletzt hatte, brachte zu Beginn des Mitteldrittels nicht die sehnlichst erhoffte Wende für die Gastgeber.
Im Gegenteil: Die Lions verloren total den Faden, ließen auch den Biss vermissen und wurden von den Zuschauern gnadenlos ausgepfiffen. Als Savard nach 25 Minuten das 3:0 markierte, höhnten die mitgereisten Nürnberger Fans: "Frankfurt, nächstes Jahr zweite Liga."
Zwei Minuten vor Schluss wachten die Lions kurzfristig auf und verkürzten innerhalb von 27 Sekunden durch Snell und Adams zum 2:3 - zu spät. Als Pethke vom Eis ging, markierte wiederum Yake die Entscheidung.
Lions - Ice Tigers 2:4 (0:2, 0:1, 2:1) - Schiedsrichter: Schütz (Moers) - Zuschauer: 5300 - Tore: 0:1 Yake (7:27), 0:2 Aab (17:52), 0:3 Savard (24:35), 1:3 Snell (57:54), 2:3 Adams (58:21), 2:4 Yake (59:50) - Strafminuten: Frankfurt 16 - Nürnberg 17 plus Spieldauer-Disziplinarstrafe Jiranek
BILD vom 11.01.2003
2:4 Eis-Löwen drohen die K.-o.-Spiele
von Jochen Gadmann
Warum gehen 5300 Zuschauer zum DEL-Spiel der Frankfurter Eis-Löwen gegen die Nürnberg icetigers? Jedefalls nicht, weil sie glaueben dass sie einen Sieg zu sehen bekommen. Es muß was anderes sein.
Was es auch ist: gestrern durften sie der fünften Heimpleite gegen Nürnberger in Folge beiwohnen - 2:4 (0:2, 0:1, 2:1).
Der5 Play-off-Wunder-Traum ist ausgeträumt. Die Profis sollten sich mit den Abstiegsmodalitäten vertraut machen. Der Modus ist einzigartig: Der Tabellenletzte und der Vorletzte spielen in der Relegationsrunde (best of five - klingt lustig in diesem Zusammenhang) den einzigen Absteiger aus. Aber so weit ist es ja noch nicht.
Gestern lagen die Eis-Löwen nach Abwehrpatzern durch Yake (8.) 0:1 hinten. Aab traf zum 2:0 (18.) Nürnbrgs Stürmer Jiranek haut Frankfurts Dunham von hinten um und erhält eine 5 Minuten und eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Dunham wird am Bein verletzt rausgetragen. Nürnbergs Savard erhöht auf 3:0 (25.). Udn die 500 mitgereisten Ice-Tiges-Fans singen: Zweite Liga, Frankfurt ist dabei.
Dann reicht es auch den Löwen-Anhängern. Erste Pfiffe. Im dritten Drittel haben sie auch einen Text parat: "So eine Scheiße habven wir nicht verdient.!
Sehen die Eis-Cracks wohl genauso. innerhalb von 27 Sekunden treffen Snell und Adams zum 2:3. Noch 99 Sekunden zum Ausgleich. Klappt nicht. Dafür trifft Yake zehn Sekunden vor Schlu´ß zum 4:2 ins leere Löwen-Tor.
Die Fans gehen verärgert nach Hause. Aber sie kommen wieder Warum? Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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[Editiert durch LionsChris ein Montag, Januar 13, 2003 @ ][/size]
Von den eigenen Fans verhöhnt
Lustlose Frankfurt Lions werden von den Nürnberg Ice Tigers vorgeführt
Von Matthias Kittmann
Es dürfte eine der letzten großen Herausforderungen der Sozialwissenschaften in diesem Jahrzehnt sein zu ergründen, warum eine Mannschaft wie die der Frankfurt Lions derart unfähig ist, Eishockey zu spielen. Und das schon seit drei Jahren. Neben zahlreichen Aspekten wäre vor allem interessant herauszufinden, was in einer Gruppe von rund 22 Männern vor geht, die eine Leistung wie am gestrigen Abend gegen die Nürnberger Ice Tigers beim 2:4 (0:2, 0:1, 2:1) abliefert.
Nicht dass die Erwartungen an die Mannschaft zu einem Zeitpunkt, da die Chancen auf das Erreichen der Play-off-Runde nur noch theoretischer Natur sind, besonders hoch wären. Aber 5300 zahlende Zuschauer konnten eigentlich schon erwarten, dass diese Mannschaft dennoch versucht, ein gutes Spiel abzuliefern. Vielleicht einfach nur, um den Fans ein wenig Unterhaltung und Zerstreuung zu bieten. Einmal ganz davon abgesehen, dass es ja wohl selbst nicht all zu viel Spaß macht, sich in eigener Halle vorführen zu lassen. Und das auch noch von einem Gegner, der zumindest quantitativ nicht gerade übermächtig erschien. Gerade mal 14 Feldspieler brachten die Nürnberger noch auf den Spielberichtsbogen und dennoch waren die Franken den Lions überlegen.
Kein Passspiel, kein Tempo, kein Druck, keine Emotion, ja die Frankfurter wirkten regelrecht desinteressiert. Nichts, aber auch nichts von dem, was Eishockey ausmacht, konnten oder wollten die Lions bieten. Das erste Drittel rutschte ihnen wie Sand durch die Hände. Nürnberg hatte mit den Lions-Angriffen wenig Mühe und kam gleichzeitig zu leicht in die Frankfurter Verteidigungszone. Ein durchdachter Pass vor das Lions-Tor und schon stand es nach acht Minuten 0:1 durch Terry Yake. Beim 0:2 wurden die Lions geradezu am goldenen Nasenring vorgeführt. Der Nürnberger Thomas Schinko kreiselte um das Frankfurter Tor wie bei einer Gala und ließ den Gegner schwindelig zurück. Vitalij Aab war es vorbehalten, diese schöne Vorstellung abzuschließen.
Gipfel der Publikumsverhöhnung war ein fünfminütiges Powerplay zu Beginn des zweiten Abschnitts, als die Lions erst zwei Minuten nichts zustande brachten, dann selbst noch eine Strafe kassierten und schließlich, als sie wieder für noch eine Minute in Überzahl waren, prompt das 0:3 durch Marc Savard (25.) zuließen.
Das brachte für die Zuschauer das Fass zum Überlaufen. Sie verhöhnten die Spieler, in dem sie die Helden vergangener Tage hochleben ließen und sangen: "Wir haben die Schnauze voll." Als verbitterten Finalakt dieser Parade der Enttäuschten warf ein Fan demonstrativ sein Trikot über die Bande.
Dabei kam es zum Ende noch fast zu einer kuriosen Verdrehung der Ereignisse, als die Lions aus dem Nichts in den beiden Schlussminuten zwei Tore erzielten, mit den keiner inklusive ihnen selbst gerechnet hatte. Bezeichnenderweise führte dies in keiner Weise zu einem Stimmungsumschwung in der Halle. Die Fans quittierten diese Treffer mit einem gellenden Pfeifkonzert, weil sie dies als billige Effektheischerei empfanden.
Die Frage aber, was in dieser Mannschaft eigentlich vorgeht, könnte einen ganzen Wissenschaftlerstab binden.
Die Statistik:
Tore: 0:1 Yake (7:27), 0:2 Aab (17:52), 0:3 Savard (24:35), 1:3 Snell (57:54), 2:3 Adams (58:21), 2:4 Yake (59:50). - Schiedsrichter: Schütz (Moers). - Zuschauer: 5300. - Strafminuten: Frankfurt 16 - Nürnberg 17 plus Spieldauerdisziplinar (Jiranek).
Neue Presse vom 11.01.2003
Pfiffe für die erbärmlichen Lions
Nur 2:4 gegen Nürnberg Ice Tigers
Frankfurt (fnp) Nun ist wohl auch dem größten Optimisten klar, dass die Frankfurt Lions in den Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nichts verloren haben. Das gestrige 2:4 (0:2, 0:1, 2:1) gegen die Nürnberg Ice Tigers dokumentierte dies bestens. 20 Frankfurter Feldspieler taten das, was sie können: Sie kämpften. 13 Franken, mehr hatten die Nürnberger nach der Spieldauerdisziplinarstrafe von Jiranek (20.) nicht mehr zu Verfügung, taten auch das, was sie können: Sie spielten Eishockey.
Die Tiger wirbelten die gegnerische Abwehr gehörig durcheinander. Nach einer tollen Kombination mit Luongo und Anderson erzielte Yake das 0:1 (8). Beim 0:2 schauten alle Frankfurter zu, wie Schinko ungehindert seine Kringel drehte, um dann den frei stehenden Aab zu finden (18.). Das 0:3 erzielten die Gäste gar in Unterzahl. Savards Schuss von der blauen Linie ließ Torwart Pethke unter der Fanghand ins Netz gleiten (25.). Es war erbärmlich, was die Frankfurter in der Folgezeit boten. Da platzte selbst den treuen 5300 Fans der Kragen. Das Pfeifkonzert wurde nur unterbrochen, um die Namen der Frankfurter Eishockey-Idole Trevor Erhardt und Toni Forster zu skandieren.
Im Schlussdrittel wurden den Löwen endgültig die Zähne gezogen. Die kleine Tiger-Horde verlegte sich nur noch aufs Halten des Sieges, was zu 18 langweiligen Minuten führte. Dann verkürzten Snell und Adams auf 2:3, was die Zuschauer allerdings auch mit Pfiffen quittierten. Als Pethke das Eis verließ, um einem sechsten Feldspieler Platz zu machen, sorgte Yake mit dem 4:2 für den sechsten Nürnberger Sieg in Frankfurt in Folge. Am Sonntag gastieren die Lions in Mannheim. (löf)
Offenbach Post vom 11.01.2003
Pfeifkonzert gegen hilflose Lions
Frankfurt (jowi) In dieser Verfassung werden die Frankfurt Lions in der nächsten Saison nicht mehr dem Eishockey-Oberhaus angehören. Nach der fünften Heimpleite in Folge gegen Angstgegner Nürnberg Ice Tigers mit 2:4 (0:2, 0:1, 2:1) rückt die Versetzung in die Zweite Liga näher. Vor 5300 tief enttäuschten Zuschauern zeigten die Gastgeber erneut Eishockey zum Abgewöhnen, werden in dieser Verfassung am Sonntag bei den Mannheim Adler mit Sicherheit keinen Blumentopf gewinnen.
Obwohl die Gäste mit nur 14 Feldspielern antraten, konnten die Nethery-Schützlinge die numerische Überlegenheit nicht ausnutzen. Fast hilflos wirkten die Angriffsversuche der oft sogar in Überzahl spielenden Hessen.
Bereits nach acht Minuten überwand Yake erstmals Ersatzkeeper Marc Pethke. Zwei Minuten vor Ende des Eröffnungsdrittels erhöhte Aab bereits zum 0:2. Selbst eine Fünf-Minuten-Strafe gegen Jiranek, der Dunham zuvor schwer gefoult und am Bein verletzt hatte, brachte zu Beginn des Mitteldrittels nicht die sehnlichst erhoffte Wende für die Gastgeber.
Im Gegenteil: Die Lions verloren total den Faden, ließen auch den Biss vermissen und wurden von den Zuschauern gnadenlos ausgepfiffen. Als Savard nach 25 Minuten das 3:0 markierte, höhnten die mitgereisten Nürnberger Fans: "Frankfurt, nächstes Jahr zweite Liga."
Zwei Minuten vor Schluss wachten die Lions kurzfristig auf und verkürzten innerhalb von 27 Sekunden durch Snell und Adams zum 2:3 - zu spät. Als Pethke vom Eis ging, markierte wiederum Yake die Entscheidung.
Lions - Ice Tigers 2:4 (0:2, 0:1, 2:1) - Schiedsrichter: Schütz (Moers) - Zuschauer: 5300 - Tore: 0:1 Yake (7:27), 0:2 Aab (17:52), 0:3 Savard (24:35), 1:3 Snell (57:54), 2:3 Adams (58:21), 2:4 Yake (59:50) - Strafminuten: Frankfurt 16 - Nürnberg 17 plus Spieldauer-Disziplinarstrafe Jiranek
BILD vom 11.01.2003
2:4 Eis-Löwen drohen die K.-o.-Spiele
von Jochen Gadmann
Warum gehen 5300 Zuschauer zum DEL-Spiel der Frankfurter Eis-Löwen gegen die Nürnberg icetigers? Jedefalls nicht, weil sie glaueben dass sie einen Sieg zu sehen bekommen. Es muß was anderes sein.
Was es auch ist: gestrern durften sie der fünften Heimpleite gegen Nürnberger in Folge beiwohnen - 2:4 (0:2, 0:1, 2:1).
Der5 Play-off-Wunder-Traum ist ausgeträumt. Die Profis sollten sich mit den Abstiegsmodalitäten vertraut machen. Der Modus ist einzigartig: Der Tabellenletzte und der Vorletzte spielen in der Relegationsrunde (best of five - klingt lustig in diesem Zusammenhang) den einzigen Absteiger aus. Aber so weit ist es ja noch nicht.
Gestern lagen die Eis-Löwen nach Abwehrpatzern durch Yake (8.) 0:1 hinten. Aab traf zum 2:0 (18.) Nürnbrgs Stürmer Jiranek haut Frankfurts Dunham von hinten um und erhält eine 5 Minuten und eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Dunham wird am Bein verletzt rausgetragen. Nürnbergs Savard erhöht auf 3:0 (25.). Udn die 500 mitgereisten Ice-Tiges-Fans singen: Zweite Liga, Frankfurt ist dabei.
Dann reicht es auch den Löwen-Anhängern. Erste Pfiffe. Im dritten Drittel haben sie auch einen Text parat: "So eine Scheiße habven wir nicht verdient.!
Sehen die Eis-Cracks wohl genauso. innerhalb von 27 Sekunden treffen Snell und Adams zum 2:3. Noch 99 Sekunden zum Ausgleich. Klappt nicht. Dafür trifft Yake zehn Sekunden vor Schlu´ß zum 4:2 ins leere Löwen-Tor.
Die Fans gehen verärgert nach Hause. Aber sie kommen wieder Warum? Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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[Editiert durch LionsChris ein Montag, Januar 13, 2003 @ ][/size]