Vollständige Version anzeigen: Forumame



viele menschen treten in unser leben und verlassen uns schnell. manche bleiben eine zeit lang.
immer, wenn wir menschen kennenlernen, bleiben wir vorerst auf distanz und offenbaren uns ihm nicht gleich. aber nach und nach vertrauen wir diesem menschen ein stück mehr. manche menschen klammern sich dann am anderen fest, identifizieren sich über den andere und geben ihre individualität auf. werden sie dann von diesem wichtigen menschen verlassen, bricht für sie eine welt zusammen. warum machen wir uns so sehr von anderen abhängig? unser aufenthalt auf der erde ist sowieso sehr kurz. also warum genießen wir nicht jede minute und freuen uns über die schöne zeit, die wir hatten? warum können wir nicht loslassen und die menschen gehen lassen, die nicht weiter ein teil unseres lebens sein wollen? hast du auch schon oft andere verlassen? plötzlich, beinahe grundlos? warum hast du das getan? wie hast du dich dabei gefühlt? ist es dir selbst schwer gefallen, aus dem anderen leben zu treten, aber wusstest du, dass es zeit für eine veränderung war. oder fiel es dir leicht dich zu trennen?

don’t read my diary when i’m gone
unsere privatsphäre ist uns sehr wichtig. jedenfalls manchen von uns. wir alle schätzen den kleinen bereich, der nur uns gehört. wir wollen nicht alles von uns preisgeben. trotdem versuchen manche, in diesen intimen bereich einzudringen. natürlich ist die totale isolation genauso schlimm. kurt cobain kämpfte für den kleinen bereich, der nur ihm und seiner familie gehörte. doch kaum jemand hat seinen wunsch respektiert und akzeptiert. ständig wurden sie von fotografen und journalisten auf schritt und tritt verfolgt. er wurde mit der ganzen situation und seinem leben nicht mehr fertig und was dann passiert ist, wissen wir ja alle. jetzt, so viele jahre später, stellt sich heraus, dass sein kampf umsonst war. seine tagebücher wurden veröffentlicht. ja. jetzt kann er sich ja nicht mehr wehren. oarg oder nicht?

hier ist die schönheit eines augenblicks ...
#ich mag wie du mich ansiehst / ich find es gut, wenn du´s lässt / ich schätze es sehr, wenn du bestimmte grenzen nicht verletzt# ein foto. eine momentaufnahme. eine art „dokument“, das uns an vergangenes erinnern soll. etwas das wir schön, aufregend, witzig, ... fanden. etwas, das wir nicht vergessen wollen. ereignisse, die wir so wertvoll empfanden, dass wir sie „festhalten“ mussten. fotos von personen. personen, die wir als sehr wichtig empfanden. die, wenn wir sie mal verlieren sollten, wenigstens noch auf einem foto ansehen können. menschen, die wir nie aus unseren gedanken streichen wollen. aber ist es so wichtig, momente und personen auf einem foto festzuhalten? ist es nicht viel schöner, diese menschen im herzen zu tragen? ihnen dort einen platz zu schenken? einen platz, den sie nie wieder hergeben müssen. ist es nicht viel schöner, sich so an einen moment zu erinnern, wie er war. wie man ihn selbst empfunden hat. besser, als wenn man sich nur aufgrund einer momentaufnahme erinnert. einer momentaufnahme, die die vergangene wirklichkeit verzerren kann. in gewisser weise. weil wir uns dann zu sehr auf das foto verlassen und nur mehr an diesen einen moment denken und alles andere vergessen. ist es nicht schöner, von einer person zu erzählen? erzählen, warum man sie so gern hatte, was man an dieser person schätze? was diesen menschen ausmachte? auch äußerliches. wenn man sich zum beispiel in den augen dieser person verlieren konnte, weil man vielleicht sich selbst darin entdecken konnte. oder dass man das lächeln dieser person liebte, weil man dann diese kleinen grübchen sehen konnte, über die sich diese person immer so ärgerte, die sie aber eigentlich so süß werden ließen. anstatt ein bild herzuzeigen: ja, das war sie/er.

einsamkeit, wie bist du überbevölkert?
if you have been rejected many times in your live, then one more rejection isn't going to make much difference. if you're rejected, don't automatically assume it's your fault. the other person may have several reasons for not doing what you are asking her to do: none of it may have anything to do with you. perhaps the person is busy or not feeling well or genuinely not interested in spending time with you. rejections are part of everyday life. don't let them bother you. keep reaching out to others. keep reaching out to others. when you begin to receive positive responses then you are on the right track. it's all a matter of numbers. count the positive responses and forget about the rejections.

oh get me away from here i'm dying!
hast du den führerschein? bist du schon mal mit dem auto gefahren? kennst du diese herbsttage, an denen plötzlich alles vor dir verschwindet? nur dieser weiße schleier, der die landschaft bedeckt, ist da. sonst nichts. kein weg nach vorne. kein weg zurück. ausweglose situation. und keine hoffnung auf besserung. leere. angst. verzweiflung. hoffnungslosigkeit. mitten im nirgendwo. und dann. plötzlich. ein kleiner leuchtender punkt. ein kleiner hoffnungsschimmer, an dem man sich orientieren, festhalten kann. ein schneestecken, der uns weiterhilft, wenn wir uns selbst nicht mehr helfen können. wenn einem sonst niemand helfen kann. dann wieder diese leere. und der nächste schneestecken. und so weiter und so weiter. kennst du diese phasen im leben, in denen du einfach nicht mehr weiterweißt. nicht mehr willst. nicht mehr kannst. diese momente im leben, in denen es einfach keine hoffnung mehr gibt. und genau dann taucht ganz unerwartet ein kleiner hoffnungsschimmer vor unseren augen auf, der uns am leben hält. also auf zum nächsten schneestecken!

ist es richtig, nur weil es alle tun?
>die masse hat immer recht. diese angeblichen "individualisten" sind doch alles nur verrückte.< das oder so etwas ähnliches denken viele menschen unserer gesellschaft. viele werden von uns schon auf diese weise erzogen. "das war doch schon immer so. jeder macht das so. du wirst keine ausnahme sein. auch du wirst ein gutes, bürgerliches, normales leben führen." aber was ist schon normal? wer bestimmt das? wer darf das bestimmen? manche bleiben ihr ganzes leben so. andere beginnen, eigene ideen zu entwickeln und bilden sich ihre eigene meinung. sie heben sich von der einheitssuppe ab, die keine abweichungen zulässt. habe mut, dich deines verstandes zu bedienen! wer dies tut, womöglich schon in der jugend, wird von anderen bombardiert mit beschimpfungen aller art. man muss viel selbstbewusstsein haben, um weiterhin seinen standpunkt zu vertreten. hat man dies nicht, drängen sie einem so lange die meinung der masse auf, bis man sie schließlich wieder annimmt. zumindest in ihrer gegenwart. es ist dasselbe spiel wie zu nationalsozialistischen zeiten. nur in milder form. aber trotzdem genauso schlimm. was bist du oder glaubst du zu sein? individualist oder nur ein weiteres teil der masse? welche erfahrungen hast du gemacht? wirst du akzeptiert so wie du bist oder erfährst du immer wieder ablehnung? bist du einzelkämpfer oder hast du menschen in deiner umgebung, die individualisten sind, dich aber verstehn und dich als eigenständige person respektieren?

alternative, punk oder wie?
wenn man abends mal fortgehn sollte, sieht man sie sofort. diese gruppen von jugendlichen. die skater, die "punks", die alternatives, die raver. allesamt wollen sie individualisten sein. sind es am ende aber im seltensten fall. die meisten geben ihre eigentlich individualität auf, um sich der gruppe besser anpassen zu können. nie sind sie ganz sie selbst. (aber wer ist schon immer er selbst?) warum tun wir das? warum teilen wir uns selbst in gruppen ein? warum sind wir nicht einfach wir selbst? haben wir angst, dass wir so nicht akzeptiert werden? und suchen deshalb "unterschlupf" in irgendeiner gruppe und hoffen, dort "uns selbst" zu finden?

love burns
wer liebt dieses gefühl nicht? jemanden lieben und geliebt zu werden. aber nicht immer verläuft die schönste aller menschlichen beziehungen so ab. nein, leider nicht. so sehr sich das auch die meisten wünschen würden. die unerwiderte liebe. wer kennt das nicht? die welt bricht zusammen. man hat depressive gedanken. man fühlt sich so ungeliebt. man neigt zu selbsthass ... in leichter form. aber warum? wieso tun wir uns das selbst an? ja, man wird dieser person vielleicht nie so nah sein, wie man das gerne hätte. diese person wird einem vielleicht nie sagen, dass sie unser einer liebt. aber dieses gute gefühl des verliebt-seins ist doch trotzdem da. wenn man diese person sieht und man mit ihr spricht, spürt man die vielen schmetterlinge, die sich nicht unterdrücken lassen. schon alleine wenn man an ihn/sie denkt, gehn 3 sonnen auf. also warum lassen wir diese gefühle nicht einfach zu und vergessen, dass diese person nicht dasselbe empfindet?

ich bin ganz normal in meiner eigenen kleinen welt
"viele menschen erleben ihre träume viel heftiger als ihr leben." wir alle leben im hier und jetzt. sagen wir doch immer. stimmt aber nicht ganz. wer hat sie nicht, diese vielen tagträume? wer ertappt sich nicht manchmal selbst dabei, dass er der realität vollkommen entgleitet? das heißt also, dass wir ein "leben" neben unserem leben haben. diese kleine traumwelt, die wir uns ganz alleine aufbauen. hier bestimmen wir. keiner kann uns das zerstören, was wir uns aufgebaut haben. niemand kann uns dreinreden und sagen, was wir zu tun haben. aber was ist nun das "wichtigere" leben? das, in dem wir eigentlich nur "spielfiguren" sind und uns an die umstände anpassen "müssen" oder die kleine welt, die nur uns gehört? und was erlebst du heftiger? die realität? oder die träume?

erlöse mich, ich kann nicht länger sterben ...
der tod. ein thema, worüber sich wohl jeder, ob früher oder später, irgendwann im laufe seines lebens gedanken macht. manche mehr - manche weniger. der tod. erlösung vom schmerzvollen dasein? letzter ausweg? endstation unseres lebens? dass wir alle irgendwann einmal sterben müssen, ist wohl klar. aber was passiert danach? die große leere? das "bessere" leben? das nirvana? die hölle? erholung und vorbereitung auf ein neues leben? eines ist für mich unumstritten. die große leere verursacht bei mir große bauchschmerzen. man stelle sich mal vor, man hatte ein sehr aktives leben, hat viel erlebt, viele erfahrungen gesammelt. und dann soll auf einen schlag alles vorbei sein. nichts mehr. keine menschen. keine gefühle. keine gedanken. für einen denker das wohl schlimmste überhaupt. für gedankenlose menschen das paradies schlechthin. was, wenn wir uns nur auf ein neues leben vorbereiten? auf eine neue chance? vergessen wir unser altes dasein? oder bleiben wir immer derselbe? was passiert mit den menschen, mit denen wir schöne erinnerungen teilen? bleiben sie in unserer nähe? oder verlassen sie uns vollkommen? der tod - das bessere leben? wenn ja, was erwartet uns dann? wird jedem sein größter traum erfüllt? kann man dann endlich seinen traum leben? aber ist das nicht langweilig? wo bleiben die "aufgaben"? die kleinen schwierigkeiten, die alles viel interessanter werden lassen? all das sind fragen, auf die eigentlich kein lebender eine antwort wissen kann. oder?

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