Vollständige Version anzeigen: Proben - Pfadfinder - BdP Stamm Pegasus - Das Forum
Hallöle.
Da ich viel Zeit zum Meditieren hatte, habe ich diese auch genutzt und
über so einiges nachgedacht. Neben diversen persönlichen Geschichten aus
der Gründerzeit :rolleyes: auch über so einiges Konzeptionelles.
Dazu meine Frage: Sind Proben und die damit verbundenen Abzeichen immer
noch so verpönt?
Ich könnte sie mir in der Pfadistufe wieder ganz gut vorstellen aber mit
einigen Eckpunkten, um ihnen einen gewissen Mief zu nehmen:
-es gibt so dermaßen viele, dass KEINER alle schaffen kann; ergo dass Ziel
entsteht auch gar nicht=weniger Leitstungsdruck
-Abzeichen max. drei plus 2 (also 5 glaub ich)
==> Erklärung: Abzeichen gibt es in zwei Farben, z.b. weiß für die bloße
Probe ohne Funktion, Rot (zwei) für offiziell übernommene
Verantwortung
-es gibt Proben in allen Schwierigkeitsstufen, dass wird aber niemanden
auf die Nase gebunden; so hat wirklich jeder die Chance, seine Tracht
mit den max. drei weißen Abzeichen zu bestücken ergo: Vermeiden von
Leistungsdruck
-breites Spektrum, für jeden ist was dabei
-jeder hat ein Probenheftchen
-die Inhalte werden durch ein Tutorensystem vermittelt, ältere Pfadfinder
geben Wissen und Anregungen an jüngere weiter; eigentliche Prüfung
findet durch Gremium statt (Sippenführer+Tutor+Mitglied einer anderen
Sippe, welches dieses Abzeichen schon hat)
-... (hab ich wieder vergessen)
:D
Beispiele:
-Techniker (Computer, Strom, gefahren elektr. Strom, Lagertechnik...)
-Chronist (Amt)
-Erste Hilfe
-Ersthelfer (Ansprechpartner in EH Fragen, etwas fitter noch, Amt)
-Schlichter (Schlichtermodell diverser Schulen, Amt)
-Entertainer (Erzähler, Witzbold, Musikus...)
-Manager (organisation von Aktionen, Fahrten, Lagern)
-Naturkundler
-Astronom
-Astrologe
-Architekt (Bau/ Planung/ Durchführung von Jurtenburgen, Türmen, Brücken)
-Zocker (Mau Mau, Schach, Skat, Poker, Doppelkopf...)
-Rettungsschwimmer
-Schneider
-viele viele mehr, aber ich will ja nicht gleich das längste Posting in
der Forengeschichte schreiben
tja Leute, das waren so einige meiner Gedanken zum Thema, gebt mal Euren
Senef dazu, bin mal gespannt.
Zu meiner Zeit war dieses Thema total verpönt. Ich kann mir aber
vorstellen, dass in ein Zeitgemäßes Konzept zu wickeln.
Cu
Michael
Hoi Michael,
bevor ich mich über das Thema genauso exzessiv auslasse wie du, würde ich dich doch gerne mal wieder live sehen ;-)
Daher sieh dich mal auf unserem Osterfeuer am Ostersonntagabend als eingeladen an (frag nicht wo, irgendwo in Winternam......gib mir deine Email-Adresse, und ich schick dir die Wegbeschreibung zu).
Fänds klasse, mal wieder ein paar Worte mit dir zu wechseln!
Gruß aus Maastricht,
Würzi
klasse,
meine E-Mail Adresse ist auf dem board aber ich schick Dir gern noch ne
PN.
Wenn dass keine Alternative zu dem Feuer ist, welches ich eigentlich
besuchen wollte.
CU
Michael
Hi,
also erstmal find ich das Klasse, dass sich mal wieder was auf dem Forum tut und dann noch mal was richtig produktives…
Ich denke das mit den Proben ist eine gute Sache. Die könnten vielleicht mal wieder ein bisschen was im Stamm anregen, was seit geraumer Zeit am Einschlafen ist, mal ganz abgesehen vom Spaßfaktor, der damit verbunden sein kann.
Dein Konzept klingt auch sehr gut. Was ich vielleicht noch ändern würde ist das mit den Abzeichen. Das klingt so ein bisschen nach Rangabzeichen und ich denke das führt einen wieder zu dem erwähnten Mief und passt auch überhaupt nicht zu uns. Also würde ich Logos/Symbole vorschlagen, von denen man die drei trägt, in deren Bereichen man am besten ist.
Wenn man das ganze ein bisschen rollenspielmäßig aufzieht, haben da bestimmt viele aus dem Stamm noch viel mehr Spaß an der Sache. Ich stell mir das so vor, dass man in allen Kategorien seine Talentpunkte verbessern kann. Aufgrund des breiten Spektrums kann sich dabei jeder auf seine eigenen Bereiche konzentrieren. Ab einem gewissen Grad, kann man das entsprechende Symbol für diesen Bereich tragen und im Weiteren, die drei Symbole seiner besten Talentwerte. Wer tatsächlich ein Amt übernimmt, könnte ja vielleicht einen roten Rand oder so was bekommen.
Das mit den Symbolen hätte außerdem den Vorteil, dass man immer weiß, wen man ansprechen muss, wenn das Feuer mal wieder nicht angeht, der abgerissene Hosenknopf einen in verfängliche Situationen bringt oder einem mal wieder so ein CS-Zocker ein Kohtenkreuz an den Kopf geworfen hat.
Hier noch ein paar Vorschläge:
- Koch (kulinarische Genüsse auch auf Fahrt und Lager, Waldläufer-Food, …)
- Zeremonienmeister (Tschai, Geschichten, Bräuche, Taufen, Symbolik, …)
- Kassenwart (Amt, Abrechnung von Fahrten und Lagern, …)
- Scoutist (Bünde, Internationales, „andere“ Pfadfinder, …)
- Pyrotechniker (Lagerfeuer, Kerzen, Feuerspucken, Sicherheit, …)
- Materialwart
- Präsentor (Presse, Berichte, Werbung, Darstellungen, Stammeszeitung …)
- Kommunikator (Morsen, Flaggen, Waldläuferzeichen, Telefon, …)
- Spielemeister (Lückenfüller, Spielekoffer, Spieletage, Geländespiele, …)
- die gehören auf jeden Fall noch dazu, bin mal gespannt, was noch ergänzt wird…
Wichtig wäre tatsächlich, dass das ganze als Spaßsache aufgezogen wird und sehr locker und gemütlich angegangen wird. Und dass wirklich jeder eine Chance bekommt für seine Kategorie.
Gute Sache, Sheriff, wenn du noch mehr Ideen hast halt sie bloß nicht zurück. Wenn die Probensache irgendwie umsetzungsreif ist, bin ich sofort mit dabei.
Ist am Osterfeuer noch was dazu rumgekommen? – hab ich leider nicht mitbekommen.
Bist du eigentlich noch irgendwie im Bereich tätig?
So, jetzt muss gut sein, bis denn
BART
:prost:
Hi Bart,
ich mach außer mir Ideen aus dem Kopf zu drücken momentan
gar nichts in dem Bereich, also Pfadfinderei auf rein
platonischer Ebene :D
Das mit den Talentpunkten riecht zwar ganz dolle nach DSA,
aber ich habe mich auch schon mit diesem Gedanken befasst.
Bin mitlerweile übrigens bei ca. 40 Proben :rolleyes:
Diese müssten wohl noch präzise ausgearbeitet werden.
Ich fürchte, im ersten Begeisterungsansturm sind da nämlich
die einen oder anderen hammerharten Dinger bei; andererseits
hätte man für jede Altersklasse was dabei ...
Wie wäre es mit einem Workshop zu diesem Thema?
Gibt es da noch mehr Inreressenten?
So drei bis fünf Leute sollten sich schon für sowas
erwärmen.
Man könnte sich übrigens auch mal die Prüfungen der
US-amerikanischen Scouts anschauen, wenn man da ran kommt.
Hab als abschreckendes Beispiel mal eine DPSG Probenordnung
aus den 50er 60er Jahren runtergeladen eifach mal um die
ganze Sache abzugrenzen.
CU
Michael
Hoiho,
ich kenn mich mit DSA nicht so richtig aus, aber so eine Anlehnung an Rollenspiele wäre glaub ich wie gesagt echt nicht schlecht. Ich wollte auch demnächst vielleicht mal bei einer Rollenspiel-Gruppe vorbeischaun. Vielleicht findet sich da ja noch ne Idee.
An die amerikanischen Pfadfinder musste ich auch schon denken. Vielleicht kann ja Würzi da was herausfinden.
Ich werd mir mal bei Gelegenheit auch noch weiter Proben ausdenken. Wenn sich da noch bald jemand findet, kann man so was vielleicht bis zur Sommerfahrt fertig ausgearbeitet haben. Das wäre bestimmt schon mal eine gute Gelegenheit um damit einzusteigen. Allerdings wäre ein Statement des Stammesrates zu diesem Thema noch wichtig. Also, Stammesrat: Was haltet ihr davon?
Bis dann
BART
:prost:
Ahoi allerseits,
ja, auch ich möchte mich mal zu dem thema hier äußern. ihr habt ja inzwischen bereits einiges an gedankengut angehäuft, was kritisiert werden will :D
Ich muss gestehen, dass ich von solchen proben generell nicht all zu viel halte. zumindest nicht in einer all zu formalisierten form. Das liegt mitunter daran, dass ich das konzept damals in amerika schon in action gesehen habe. und das war alles andere als beeindruckend. gelinde ausgedrückt fand ich es eher erbärmlich, und würde hier unser image als "durch den wald laufende grüne männchen die feuer machen" eher intensivieren. zumindest in der art und weise, wie es dort üblich war.
ich will mich dem thema aber auf keinen fall verschließen, weil ich definitiv denke, dass unser stamm wahnsinnig an qualität verloren hat, was die pfadfindertechniken angeht. an ausbildung an sich hab ich nichts auszusetzen. schließlich muss man ja irgendwas an den pfadi bringen. aber proben hören sich für mich nach totalem mittelalter an.
wenn man die ganze sache modern genug rüberbringt (es vielleicht nicht unbedingt proben nennt), und dabei rücksicht auf alle nimmt, wäre es in jedem falle eine interessante sache.
vielleicht könnte man sowas auch in form von workshops oder ausbildungswochenenden veranstalten. da wären einerseits die kurse vom landesverband (die wir auf keinenfall als schlecht abtun sollten), und eventuell eigene wochenenden.
soviel von meinem senf.
kritik ist erwünscht.
der würzi
"Beitrag vom Dienstag, April 29, 2003 @ 01:07
soviel von meinem senf.
kritik ist erwünscht.
der würzi "
-Dat kannse haben :D :D :D
"Ich muss gestehen, dass ich von solchen proben generell nicht all zu viel
halte. zumindest nicht in einer all zu formalisierten form."
-ich denke aber doch, hier sind festgelegte Regeln immens wichtig. Die
Leute brauchen einen Rahmen in dem sie sich bewegen und einen Leitfaden,
an dem sie sich orientieren können
"Das liegt
mitunter daran, dass ich das konzept damals in amerika schon in action
gesehen habe. und das war alles andere als beeindruckend. gelinde
ausgedrückt fand ich es eher erbärmlich, und würde hier unser image als
"durch den wald laufende grüne männchen die feuer machen" eher
intensivieren. "
-nun, zum einen kann man sich zur gleichen Sache ein völlig modernes
konzept erarbeiten. So sollte aus traditionsbewusten Gründen sicherlich
ein klassisches Abzeichen wie Feuer machen oder so vorhanden sein, aber
die Hauptbetonung liegt hier zum Beispiel auf dem Naturschützer, dem
Manager, oder dem Architekten, um meine Ideenwelt mal einen Spalt weit zu
öffnen.
zum anderen, ein Rüdiger Nehberg macht mit dem Immage vermutlich Millionen
und ist absolut in dabei!
"zumindest in der art und weise, wie es dort üblich war.
ich will mich dem thema aber auf keinen fall verschließen, weil ich
definitiv denke, dass unser stamm wahnsinnig an qualität verloren hat, was
die pfadfindertechniken angeht. an ausbildung an sich hab ich nichts
auszusetzen. schließlich muss man ja irgendwas an den pfadi bringen. aber
proben hören sich für mich nach totalem mittelalter an. "
-nun ich hoffe, dass das sich noch altmodischer als Mittelalter anhört, ab
da ging ja bekanntlich mit der endgültigen Etablierung des Christentums
mit good old Europe endgültig den Bach runter.
Zum anderen sollte man sich nicht an Begriffen hochziehen.
Man kann das alles zur Not auch Scout-Levels oder Abillity-Badges nennen,
Proben fand ich aber ganz ok.
Und das tolle an einer Jugendorganisation ist, dass die meisten so jung
sind, dass es sie noch gar nicht gab, wo beschlossen wurde, dass ein Thema
miefig ist; für sie wird es ganz neu und ultramodern sein.
"wenn man die ganze sache modern genug rüberbringt (es vielleicht nicht
unbedingt proben nennt), und dabei rücksicht auf alle nimmt, wäre es in
jedem falle eine interessante sache."
-ich schick Dir mal eine Datei mit meinen noch unausgegorenen Ideen, der
Koch ist da als Beispiel ausgearbeitet.
Von den Themen ist bei ca. 40 Abzeichen sicher für jeden was dabei.
Ich dachte an acht Schwierigkeitsgrade, von denen jeder, der will die
ersten drei bis vier locker schaffen kann.
Die restlichen sind denen vorbehalten, die das Thema leben wollen.
Hier bietet sich die Chance, als Jugendorganisation wieder positiv auf die
Leute einzuwirken.
Jeder hat hier die Möglichkeit, sich selbst zu finden und auch zu
verwirklichen.
Wer z. B. einen sechsten bis siebten Schwierigkeitsgrad beim Abzeichen
Koch erreicht, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit diesen
Beruf erwählen. Dabei wird er sicherlich glücklicher sein, als derjenige,
der im BIZ am Computer erfahren hat, dass er statistisch gesehen Spaß als
Verwaltungstechniker hat, den ersten hat die Probe nämlich über mehrere
Jahre, eventuell vom Jungpfadfinder bis zum Ranger/ Rover begleitet.
"vielleicht könnte man sowas auch in form von workshops oder
ausbildungswochenenden veranstalten. da wären einerseits die kurse vom
landesverband (die wir auf keinenfall als schlecht abtun sollten), und
eventuell eigene wochenenden. "
-in dieser Form sollte vieleicht das System erarbeitet werden aber auf
keinen Fall die Fertigkeitenvermittlung für das einzelne Stammesmitglied.
Erstens wird das System für diejenigen unzugänglich, die keinen Bock
haben, ständig dem LV durch ganz NRW hinterherzugurken, zweitens nimmt man
den Leuten die Chance, sich gegenseitig auszubilden.
Ein Workshop unter uns und anderen Interessenten im erst einmal kleinen
Kreis wäre da mal ein sinnvoller erster Schritt um alle Fallstricke, die
zu Missverständnissen führen aus den Weg zu räumen.
Und selbst wurde von Euch auf dem Board festgestellt, dass es dem Stamm
nicht gut geht, wieso also nicht ein Heilmittel ausprobieren?
Man kann es zur Not immer noch absetzen.
Eine Idee vorher (jedes Experiment braucht ja seine Laborratten) wie wäre
es, wenn man die Sache mal mit einer Runde als Versuchs
Jungpfadfindersippe (ich sach mal KEINEN Namen)
anhand einiger Proben ausprobiert?
Dann kann man sehn, was das alles bringt.
So, gemäß meinem Motto: "There is always a longer Posting" hab ich jetzt
fertig,
wat meint Ihr?
CU
Michael
Tach,
jetzt hat der Michael schon soviel geschrieben, dass ich gar nicht mehr soviel hinzufügen kann. Nur noch mal kurz zu ein paar Punkten:
- Formalisierte Form
Ich wollte noch ein mal betonen, dass das Konzept wie es bis jetzt hier im forum vorgestellt wurde, ganz und gar nicht nach einem strengen und bürokratischem System aussieht, wie der Würzi es zu befürchten scheint.
Es handelt sich tatsächlich um einen Leitfaden, ohne den gar nichts funktioniert. Das kann man daran sehen wie es halt aussieht, denn wir haben bis jetzt auf einen Leitfaden und ein Konzept verzichtet und alles so ein bisschen schwammig den Leuten und Gruppen überlassen. Gerade dieser fehlende Leitfaden, ist wahrscheinlich schuld an dem angesprochenen Qualitätsverlust.
Das was hier vorgestellt wird, klingt eher nach einem Spaß-Konzept, das jedem auch viel für sich selber bringen kann. Ich denke bei Michaels Idee lassen sich Zwang und Leistungsdruck tatsächlich gut ausgrenzen. Es handelt sich hier um Regeln, einen Leitfaden, ein Konzept, die immer benötigt werden, wenn Menschen zusammentreffen. Jede unserer Sippen, der ganze Stamm, die Ausbildung unseres LV und jedes Spiel funktionieren nach solchen Regeln und Konzepten. („Das Leben ist ein Spiel, und wer es recht zu spielen weiß, …“) Das hat überhaupt nichts mit Formalisierung zu tun. Das ist der Rahmen ohne den gar nix läuft.
- Die Amerikanischen Pfadfinder
Wir übernehmen ja überhaupt nicht das „Konzept der Amerikaner“, das wir, auch du Wuschi, eigentlich gar nicht richtig beurteilen können, da du auch nur mitbekommen was ein paar von denen aus dem Thema gemacht haben. Auch in Deutschland wird ja mit dem Thema Proben ganz verschieden umgegangen. Wir sollten auf jeden Fall mal einen Blick draufwerfen, aber letztendlich verfassen wir doch unsere eigene Idee.
Deswegen versteh ich die Sache mit den grünen Männchen überhaupt nicht. Es geht hier doch um ein absolut vielseitiges, interessantes Konzept, bei dem sich junge Menschen mit ihren Fähigkeiten auseinandersetzen und dazulernen. Ich denke nur ein absolut verbohrter Mensch mit minimalem bis negativem Blickwinkel, kann das mit durch den Wald rennen in Verbindung bringen. Wuschi, was wäre deiner Meinung nach besser für unser Image? Virtuelle Gruppenstunden im Internet oder so was? Das klingt doch modern! Wobei solche Ideen auch in dem vorgestellten Probenkonzept Platz finden würden. Wer setzt uns denn Grenzen? Das Prinzip ist zu vielseitig.
- Begriffe
Scout-Levels und Abillity-Badges klingen in meinen Ohren viel schrecklicher als Proben und klingen auch sehr stark nach einem amerikanischen Vorbild. Ich hab auch lange überlegt, ob es was anderes als Proben gibt, was vielleicht auch nicht so sehr nach Rollenspiel klingt. Aber irgendwas müssen die Leutchen, die die Arbeitsgruppe bilden ja auch noch sich ausdenken dürfen. Man findet besser Namen für Sachen und nicht Sachen für Namen.
- Umfang
Ein kleiner Anlaufrahmen ist auf jeden Fall besser. Vielleicht kann man die Idee und das Konzept später anderen anbieten (Stämme, LV) und wenn die das auch geschluckt haben, übergreifend arbeiten. Aber das müsste sich zeigen ob das eine gute Idee wäre.
So, werde langsam müde, bis später dann.
BART
Na dass ist doch mal ein Konstruktives Post.
Warum sind wir hier eigentlich momentan nur zu dritt im Forum?
CU
Lamiech
- Formalisierte Form - Loser Feitfaden
nun haben wir hier plötzlich zwei komplett unterschiedliche positionen am board. einerseits wird eine detaillierte formalisierung befürwortet, andererseits sprechen wir plötzlich nur noch von einem "losen" leitfaden, dem ein konzept übergeworfen wird.
und ich kann mich leider mit beidem nicht so ganz anfreunden, was nicht heißt, dass nicht beides seine positiven aspekte hat. wahrlich, von einem verbürokratisierten system halte ich wenig, denn das nimmt uns jegliche flexiblität, die bei solch einem konzept unbedingt vorhanden sein muss. das passiert heutzutage leider viel zu oft: man überlegt sich eine tolle sache, ist absolut überzeugt davon, und will nach getaner arbeit nicht alles wieder umschmeißen bzw. ändern müssen. doch dazu muss man in der lage sein, weil wir ständig veränderungen gegenüberstehen. natürlich muss die ganze sache aber erstmal ausgearbeitet werden, sonst geht ja garnichts.
andererseits denke ich nicht, dass wir uns in den letzten jahren komplett ohne leitfaden bewegt haben. der leitfaden bislang hat sich an den pfadfinderregeln festgehalten, die allerdings wirklich nicht all zu viel in sachen pfadfindertechnik und anderen "disziplinen" zu fördern beabsichtigen. es sind eben regeln, an die wir uns halten wollen. also eher auf gewissens- und einstellungsebene. ich denke, dass eher daher der qualitätsverlust herkommt.
ich will hiermit nicht sagen, dass wir das konzept der pfadfinderregeln stärker forcieren sollten (schließlich fangen sie alle mit "Ich will....." an), allerdings ist es ein sehr loses Konzept, woraus mehr gemacht werden könnte.
Und genau das ist das andere extrem. wenn wir die sache mit den proben so angehen, dass wir es einen "leitfaden" nennen, an den wir uns halten wollen, der ja eigentlich ganz toll ist, aber irgendwo doch arbeit macht, und blablabla, wischiwaschi....... so denke ich, dass wir unser problem auf dauer nicht lösen können.
bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber bisher habe ich das hauptziel diese konzeptes so aufgefasst, die motivation im stamm zu fördern, sich selbst mit anderen weiterzuentwickeln. natürlich auf freiwilliger basis, schließlich sind wir bei den pfadfindern.
dazu bedarf es jedoch einem mittelding zwischen der totalen bürokratisierung (wovor ich soviel angst habe ;D) und einem wischiwaschi konzept (so á la waldorf, jeder macht was er will, wir sind alle glücklich, lalala).
das wollte ich mit meinem posting eigentlich ausdrücken.
- Die Amerikanischen Pfadfinder
nun, ich denke schon, dass ich das konzept der amerikanischen pfadfinder beurteilen kann. solch ein konzept direkt vor ort mitzubekommen ist denke ich die direkteste art. und 1 jahr ist dabei nicht zu wenig.
vielleicht liegt bei der sache mit dem amerikanischen konzept viel weniger der schwerpunkt auf der idee (denn diese finde im vom prinzip her nicht schlecht), als vielmehr auf der durchführung. denn diese hat dort nunmal wirklich den eindruck vermittelt, dass "nur idioten" am werke waren. und deshalb sollten wir uns darüber auch gedanken machen. denn ein konzept ist nur solange gut, wie jemand dahintersteht, und die idee positiv "vermarktet" (entschuldigt, aber ich studiere den scheiß :rolleyes: ). es müssten also in der ausarbeitung auch die leute eingebunden werden, die das konzept am ende auch vor ort in den gruppen umsetzen können. wird nämlich jemandem sowas vorgesetzt, kann er niemals so motiviert dahinter stehen, als jemand, der die ideen mitentwickelt hat, und daher von der sache auch wirklich überzeugt ist.
wird das konzept aber lieblos verwirklicht, dann denke ich doch stark daran, dass man sowas schneller als einem lieb ist wieder mit den grünen feuermachenenden männchen in verbindung bringen kann. warum, denkt ihr, haben pfadfinder überhaupt erst dieses image der hinterweltler bekommen, und tun sich heute noch so schwer, es abzulegen? weil verstaubte konzepte hirnlos weitergegeben wurden, ohne dass die leute wirklich davon überzeugt waren (wow, eine ganz schön brenzlige these).
- Begriffe
da muss ich dem bart zustimmen. jetzt, wo dinge wie scoutlevels, abilitybadges usw. genannt wurden, finde ich den namen proben direkt wie musik in meinen ohren. aber das sind feinheiten, denke ich.
So, und nun noch ein punkt, den ich oben schonmal angesprochen habe. wie würdet ihr euch die durchführung des konzeptes vorstellen?
Nun, ich hoffe ich hab jetzt das längste posting.
was die sache angeht, dass wir hier nur zu dritt am werkeln sind: ich werde den stammesrat per email einladen, hier ebenfalls an der diskussion teilzunehmen. wär prima, wenn wir hier noch mehr ideen und natürlich auch kritik von anderen seiten dazubekämen.
Hoi,
Würzi
eigentlich hasse ich ja Forumsdiskussionen, man kommt meist zu keinem Ergebnis, so wie wenn man es Face to Face ausfechtet, ich versuche es trotzdem :D
zu: "- Formalisierte Form - Loser Feitfaden"
besser wäre der Vergleich gewesen, formalisierte Form-Looser Leitfaden ;)
Ich denke aber, ich habe in meiner Spinnerei beides einvernehmlich miteinander verbunden.
Betrachte die eine Probe, die ich ausgearbeitet habe, also der Koch.
Wenn Du die angegebenen Punkte bei den zu bewältigenden Aufgaben nachrechnest, dann kommst Du zu dem Schluss, dass da was nicht stimmt.
Wer nur die obligatorischen Aufgaben löst, der wird nämlich keinen Stich machen.
Um auf eine erforderliche Punktzahl zu kommen, muss der Proband selbstständig aktiv werden und irgendwie an Bonusüunkte kommen.
Wie, bleibt im gewissen Rahmen ihm überlassen ==> freier Rahmen!
Die aufgelisteten Aufgaben sollen darüber hinaus aber trotzdem erfüllt werden, sozusagen als Mindeststandart.
Also, strenges Regelement (oder Formalismus, wie man es abschätzend bezeichnen kann) und die Möglichkeit der freien Selbstverwirklichung glücklich miteinander vereint, Ying und Yang, Anarchie und Bürokratie, Ingmar und Michael (was meines erachtens nach eine echte Leistung darstellt) :D :D :D
Weiterhin sind die Proben freiwillig.
Keiner muss sie machen, jeder kann frei wählen, welche er macht, wenn er eine machen will.
Die schönen Aufnäher mit den Gradpunkten sind eine schöne süße Verlockung, die Proben dann doch zu machen, klappt bei Millionen Kampfsportlern mit dem Gürtelsystem und am Geldspielautomaten mit den Gewinnleisten nur dass man bei den Proben nichts verlieren kann.
zu "- Die Amerikanischen Pfadfinder"
es ist aber immerhin so, dass man im Ammiland bei vielen Bewerbergesprächen 1. gefragt wird, ob man bei den Pfadis war, 2. ob man ein bestimmtes Abzeichen gemacht hat (weiß wohl leider grad nicht welches) und 3. wenn nicht, warum man das nicht geschafft hat
hätte die Pfadfinderei in Deutschland einen solchen (wenn am Beispiel Ammiland von Wurz im Umkehrschluss bewiesenen ungerechfertigten) Ruf als Qualitätsstandart, dann könnte man ganz schön stolz auf sich sein
zu "Umsetzung/ Vermarktung"
ich habe beim Osterfeuer zwar gesagt, dass ich als Gruppenleiter nicht mehr zur Verfügung stelle, aber ein solches Konzept mit Überzeugung rüberbringen, da hätt ich noch mal Spaß drann, aber dann nur als Teilzeitkraft, zeitlich begrenzt!!!
zu "schlechter Ruf der Pfadfinder"
ich denke, die hirnlosen Konzepte sind nicht mehr aktuell, da wurde in den letzten 20-30 Jahren doch sehr ausgemistet.
Leider zu gründlich.
Vieles wurde pauschal entsorgt, weil es alt aussah, keiner schaute mal nach, wie es aussieht, wenn man diesen alten Krempel mal entstaubt.
So bin ich der festen Überzeugung, dass gerade in Deutschland die Pfadfinderei z. B. viele Werte verloren hat und in vielen Bereichen/ Stämmen zur Hippiekomune verkommen ist.
Siehe das Ideal der politischen sozialisierung der Jugend.
Es ist ursprünglich so gedacht, dass jedem Jugendlichen das Rüstzeug gegeben wird, sich selbst zu orientieren (mithilfe der Werte, dargestellt z. B. im Versprechen und den Regeln).
Die Betonung liegt auf SELBST.
Das Ergebnis ist egal. So kann man sich selbst leicht oder mehr links aber genausogut auch sehr konservativ entwickeln.
Der Haken in unserer schönen Heimat ist aber, dass jeder versucht, sein Optimum im politischen/ ethischen/ moralischen.../ ... Embrio zu klonen.
So hatte ich im Bdp ganz dolle das Gefühl, dass viele Leiter meinen, ein Pfadfinder muss auf Teufel komme raus ein linker ultraradikalpazifist sein (auf der anderen Seite gibts dann auch die extremen Rechtsausleger, nennen sich meist Mark sowiso oder Gau hassenichgesehn bzw. Gibbetnichorden).
Passendes Beispiel (jetzt aus der DPSG) irgendeine verdammt einflussreiche Tuse aus der DPSG, die sich beim Jamboree 95 in NL ganz offiziel und vor möglichst vielen Leuten davor weigerte, über eine Brücke zu gehen, weil diese von Soldaten gebaut wurde.
Sehr dankbar diesen Soldaten gegenüber und auch der niederländischen Regierung, die eigens zu diesem Zweck dem Meer einen komplett neuen Landstrich abgerungen hat.
Ist zwar nett, wenn man seine Überzeugung vertritt, aber sind das die richtigen Stellen?
Na ja, jetzt kam ich vom Thema ab glaub ich (aber dafür hab ich wieder das längste Posting und das ist nunmal drei Siegpunkte wert :D ).
Na ja, der schlechte Ruf, den man als Pfadfinder heute eventuell zu ertragen hat, resultiert bestimmt nicht an altmodischen Konzepten.
Ich fürchte mehr, es liegt an der seit den 68ern modernen (ist auch wieder dreißig Jahre her, könnt doch eigentlich bald wieder out sein) anarcho Wischiwaschi Konzeptlosigkeit.
Man plätschert halt so vor sich hin.
In einem von mir besuchten Jugendleiterlehrgang des Roten Kreuzes hat man mir gesagt, beim JRK will man locker frei und im Programm liberal sein, also nicht so wie bei der Jugendfeuerwehr. Im gleichen Atemzug legte man aber sehr viel Wert darauf, noch keine Pfadfinder zu sein - reicht dass?
Ach ja, ausserdem ist Retrolook mitlerweile wieder in und erfolgreich siehe
-New Beatle (VW)
-Mini (jetzt BMW)
-Maybach (welche Firma issn dat?)
-Windmühlen (Windkraftanlagen, Offshoreanlagen...)
warum also nicht alte Konzepte neu umgestalten?
zu "- Begriffe"
"da muss ich dem bart zustimmen. jetzt, wo dinge wie scoutlevels, abilitybadges usw. genannt wurden, finde ich den namen proben direkt wie musik in meinen ohren. aber das sind feinheiten, denke ich."
hihihi, was ein wenig Antirethorik doch alles bewirken kann, gleichnahmiges Buch von Franz Josef Strauss kann ich übrigens nur empfehlen!!!
zu "So, und nun noch ein punkt, den ich oben schonmal angesprochen habe. wie würdet ihr euch die durchführung des konzeptes vorstellen?"
ich dachte da an einen Worshop, in welchem auf jeden Fall wir beide dabei sind.
Auch Krümel sollte als engagierter Interessent mit von der Partie sein und natürlich ein oder zwei Vertreter des Stammesrates.
Der Kreis sollte aber auf etwa Sippengröße beschränkt bleiben, sonst haben wir die Geschichte von den Köchen und dem Brei.
Erst auf Stammesebene ausarbeiten und probieren, auf LV Ebene vorstellen, im Bund umsetzen und dem Ring aufzwingen, dann wird Österrreich angeschlossen und danach gehört uns... (oh, falsches Märchen :eek: )
zu- "Nun, ich hoffe ich hab jetzt das längste posting."
D E N K S T E ! ! ! ! ! :upsidown:
Ausserdem hab ich jetzt nicht nur die längsten sondern bald auch die meisten Postings, ätschibätschidummdibei!
CU
Michael
ich habe da ein Vöglein zwitschern hören, dass die Postings
hier abschreckend lang werden.
Da meines eh schon das längste ist, schlage ich vor, dass
wir uns jetzt was kürzer fassen, nur um die zarte Pflanze,
die hier grad wächst nicht gleich niederzutrampeln versteht
sich :D :D :D
Viele Grüße
Michael
bin dabei.
hab das kürzeste :D
Würzi
Da fiel mir doch tatsächlich noch ein weiteres nettes Probenstück ein; und zwar die Probe zum Europaabzeichen.
Hört sich toll an, oder?
Wann machen wir denn mal nen Workshop zum Thema.
Frieda interessiert sich für die Geschichte erst mal eh nicht, hat mir gesagt, sie läßt sich lieber was fertiges bieten, also muss man gar nicht mal so lange auf alle möglichen Leute warten um anzufangen.
CU
Michael