Vollständige Version anzeigen: Essenversorgung KiTa Pegau - Volkssolidarität - Probleme, Fragen, Positives - Das Forum des Gesamtelternrates Leipziger Kindertageseinrichtungen



gerleipzig
08.07.2003, 19:51
> Entscheidung um zukünftige Essensversorgung unserer Kinder, Änderung
> des pädagogischen Konzeptes der Einrichtung
>
>
> Pegau, den 4.7.2003
>
> Sehr geehrte Damen und Herren,
>
> als Elternbeirat der Kindertagesstätte "Sonnenschein" in 04523 Pegau
> (ca. 20km südlich von Leipzig) bitten wir Sie um Mithilfe bzw. Tips.
> Nach bereits monatelangen auszehrenden Kämpfen mit dem Träger unserer
> Kita, der Volkssolidarität Borna e.V. sowie der Stadtverwaltung Pegau
> um den Weiterbetrieb der im Kindergarten vorhandenen Küche sind wir
> nunmehr in einer Sackgasse angelangt und werden förmlich ausgehungert.
> Uns wurde im März angekündigt, daß die Küche aus Kostengründen
> geschlossen werden solle. Daraufhin überprüften wir die Einnahmen
> und Ausgaben sowie die Abrechnung des Trägers mit dem Ergebnis,
> daß die Küche NICHT defizitär ist. Dieses Ergebnis präsentierten wir.
> An einem runden Tisch mit Stadt und Träger einigten wir uns auf eine
> gemeinsame Kalkulation für den zukünftigen Küchenbetrieb mit dem
> Ergebnis eines jährlichen Defizites von 16.700 Euro brutto, das heißt,
> hiervon müssen noch die Kosten für eine technische Kraft abgezogen
> werden, welche Stadt und Träger zu tragen haben. Dies
> berücksichtigt sowie eine moderate Erhöhung des Essensgeldes
> einkalkuliert, gibt es auch in ZukunftKEIN DEFIZIT FÜR DIE
> KÜCHE.
> Nunmehr änderte man seitens Stadt und Träger die Argumentation:
> die Risiken, ein Gerät würde ausfallen seinen zu hoch, so daß man
> die Küche nicht weiterbetreiben wolle.
> Bis zu diesem Punkt waren bereits arbeitsintensive MONATE
> vergangen, in denen man uns hinhielt und auch regelrecht verkohlte.
> Wir erwogen,miteiner privaten Rechtschutzversicherungw/
> Verletztung der Paragraphen 6 und 14 des SächKitaGzu klagen, die
> Rechtschutzversicherung vertrat allerdings den Standpunkt, es
> handele sich hier nicht um privates, sondern um Gruppenrecht des
> Elternbeierates undder sei nicht Versicherungsnehmer.
> Wir wandten uns an die Redaktion der MDR-Sendung "Escher hilft",
> man lehnte jedoch eine Mitwirkung ab.
> Über das Landratsamt schalteten wir das Jugendamt des Landkreises
> ein, welches sich auch teilweise an den Gesprächen beteiligte.
> Dennoch wurden wiederholtauch in Anwesenheit des Vorsitzenden
> des Jugendamtes, Herrn Pfeifer, abgegebene Terminversprechungen
> seitens der Volkssolidarität nicht eingehalten.
> Da es keinerlei Vorankommen gab, die Küchenkräfte jedoch oer
> 30.9.2003 gekündigt sind, bemühten wir uns nunmehr um einen
> Caterer. Dies ist die favorisierte Lösung des Trägers und der Stadt.
> Das diese Lösung beiden nicht billiger kommt, wird vollständig
> ignoriert. Als Argument reicht, daßkeine Einrichtung im Landkreis
> sichder "Luxus" einer eigenen Küche leistet.
> Nunmehr fanden wir einen Caterer, welcher vergleichsweise wenig
> chemische Zusatzstoffe im Essen hat, aber jetzt versuchen Stadt und
> Volkssolidarität wiederum, ihre Vorstellung durchzudrücken.
> In unserer Region hat in letzter Zeit der Caterer HDL (Hänchen-
> Gruppe) ausgebreitet, und es wird seitensStadt und Träger großer
> Druck ausgeübt, Verträge mit diesem Caterer abzuschließen.
> Da dieser Caterer jedoch zahlreiche Zusatzstoffe
> (Geschmacksverstärker,Konservierungsstoffe, Farbstoffe usw.)
> verwendet, möchten wir Eltern im Interesse der Gesundheit unserer
> Kinder uns nicht vertraglich an ihn binden.
>
> Es geschieht allerdings nichts als leere Reden. Es wird kein Vertrag
> mit dem von uns ausgewählten Caterer oder unserer zweiten Wahl
> abgeschlossen, genausowenig, wie uns Angaben dazu gemacht werden, in
> welchem Umfang uns eine technische Kraft zumVor- und Nachbereiten der
> Speisen für die 100 Kinder der Einrichtung zur Verfügung gestellt
> wird.
>
> Bitte teilen Sie uns mit, welche Schritte wir gehen können, um
> tatsächlich bei der Entscheidungum die weitere Essensversorgung
> unserer Kunder mitzuwirken. Bisher haben wirimmer mehr von unserem
> Standpunkt nachgegeben. Und obwohl wir nicht mehr auf dem
> Weiterbetrieb der Küche bestehen,scheint es, als wird darauf
> hingearbeitet, einen Vertrag mit dem Caterer HDL zu unterzeichnen. Der
> Küchenbetrieb steht im pädagogischen KONZEPT DES KINDERGARTENS. Kann
> die Küche denn dann einfach wegfallen (wirtschaftliche Gründe haben
> wir widerlegt)? KÖNNEN SIE UNS IN DER ANGELEGENHEIT UNTERSTÜTZEN?
> Sie können uns per e-mail unter der Absenderadresse erreichen
> oderAnja Riehl unter 034296/75894.
>
> Vielen Dank für IhreUnterstützung.
>
> Viele Grüße
>
> Elternbeirat der Kita Sonnenschein in Pegau
>
>
> i.A. Anja Riehl
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