Vollständige Version anzeigen: Jämmerlicher Bauzustand der Leipziger Kitas - Fragen und Empfehlungen an andere KiTa's - Das Forum des Gesamtelternrates Leipziger Kindertageseinrichtungen
Ivo Scheffler
30.05.2003, 21:25
Mit einer unglaublichen Ignoranz wird das Problem des Bauzustandes der Leipziger Kitas behandelt. In einigen Einrichtungen fallen ganze Betonteile aus der Decke. Die Einrichtung meines Sohnes Ferdinand Rhode Strasse 7 ist 30 Jahre alt. Genau so lange wurde dort nichts gemacht. Undichte Fenster, veralterte Ausstattung, uralte Heizung, jämmerliche Sanitäranlagen usw. Die Leiterin hat noch nicht mal einen simplen Kopierer und muß ins Kopie Shop rennen. Derweil wachsen die Luxus-Altenheime in Schleußig und Plagwitz wie Pilze aus dem Boden. Wo leben wir hier eigentlich? Petitionen werden mit Achselzucken beantwortet. Tunnel und Olympia sind wichtiger. Das eine oder andere Unfallopfer des Bauzustandes ist dabei wohl in Kauf zu nehmen???????????
Ines Doberschütz
06.06.2003, 10:18
Hallo Ivo Scheffler,
hier ist glaube ich anzuraten, dass JA Frau Supllies oder Herrn Haller zu kontaktieren und auch mal einzuladen und auf den desolaten Zustand aufmerksam zu machen, bei einem persönlcihen Gespräch kann man als Eltern vielleicht etwas erreichen. Aber die Gelder sind knapp , das wird uns als GER immer wieder verkündet. Aber bisher hat sich die Methode immer nochals die Beste herausgestellt.
Ines Doberschütz
GER-Leipzig
Ivo Scheffler
14.06.2003, 21:55
Ja, ja. Auf die Idee bin ich gleich am Anfang gekommen. Da waren Herr Schmidt vom Jugendamt + Mitarbeiterin, Frau Clauß vom Sächsischen Landtag + Büroleiter, und die Leiterin + Hausmeister bei einer Ortsbesichtigung wegen des Bauzustandes. Ausgerechnet bei der Ortsbesichtigung fielen dann auch noch auf der Toilette Betonbrocken aus der Decke. Die sächsische Abgeordnete Clauß war fassungslos. Aber außer einem gelangweiltem Grinsen gab es bei den Vertretern des Jugensamtes keine Reaktion. Im Gegenteil. Die bereits zugesagte Fenstersanierung wurde kommentarlos zurückgezogen. Der Petitionsausschuß (Hr. Magierus) hat den katastrophalen Bauzustand gegenüber den Eltern bestätigt. Fazit: Wem es nicht paßt, der könne sein Kind ja aus der Einrichtung nehmen. Ansonsten gibt es schließlich Unfallversicherungen.....
Bei so viel Zynismus seitens der zuständigen Behörde kann man nur noch den Kopf schütteln.
Gruß
Wenn ich so etwas lese dann geht mir immer der Hut hoch. Mein Vorschlag wäre all die Leute die sich so verhalten wie bei Ivo Scheffler beschrieben , einfach einzusparen. Sie können ja sowiso nichts tun und das Geld was durch die eigesparten Gehälter frei wird sollte lieber für die Kindergärten verwendet werden.
Ines Doberschütz
17.06.2003, 17:18
Das ist sicher o.K., dass einem die Wut in den Bauch steigt, jedoch haben wir da keines dieser Probleme gelöst. Man sollte vielleicht einfach das Ordnungamt hinzuziehen, um einen größeren Druck auszuüben, jedoch könnte dies auch als Bumerang zurückkommen und die Schließung zur Folge haben, da nach den Schilderungen sicher Gefahr im Verzug ist.Abder man sollte nichts unversucht lassen, nur allein mit einer Unfallversicherung ist dies auch nicht getan, da diese in solchen Fällen nicht mal dafür gerade stehen wird, da es sich um Fahrlässigkeit handelt.Und dies ist auserdem eine schwache Kür. Ein Herantreten an die Presse ist sicher auch nicht verkehrt.
Zu unserer nächsten Sitzung des GER werde ich dies noch mal ansprechen, vielleicht fällt uns ja noch etwas ein.
Mfg
Ines Doberschütz
GER-Leipzig
Die Haftpflichtversicherung der Stadt Leipzig sollte vom Vorsatz der Mitarbeiter des Jugendamtes informiert werden.
Gleichzeitig sollte privatrechtliche Strafanzeige gegen diese kompetenten Leute gestellt werden, sodaß diese privat zur Verantwortung gezogen werden.
Außerdem sollte der GER dieses Treiben publik machen und nicht nur im kleinen Grüpppchen seinem Unmut Luft machen.
C. Jähnichen
17.06.2003, 19:51
[QUOTE][I]Original von Ivo Scheffler[/I]
[B]...[/B][/QUOTE]
Und wie gehts nun weiter? Folgen schriftliche Beschwerden der Elternvertretung an die Jugendamtsleitung, in dem gelangweilte Jugendamtvertreter (Herr Schmidt!) nachträglich um Stellungnahme gebeten werden? Schließlich arbeiten sie als staatliche bzw. kommunale Behörde und beziehen über Steuereinnahmen ihre Einkommen. Es kann auch eine hartnäckige freundliche Nachfrage sein, die vom Zynismus umlenkt auf Tugenden wie Verantwortung gegenüber Kindern und sich auf Vertragsbasis und gesetzliche Bestimmungen beruft. Ich kann nicht erkennen, daß hier schon alle Mittel ausgeschöpft sind und wir haben auch andere Erfahrungen mit 'dem' Jugendamt gemacht, das aus vielen Personen besteht: viele Köche verühren den amtlichen Brei zu "Leipziger Einerlei" ;-) Zum Schluß die Frage: Ist das Fazit ein Zitat? 'Wem es nicht paßt, der könne sein Kind ja aus der Einrichtung nehmen. Ansonsten gibt es schließlich Unfallversicherungen.....' Das kann ich nicht glauben. Das wäre ein Fall fürs Gericht mit dem Vorwurf: vorsätzlicher Amts - und Kindesmißbrauch.
Was tut eigentlich die Abgeordnete Clauß, die ja Zeugin des Vorfalls war, in dieser Sache. Gegen die Verantwortlichen sollte wenn es möglich ist eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht werden und so die Abgeordnete nicht reagiert, auch dort eine Beschwerde an passender Stelle eingereicht werden. Im Übrigen greift dort garantiert keine Unfallversicherung sondern die Haftpflicht des Betreibers und an die sollte man sich vielleicht auch wenden.
Ivo Scheffler
19.06.2003, 23:53
Ja, was tat die CDU-Abgeordnete Clauss? Sie hat sofort nach dem Besuch der Kita einen persönlichen Brief an Herrn Burghardt Jung geschrieben und ihn um eine Stellungnahme in dieser Angelegenheit gebeten. Daraufhin erhielt sie eine äußerst rüde, schriftliche Abfuhr, welche sinngemäß das CDU-geführte Land Sachsen für den Bauzustand der Leipziger Kitas (allgemein) verantwortlich machte. Tenor: Das Land gibt kein Geld für die Sanierung, die Stadt hat keines und deshalb bleibt leider eben alles wie es ist. Das parteipolitische Gezänk hielt eine Weile an... und dann war Ruhe. Bis heute.
Und ich habe nach all dem fruchtlosen Schriftverkehr mit Behörden, Politikern, Petitionsausschüssen usw. sowie den vergeblichen Hoffnungen einfach keine Lust mehr, immer wieder gegen die gleiche Betonwand zu laufen. Es hat keinen Zweck. Die Verantwortlichen sind durch die Verhältnisse bereits so "abgehärtet", dass sie selbst nur noch zynisch reagieren.
Das Bauordnungsamt wird die Einrichtung früher oder später schließen und damit löst sich der Fall von selbst.
Und wenn mein Sohn größer ist, geht es bei den Schulen weiter.
Gruß